DE500347C - Klaerverfahren fuer Abwaesser - Google Patents

Klaerverfahren fuer Abwaesser

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DE500347C
DE500347C DEK112713D DEK0112713D DE500347C DE 500347 C DE500347 C DE 500347C DE K112713 D DEK112713 D DE K112713D DE K0112713 D DEK0112713 D DE K0112713D DE 500347 C DE500347 C DE 500347C
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petroleum
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D12/00Displacing liquid, e.g. from wet solids or from dispersions of liquids or from solids in liquids, by means of another liquid

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

  • Klärverfahren für Abwässer Bei Klärverfahren für Abwässer ist es bekannt, dem Abwasser geringe Mengen (unter 1/2 Prozent) Bohröl zuzusetzen und auf chemischem Wege eine Ausflockung und Fällung zu erzielen. Das Reinigungsmittel wird hierbei völlig aufgezehrt, geht in den Ausfällungen auf und bildet mit diesen eine unbrauchbare Masse.
  • Das vorliegende Klärverfahren für Abwässer arbeitet ebenfalls mit im Wasser nicht mischbaren und emulgierbaren Flüssigkeiten, besteht jedoch darin, daß man das Rohabwasser in einem besonderen Gefäß mit etwa der gleichen Menge Petroleum, das gegebenenfalls Zusätze erhalten kann, durch ein mechanisch angetriebenes Rührwerk bis zur Emuisionsbildung durcheinandermengt, worauf man die Mischung zur Ruhe kommen läßt, so daß die Trennung sowohl der beiden Flüssigkeiten als auch die Ausscheidung der festen Bestandteile eintritt.
  • Das vorliegende Verfahren arbeitet mit prozentual großen Mengen Petroleum (bis zu Ioo Prozent) und beruht auf mechanischen und physikalischen Wirkungen. Nach Aufhören des Durcheinandermengens bilden sich drei Schichten, die unterste Schicht besteht aus Wasser mit feinen Petroleum- und Luftbläschen gemischt, die oberste Schicht besteht aus dem leichteren Petroleum, von feinsten Luft- und Wasserbläschen getrübt, die mittlere Schicht aus einem durch seinen Luft und Petroleum gehalt auf dem Wasser schwimmfähig gehaltenen, ziemlich konsistenten Kuchen grob disperser Natur, der sich aus den abgesonderten Beimengungen aller Art, welche in den Abwässern enthalten waren, zusammensetzt. In dem engmaschigen, zähen Netzwerk dieser mittleren Schicht werden auch spezifisch schwere Bestandteile, nicht nur Blätter, Gras u. dgl., sondern auch Metallstückchen, kleine Tiere und ähnliches festgehalten. Das unten befindlicheWasser klärt sich durch Aufsteigen der Luft und des Petroleums nach oben, während sich das Petroleum durch Absetzen der Wasserbläschen und Absteigen der Luft ebenfalls völlig reinigt. Die Mittelschicht bleibt dagegen monatelang unverändert, ohne daß die festen Bestandteile zu Boden sinken. Der verschiedene Dispersitätsgrad der drei Schichten bzw. Emulsionen und ihr verschieden rasches Altern erzielt den gewünschten Nutzeffekt. Das verwendete Petroleum kann bei nur geringem Verbrauchsverlust wiedergewonnen werden und arbeitet das Verfahren daher außerordentlich billig.
  • Das Verfahren wird wie folgt ausgeübt: Die abfließenden Rohabwässer werden in Ciii großes Gefäß geleitet, in welches man eine etwa gleiche Menge Petroleum bringt. Dem Petroleum können Zusätze beigefügt werden, und zwar handelt es sich für den Fall stärkerer Epidemien, wie Typhus u. dgl., um Zusätze von Desinfizienzien bis etwa I bis 11/2 Promille und um reduzierende oder adsorbierende Zusätze im Falle stärkerer Beimischung von anorganischem Material zu den Abwässern, wodurch sich gegenüber der üblichen Zusammensetzung durch Exkremente ein besonders hoher Grad von Reduktion erforderlich macht. Die Mischung wird sodann mechanisch durcheinandergerührt, wodurch eine Art Emulsion entsteht. Das Rühren- bzw; Quirlen der Flüssigkeit kann mit bekannten Mitteln, z. B. einem Rührwerk, ausgeführt werden. Nach dem Rühren oder Quirlen läßt man die Mischung zur Ruhe kommen. Es trennen sich dann die verschlu denen Flüssigkeiten Wasser und Petroleum wieder, während infolge der Petroleumeinwirkung alle festen, groben, feinen und feinsten Bestandteile des Rohabwassers eine Anderung erfahren haben, die sich darin äußert, daß diese festen Bestandteile ihr spezifisches Gewicht gegenüber dem Wasser stark vermindert haben oder mit der leichteren Petroleumfiüssigkeit eine mechanische oder chemische Bindung eingegangen sind, welche die festen Körper leichter gemacht hat. Die festen Bestandteile schwimmen daher ebenfalls auf dem Wasser, und dadurch ist die Trennung der festen Bestandteile vom Wasser sehr einfach vollzogen. Das Wasser selbst wfrd abgelassen, wobei die festen Bestandteile zurückbleiben. Ist die Mischung zur Ruhe gekommen, so sondert sich auch das leichte Petroleum ohne weiteres wieder vom Wasser ab und kann zur Ausübung des Verfahrens wieder neu verwendet werden. Die festen Bestandteile, die sich in Form von Schlamm ausscheiden, kann man ebenfalls leicht entfernen, der Verwitterung überlassen oder zur Verbrennung bringen. In letzterem Falle erhält man dadurch eine Wärmeenergie, die als Kraftquelle zum Antrieb des mechanischen Rührwerkes für das Mischgefäß verwendet werden kann. Das geschilderte Verfahren liefert auch eine erhebliche bakterielle Reinigung der Abwässer. Vor allem haben aber die geklärten Wässer keine Neigung mehr, beim Stehen fäulig zu werden, wie sie auch ohne jeden Bodensatz sind.
  • Die Wirkung der Petroleumfrischwasserreinigung ist um so günstiger, je mehr der Prozentsatz an Exkrementen und anderen organischen Bestandteilen gegenüber chemischen Abwässern hervortritt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Klärverfahren für Abwässer mit in Wasser nicht mischbaren und emulgierbaren Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß man das Rohabwasser in einem besonderen Gefäß mit etwa der gleichen Menge Petroleum, das gegebenenfalls Zusätze erhalten kann, durch ein mechanisch angetriebenes Rührwerk bis zur Emulsionsbildung durcheinandermengt, worauf man die Mischung zur Ruhe kommen läßt, so daß die Trennung sowohl der beiden Flüssigkeiten als auch die Ausscheidung der festen Bestandteile eintritt.
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