DE503535C - Verfahren zur Herstellung von Schaedlingsbekaempfungsmitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schaedlingsbekaempfungsmitteln

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DE503535C
DE503535C DEW81716D DEW0081716D DE503535C DE 503535 C DE503535 C DE 503535C DE W81716 D DEW81716 D DE W81716D DE W0081716 D DEW0081716 D DE W0081716D DE 503535 C DE503535 C DE 503535C
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N35/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having two bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. aldehyde radical
    • A01N35/08Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having two bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. aldehyde radical at least one of the bonds to hetero atoms is to nitrogen

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Description

in München
Es ist bekannt, daß aliphatische Amine eine gewisse Giftwirkung auf Insekten und sonstige Schädlinge ausüben. Diese ist aber nicht so stark, daß sie als Schädlingsbekämpfungsmittel in der Praxis Verwendung finden könnten.
Die Wirkung kann um Vielfaches erhöht werden, wenn gemäß der Erfindung Amine der Fettreihe mit Formaldehyd kondensiert ίο werden. Es entstehen dabei, soviel festgestellt werden konnte, je nach den Reaktionsbedingungen Verbindungen vom Typus
(R1Ro) = N — CHoOH und
x5 (R1R2) = N — CH2N = (R1R2)
neben anderen, deren Konstitution nicht feststeht.
Es ist oft zweckmäßig, kleine Mengen der
ao Reaktionskomponenten in dem Endprodukt zu belassen, welche von demselben z. B. durch Absorption oder auf andere Weise gebunden sind.
Die Produkte gemäß der Erfindung sind äußerst wirksam als Schädlingsbekämpfungsmittel und übertreffen die als Ausgangsmaterialien benutzten Amine um Mehrfaches an Ausgiebigkeit. Sie können mit anderen Schädlingsbekämpfungsmitteln, z. B. Schwefei, Arsen usw., gemischt und in bekannter Weise in Pulvern, z. B. Kieselgur, aufgesaugt sowie mit sonstigen Zusätzen gestreckt werden. Die Verwendung erfolgt jeweils nach bekannten, der Art des Schädlings und den örtlichen Verhältnissen angepaßten Methoden, wie z. B. Verstäuben, Verspritzen, Verstreuen u. dgl.
Es wurde schon Acetaldehyd bzw. dessen Polymerisationsprodukte als Schädlingsbekämpfungsmittel vorgeschlagen. Ferner wurde auch die Verwendung von Phenolformaldehydharz als Schädlingsbekämpfungsmittel beschrieben. Die Wirkung beruht aber nicht, wie bei der vorliegenden Erfindung, auf einer Giftwirkung, ähnlich wie z. B. bei Nikotin, sondern hauptsächlich auf dem Harzcharakter, da die betroffenen Insekten infolge Verstopfeiis der Tracheen eingehen. Die Überlegenheit des nunmehr gefundenen Mittels gegenüber bisher bekannten ist begründet insbesondere in der gleichzeitigen Wirkung als Haut- und Atemgift.
Bei der Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens geht man z. B. so vor, daß man einen Überschuß einer Formaldehydlösung auf Dibutylamin einwirken läßt. Die erhaltene ölige, hochsiedende Flüssigkeit wirkt in einer sehr hohen Verdünnung unbedingt tödlich auf Schädlinge, z. B. Aphididen. Man kann auch von Trioxymethylen ausgehen und dieses auf Butylamin in der Wärme einwirken lassen. Ähnlich wirkende Stoffe entstehen auch durch Einwirkung von Formaldehyd auf Isobutylamin, Amylamin u. dgl.
Beispiel ι
75 Gewichtsteile 4o°/0ige wäßrige Formaldehydlösung werden in einem Kolben, der gekühlt werden kann, stark gerührt. Man läßt tropfenweise 129 Teile Dibutylamin zufließen und reguliert die Kühlung derart, daß die stark exotherme Reaktion bei ungefähr 25 ° C abläuft. Das entstehende Flüssigkeitsgemisch
ίο wird im Scheidetrichter getrennt, worauf man das restliche Wasser aus der öligen Schicht vorsichtig im Vakuum bei etwa 30 bis 40 ° abdestilliert. Die erhaltene klare Flüssigkeit wird in der beschriebenen Weise zur Herstellung von 'Schädlingsbekämpfungsmitteln verwendet.
Beispiel 2
130 Teile 4O°/0ige Formaldehydlösung werden wie oben unter Rühren und Kühlen mit 129 Teilen Dibutylamin versetzt. Man trennt sodann das Gemisch und verwendet das ölige Reaktionsprodukt, das noch überschüssiges Formaldehyd enthält, zur Schädlingsbekämpfung.
Beispiel 3
In 100 Teile 4o°/0ige Formaldehydlösung läßt man unter Kühlen und Rühren allmählich 157 Teile Diamylamin einfließen. Das Flüssigkeitsgemisch wird getrennt und die ölige Schicht zur Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln verwendet.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß Amine der Fettreihe mit Formaldehyd kondensiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationsprodukte noch kleine Mengen der Ausgangsstoffe enthalten.
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