DE49887C - Neuerung an Schön- und Widerdruckmaschinen - Google Patents

Neuerung an Schön- und Widerdruckmaschinen

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DE49887C
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DE
Germany
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cylinder
sheet
perfecting
grippers
cylinders
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Application number
DENDAT49887D
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Original Assignee
J. MlSSONG in Höchst a. Main, und die Firma KLEIN, FORST & BOHN NACHF. in Johannisberg
Publication of DE49887C publication Critical patent/DE49887C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/18Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
    • B41F3/40Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes for perfecting sheets, i.e. for printing on both sides thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Supply, Installation And Extraction Of Printed Sheets Or Plates (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: '"Druckerei/7
Neuerung an Schön- und Widerdruckmaschinen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 13. März 1889 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung einer Schön- und "Widerdruckmaschine mit folgenden Eigenschaften:
ι. Die beiden Druckcylinder liegen in festen Lagern und werden nicht periodisch gehoben und gesenkt.
, 2. Die Druckcylinder kommen abwechselnd in Bewegung und zum Stillstand, so zwar, dafs, nachdem der Schöndruckcylinder einen Umgang gemacht hat, dieser zum Stillstand kommt und der Widerdruckcylinder seinen Umgang beginnt. Nach Vollendung der Umdrehung des Widerdruckcylinders kommt dieser zum Stillstand, und es beginnt dann,der eben beschriebene Bewegungsvorgang von neuem.
3. Die beiden Druckcylinder sind während ihrer Bewegung durch an ihnen befestigte Zahnräder im Eingriff mit Zahnstangen, welche an dem die Formen tragenden Fundamente befestigt sind. Sie werden dadurch in eine mit der Bewegung des Fundamentes übereinstimmende Drehung versetzt.
4. Die beiden Formen liegen in einer Horizontalebene.
5. Die Farbwerke sind so angebracht, dafs die einzelnen Formen nur das zu ihnen gehörige Farbwerk passiren, wodurch es nicht nöthig wird, die Auftragwalzen zu heben während der Zeit, in welcher die andere Form unter ihnen hergeht.
6. Die Lage der beiden Farbwerke gestattet eine bequeme Bedienung derselben.
7. Die Druckflächen der beiden Druckcylinder sind in den beiden Stellungen, in welchen die Bewegung wechselt, nach oben gekehrt, und sind dann diese Flächen in einer zur Herstellung der Zurichtung bequemen Stellung.
8. Die Gröfse des Formates, welches noch auf der Maschine gedruckt werden kann, ist in seinem Maximum durch die Gröfse der Maschine bedingt, kann aber ' beliebig verkleinert werden, ohne eine Verstellung der Maschine vornehmen zu müssen.
Die beiden Druckcylinder A und B sind, wie aus beiliegender Zeichnung ersichtlich, so weit aus einander gelegt, dafs zwischen denselben noch zwei weitere Cylinder C und D angebracht werden können. Diese Cylinder haben den Zweck, den unbedruckten Bogen von dem Einlegetische zu nehmen und ihn zuerst dem Schöndruckcylinder A zuzuführen und ihn dann, nachdem er den Schöndruck empfangen hat, wieder von dem Cylinder A abzunehmen und dem Cylinder B so zuzuführen, dafs das Bogenende, welches von den Greifern des Cylinders A gefafst wurde, auch von den Greifern des Cylinders B ergriffen wird, wobei dann die unbedruckte Seite auf dem Widerdruckcylinder nach aufsen kommt.
Die Art und Weise, wie die Maschine arbeitet, wird durch die Zeichnungen Fig. 1 bis 8 verdeutlicht.
Auf dem Brette E, Fig. 9, liegt das zu bedruckende Papier. Von diesem Stofs wird das Papier in einzelnen Bogen auf das Brett F gelegt. Der vordere Rand steht etwas über das
Brett vor, damit die Greifer des Cylinders C denselben leicht fassen können, Fig. i.
Diese Greifer nehmen ihn mit bis zu dem Punkte g. Hierangekommen, wird der Bogen von den Greifern des Schöndruckcylinders A erfafst, während ihn die Greifer des Cylinders C freilassen, Fig. 2. ■
Der Schöndruckcylinder setzt sich nun in der Richtung des Pfeiles in Bewegung. Gleichzeitig beginnt die Bewegung des Fundamentes nach rechts. Die Form ist so gelegt, dafs die horizontale Entfernung des Anfanges derselben von der Mittellinie des Schöndruckcylinders gleich ist dem Wege, welchen der Punkt g bis zu dem Augenblicke macht, wo er mit dem Anfange der Form in der Mittellinie des Cylinders zusammentrifft, Fig. 3. Der Bogen bekommt nun bei der Weiterbewegung der Maschine den Schöndruck.
Nach der vollständigen Umdrehung des Cylinders ist der Anfang des Bogens wieder genau auf dieselbe Stelle gekommen, von wo er seine Bewegung mit dem Schöndruckcylinder begonnen hat, Fig. 4. Die Greifer des Schöndruckcylinders lassen ihn los und die Greifer des Cylinders C erfassen ihn zum zweiten Mal.
Der Schöndruckcylinder A bleibt nun stehen und der Widerdruckcylinder kommt in Bewegung und mit ihm die beiden Cylinder C und D. Der von den Greifern des Cylinders C erfafste Bogen macht jetzt mit diesem seinen Weg, bis der Cylinder C in die in Fig. 5 bezeichnete Stellung gekommen ist. Der Bogen wird nun von den Greifern des Cylinders C losgelassen und auf den Cylinder D übergeführt, mit dem er seine Bewegung fortsetzt, bis der Cylinder D in die Lage Fig. 6 gekommen ist. In dieser Stellung kommen die Cylinder B C und D zur Ruhe, die Greifer des Cylinders B erfassen das Bogenende.
Nachdem nun das Fundament wieder nach rechts gegangen ist und der Schöndruckcylinder seine Druckperiode vollendet hat, kommt der Widerdruckcylinder B wieder in Bewegung. Sobald derselbe in die Stellung Fig. 7 gekommen ist, beginnt der Widerdruck, der in der durch Fig. 8 dargestellten Lage nahezu vollendet ist. Der Bogen wird dann an die Auslegertrommel G übergeben, welche ihn mittelst Bänder nach dem Ausleger führt.
Bei der in Fig. 9 dargestellten Maschine ist angenommen, dafs die hin- und hergehende Bewegung des Fundamentes durch den Kreisbewegungsmechanismus erfolgt und die Cylinder mittelst von Excentern geführter Auffanggabeln abwechselnd in Bewegung und in Ruhe gebracht werden. Die hin- und hergehende Bewegung des Fundamentes kann aber auch durch andere Mittel erzielt werden, ebenso wie die abwechselnde Ingang- und Aufsergangsetzung der Cylinder auch durch andere bekannte Mechanismen bewerkstelligt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Schön- und Widerdruckmaschinen mit zwei Druckcylindern A und B, bei denen der Schöndruckcylinder A während des Ganges der Formen nach einer Richtung druckt, der Widerdruckcylinder B sich aber in dieser Periode in Ruhe befindet, dagegen beim Rückgang der Formen in Bewegung kommt und den Widerdruck erzeugt unter gleichzeitigem Stillstand des Schöndruckcylinders A, die Anwendung von zwei Wendecylindern C und D, welche in der Weise arbeiten, dafs Cylinder C den auf das Einlegebrett F gelegten Bogen erfafst, denselben dem Schöndruckcylinder A zuführt und später wieder abnimmt, um ihn dem zweiten Wendecylinder D zu übergeben, der dann das Vorderende des Bogens dem Widerdruckcvlinder B zuführt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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