DE50127C - Mefsgefäfs für Flüssigkeiten - Google Patents

Mefsgefäfs für Flüssigkeiten

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DE50127C
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Germany
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liquids
liquid
mefsäfs
glass
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT50127D
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English (en)
Original Assignee
FR. SCHNEIDER in Bünde i. Westfalen
Publication of DE50127C publication Critical patent/DE50127C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67CCLEANING, FILLING WITH LIQUIDS OR SEMILIQUIDS, OR EMPTYING, OF BOTTLES, JARS, CANS, CASKS, BARRELS, OR SIMILAR CONTAINERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; FUNNELS
    • B67C11/00Funnels, e.g. for liquids
    • B67C11/04Funnels, e.g. for liquids with non-automatic discharge valves

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  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Juli 188g ab.
Die bisher in Gebrauch befindlichen Flüssigkeitsmafse lassen hinsichtlich ihrer praktischen Einrichtung sehr viel zu wünschen übrig.
Unter Anderem zeigen dieselben folgende Mängel: ■
1. Sie sind aus solchem Material, welches durch säurehaltige Flüssigkeiten eine chemische Zersetzung erleidet, hergestellt und demzufolge gesundheitsschädlich.
2. Die bis jetzt übliche Form ist, vom Standpunkt der Reinlichkeit aus beurtheilt, durchaus unpraktisch, denn sie bedingt ein Füllen der Mafse bis zum Rande, so dafs ein Ueberfliefsen der Flüssigkeit unvermeidlich ist. Besonders beim Abmessen von Nahrungsmitteln, OeI, Essig, Spirituosen u. s. w., entstehen hieraus für den Consumenten grofse Nachtheile. Die durch Ueberfliefsen der Flüssigkeit benetzten Aufsenwände der Mefsgefäfse bilden nämlich Sammelstätten für Schmutz und Staub und die abgelagerten Unreinigkeiten werden beim wiederholten Ueberfliefsen der Flüssigkeit mit dieser fortgespült und verunreinigen dadurch die letztere. Ferner ist die Bauart der in Gebrauch befindlichen Mefsgefäfse auch deshalb verwerflich, weil die Aufsenwandungen der Mefsgefäfse unausgesetzt der.Berührung der menschlichen Hand ausgesetzt sind und demzufolge selbst bei vorsichtigster Handhabung der Mefsgefäfse ein Ueberfliefsen der Flüssigkeit über die menschliche Hand nicht ausgeschlossen ist, was die Uebertragung ansteckender Krankheiten herbeiführen kann.
3. Die in Gebrauch befindlichen Mefsgefäfse erfordern durchweg die Benutzung eines Trichters. Diese letzteren bieten aber vermöge ihrer Bauart dem Staub und Schmutz viele Lagerstätten dar, so dafs eine Verunreinigung der Flüssigkeiten unvermeidlich ist.
4. Endlich ist für jede Flüssigkeit ein Satz Mefsgefäfse — mindestens sechs Stück —· erforderlich, und infolge dessen ist der Verkäufer gezwungen, eine Unzahl Mefsgefäfse zu halten. Die Reinhaltung derselben erheischt viel Zeit und Arbeit, und aus diesem Grunde werden die Mefsgefäfse nur selten gründlich gereinigt. Aufserdem kommt es häufig vor, dafs die Mefsgefäfse, welche für verschiedene Flüssigkeiten bestimmt sind, verwechselt werden.
Alle vorstehenden Nachtheile, welche einzig und allein den Käufern bezw. Consumenten zur Last fallen, werden durch Anwendung der gläsernen Mefsgefäfse mit Metallumhüllung vermieden, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei derartige Mefsgefäfse dargestellt. Fig. 1 und 2 zeigen das eine in Seiten- und in Hinteransicht und Fig. 3 das andere in Seitenansicht.
A ist das gläserne Mefsgefäfs, welches in Fig. 1 und 2 als aus einem geraden Cylinder und in Fig. 3 als aus einem engeren Cylinder und einem damit verbundenen weiteren gebildet gedacht ist. Das Gefäfs ist unten trichterartig eingezogen und dort mit einem Hahn α versehen. Ferner ist das Gefäfs mit einer Hülle B von Messing-, Nickel- oder Weifsblech umgeben, welche vorn und in den beiden Seiten je einen länglichen, der Höhe nach verlaufenden Ausschnitt b hat, um den Stand der Flüssigkeit in dem Glasgefäfs erkennen zu können. Quer über die Aus-
schnitte b sind Drähte b1 in solcher Höhe an der Umhüllung B festgelöthet, dafs diese Drähte als Aichstriche dienen, also angeben, wann das Glasgefäfs mit der gewünschten Menge Flüssigkeit gefüllt ist. Während der Füllung des Gefäfses ist der Hahn α geschlossen.
Zum Oeffnen und Schliefsen dieses Hahnes ist eine Vorrichtung vorgesehen, welche folgendermafsen eingerichtet ist.
Das Küken a1 des Hahnes α trägt ein kleines Zahnrad α2, in welches eine Zahnstange c eingreift, die auf der Rückseite des Gefäfses bezw. der Umhüllung B auf- und ab beweglich gelagert ist. Zu dem Zweck geht die Stange c unten durch eine an B festgelöthete Oese b2 und oben durch die ebenfalls an B festgelöthete Handhabe bB in solcher Weise hin- ■ durch, dafs sie nahezu dicht an die Umhüllung anliegt. Das obere Ende der Stange c ist mit einem Knopf c1 versehen, und zwischen diesem Knopf und dem oberen Ende der Handhabe bs ist um die Stange c herum eine Schraubenfeder c2 angeordnet, welche das Bestreben hat, die Stange c beständig nach aufwärts zu ziehen. Durch die Wirkung dieser Feder wird das Küken a1 so gedreht, dafs der Hahn geschlossen ist. Drückt man dagegen, nachdem das an der Handhabe b3 gehaltene Gefäfs bis zur gewünschten Höhe mit Flüssigkeit gefüllt ist, mit dem Daumen der Hand den Knopf c1 und infolge dessen die Stange c, der Wirkung der Feder c2 entgegen, nach unten, so wird der Hahn geöffnet und durch denselben das Mefsgefäfs entleert. Sobald das letztere stattgefunden hat, zieht man den Daumen von dem Knopf c1 zurück, worauf der Hahn wieder selbstthätig geschlossen wird.
Vortheilhaft ist es, die Zahnstange c unten bei c° um den halben Durchmesser des Zahnrades a2 zu kröpfen, damit der obere Theil der Zahnstange, wie dargestellt, mitten durch die Handhabe hindurchgeht; indessen ist dies nicht durchaus nöthig, denn die Zahnstange c kann auch gerade verlaufen und neben der Handhabe angeordnet sein.
Das Gefäfs Fig. ι und 2 ist für Flüssigkeiten, welche in gröfseren Mengen entnommen werden, und das Gefäfs Fig. 3 für Flüssigkeiten, welche in geringeren Mengen verkauft werden, bestimmt, wie die bei den Aichstrichen angegebenen Bezeichnungen erkennen lassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Mefsgefäfs, bestehend aus einem gläsernen Gefäfs A, welches unten trichterartig eingezogen und dort mit einem Hahn α versehen ist, dessen Küken a1 ein Zahnrad α2 trägt, in welches eine an der Seitenwandung des Gefäfses auf- und abbeweglich gelagerte Zahnstange c eingreift, und aus einer das Glasgefäfs umgebenden metallenen oder ähnlichen Hülle B, welche an mehreren Stellen in der Längsrichtung des Gefäfses durchbrochen und mit Aichstrichen versehen ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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