DE499331C - Pruefeinrichtung fuer optische Signaluebertragungseinrichtung - Google Patents
Pruefeinrichtung fuer optische SignaluebertragungseinrichtungInfo
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- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
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- B61L3/02—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
- B61L3/06—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling by electromagnetic or particle radiation, e.g. by light beam
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Description
Die im nachstehenden, beschriebene Erfindung
bezieht sich auf optische Siginalübertragüngs einrichtungen, wie sie in Patent
464014 beschrieben sind, sowie auf ähnlich
gebaute Einrichtungen.
Bei diesen in Betracht gezogenen Einrichtungen befindet sich auf der Lokomotive ein
Scheinwerfer 1 und in dessen unmittelbarer Nähe eine oder mehrere lichtempfindliche
Zellen 2. Der Akt der Signalübertragung erfolgt durch Spiegel 3, die auf der Strecke aufgestellt
sind und das Licht des Scheinwerfers auf die lichtempfindliche Zelle zurücklenken.
Man sieht, daß bei derartigen Anordnungen die lichtempfindlichen Zellen im allgemeinen
mit Arbeitsstrom arbeiten, so daß es wünschenswert erscheint, die Wirksamkeit dieser
Zellen sowie der dahintergeschalteten Einrichtung zu überprüfen.
ao Dieses Ziel wird durch die hier beschriebene Erfindung in folgender Weise erreicht:
Von Zeit zu Zeit, nämlich wenn sich die Lokomotive vollkommen im Stillstand befindet,
wird auf pneumatischem oder elektrischem Weg eine Klappe 4 (Schieber oder drehbare
Blende o. dgl.) über die nebeneinander befindlichen Aus- bzw. Emtrittsöffnungen von
Scheinwerfer und lichtempfindlichen Zellen gedeckt, auf deren Unterseite eine Lichtumlenkvorrichtung
5 (Spiegel oder total reflektierendes Prisma) in geeigneter Weise angebracht ist. Diese Umlenkvorrichtung erfüllt
die gleiche Aufgabe wie die sonst längs der Strecke aufgestellten Spiegel und führt
das Licht des Scheinwerfers den lichtempfindlichen Zellen zu. Man wird der Sicherheit
halber diese Lichtumlenkvorrichtung so ■ bemessen, daß sie der lichtempfindlichien' Zelle
nur einen Bruchteil des Lichtes zuführt, den sie im normalen Fall von dem auf der Strecke
aufgestellten Spiegel erhält.
Im allgemeinen genügt es, wenn man sich hierbei auf die Zelle mit der wichtigsten
Funktion, nämlich auf die Zelle zur Übertragung des absoluten Haltbefehls, beschränkt.
Würde nun keine weitere Vorkehrung getroffen, so würde jedesmal, wenn die Prüfung
erfolgt und die Einrichtung wirksam ist, eine Schnellbremsung eintreten. Dies ist aus
betrieblichen Gründen nicht statthaft. Es ist daher -notwendig, entweder schon im elektrischen
Teil der an der lichtempfindlichen Zelle angeschlossenen Einrichtung oder in
dem von ihr gesteuerten Teil der Bremsluftleitung eine Umschaltung vorzunehmen, und
zwar in der Art, daß nicht eine Schnellbremsung ausgelöst wird, sondern lediglich eine
Vorrichtung betätigt wird, die erkennen läßt, ob dje Prüfung von Erfolg war oder nicht.
In dem gezeichneten Beispiel ist die lichtempfindliche Zelle 2 im Betriebszustand über den
Verstärker 6 mit dem Bremsmagnieten 7, der die Schnellbremsung betätigt, zusammengeschaltet.
Zum Zweck der Prüfung wird durch einen Umschalter der Bremsmagnet ab- 6g und an dessen Stelle das Schauzeichen 8- eingeschaltet.
Die Umschaltung geschieht z. B. durch den Walzenschalter 9, der vier Schalt-
Stellungen hat, mämli h. b (Betrieb), ti (Umschaltung),
k (Klappe)j ρ (Prüfung). Für
die oben beschriebene Umschaltung sind allerdings nur die beiden ersien Schaltstellungen
nötig, nämlich b und u. In den beiden folgenden
Schaltstellungen k und p, deren Bedeutung weiter unten beschrieben wird, wird
deshalb die Schaltung des Sehauzeichens gegenüber der Stellung α nicht mehr verändert.
Der Schaltvorgang· -ist so· zu denken,
daß die abgewickelt gezeichnete Kontaktwalze in ihren einzelnen Schaltstellungen mit
den Linien b-b, u-u, k-k, p-p über die feststehenden
Bürsten ι o, ii, 12, 13, 14, 15, 16
hinweggleitet, wovon für die bis .jetzt genannte Umschaltung die Bürsten 10, 11 und 12 benötigt
werden. Die Umschaltung darf natürlich nur so lange in Kraft sein, als die Klappe
die Prüfung vornimmt. Ist die Prüfung beao
endigt, d. h. die Blende wieder zurückgezogen, so muß auch die Umschaltung wieder beseitigt
werden. Auch eine derartige Abhängigkeit zwischen der Stellung der Klappe oder Blende und zwischen dem Organ, das
die Umschaltung vornimmt, läßt sieh mit bekanntem Mittel unschwer erreichen. Durch
den Walzenschalter wird diese Zwangsläufigkeit ohne weiteres erreicht. "
Die Anzeigevorrichtung, die den Erfolg oder Nichterfolg der stattgehabten Prüfung
erkennen läßt, kann beliebig ausgebildet sein.
Aus betrieblichen .Gründen -erscheint es besonders
zweckmäßig, hierfür sine Lampe zu verwenden, deren Aufleuchten Jedesmal nicht
nur vom Lokomotivführer, sondern auch von anderen Beamten, z. B. vom Fahrdienstleiter
oder Zugführer, kontrolliert werden kann.
Auch auf die Einzelheiten in der. Ausführung für die Steuerung der Klappe selbst
4<y braucht hier nicht eingegangen zu werden. Man
kann diese Klappe z. B. von Hand betätigen lassen, indem der Lokomotivführer jedesmal,
wenn die Prüfung vorgenommen werden soll, seinen Platz verläßt und sich- zu der am
vorderen Ende der Lokomotive befindlichen Einrichtung begibt, dieselbe in die Prüfstellung
bringt und nach erfolgter Prüfung wieder zurücklegt, wobei die sichere Fixierung
der Klappe in der unwirksamen Stellung evtl, durch einen besonderen Kontakt 17 kontrolliert
wird. Man kann die Klappe aber auch vom Führerstand aus elektrisch (z. B. durch
den Magneten 18) oder pneumatisch betätigen; es muß aber dann verhindert werden,
z, B. durch ein besonderes Kontrolltachometer 19^ oder einen sonstigen Apparat, der den
Unterschied zwischen Ruhe und Bewegung anzeigt, daß die Klappe während der Fahrt
betätigt werden kann, da ja sonst dieganze Signalübertragungseinrichtung
unwirksam wäre. Endlich kann man yon diesem Kontrolltachqmeter
aus die Klappe automatisch 'steuern lassen. Der letzte Fall ist dem gezeichneten
Beispiel zugrunde gelegt. Durch das Kontrolltachometer 19 wird bei Stillstand des
Zuges der Walzenschalter 9 mit Hilfe des Magneten 20 aus der Betriebsstellung b in
die Prüfstellung/?1 gedreht. In der Zwischenstellung
k des Schalters wird die Klappe 4
durch den Magneten 18, der über die Bürsten 15 und 16 Strom aus der Batterie erhält, in
die Prüfstellung zur Belichtung der Zelle 2 gedreht.
Mit der eben beschriebenen Einrichtung ist bereits der Hauptzweck, nämlich die Kontrolle,
ob sich die Anlage im wirksamen Zustand befindet, erreicht. Man kann aber nun ■ noch weitergehen und verlangen, daß, falls
sich die Anlage zufällig im unwirksamen Zustand befindet, ein Wegfahren der Lokomotive
zunächst verhindert wird. Auch eine derartige Abhängigkeit ist unschwer mit Wegoder
Zeitschaltern zu erreichen; z. B. kann man von dem Schauzeichen verlangen, daß es
einen Kontakt öffnet oder schließt, je nachdem es anzeigt, ob die Prüfung erfolglos
war oder nicht. Läßt man nun von dem Organ, das die obenerwähnte Umschaltung
vornimmt,". nach: ;einer' entsprechend bemessenen "Zeit eine zweite Schaltung vornehmen,.
die die .Stellung des eben erwähnten Kontaktes kontrolliert, so hat man die gewünschte
Abhängigkeit. Die Vorgänge spielen sich dabei in folgender Reihenfolge ab:
Zunächst wird die Umschaltung yon Schnell- S5 bremsung auf Betätigung des Schauzeichens
vorgenommen (Zwischenstellung u des Walzenschalters),
dann erfolgt die Belichtung der lichtempfindlichen Zelle und damit die Betätigung
oder Nichtbetätigung des Schauzeichens (Zwischenst ellung k des Walzenschalters)
und schließlich die Prüfung, welche Lage der mit dem. Schauzeichen gekuppelte
Kontakt besitzt (Endstellung ρ des Walzenschalters). War die Prüfung erfolglos, so
kann man z. B. nun die Bremsluftleitung öffnen lassen. In der Zeichnung ist dies so
ausgeführt, daß beim negativen Ausfall der Prüfung der Kontakt 21 des Schauzeichens 8
geschlossen bleibt und das Zeitrelais 22 über die Bürsten 14 und 16 mit Strom versorgt.
Der Kontakt 23 des Zeitrelais betätigt nach Ablauf der eingestellten Zeit den Bremsmagneten
7. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß man mit dem Schauzeichen das Steuerorgan eines Wegs charters 24 verbindet.
Dieses Steuerorgan soll jedesmal, wenn die Klappe umgelegt wird, in seine wirksame
Stellung gebracht werden. Ist die Prüfung VQn Erfolg, so wird dieses Steuerorgan durch
den Stromkreis des Schauzeichens zurückgeholt. Ist die -Prüfung ohne Erfolg, so ver-
bleibt es in seiner wirksamen Lage. Beim Wegfahren der Lokomotive tritt dann nach
einer bestimmten Wegstrecke der Wegschalter in Tätigkeit und löst die Bremse aus. In
dem gezeichneten Beispiel wird in der Zwischenstellung k des Walzenschalters die Magnetspule
25 über die Bürsten 13 und 16 erregt.
Dadurch wird die Schraubenspindel 26 mit der Welle 27 gekuppelt, die ihrerseits von
einem Laufrad der Lokomotive aus angetrieben wird. Ist die Prüfung von Erfolg, so
wird der Kontakt 28 des Schauzeichens 8 geschlossen. Dadurch wird in der Prüfstellung/;
des Walzenschalters durch die Magnetspule 29 die Schraubenspindel 26 von der Antriebswelle 27 sogleich wieder entkuppelt.
War die Prüfung ohne Erfolg, so tritt diese Entkupplung nicht ein, da Kontakt 28 geöffnet
bleibt. Fährt hierauf die Lokomotive an, so wird nach Zurücklegung eines bestimmten
Weges die Wandermutter 30 des Wegschalters den zugehörigen Kontakt 31 schließen
und damit den Bremsmagneten 7 für die Schnellbremsung betätigen.
Der Einfachheit halber sind in der Abbildung sämtliche Apparate nach dem Arbeitsstromprinzip
geschaltet. Selbstverständlich kann auch teilweise oder ganz die Ruhestromschaltung
zur Anwendung kommen. Ist die Klappe automatisch gesteuert, wie in dem beschriebenen Beispiel angenommen wurde,
so läuft der ganze Prüfvorgang jedesmal beim Stillsetzen der Lokomotive zwangsläufig
in der geschilderten Reihenfolge ab. Läßt man dagegen die Klappe von Hand betätigen,
so wäre, falls keine weiteren Vorkehrungen getroffen sind, die Vornahme der Prüfung
jedesmal dem Ermessen des Lokomotivführers anheimgestellt. Man kann aber auch hier durch eine besondere Sperre, die jedesmal
beim Stillsetzen der Lokomotive einfällt und bei erfolgreicher Prüfung wieder zurückgeholt
wird, die Zwangsläufigkeit des ganzen Vorganges sicherstellen.
Zum Schluß der Beschreibung sei noch erwähnt, daß diese Klappe auch ohne Verbindung
mit der Prüfeinrichtung ein erwünschtes Mittel darstellt, um die optische Einrichtung während des Stillstandes, der
Lokomotive, also insbesonders beim Kohlenfassen und beim Aufenthalt im Maschinenhaus,
vor Beschmutzung und Beschädigung zu schützen.
Claims (5)
1. Prüfeinrichtung für optische Signalübertragungseinrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß über die nebeneinander befindlichen Aus- oder Eintrittsöffnungen
von Scheinwerfer (1) und lichtempfindliehen Zellen (2) eine Klappe (4), Blende
oder ein gleichwertiges Verschlußorgan geschoben wird, auf dessen Unterseite eine
Lichtumlenkvorrichtung (5) derart angebracht ist, daß sie das Licht des Scheinwerfers
auf eine oder mehrere der lichtempfindlichen Zellen (2) zurückwirft.
2. Prüfeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem
Wirksamwerden der Prüfeinrichtung eine Umschaltung (Walzenschalter 9) auf eine Anzeigevorrichtung (8 J vorgenommen wird,
die bei Beendigung der Prüfung zwangsläufig wiederaufgehoben wird.
3. Prüfeinrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Erfolg der Prüfung· durch ein von außerhalb des Zuges kennbares Zeichen angezeigt
wird.
4. Prüfeinrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine
besondere Störungsmeldung gegeben wird bzw. das Wiederanfahren des Zuges 'gesperrt
wird (durch Zeitschalter 22 oder Wegschalter 24), wenn die Prüfung ohne Erfolg war.
5. Prüfeinrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ruhelage
der Klappe (4) durch einen besonderen Kontakt (17) kontrolliert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB141046D DE499331C (de) | 1928-12-19 | 1928-12-19 | Pruefeinrichtung fuer optische Signaluebertragungseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB141046D DE499331C (de) | 1928-12-19 | 1928-12-19 | Pruefeinrichtung fuer optische Signaluebertragungseinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE499331C true DE499331C (de) | 1930-06-06 |
Family
ID=7000014
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB141046D Expired DE499331C (de) | 1928-12-19 | 1928-12-19 | Pruefeinrichtung fuer optische Signaluebertragungseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE499331C (de) |
-
1928
- 1928-12-19 DE DEB141046D patent/DE499331C/de not_active Expired
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