DE500329C - Verfahren zum Entsaeften, Faerben und andersartigen Bearbeiten von gefaellten Baumstaemmen - Google Patents
Verfahren zum Entsaeften, Faerben und andersartigen Bearbeiten von gefaellten BaumstaemmenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B27K—PROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
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Description
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entsaften
(Trocknen), Färben und andersartigen Bearbeiten von gefällten Baumstämmen durch Vortreiben gasförmiger oder flüssiger Druckmittel,
die in einem am Wlurzelendschnitt des Baumes vorgesehenen, durch eine dort angebrachte
Tind abgedichtete sogenannte Bauch©- riekappe erzielten Hohlraum eintreten und
»ο durch die Kapillaren des Holzgefüges des
ganzen Baumstammes dringen sollen, um an der entgegengesetzten Schnittfläche wieder
auszutreten.
Das Neue des vorliegenden Verfahrens besteht darin, daß man von dem Wurzelende
des gefällten Baumes, welches ja ohnehin durch die mittels Axthieben erfolgende Fällung
des letzteren meist unregelmäßige Schnitt- oder Hiebflächen aufweist, eine
ao Scheibe absägt, deren Schnittfläche möglichst senkrecht zur Stammachse verläuft, worauf
man zwischen dieser Scheibe und der Wurzelschnittfläche des Baumes einen Hohlraum
schafft, beispielsweise indem man die Scheibe
as etwa vom Beginn oder nahe der Rinde nach
der Mitte Mn kegelförmig aushöhlt, und! nun die Scheibe in der Lage, die sie vorher als
Bestandteil des Baumes einnahm, auf die Wurzelendschnittfläche des Stammes aufsetzt
und sie mit diesem durch Anschrauben, Annageln oder sonstige geläufige und geeignete
Mittel so innig und fest verbindet, daß eine völlig gleichmäßige allseitige Abdichtung der
einander berührenden Flächen geschaffen wird. Auf diese Art wird eine Boucheriekappe
von denkbarster Einfachheit, Zuverlässigkeit und Billigkeit erzielt, weil die vom
Wurzelende des Stammes abzuschneidende Scheibe bisher einfach als Abfallstück galt,
während sie nach vorliegender Erfindung einen vorzüglichen Ersatz für die teuren, umständlich
zu transportierenden schwerem und schlecht abdichtenden Kappen bildet, deren
Transport vom und zum Walde oder zum Werk nunmehr völlig entfällt.
Es wird auf die beiliegende Zeichnung verwiesen, die im Längsschnitt den zu bearbeitenden
Baumstamm 1 mit der Rinde ia erkennen
läßt, auf dessen untere ebene Schnittfläche die vorher vom Wurzelendstück abgeschnittene
Holzscheibe 2 derart gelegt wird, daß die Rinde 2° desselben und ein sich an
die Rinde anschließender schmaler Rand2&
sich dicht gegen die Schnittfläche des Arbeitsstückes ι legen. Der sich an 2a, Φ anschließende
Teil 2C der Scheibe kann irgendwie, z. B. kegelförmig, ausgehöhlt werden.
Es empfiehlt sich dann, in der Mitte des Teiles 2 gegebenenfalls einen Stutzen 2Ö stehenzulassen,
durch diessen Mitte eine Holzschraube 3 hindurchführt und in den Kern
des Arbeitsstückes 1 hineingeschraubt wird. Zweckmäßig schützt man den Teil 2d der
Scheibe 2 durch eine unter den Kopf der Schraube gelegte Metallplatte 4. Eine solche
Metallplatte oder zweckmäßiger eine starke Schraubenfeder 5 kann man auch zwischen
dem Stutzen 2d und der Schnittfläche des Arbeitsstückes
ι vorsehen. Sie übt einen Gegendruck auf den Stutzen 2d bzw. die
Scheibe 2 aus und verhindert dadurch eine zu starke Durchbiegung derselben beim An-
ziehen der Scheibe 3. Aber auch jede andere handwerksmäßige Befestigungsweise der
Scheibe 2 am Baumstamm dürfte dem gewollten Zweck der Abdichtung entsprechen. Scheibe 2 und Arbeitsstück 1 werden' natürlich
in eine solche Lage gebracht, daß diese genau ihrem früheren Zusammenhang entspricht,
bevor die Scheibe 2 noch zwischen Wurzelstock und Arbeitsstück abgeschnitten war.
Man kann zwischen die Schnittfläche des Arbeitsstückes 1 mud die' Auflägefliädhlen 2a, 26
der Sch!eibe2 nach Bedarf auidh eine dünne
Schicht Paraffin oder Fett oder Gummilösung bringen, um jede Entstehung von Durchtrittsporen zu vermeiden. Gegebenenfalls
wird die Scheibe 2 auf ihrer Außenfläche oder auf ihrer Innenfläche oder sogar auf
beiden Flächen durch geeignete Mittel abgedichtet, ehe man in den Hohlraum 2C durch
eine Bohrung, in welche ein mit Rohrstutzen 6 ausgerüsteter Gummi- o. dgl. Pfropfen 7
paßt, die gasförmigen oder flüssigen Vortreibmittel einführt. Es kann sich also empfehlen,
as die Innenfläche der Höhlung 2C mit Gummilösung, Teer- oder Pechanstrich, mit einer
Schellackauflösung, einer Fettmasse, Paraffin o. dgl. zu versehen und ähnliche Mittel, an
deren Stelle auch eine Schicht Zementbrei, Gips oder eine Paste aus Terpentin und
Wachs usw. treten könnte, auf der Außenfläche der Scheibe 2 anzubringen. Führt man dann in den Hohlraum 2C durch 6, 7
Luft, Gas, Flüssigkeit o. dgl. mit leichtem Druck ein, so gehen diese Stoffe dem natürlichen
Saftwege nach vom Wurzelende bis zur Kronenschnittfläche und treten dort aus, nachdem sie zunächst die natürlichen Säfte
vor sich her gedrängt und zum Austritt gebracht haben. Je nach der Art der eingeführten
Mittel wird nur eine Trocknung des Baumstammes oder eine andersartige Bearbeitung
desselben, z. B. eine Färbung, Imprägnierung oder eine Umwandlung der
Holzfaser zu Celluloidmassen, herbeigeführt. Ist auf diese Weise jeder Stamm mit den
Stoffen durchsetzt worden, die als Vortreibmittel verwendet werden, so empfiehlt es
sich, denselben auch für eine Zeitlang am
Zopfende abzudichten und noch so viel Vortreibmittel
unter Druck einzuführen, daß eine Art Übersättigung eintritt. In diesem Zustande
läßt man den Stamm kurze Zeit lagern, um einen Ausgleich zwischen den eingeführten
Stoffen und den Resten der Säfte durch die Zellenwände hindurch vermittels Osmose
zu bewirken. Der durch! diese Ostnoae bewirkte Ausgleich sichert eine vollkommene
Durchtränkung der gesamten Holzfasern und dadurch eine besondere Gleichmäßigkeit in
der Wirkung.
Claims (7)
1. Verfahren zum Entsaften, Färben <und andersartigen Bearbeiten von gefälltem
Baumstämmen durch Aufsetzen einer am Rande abgedichteten Scheibe auf die Wurzelendschnittfläche des Stammes und
Eindrücken der Vortreibmittel in einen zwischen Scheibe und Wurzelendschnittfläche
des Stammes gebildeten Hohlraum, dadurch gekennzeichnet, daß man als Aufsatzscheibe
einen Abschnitt des gleichen Stammes benutzt, der behandelt werden soll, wobei man zweckmäßig denjenigen
Abschnitt verwendet, der ohnehin zwecks Erzielung einer ebenen Schnittfläche von
dem Wurzelstockende des Stammes abgesägt wird und bisher als Abfallstück behandelt
wurde.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den zur Auflage
auf das Arbeitsstück gelangenden Flächenteil der Scheibe bis auf das von dieser Maßnahme unberührt bleibende
schmale, ringförmige Randauflagefeld aushöhlt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die
Scheibe in an sich bekannter Weise mittels Anschraubens, Annageins oder ähnlicher
Mittel am Arbeitsstück befestigt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man den ausgehöhlten
Teil der Scheibe mit einem geeigneten Dichtungsbelag, zweckmäßig einer Decke aus Kittmasse (Gummilösung,
Schellack oder anderer Harzmasse, Paraffin3 Teer, Pech o. dgl.), abdichtet.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man auch die
Außenfläche der Scheibe mit einem Abdichtungsbelag (Zement, Gips, Pech, Asphalt wsw.) versieht.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man vor dem
Befestigen der Scheibe auf das schmale, ringförmige Auflagefeld derselben einen Dichtungsbelag aus Fett-, Paraffin- oder
dergleichen Masse aufträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die
Scheibe genau in der gleichen Lage auf dem Arbeitsstück befestigt, wie sie vor der Entnahme vom Wurzelstock zum
Stamme gepaßt hatte.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
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|---|---|
| DE500329C true DE500329C (de) | 1930-06-20 |
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|---|---|---|---|
| DES88627D Expired DE500329C (de) | 1928-11-25 | 1928-11-25 | Verfahren zum Entsaeften, Faerben und andersartigen Bearbeiten von gefaellten Baumstaemmen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE500329C (de) |
-
1928
- 1928-11-25 DE DES88627D patent/DE500329C/de not_active Expired
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