DE504444C - Befeuchtungseinlage fuer Zigarren- oder Zigarettenbehaelter - Google Patents
Befeuchtungseinlage fuer Zigarren- oder ZigarettenbehaelterInfo
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Description
Es ist schon vorgeschlagen worden, in Zigarettenschachteln, Zigarrenkästen oder Behälter
für sonstige Tabakfabrikate Vorrichtungen einzulegen, die allmählich Feuchtigkeit
an ihre Umgebung abgeben und dadurch das Austrocknen des Tabaks verhindern. Derartige
Vorrichtungen setzen vielfach voraus, daß die Form der Behälter ihnen besonders angepaßt sein muß. Indessen haben solche
ίο Vorschläge wenig Aussicht auf Erfolg, da.
nicht daran zu denken ist, daß die große beteiligte Industrie ihre Einrichtungen dementsprechend
ändert. Nur solche Vorrichtungen haben daher Aussicht auf Einführung, die eine Änderung der Form der Behälter und
somit der Vorrichtungen zu deren Herstellung nicht bedingen, die also so flach sind, daß
sie auch in gefüllte Zigarettenschachteln oder Zigarrenkästen von der üblichen Größe ein-
ao gelegt werden können.
Eine derartige Vorrichtung betrifft die Erfindung. Es sind zwar solche Vorrichtungen
schon bekannt, die aus zwei aufeinandergelegten, feuchtigkeitsundurchlässigen Schichten,
ζ. Β. Blechplatten, gewachstes Papier o. dgl., bestehen, zwischen denen sich eine
Saugstoffschicht, z. B. ein Löschblatt, befindet. Die Saugstoffschicht wird vor dem Einlegen
der Befeuchtungsvorrichtung in die Schachtel mit Flüssigkeit getränkt und soll
dann die Flüssigkeit allmählich an den Tabak abgeben entweder von den freiliegenden Kanten
der Saugstoffschicht aus oder durch Durchbrechungen der Deckschichten hindurch.
Diese bekannten Befeuchtungseinlagen haben nun gewisse Nachteile: Wenn, wie es ausnahmslos
der Fall war, die Stirnflächen der Saugst off schicht mit den Kanten der Deckschichten
abschneiden, so läßt es sich nicht vermeiden, daß von der Stirnfläche der Saug-Stoffschicht
aus Flüssigkeit in Tropfenform auf den Inhalt der Schachtel gelangt, und das darf nicht zugelassen werden. Zigarren
werden dadurch verdorben, Zigaretten bekommen gelbbraune Flecken, die sie unverkäuflich
machen. Dasselbe ist der Fall, wenn die Deckschichten Löcher oder sonstige Durchbrechungen aufweisen. Auch durch
diese hindurch kann die Feuchtigkeit aus der Saugstoffschicht in Tropfenform auf den Inhalt
der Schachtel gelangen.
Diese Nachteile sollen nun dadurch vermieden werden, daß die Anordnung der Deckschichten
zu der Saugstoffschicht so getroffen wird, daß die Feuchtigkeit der letzteren
nur in Form von Verdunstung, niemals aber in Tropfenform an den Inhalt des Behälters
gelangen kann. Zu diesem Zweck werden erfindungsgemäß die zwischen den Deckschichten
offen liegenden Stirnflächen der Saugstoffschicht entweder von einer im Gebrauch
der unteren Deckschicht oder auch von beiden Deckschichten überragt. Ein etwa austretender Tropfen der Feuchtigkeit gelangt
hierdurch nicht auf den Inhalt, sondern verbleibt auf dem überragenden Randstreifen
der Deckschicht, wo er allmählich verdunstet. Soll der verdunstenden Feuchtigkeit außer-
dem noch durch Durchbrechungen der Deckschicht Zugang zu dem Behälterinhalt geschaffen
werden, so wird erfindungsgemäß auch die Saugstoffschicht mit Durchbrechungen
versehen, die mit denen der Deckschichten zusammenfallen, wobei die letzteren an
ihren Rändern Umbördelungen aufweisen, die nach einwärts, d. h.- auf die Saugstoffschicht
zu gerichtet sind. Durch diese Umbördelungen werden die Stirnwände an den Durchbrechungsstellen
der Saugstoffschicht teilweise bedeckt, so daß auch an diesen Stellen die Feuchtigkeit nicht etwa in Tropfenform zum
Behälterinnern gelangen kann.
Um die beabsichtigte Wirkung nach allen Richtungen hin sicherzustellen, ist schließlich
noch die Wahl eines geeigneten Werkstoffes für die Deckschichten ausschlaggebend. Denn
diese dürfen einerseits nicht rosten oder sonst oxydieren und müssen andererseits, auch
wenn sie so dünn genommen sind, wie es der eingangs erwähnte Zweck — Einlegbarkeit
der Befeuchtungsvorrichtung in gefüllte Zigarren- oder Zigarettenschachteln der gewohnlichen
Art — erfordert, durchaus unporös sein. Ein solcher Werkstoff ist Blattmetall;
insbesondere eignet sich hierzu am besten Aluminiumfolie.
In der Zeichnung ist die Erfindung an verschiedenen Ausführungsbeispielen erläutert.
Es zeigen
Abb. ι eine Befeuchtungseinlage für Zigarettenschachteln
in Ansicht und Querschnitt, bei der die Feuchtigkeit nur an den Kanten der feuchtigkeitshaltenden Schicht abgegeben
wird,
Abb. 3 und 4 eine einseitig gelochte Befeuchtungseinlage, ebenfalls in Ansicht und
Querschnitt und
Abb. 5 und 6 eine doppelseitig gelochte
Befeuchtungseinlage in der gleichen Weise.
Abb. 7 zeigt endlich noch einen Querschnitt
durch eine Einlage, die nicht nur auf den Inhalt eines Behälters gelegt wird, wie es bei
den Einlagen nach Abb. 5 und 6 der Fall ist, sondern die man auch zwischen mehrere
Lagen von Zigaretten einfügen kann.
Die Befeuchtungseinlage besteht, wie bereits bekannt, aus einer feuchtigkeitshaltenden
Schicht i, z. B. feuchtgemachtem Löschpapier oder Fließpapier, und einer wasserundurchlässigen
Umhüllung 2. Diese wird vorteilhaft aus - Blattmetall, insbesondere Aluminiumfolie,
hergestellt, also einem für die hier in Frage kommende Verwendung durchaus
undurchlässigen und unporösen Material. In diese wird die Löschpapiereinlage, wie die
Zeichnungen erkennen lassen, eingeschlagen, so daß die Einlage entweder nur an den
Seitenkanten mit der Außenluft in Verbindung stellt (Abb. 1 und 2) oder außerdem
noch an den Stirnflächen der beliebige Form aufweisenden Durchbrechungen 3 in der Saugstoffschicht
ι (Abb. 3 bis 7). Es soll nun verhindert werden, daß Feuchtigkeit etwa in
Tropfenform von den feuchtigkeitsabgebenden Kanten oder Querschnittsflächen unmittelbar
auf den Inhalt des Behälters gelangen kann, in den die Einlage nach Anfeuchtung des Löschpapierblattes gelegt wird, also beispielsweise
auf Zigaretten, sondern daß sich die Feuchtigkeit nur der Luft mitteilt. Dies wird in bezug auf die Seitenkanten dadurch
erreicht, daß die Deckschicht 2 breiter ist als das Löschpapierblatt und daher mit einem
Rand 4 das Löschpapierblatt überragt. WTird die Einlage oben auf die in der Schachtel
befindlichen Zigaretten gelegt, so braucht das nur auf der beim Einlegen unteren Seite
der Einlage zu geschehen (Abb. 1 bis 6). Will man die Einlage aber auch zwischen
zwei Lagen von Zigaretten schieben, so wird auch die obere Deckplatte 2 verbreitert, so
daß auch hier ein Rand 5 entsteht (Abb. 7).
Nach Abb. 1 und 2 erfolgt die Feuchtigkeitsabgabe nur an den Seitenkanten des
Löschpapierblattes, also verhältnismäßig langsam. Soll das Wasser schneller der Luft
sich mitteilen, so locht man die Deckschicht und das Löschpapierblatt, und zwar entweder
so, daß also nur die untere Deckschicht und das Löschpapierblatt gelocht werden (Abb. 3
und 4), oder so, daß die Löcher auch durch die obere Deckschicht hindurchgehen (Abb. 5
bis 7). In beiden Fällen muß dafür Sorge getragen werden, daß nicht etwa an den
Lochquerschnitten Feuchtigkeit unmittelbar auf die Zigaretten gelangen kann, und das
geschieht in der Weise, daß bei Herstellung ioo der Löcher 3 der Werkstoff der Deckschicht
zu einem Rand 7 aufgestülpt wird, der teilweise die Stirnfläche des Löschpapiers bedeckt
und so das unmittelbare Aussickern von Flüssigkeitstropfen auf die Zigaretten verhindert.
Werden die Löcher durch Stanzen erzeugt, so geschieht in der Regel dieses Aufstülpen
ganz von selbst. Man muß also dann nur Sorge tragen, daß die Stanzung der Löcher von der Seite aus erfolgt, auf der
die breitere, das Löschpapierblatt an den Kanten überragende Deckschicht sich befindet,
und entsprechend müssen natürlich auch die Einlagen mit dieser Schicht nach unten
in die Zigarettenschachtel eingelegt werden.
Soll die Einlage zwischen die Zigarettenlagen geschoben werden, so muß man nach
dem Durchstanzen der Löcher 3 durch eine besondere Maßnahme die Einstülpung der Lochränder auf der oberen .Deckplatte bewirken,
so daß auch hier eingestülpte Ränder 8 entstehen (Abb. 7).
Bei den dargestellten Ausführungsformen liegen nur die beiden Längskanten des Löschpapierblattes
zum Austritt der Feuchtigkeit in die Luft frei, die beiden Querkanten sind durch Einschlagen in die Metallfolie abgedeckt.
Befestigt man das Löschpapier auf andere Weise in der Einlage, so könnten auch hier die Kanten frei bleiben. Natürlich
müßte aber dann auf der Seite, mit der die
ίο Einlage auf die Zigaretten" gelegt wird, die
Deckschicht das Löschpapierblatt überragen, oder es kann dies auch auf beiden Seiten
der Einlage geschehen.
Bei in allen diesen Ausführungsbeispielen wird der Austritt der Feuchtigkeit aus dem
Löschpapier gedrosselt, und zwar insofern, daß die Feuchtigkeit nicht unmittelbar auf
den Inhalt des Behälters gelangen, sondern sich ihm nur durch die Luft mitteilen kann.
Die Feuchtigkeitsabgabe wird also immer nur langsam erfolgen. Die Zigaretten in
solchen Schachteln, in der eine derartige Befeuchtungseinlage sich befindet, halten sich
tagelang frisch, ohne daß die Zigaretten naß werden und Flecke erhalten.
Der Erfindungsgegenstand ist in erster Linie als Einlage für Zigarettenschachteln bestimmt,
er kann ebensogut aber auch bei der Aufbewahrung von anderen Tabakfabrikaten Verwendung finden. Weiter kann man ihn
auch zum Einlegen in Zigarettendosen verwenden, wobei in diesen geeignete Vorrichtungen,
z. B. federnde Klammern o. dgl., vorzusehen sind, die die Einlage im Deckel der Dose festhalten.
Die Befeuchtungseinlage«wird erst dann
in die betreffende Schachtel oder Dose eingelegt, nachdem man vorher das Löschpapierblatt
angefeuchtet hat.
Claims (3)
1. Befeuchtungseinlage für Zigarrenoder Zigarettenbehälter mit einer zwischen
feuchtigkeitsundurchlässigen Deckschichten befindlichen Saugstoffschicht, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stirnkanten der Saugstoffschicht offen liegen, aber von den Rändern der Deckschichten oder
nur einer von ihnen überragt werden.
2. Befeuchtungseinlagenach Anspruch 1, bei der eine oder beide Deckschichten
durchbrochen sind, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Saugstoffschicht mit
Durchbrechungen versehen ist, die mit denjenigen der Deckschichten übereinstimmen
und die letzteren Umbördelungen aufweisen, die sich gegen die Stirnwände der Saugstoffschicht legen.
3. Befeuchtungseinlage nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als Deckschichtenmaterial Blattmetall (Metallfolie) verwendet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG73302D DE504444C (de) | 1928-05-05 | 1928-05-05 | Befeuchtungseinlage fuer Zigarren- oder Zigarettenbehaelter |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEG73302D DE504444C (de) | 1928-05-05 | 1928-05-05 | Befeuchtungseinlage fuer Zigarren- oder Zigarettenbehaelter |
Publications (1)
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| DE504444C true DE504444C (de) | 1930-08-04 |
Family
ID=7135526
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG73302D Expired DE504444C (de) | 1928-05-05 | 1928-05-05 | Befeuchtungseinlage fuer Zigarren- oder Zigarettenbehaelter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE504444C (de) |
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1928
- 1928-05-05 DE DEG73302D patent/DE504444C/de not_active Expired
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