DE457994C - Verfahren zur Impraegnierung lebender Baeume - Google Patents

Verfahren zur Impraegnierung lebender Baeume

Info

Publication number
DE457994C
DE457994C DEL62990D DEL0062990D DE457994C DE 457994 C DE457994 C DE 457994C DE L62990 D DEL62990 D DE L62990D DE L0062990 D DEL0062990 D DE L0062990D DE 457994 C DE457994 C DE 457994C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
impregnation
wood
chemicals
living
living trees
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL62990D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HERBERT RENNER DIPL ING DR ING
Original Assignee
HERBERT RENNER DIPL ING DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HERBERT RENNER DIPL ING DR ING filed Critical HERBERT RENNER DIPL ING DR ING
Priority to DEL62990D priority Critical patent/DE457994C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE457994C publication Critical patent/DE457994C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K3/00Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
    • B27K3/02Processes; Apparatus
    • B27K3/06Sap stream methods

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Imprägnierung lebender Säume. Abgesehen von den Vakuumdruckverfahren zur Imprägnierung von Holz, welche zur Durchführung vorbehandeltes Holz erfordern, sind bisher nur wenige Verfahren bekannt geworden, die sich - mit der Imprägnierung stehender Bäume bzw. frischgefällten (grünen) Holzes befassen.
  • Das zur Tränkung stehender Stämme angewandte Boucherieverfahren erfordert, wie alle Tankverfahren (d. h. Verfahren. die fertige Lösungen von Chemikalien dem Holz aus einem Tank mittels Schlauchverbindung zuführen), -umständliche Wartung jedes einzelnen Baumes, andauernde Nachfüllung der langsam in das Holz eingesaugten Lösungen und ist :infolge durch Witterungsverhältnisse bedingten Zufälligkeiten kaum wirtschaftlich durchführbar. Als ein Verfahren. zur Einführung von Chemikalien in stehende Bäume, wenn auch nicht als eigentliches Imprägnierverfahren; ist das Verfahren von Henne s anzusehen, welches keine Tötung, sondern im Gegenteil eine Erhöhung oder Beeinflussung der Lebenstätigkeit von Obstbäumen bezweckt. Dementsprechend ist das Grund-.sätzliche dieses-Verfahrens,-unter allen Umständen eine schnelle Einführung von konzentrierten Chemikalienlösungen in den Baumorganismus zu vermeiden. Durch Einschließen von nichtgiftigen Chemikalien in in Bohrlöcher einzuschlagende Holzpflöcke w ird:eine direkte Einschaltung der Chein:ikalienmasse in die .Saftzirkulation des- Baumes verhindert und nur eine sozusagen nstreiüge« Imprägnierung des Stammes erreicht. Der Übertritt der Chemikalie in den :-Saft---eo1L und kann allein durch reine Osmose nur ganz langsam, gegebenenfalls erst nach mehreren Jahren, erfolgen, denn ein schneller Über-. tritt der Chemikalie in den Saft würde den. Baum in kurzer Zeit unfehlbar zum' Absterben bringen.
  • Unter den Verfahren zur Konservierung frischen Holzes sind zwei grundsätzlich sich: kaum unterscheidende ältere amerikanische Verfahren zu erwähnen:- sie arbeiten in der Weise, daß an den Enden geschnittener Hölzer angebrachte Bohrungen mit hygroskopischen Chemikalien gefüllt und mit Holzpflocken verschlössen. werden. Die Chemikalien sollen durch reine Osmose allmählich (nach Angaben der Erfinder in einem Zeitraum von sechs bis acht Jahren) das ganze Holzstück durchdringen-. Die Einführung nich:hygroskopischer Chemikalien, zu denen gerade die technisch- wertvollen Konservierungsmittel gehören, ist -"nach diesen" Verfahren völlig ausgeschlossen.
  • Imprägniertes Holz: hat, um technischen Wert zu besitzen und den Anforderungen der Praxis zu genügen, ziemlich beträchtliche, durch die .ganze Holzmasse gleichmäßig verteilte Mengen an Chemikalien. pro Volumeneinheit (i cbm) zu enthalten.. Ein wirtschaftliches Imprägnierungsverfahren für- lebendes Holz muß daher ermöglichen, hochkonzentrierte Lösungen von Chemikalien in denkbar kürzester Zeit - mit geringstem Ar heitsaufwand - gleichmäßig:Auxch.die .ganze Holzmasse zu verteilen.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfinditlig bildet--ein Verfahren, welches die Schnellimprägnierung stehender lebender Bäume im sceben definierten Sinne ermöglicht. Das Grundsätzliche des neuen Verfahrens besteht darii, bleichzeitig in sämtliche Saftleitunbsbahner. eines Stammes ein Filter einzuschalten, welches, um seinen Zweck zu erfüllen, felgenden Forderungen genügen muß: i. es darf dem Durchtritt des aufs;eigenden Saftes keinen Widerstand beten, d. h. @es muß vollkommen porös sein; 2. es muß jedwede Querströmung von Lösung innerhalb des Filters - infolge Bildung von Hohlräumen - verhindern, d. h. es muß schwellbar sein.
  • Beiden Forderungen wird dadurch Genüge geleistet, daß man die zweckmäßig zerkleinerten Chemikalien mit gewissen Mengen von Sägespänen mischt; Sägespäne weisen wie kein anderes Material sowohl eine ausgezeichnete Porosität gegen, als auch ein sehr beträchtliches Schwellungsvermögen in Wasser auf.
  • In der Praxis verfährt man in der Weise, daß man am Fuße des Stammes zweckmäßig wagerechte und planparallele Einschnitte auf bekannte Weise. mittels beliebigen Werkzeugen herstellt. Diese Einschnitte sollten bei reinen Splinthölzern den gesamten Stammquerschnitt (in mehreren Ebenen), bei Kernhölzern zweckmäßig nur den saftführenden Splint (in einer oder mehreren Ebenen) decken. Die Weite dieser Einschnitte schwankt zwischen ziemlich weiten Grenzen und richtet sich nach der Durchschnittsgröße des Baumes und dem Betrag an Chemikalie, der j e Raumeinheit Holz eingeführt werden soll. Diese Einschnitte werden fest ausgestampft mit der zweckmäßig angefeuchteten Mischung von Sägespänen mit nichthygroskopischen (d. h. an feuchter Luft nicht zerfließlichen) Chemikalien- mit holzkonservierenden bzw. -färbenden Eigenschaften. Das vorliegende Verfahren beschränkt sich auf die Verwendung nichtzerfließlicher Chemikalien, da. zerfließliche Chemikalien sich infolge ihrer außerordentlich starken Wasserlöslichkeit bei Berührung mit dem Saft des lebenden Baumes in dicke ölige Flüssigkeiten verwandeln, die nicht fähig sind, die Zellmembranen des Holzes zu durchdringen. Die Einachnittsfüllungen (Filterscheiben) werden sorgfältig unter Verwendung geeigneter Dichtungsmaterialien gegen- die Atmosphäre abgedichtet und das Ganze sich selbst überlassen. Der gesamte, vors den. Wurzeln aufsteigende Saft des lebenden Baumes wird auf diese Weise zum Durchtritt durch die Filterscheiben gezwungen. Während dieses Durchtritts umspült der Saft in vollkommener Weise die homogen durch die Filtermasse verteilten löslichen Chemikalienteilchen, wobei er mit einem gewissen, für j--de Mischung charakteristischen Höchstbetrag an Chemikalie gesättigt wird. In dem Maße, wie sich das Volumen der Filtermasse durch das Herauslösen der Chemikalien automatisch verringert, nehmen die beigemischten Sägespäne durch Szhwellung an Volumen zu, Auf diese Weise wird eine Querzirkulation von Flüss.ig'.ceit innerhalb der Filterscheiben unmöglich gemacht und eine gleichmäßige aufsteigende Flüssigkeitsbewegung durch die Filterscheiben hindurch gewährleistet. Dies hat zur Folge. daß der gesamte, aus den Filterscheiben nach oben durchtretende Saft ein und dieselbe Höchstkonzentration an Chemikalien aufweist, unabhängig davon, in welchem Teile des Stammes er aufsteigt. Dadurch wieder wird eine gleichmäßige Durchtränkung des gesamten saftführenden Stammes mit Lösungen gleich hoher Konzentration gesichert. Dieser Prozeß kommt beim Eintritt von Chemikalien in. die Blätter und das dadurch verursachte Absterben der Blätter zum Stillstand. Da diese Imprägnierung mit der Geschwindigkeit des natürlichen Saftaufstieges vor sich geht, dieser aber, wie durch Messungen erhärtet, recht beträchtlich ist, kann das vorliegende Verfahren mit vollem Recht als ein Schnellimprägnierverfahren bezeichnet %v erden. Es verbindet Zuverlässigkeit mit höchster Wirtschaftlichkeit, da es nur verhältnismäßig geringen Arbeitsaufwand und keine Wartung erfordert, ist, da von Witterungsverhältnissen und Wasserbedingungen unabhängig, überall dort anwendbar, wo die Lebensbedingungen für einen Baum gegeben sind, und ergibt ein allen technischen Anforderungen genügendes, konserviertes bzw. i gefärbtes Holz.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCH: Verfahren zur Imprägnierung lebender Bäume; dadurch gekennzeichnet, daß am Fuße des Stammes in bekannter Weise angelegte wagerechte oder nahezu wagerechte Einschnitte mit einer Mischung aus Sägespänen und. nichthygroskopischen,. holzkonservierenden oder -färbenden Stoffen nusgestampft und abgedichtet werden, so daß poröse schwellbare Filter in die Bahn des von den Wurzeln aufsteigenden Saftes eingeschaltet sind, de-r sich beim Hochsteigen mit den in diesen enthaltenen Stoffen sättigt.
DEL62990D 1925-04-23 1925-04-23 Verfahren zur Impraegnierung lebender Baeume Expired DE457994C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL62990D DE457994C (de) 1925-04-23 1925-04-23 Verfahren zur Impraegnierung lebender Baeume

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL62990D DE457994C (de) 1925-04-23 1925-04-23 Verfahren zur Impraegnierung lebender Baeume

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE457994C true DE457994C (de) 1928-03-28

Family

ID=7280730

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL62990D Expired DE457994C (de) 1925-04-23 1925-04-23 Verfahren zur Impraegnierung lebender Baeume

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE457994C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE959325C (de) * 1953-08-02 1957-03-07 Allg Holzimpraegnierung Dr Wol Verfahren zum Impraegnieren lebender Baeume

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE959325C (de) * 1953-08-02 1957-03-07 Allg Holzimpraegnierung Dr Wol Verfahren zum Impraegnieren lebender Baeume

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE457994C (de) Verfahren zur Impraegnierung lebender Baeume
DE3344153C2 (de)
DE556311C (de) Verfahren zur Holzkonservierung
DE2263029A1 (de) Verfahren zum trocknen und veredeln von nutzholz
DE840149C (de) Verfahren zum Impraegnieren von Holzstaemmen
DE654737C (de) Verfahren zum Haltbarmachen von Holz
DE460897C (de) Verfahren zur Impraegnierung von Hoelzern mit Konservierungs-, Farb- oder Riechstoffen auf dem lebenden Stamm
DE666448C (de) Verfahren zum Impraegnieren von Holzmasten
DE961394C (de) Verfahren zum Impraegnieren von saftfrischen Holzstaemmen
DE803374C (de) Verfahren zum Impraegnieren von Holz
DE256633C (de)
DE2224795A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Holz
DE824853C (de) Verfahren zur Impraegnierung von Holz, insbesondere von Buchenholz
DE376408C (de) Verfahren zur Holzkonservierung
DE676786C (de) Verfahren zum Schutz von Trockenem Holz gegen Feuer, Faeulnis, Insekten
DE2248554C2 (de) Verfahren zur Konservierung von Holz
DE959325C (de) Verfahren zum Impraegnieren lebender Baeume
CH295761A (de) Verfahren zum Imprägnieren von Holzmasten in Trögen.
DE967212C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Impraegnieren von Holz
AT143889B (de) Druckloses Imprägnierverfahren von Holz am lebenden Stamm.
DE500329C (de) Verfahren zum Entsaeften, Faerben und andersartigen Bearbeiten von gefaellten Baumstaemmen
DE898800C (de) Verfahren zum Impraegnieren von Holz zum Schutz gegen Faeulnis und Insektenzerstoerung
DE578685C (de) Bekaempfung von Baumkrankheiten, insbesondere der Ulmenkrankheit
Henningsson et al. Studies on the protective effect of water-borne ammoniacal preservative systems on hardwoods in ground contact situations
DE340490C (de) Verfahren zum Faerben von Holz