DE503568C - Vorrichtung zur kontinuierlichen Auslaugung - Google Patents
Vorrichtung zur kontinuierlichen AuslaugungInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B10/00—Production of sugar juices
- C13B10/08—Extraction of sugar from sugar beet with water
- C13B10/10—Continuous processes
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Description
- Vorrichtung zur kontinuierlichen Auslaugung Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur kontinuierlichen, Auslaugun.g von im Gegenstrome zu dem. auf konstanter Höhe gehaltenen Auslaugungsmittel geführtem Gut. Das Auslaugungsgehäuse besitzt die Gestalt eines stehenden Hohlrings, in dessen unterem Teile die Auslaugeflüssigkeit auf das lose, zweckmäßig portionsweise durchgeführte Gut zur Einwirkung gelangt und in welchem der Flüssigkeitsstand oberhalb des Tiefpunktes der inneren Wandung gehalten wird und der Höchstpunkt der inneren Wandung so weit über dem Flüssigkeitsstand liegt, daß der Übertritt der Flüssigkeit von der Eintrittsseite zur Austrittsseite nur auf dem Wege durch das Auslaugungsgut möglich ist.
- Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß zwischen: dem hohlringförmigen Auslaugungsgehäuse und der Presse eine Absaugevorrichtung eingeschaltet is.t, welche das Gut vor dem Eintritt in die Presse von einem Teile seines Saftes befreit und die abgesaugte Flüssigkeit ununterbrochen in den Hauptstrom des Auslaugungsmittels zurückleitet.
- Die das Gut durch das Diffusionsgehäuse hindurchführenden Transportorgane wirken mit Abstreiforganeu und gegebenenfalls mit der Behälterwandung derart zusammen, daß an der Übergangsstelle zwischen dem Diffusionsgehäuse und der Absaugevorrichtuug eine Stauung und gewisse Zusammenpressung des ausgelaugten Gutes stattfindet, wodurch .ein. Übertritt der :Diffusionsflüssigkeit aus dem: Auslaugungsgehäuse in. .die Absaugevorrichtung vermieden wird.
- Die Erfindung, welche in erster Linie zur Auslaugung von Rüben-schnitzeln bestimmt ist, jedoch auch in anderen Industrien Verwendung finden kann, macht die bei den bisherigen Einrichtungen zwecks vollkommener Auslaugung unbedingt notwendige, die Konzentration der Abzüge beeinträchtigende Verwendung des Auslaugungsmittels in großem Überschusse entbehrlich und verkürzt überdies die Auslaugungszeit.
- In dem Auslaugungsgehäuse laufen in geschlossener Bahn mechanische Mittel, wie Rechen, Gabeln, Siebplatten und ähnliches, um, welche das Gut durch die entgegenströmende Flüssigkeit und oberhalb deren Oberfläche durch Zusammenwirken mit .geeigneten A,bstreiforganen, in die Absaugevorrichtung befördern.
- Zur Abhebung der Erfindung gegenüber dem bekannten Stande der Technik ist zu bemerken, daß erfindungsgemäß die Absaugung in jedem Elemente der Diffusionsbatterie zwischen dem, Diffuseur und der Presse erfolgt, wobei die abgesaugte Flüssigkeit ununterbrochen in den Hauptstrom des Auslaugungsmittels zurückgeleitet wird. Gemäß der Erfindung handelt es sich also darum, daß das Auslaugungsgut vor der Pressung abgesaugt wird. Bisher ist noch keine Auslaugungsbatterie bekannt geworden, bei welcher zwischen den einzelnen Elementen eine Preßvorrichtung im Sinne der Erfindung angeordnet wäre, welche das Gut jeweils von einem Teile seines Saftes befreit.
- Die Einrichtung gemäß der Erfindung ist in beispielsweiser Ausführung im der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Abb. i zeigt einen Längsschnitt und Abb.2 einen Grundriß der Einrichtung; Abb. 3 und d. veranschaulichen eine abgeänderte Ausbildung des Auslaugungsraumes, und Äbb.5 stellt die besondere Ausführung eines Details vor.
- Der Auslaugungsbehälter hat die Gestalt eines von der äußeren Wandung i und von der inneren Wandung -2 begrenzten Hohlrings. An der Wandung 2 ist eine mit Mitnehmerarmen (Rechen) 3 versehene Trommel drehbar gelagert. Im Inneren des Gehäuses ist an seiner Oberseite eine Reihe von Abstreiforganen! (Gegenrechen)- q. angeordnet, zwischen welchen die Mitnehmerarme 3 hindurchgehen. An das Auslaugungsgehäuse ist ein mit einem Siebboden verseherner zylindrischer Behälter 5 angeschlossen, 'in welchem eine Welle mit Transportschaufeln 6 gelagert ist. Seitlich neben, dem Behälter 5 ist eine Schneckenpresse 7 vorgesehen. Der Eimaß 8 nimmt das Frischgut auf, der Transporteur 9 dient zur Weiterleitung der aus der Presse 7 kommenden Massen.
- Unterhalb des Sielyboden.s des Behälters 5 ist eine bei io an, die Saugleitung der Pumpe 13 angeschlossene Kammer vorgesehen.. Die Pumpe 13 drückt den Hauptstrom des Auslaugungsinittels gleichzeitig mit der bei io abgesaugten Flüssigkeit bei i i in das Gehäuse, in welchem die Flüssigkeit durch den Überfall 1 2 auf konstanter Höhe gehalten wird.
- Das zur Auslattgung bestimmte Gut wird durch den Einlaßtrichter 9 eingeführt. Nach seinem. Eintritt in das Gehäuse wird das Gut sofort von den. Mitnehmerrechen 3 erfaßt und im Gegenstrome durch die Auslaugungsflüssigkeit hindurchgeführt. Nach dein Austritte aus der Flüssigkeit wird das ausgelaugte Gut sodann gegen den Gegenrechend. gedrückt und durch diesen von den Mitnehmerarmen. 3 in -den Behälter 5 abgestreift. In diesem Behälter werden die Massen durch die saugende Wirkung der Pumpe 13 vom Reste der anhaftenden Flüssigkeit befreit, worauf sie vom den Schaufeln, 6 in die Presse 7 und: auf den Transporteur 9 befördert werden. Vom Transporteur 9 kann das Gut dann gegebenenfalls in einen. weiteren Auslaugungsapparat gleichen Typs geführt, d. h. mehrere Apparate können zu einer Batterie zusammengeschlossen werden. Je nach dem Charakter des Auslaugungsgutes kann die Presse 7 und der Transporteur 9 auch wegfallen, und das Gut kann direkt vom Behälter 5 abgeleitet werden. Die bei io abgesaugte Flüssigkeit wird gleichzeitig mit dem Hauptstrome bei i i mit Hilfe der Pumpe 13 iD den Auslaugungsraum eingeiührt, und zufolge des Umstandes, daß der Tiefpunkt der Wandung :2 unterhalb der durch den Überfall i2 bestimmten Flüssigkeitsoberfläche liegt, wird das Auslaugungsmittel durch die Auslaugungszone unter gewissem Druck hindurchgeführt. Aus dem Auslaugungsgehäuse in den Behälter 5 gegebenenfalls übergetretene (noch unangereicherte oder wenig angereicherte) Flüssigkeit wäscht das im Behälter 5 befindliche Gut und wird dann gleichzeitig mit der an der Oberfläche der ausgelaugten Massen haftenden Flüssigkeit abgesaugt.
- Die Mitnehmer- und Abstreifarme sowie das Auslaugungsgehäuse können: in verschiedener Art ausgebildet werden, je nach -dem Charakter des Auslaugungsgutes oder nach anderen Umständen, ohne daß hierdurch etwas arm Wesen. der Erfindung geändert wäre. Das Gehäuse kann beispielsweise die in: den Abb. 3 und q. angedeutete Form erhalten. Die Abstreifarme bzw. der A.bstreifrechen kann auch zweckmäßig in der in Abb. 5 veranschaulichten Weise ausschwenkbar angeordnet sein.
- Unter gewissen Umständen kann es vorteilhaft sein, das Gut in demselben Apparate mehrmals durch die Flüssigkeit hindurchzuleiten. Dies kann dadurch geschehen, daß man die Abstreifarme periodisch durch Umklappen oder Hochziehen aus ihrer Arbeitslage bringt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur kontinuierlichen Auslaugung von im Gegenstrome zu dem auf konstanter Höhe gehaltenen Auslaugungsmittel geführtem Gut mit einem Auslaugungsgehäuse in Gestalt eines stehenden Hohlrings, in dessen unterem Teile die Atislaugeflüssigkeit auf das Auslaugegut zur Einwirkung gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß -zwischen dieses Auslaugungsgehäuse und eine Presse eine Absaugevorrichtung eingeschaltet ist, welche das Gut vor dem. Eintritt in die Presse von einem Teil seines Saftes befreit und. die abgesaugte Flüssigkeit ununterbrochen: in den Hauptstrom der Auslaugeflüssigkeit zurückleitet.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die das Gut durch das Diffusionsgebäuse hindurchführenden Transportorgane mit in geeigneter Weise gebogenen Abstreiforganen und mit der B-ehälterwanid derart zusammenwirken, daß an der übergangsstelle zwischen dem Diffusionsgehäuse und der Absaugevorrichtung eine Zusammenpressung des ausgelaugten. Gutes stattfindet, die den Übertritt der Auslaugeflüssigkeit in die Absaugevorrichtung verhindert.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Absaugevorrichtung aus einem mit einem Siebboden und mit Transportscbaufeln (6) versehenen Behälter (5) besteht und der Siebboden von einer Kammer umgeben ist, welche mit der Saugleitung einer Pumpe (i3) in Verbindung steht, die die abgesaugte Flüssigkeit gleichzeitig mit dem Hauptstrome des Auslaugungsmittels unterhalb der Austrittsstelle des Auslaugungsgutes in das Gehäuse treibt. .
- 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreif, organe (4) ausschwenkbar angeordnet sind.
- 5. Maßnahme zur Herbeiführung eines wiederholten Durchganges des Auslaugegutes beim Arbeiten mit der Vorrichtung nach Anspruch i bis ¢, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreiforgane (4.) perio,disch aus ihrer Arbeitslage gebracht werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK103999D DE503568C (de) | 1927-04-29 | 1927-04-29 | Vorrichtung zur kontinuierlichen Auslaugung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEK103999D DE503568C (de) | 1927-04-29 | 1927-04-29 | Vorrichtung zur kontinuierlichen Auslaugung |
Publications (1)
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| DE503568C true DE503568C (de) | 1930-07-25 |
Family
ID=7240318
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK103999D Expired DE503568C (de) | 1927-04-29 | 1927-04-29 | Vorrichtung zur kontinuierlichen Auslaugung |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE503568C (de) |
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1927
- 1927-04-29 DE DEK103999D patent/DE503568C/de not_active Expired
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