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Schwimmschuh Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schwimmschuh
nach Patent 473 384 und hat zum Gegenstande die Mittel, durch welche das Federrelais
immer wieder gespannt wird, sowie die durch das neue Mittel ermöglichte Anordnungs-
und Befestigungsweise. Sie hat den Zweck, den Wirkungsgrad des Schwimmschuhes zu
erhöhen. Sie besteht im wesentlichen darin, daß als Gegendruck gegen die das Federrelais
spannenden Beinstöße eine feste, aus einem band-, riemen-, schnur-, seil-oder kettenartigen
Mittel bestehende Verbindung von Rumpf und Fuß (oder Unterschenkel) des Schwimmers
dient. Hierdurch wird erreicht, daß die bei Benutzung des Wasserwiderstandes als
Gegendruck entstehenden Arbeitsverluste eingespart werden, wodurch ein wesentlich
erhöhter Wirkungsgrad entsteht. Zugleich wird es dadurch möglich, die Aufzughebel
zu vermeiden und die Trieb- und Relaismechanismen oberhalb des Knöchels am unteren
Unterschenkel (Abb. i bis 3) zu befestigen, wodurch der ganze Fuß nackt bleibt und
seine volle Beweglichkeit und Tastfähigkeit behält. (Auch eine Befestigung der Mechanismen
am Rumpf des Schwimmers wird dadurch ermöglicht.) Da die Befestigung der Mechanismen
am unteren Unterschenkel ohne die Erfindung der festen, bandartigen Verbindung mit
dem Rumpfe nicht möglich ist, diese Befestigungsweise aber einen bedeutenden Vorteil
darstellt, so bilden diese beiden Erfindungsteile ein Erfindungsganzes, bestehend
aus dem neuen Mittel zur Bewirkung der Relaisaufladung und der nur durch dieses
Mittel möglichen vorteilhaften Befestigungsart.
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Das Schwimmen mit diesem verbesserten Schwimmschuh erfolgt am zweckmäßigsten
durch kleine Beinstöße, durch die eine gleichmäßige Geschwindigkeit erreicht und
jede größere Abweichung des Körpers aus der am wenigsten Wasserwiderstand findenden
Strecklage vermieden wird. Dadurch wird eine größere Aufspulstrecke des Verbindungsbandes
unnötig, und die Bandspule kann mit einem geringen Durchmesser gewählt werden.
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Gemäß der Erfindung wird das Rumpfende des Bandes o. ä. M. am Gürtel,
an der Badehose oder an dem Badekleide mit oder ohne Benutzung eines Schulterträgers
befestigt.
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Eine Ausführungsform, der Erfindung ist in Abb. 3 in einem Gesamtbilde
der Befestigungs- bzw: Anordnungsweise, in Abb. i in
einer Seitenansicht
und in Abb. z in einer Hinteransicht der Trieb- und Relaismechanismen und ihrer
Befestigung am Unterschenkelende dargestellt, wobei die Mechanismen in vereinfachter
Darstellung (beliebig geschnitten) eingezeichnet sind.
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Gemäß der Erfindung kann das Verbindungsband a in der -Nähe des Gürtels
usw. mit einer öse, einem Haken, Druckknopf o.ä. 11. ausgestattet sein, so claß
es durch Ein-oder Ausbaken ain Gürtel angespannt oder gelockert werden kann. Das
beim Gehen usw. lose hängende Band wird vor dem Schwimmen eingehakt, dadurch verkürzt
und gespannt.
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Gemäß der Erfindung ist der Mechanismus so angeordnet und befestigt,
daß die Rotationsachse der Wasserschraube - Schraube b - in der (allgemeinen) Schwimmrichtung
liegt. Dies wird entweder durch die Wahl einer Durchschnittsrichtung (schräg zur
Unterschenkelachse) nach Abb. i erreicht oder dadurch, daß der Gesamtmechanismus
um einen Zapfen schwenkbar befestigt ist und durch den Zug des bespannten Verbindungsbandes
a in der Richtung Rumpf-Fuß gehalten wird. Im letzteren Falle behält die Wasserschraube
auch bei stärkerem Anziehen der Beine an den Rumpf ihre Achseng ichtung im wesentlichen
bei.
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Gemäß der Erfindung wird der Druck des Beinstoßes durch ein unter
der Sohle hindurchgehendes Band c o. ä. M. aufgenommen und auf den Relaismechanismus
übertragen, indem das Verbindungsband a eine an dem Sohlenband c befestigte Bandspule
e in Umdrehung versetzt und hierbei die Relaisfeder aufzieht. Durch das Sohlenband
c wird ein Aufwärtsrutschen der Befestigungsquerbänder, das eine zu starke Pressung
der Unterschenkelsehnen hervorrufen würde, verhindert.
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Gemäß der Erfindung wird der Relais- und Triebmechanismus an der Außenseite
des unteren Unterschenkels befestigt, wodurch eine Behinderung des Gehens, Laufens
und Springens sowie die Möglichkeit des Hineingeratens des anderen Fußes in den
Mechanismus vermieden wird. Das Schraubenrotationsfeld ist durch ein oder zwei Schutzringe
f abgedeckt, der Fuß durch eine Schutzplatte aus Leder, Gewebe o. ä. M. g geschützt.
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Die Vorgänge sind folgende: Beim Strecken des Beines wird die Bandspule
e abgerollt und zieht die Relaisfeder in dem Federhaus d auf. Beim Beugen der Beine
(Anziehen der Füße) bewirkt die Bwidspulfeder h das Aufspulen des Bandes, wobei
die Kuppelung mit der Relaisfeder aufgehoben ist (Sperrad mit Sperrkegel). Die Relaisfeder
treibt mittels Kegelzahnrades o. ä. M. das Kegelrad der Schraubenwelle, wobei die
nötige Übersetzung bewirkt wird. Die Wass'erschraubenwelle ist etwas verlängert,
wodurch der Wasserzustrom zur Schraube ein genügender wird. Die Mechanismen sind
mit einer Schutzhülle h umt' Diese Kapsel h kann für die die Bandspule nicht enthaltenden
Teile abgeteilt und für diese Teile wasserdicht und luftgefüllt ein, wodurch ein
die Schwere der Mechaniss s
men ausgleichender Auftrieb erzeugt wird. Durch
die Befestigungsanordnung Hüfte-C'nterschenkel oder Fuß behält jedes Bein seine
individuelle Bewegungsfreiheit.
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Technisch günstiger gestaltet sich eine zeichnerisch nicht dargestellte
Ausführungsform, bei welcher die Mechanismen am Rumpf, und zwar am Gürtelrückenteil,
angebracht sind. Durch Zurückstellung der -allerdings recht erheblichen - ästhetischen
Bedenken gewinnt man mit dieser Ausführungsform die Einsparung der beim Hinundherstoßen
der Mechanismen verlorengehenden Beschleunigungsarbeit, eine weitgehende Entlastung
der Beine, die nur noch die Schnurbefestigung zu tragen halben, und einen gleichmäßigen
Zug der Wasserschrauben.
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Da die Masse der Relais- und Triebmechanismen höchstens % der Beinmasse
beträgt, die Beschleunigungsarbeit des Hinundherstoßens derselben durch die Mehrlast
der Mechanismen nur unwesentlich erhöht wird, so erscheinen die technischen Vorteile
der Rumpfhefestigung vorläufig als geringwertiger als die ästhetischen Nachteile,
weshalb ! die zeichnerisch dargestellte Anordnungsweise als Hauptausführungsform
beibehalten wird.