DE504580C - Verstellvorrichtung, insbesondere fuer drehbare Scheinwerfer von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Verstellvorrichtung, insbesondere fuer drehbare Scheinwerfer von KraftfahrzeugenInfo
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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Description
- Verstellvorrichtung, insbesondere für drehbare Scheinwerfer von Kraftfahrzeugen Die Erfindung betrifft eine Verstellvorrichtung, insbesondere für drehbare Scheinwerfer von Kraftfahrzeugen, bei der die Bewegung von einem als Geber wirkenden, sich drehenden Körper durch wenigstens ein biegsames, in einem Rohr, einer Hülse o. dgl. gelagertes Kraftübertragungsglied, z. B. durch einen Bowden-, Seil-, Draht- o. dgl. Zug, auf einen zweiten als Empfänger dienenden, sich drehenden Körper übertragen wird. Der Geber der Vorrichtung ist, wenn diese zum Verstellen von Fahrzeugscheinwerfern verwendet wird, mit der Lenkeinrichtung des Fahrzeugs, der Empfänger mit dem Scheinwerfer verbunden.
- Bei solchen Verstellv orrichtungen ergibt sich die Schwierigkeit, daß die aus den Führungsrohren austretenden und zu den sich drehenden Körpern geführten Teile des biegsamen Kraftübertragungsgliedes während des Betriebes fortgesetzt gestreckt und abgebogen werden, wodurch die Lebensdauer dieser Teile verkürzt wird.
- Erfindungsgemäß wird diese Schwierigkeit dadurch beseitigt, daß die von den sich drehenden Körpern angegriffenen Teile der biegsamen Kraftübertragungsvorrichtung gerade geführt sind; insbesondere werden die Enden dieser Teile an gerade geführte Schieber angeschlossen, die mit vorspringenden Teilen in vorwiegend radial verlaufende Führungen der sich drehenden Körper greifen.
- Wichtig für die praktische Brauchbarkeit der Lenkvorrichtung für die Scheinwerfer ist, daß die Scheinwerferlichtkegel in bekannter Weise, insbesondere bei kleinen Lenkeinschlägen der Lenkräder, diesen sehr stark vorauseilen, daß sich aber mit zunehmenden Lenkausschlägen das Verhältnis der Ausschlagswinkel der Scheinwerferlichtkegel zum Ausschlagswinkel der Lenkräder mehr und mehr verkleinert und ferner, daß die Scheinwerferlichtkegel nicht an den Zitterbewegungen der Lenkeinrichtung des Fahrzeugs teilnehmen Es muß deshalb zwischen der Lenkeinrichtung des Fahrzeugs und der Scheinwerferverstellvorrichtung ein Getriebe eingeschaltet werden, das in bekannter Weise ein Getriebe mit veränderlicher Drehgeschwindigkeit besitzt. Hierbei kann auch ein Teil des Getriebes, das den Gegenstand der Erfindung bildet, so ausgeführt werden, daß man die wirksamen Hebelarme des als Geber dienenden, sich drehenden Körpers größer macht, z. B. wenigstens zweimal so groß, als die Hebelarme des als Empfänger verwendeten, sich drehenden Körpers.
- Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist z. B. in der Zeichnung dargestellt. Die Abb. i und 2 zeigen den als Empfänger wirkenden Teil der Vorrichtung mit dem Scheinwerfer in zwei verschiedenen Ansichten, teilweise im Schnitt.
- Die Abb. 3 bis 5, deren Teile übereinandergelegt zu denken sind, veranschaulichen den als Geber wirkenden Teil, wobei Abb. 5 eine Ansicht des Gehäuses für die Gebevorrichtung und den Antriebshebel hierzu darstellt, der mit dem Lenkstockhebel des Fahrzeugs verbunden ist.
- In einem die Gebevorrichtung aufnehmenden Gehäuse i 1, 12 ist in Augen 18 eine Welle 17 gelagert, auf deren aus dem Gehäuse hervorragenden Ende ein Hebel 23 sitzt, der mit dem Lenkstockhebel durch eine Stange verbunden ist. Innerhalb des Gehäuses i i, i 2 ist auf der Welle 17 ein Hebel 14 befestigt, der an seinem freien Ende einen Schieber 42 besitzt. Der Schieber 42 gleitet in einer Führung 43 eines zweiten Hebels 15, dessen ebenfalls im Gehäuse i 1, 12 gelagerte Welle ..14 einen doppelarmigen Hebel 16 mit zwei radialen Führungsschlitzen 45, 46 trägt. In diese Führungsschlitze greifen Vorsprünge47, 48 der in den geraden Hülsen 51, 52 des Gehäuses i i, 12 geführten Schieber 49, So ein, die an den Enden von biegsamen übertragungsgliedern 59, 6o angeschlossen sind. Die Glieder 59, 6o sind durch Rohre 55, 56 in das Gehäuse i 1, 12 geleitet, wobei die Rohre 55, 56 durch überwurfmuttern 57, 58 an dem mittels der Ösen i 12, 113 am Fahrzeugkörpcr befestigte Gehäuse i i, 12 angeschlossen sind. Mit ihren anderen Enden sind die Rohre 55, 56 durch Muttern 65 (Abb. i und 2) an einem Gehäuse io befestigt, das auf eitler Tragsäule 63 unterhalb des Scheinwerfers 62 ruht. Der Scheinwerfer ist mit einer Welle 66 drehbar in dein Gehäuse io gelagert. Auf der Welle 66 sitzt ein dreiarmiger Hebel 67, von dem zwei sich gegenüberstehende Arme je einen Führungsschlitz 69, 7o aufweisen, Der dritte, senkrecht hierzu angeordnete Arm besitzt einen Stift 8o. An dem Deckel 77 des Gehäuses io sind zwei Stifte 78, 79 angebracht, gegen die sich das eine Ende 82 einer um die Welle 66 geschlungenen Feder 8i stützt. Das andere Ende der Feder 81 legt sich gegen den Stift 8o. Die Feder 81 sucht daher mit ihren sich überkreuzenden Enden 82, 83 die Stifte 78 bis 8o einander zu nähern und den Scheinwerfer stets in gerader Richtung einzustellen. In die Schlitze 69, 70 des Hebels 67 greifen die Vorsprünge 71, 72 von Schiebern 73, 74 ein, die an den Enden der Kraftübertragungsglieder 59, 6o sitzen. Die Schieber werden in den geraden Hülsen 75. 76 des Gehäuses i o geführt. Der wirksame Hebelarm des sich drehenden Körpers (Hebel 67) ist ungefähr halb so groß wie der des sich im Gehäuse i i, 12 drehenden Körpers Hebel i6). Der Scheinwerfer 62 ist durch einen Hebel 84 und eine Stange 85 mit einem gleichen Hebel des zweiten Fahrzeugscheinwerfers verbunden.
- Die Vorrichtung arbeitet auf folgende Weise Linkssteuerung des Wagens vorausgesetzt, wird beim Einschlagen nach rechts vom Lenkstockliebel des Fahrzeugs unter Vermittlung der nicht dargestellten Schubstange der Hebel 23 im Uhrzeigersinne geschwenkt. Im glei -chen Drehsinne bewegt sich dann der Hebel 14, und im entgegengesetzten Drehsinne werden mit einer zunächst raschen, dann abnehmenden Geschwindigkeit die Teile 15, 16 gedreht. Durch die Führungsschlitze 46, 47 werden dabei die Schieber 48, 49 mitgenommen, wobei der Bowdenzug 6o durch Druck und der Bowdenzug 59 durch Zug bewegt wird. Die Folge hiervon ist, daß die Schieber 73 und 74 (Abb.2) entsprechend verschoben werden, die dann mittels der in den Führungen 69, 7o geführten Stifte 71, 72 den dreiarmigen Hebel 67 im Uhrzeigersinne drehen. Hierdurch wird der auf der Welle 66 sitzende Scheinwerfer 62 sowie der mit ihm in bekannter Weise durch das Gestänge 84, 85 verbundene zweite Scheinwerfer, der in der Zeichnung der Einfachheit halber weggelassen ist, verschwenkt.
- Die Rückdrehung der Scheinwerfer und ihr Einschlag nach der anderen Seite erfolgt entsprechend dem vorstellend beschriebenen Vorgänge. Unter Umständen kann auch ein Bowdenzug, z. B. Zug 6o, weggelassen werden, dann fallen auch die entsprechenden Schieber und Hebelarme von diesem einen Zug fort: Ferner wird durch die Reibung der beweglichen Teile der Übertragungsvorrichtung in den Führungen, durch den bei solchen Führungen vorhandenen, wenn auch sehr geringen Leergang zusammen mit der Elastizität der biegsamen Übertragungsglieder jede Zitterbewegung der Scheinwerfer beseitigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verstellvorrichtung, insbesondere für drehbare Scheinwerfer von Kraftfahrzeugen, bei der die Bewegung von einem als Geber wirkenden, sich drehenden Körper durch wenigstens ein in einem Rohr, Hülse o. dgl. geführtes biegsames Kraftübertragungsglied, z. B. durch einen Bowden-, Seil-, Draht- o. dgl. Zug, auf einen zweiten, als Empfänger dienenden, sich drehenden Körper übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die von den sich drehenden Körpern angegriffenen Teile der biegsamen Kraftübertragungsglieder geradlinig geführt werden. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden des biegsamen Kraftübertragungsgliecis Schieber angebracht sind, die mit vorspringenden Teilen in vorwiegend radial verlaufende Führungen der sich drehenden Körper eingreifen. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und a, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem als Geber wirkenden, sich drehenden Körper und der Lenkvorrichtung des Fahrzeugs ein Kulissen-, Kurbel- oder Hebelgetriebe mit veränderlicher Drehgeschwindigkeit eingeschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED57220D DE504580C (de) | 1928-12-09 | 1928-12-09 | Verstellvorrichtung, insbesondere fuer drehbare Scheinwerfer von Kraftfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED57220D DE504580C (de) | 1928-12-09 | 1928-12-09 | Verstellvorrichtung, insbesondere fuer drehbare Scheinwerfer von Kraftfahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE504580C true DE504580C (de) | 1930-08-07 |
Family
ID=7057083
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED57220D Expired DE504580C (de) | 1928-12-09 | 1928-12-09 | Verstellvorrichtung, insbesondere fuer drehbare Scheinwerfer von Kraftfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE504580C (de) |
-
1928
- 1928-12-09 DE DED57220D patent/DE504580C/de not_active Expired
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