DE52161C - Neuerung an Schön- und Widerdruck-Maschinen - Google Patents
Neuerung an Schön- und Widerdruck-MaschinenInfo
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- DE52161C DE52161C DENDAT52161D DE52161DA DE52161C DE 52161 C DE52161 C DE 52161C DE NDAT52161 D DENDAT52161 D DE NDAT52161D DE 52161D A DE52161D A DE 52161DA DE 52161 C DE52161 C DE 52161C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F3/00—Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
- B41F3/18—Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
- B41F3/40—Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes for perfecting sheets, i.e. for printing on both sides thereof
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Supply, Installation And Extraction Of Printed Sheets Or Plates (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE IS: Druckerei.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 15. März 188g ab.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, auf möglichst einfache und zuverlässige Weise
mittelst eines Druckcylinders von zwei flachen, getrennten Formen zwei Abdrücke in der
Weise zu erzielen, dafs der Abdruck der einen Form auf die eine Seite des Bogens erfolgt
und derjenige der anderen Form auf die entgegengesetzte Seite, so dafs der Bogen auf zwei
Seiten bedruckt die Maschine verläfst.
Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dafs der Druckzünder A mit. zwei Druckflächen a b
und c d und zugehörigen Greifersystemen ausgerüstet wird, in der Weise, dafs eine durch
die Linie E-F, Fig. 1, gedachte, den Cylinder längs durchschneidende Ebene denselben in
zwei gleiche symmetrische Hälften theilt, im Gegensatz zu der Flächeneintheilung der durch
das Patent No. 44823 geschützten Erfindung, bei der die beiden Druckflächen gegen einander
versetzt . sind und die Greifersysteme nahezu diametral gegenüberstehen. Ferner bleibt
der Druckcylinder mit seinen an ihn befestigten Zahnrädern stets im Eingriff mit den Zahnstangen
an dem Fundament, und die Formen auf dem Fundament haben eine solche Lage gegen die Druckflächen des Druckcylinders,
dafs bei der Bewegung des Fundamentes in der einen Richtung der von den Greifern erfafste
Bogen zuerst den Schöndruck empfängt, dann auf einen Ueberführungscylinder B geführt wird, welcher so gelagert ist, dafs der
von ihm abgenommene Bogen erstens mit der bedruckten Seite nach innen dem Druckcylinder
wieder zugeführt wird, und ■ dafs zweitens dasselbe Ende des Bogens, welches bei dem
Schöndruck gefafst wurde, nun auch von den Greifern desjenigen Cylindertheiles, welcher den
Widerdruck erzeugt, ergriffen' wird.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende :
Die einzelnen Bogen werden auf das Einlegebrett gh, Fig. 11, gelegt und von den
Greifern e der Schöndruckfläche ä b des Druckcylinders in dem Augenblick gefafst, in welchem
die beiden Formen a1 b1 und c1 dl ihre
äufserste Stellung nach links eingenommen haben und der Cylinder ebenfalls seine Linksdrehung
vollendet hat (Fig. 1). Die Greifer nehmen den Bogen, da der Cylinder nun seine
Bewegung im andern Sinne nach rechts beginnt, mit, wodurch der Anfang des Bogens
und der Anfang der Form a1 b1 in Berührung
kommen und der Bogen nun durch Abwickelung auf der Form a1 b1 seinen Schöndruck
empfängt.
Sobald die Greifer e in den Bereich der Greifer m des Ueberführungscylinders B gelangt
sind, lassen die Greifer e den Bogen los und die Greifer m erfassen ihn, Fig. 3, um
ihn zu zwingen, seinen weiteren Weg über den Ueberführungscylinder zu machen. Dieser
Ueberführungscylinder hat dieselbe Umfangsgeschwindigkeit wie der Druckcylinder; durch
die Bewegung des Bogens über ihn entsteht also kein Schleifen und Verschmieren der bereits
bedruckten Seite.
In Fig. 4 ist die Cylinderstellung dargestellt, in welcher der Schöndruck gerade beendet ist
und der Bogen bereits einen Theil seines Weges über den Cylinder B gemacht hat.
Sobald die Greifer m bei der Drehung des Cylinders B bis zu dem Punkt 0 gekommen
sind, Fig. 5, öffnen sich die Greifer m und
gestatten dem Bogen, zwischen die Bänder op χ zu laufen. Der Bogen folgt nun der Bandleitung
in der Richtung des Pfeiles.
Inder durch Fig.-6 gekennzeichneten Stellung
ist der Anfang des Bogens an dem Punkt ρ angekommen. Der Weg, den dann der Bogen
bis zu dem Bewegungswechsel zu machen hat, ist ebenso grofs als der Weg, den der
Punkt d an dem Druckcylinder zu machen hat, so dafs bei dem Bewegungswechsel der
Anfang des Bogens und der Punkt d an dem Druckcylinder sich begegnen und die Greifer
den Bogen erfassen können, um ihn bei der nun beginnenden Bewegung des Fundaments
und des Cylinders nach links mitzunehmen, Fig. 7.
In der in Fig. 8 dargestellten Lage beginnt nun der Widerdruck! Durch Abwickelung der
Cylinderfläche d c auf der Form dl c1 wird
der Bogen auf seiner Gegenseite bedruckt. Nachdem dieses geschehen, wird der nun auf
beiden Seiten bedruckte Bogen auf die Auslegertrommel C geleitet und von dort mittelst
Bänder zu dem eigentlichen Ausleger D (Fig. 1 o).
Der Cylinder setzt seine Drehung nach links fort, bis wieder die Greifer in die durch
Fig. ι gekennzeichnete Stellung kommen. Inzwischen ist auf dem Brett ein weiterer Bogen
angelegt worden, so dafs dieser dann von den Greifern e ergriffen und zum Druck geführt
wird, wie dieses vorstehend beschrieben ist.
Damit die Druckfläche c d bei der Rechtsbewegung des Cylinders nicht mit der Form C1C?1
in Berührung kommt und bei der Linksbewegung umgekehrt die Fläche b α nicht mit
O1O.1, wird der Cylinder in der Zeit, wo sonst
ein Abdruck stattfinden würde, um so viel gehoben , dafs die genannten Flächen nicht mit
einander in Berührung kommen, jedoch nicht mehr, als gerade nöthig, damit die Zahnräder
am Druckcylinder mit den Zahnstangen an dem Fundament noch in Eingriff bleiben, so
dafs also der Cylinder immer am Anfang seiner Bewegungsperiode gesenkt ist und einen Abdruck
liefert, dann aber gehoben wird, damit die nachfolgende Form nicht mit ihm in Berührung
kommt.
Damit der über den Cylinder B und zwischen den Bändern geführte Bogen immer eine
mit der Umfangsgeschwindigkeit und der Bewegungsrichtung des Cylinders übereinstimmende
Geschwindigkeit hat, empfängt der Cylinder B seine Bewegung in der Zeit, wo der
Schöndruck stattfindet, unmittelbar von dem Druckcylinder, zur Zeit des Widerdrucks dagegen
durch das Zwischenrad Z.
Infolge dessen dreht sich der Ueberführungscylinder stets nach einer Richtung, seine Umfangsgeschwindigkeit
ist dagegen stets gleich der des Druckzylinders.
Fig. 11 giebt einen Querschnitt der ganzen Maschine; dabei ist angenommen, dafs die
Bewegung des Fundaments durch eine Kurbel erfolgt, und dafs zur Erleichterung der Bewegung
das Fundament, auf welchem die Formen a1 bl und c1 d1 ruhen, auf einer
gröfseren Anzahl Rollen läuft. Der auf beiden Seiten bedruckte Bogen wird mittelst der
Trommel C und der Bänder s nach dem Ausleger geleitet und von diesem auf das Brett U
gelegt.
Eine nach dieser Erfindung gebaute Maschine hat im Vergleich mit den bisher bekannt gewordenen
Schön- und Widerdruckmaschinen folgende Vorzüge:
1. Die Maschine zeichnet sich durch grofse Einfachheit aus.
2. Der Umstand, dafs kein' Mechanismus
nöthig ist, um den Druckcylinder in Ruhe und wieder in Bewegung zu bringen, hat zur
Folge, dafs die Maschine mit gröfserer Sicherheit und gröfserer Geschwindigkeit betrieben
werden kann.
3. Das Format kann beliebig verändert werden, ohne dafs dazu zeitraubende Verstellungen
nöthig sind.
4. Der Bogen hat während seiner Bewegung eine mit der Umfangsgeschwindigkeit des
Cylinders übereinstimmende Geschwindigkeit, ebenso diejenigen Flächen, mit welchen der
bedruckte Bogen in Berührung kommt, wodurch ein Verschmieren der bedruckten Flächen
verhindert wird.
Die Auftragwalzen werden nur von der für sie bestimmten Form passirt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei Schön- und Widerdruckmaschinen mit einem schwingenden Druckcylinder das Anlegen des Bogens unten am Druckcylinder A und demgemäfs die Vornahme des Druckes jedesmal in. der ersten Hälfte der Druckcylinderschwingung, wobei der von dem Wendecylinder B abgenommene, einmalig bedruckte Bogen durch das Bändersystem ο ρ χ dem Druckcylinder A zum Widerdruck wieder zugeführt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE52161C true DE52161C (de) |
Family
ID=326894
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT52161D Expired - Lifetime DE52161C (de) | Neuerung an Schön- und Widerdruck-Maschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE52161C (de) |
-
0
- DE DENDAT52161D patent/DE52161C/de not_active Expired - Lifetime
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