DE496980C - Verfahren zur Darstellung von Aminen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Aminen

Info

Publication number
DE496980C
DE496980C DEI32854D DEI0032854D DE496980C DE 496980 C DE496980 C DE 496980C DE I32854 D DEI32854 D DE I32854D DE I0032854 D DEI0032854 D DE I0032854D DE 496980 C DE496980 C DE 496980C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
compounds
nickel
amines
hydrogen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI32854D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Adolf Pfannenstiel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI32854D priority Critical patent/DE496980C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE496980C publication Critical patent/DE496980C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/44Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of carboxylic acids or esters thereof in presence of ammonia or amines, or by reduction of nitriles, carboxylic acid amides, imines or imino-ethers
    • C07C209/52Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of carboxylic acids or esters thereof in presence of ammonia or amines, or by reduction of nitriles, carboxylic acid amides, imines or imino-ethers by reduction of imines or imino-ethers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/44Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of carboxylic acids or esters thereof in presence of ammonia or amines, or by reduction of nitriles, carboxylic acid amides, imines or imino-ethers
    • C07C209/48Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by reduction of carboxylic acids or esters thereof in presence of ammonia or amines, or by reduction of nitriles, carboxylic acid amides, imines or imino-ethers by reduction of nitriles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Aminen Die Methode von S a b a t i e r und Senderens, ungesättigte Verbindungen zwecks Hydrierung zusammen mit Wasserstoff über erhitzte Nickelkatalysatoren zu leiten, ist nur anwendbar, wenn Ausgangsstoff und hydrierte Verbindung bei der anzuwendenden Temperatur genügend beständig sind. Auch wo diese Bedingungen gegeben sind, verläuft die Reaktion häufig nicht glatt, und es entstehen unerwünschte Gemische verschiedener Verbindungen.
  • Auch die an sich als Fortschritt . anzusehende Hydrierung in flüssiger Phase mit oder ohne Anwendung von Usungs- oder Verdünnungsmitteln versagt oft, besonders bei verwickelter gebauten Verbindungen. Ein glatter Verlauf der Hydrierung von offenen stickstoffhaltigen Ketten ist hierbei in der Regel nur unter Verwendung von Edelmetallen als Katalysatoren erreicht worden.
  • Wie gefunden wurde, lassen sich Verbindungen mit offenen. Ketten, die Stickstoff in ungesättigter Bindung mit Kohlenstoff oder Stickstoff enthalten, wie also z. B. Cyanwasserstoffsäure, Nitrite, Iminoketone, Azoverbindungen, in Gegenwart eines beliebigen Hydrierumgskatalysatorsglatt hydrieren, wenn man in flüssiger Phase in Anwesenheit eines Elektrolyten arbeitet, der mindestens so viel Säureionen abgibt, wie den entstehenden Basen entspricht.
  • Die Gegenwart freier Säure bei der Hydrierung ist zu vermeiden, weil sonst der Katalysator gelöst werden könnte. Säuren darf man daher nur so weit zusetzen, als sie von einer etwa vorhandenen starken Base gebunden werden. Am besten sorgt man für die Anwesenheit von Säureionen, indem man den Ausgangsstoffen Salze hinzufügt, die durch Umsetzung die entstehenden Basen in Salze überführen.
  • Die Reaktion sei veranschaulicht an folgenden Gleichungen.: Zwar werden nach dem Verfahren der Patentschrift 423 132 Aldehydimine in flüssiger Phase in Gegenwart von Katalysatoren der Eisengruppe- mit -Wasserstoff reduziert. Die nebenbei erwähnten Schwermetallsalze dienen in bekannter Weise zur Bildung eines besonders wirksamen Katalysators und befinden sich auch nicht in ionisiertem Zustande, während bei dem vorliegenden Verfahren die Salze in keiner Beziehung zum vorhandenen Katalysator stehen und die Aufgabe haben, durch Ionenbildung und doppelte Umsetzung die entstehenden Basen zu binden. Außerdem ist das Verfahren der Patentschrift 423 i32 nicht verallgemeirnerungsfähig und versagt z. B. bei Cyankalium.
    Beispiel i
    Zu einer Lösung von i4og kristallisiertem Ferrosulfat in 4.oo ccm Wasser gibt man 12 g eines Nickelkatalysators und eine wößrige Lösung von 339 Cyankalium; das Gesamtvolumen beträgt 500 ccm, Bei 6o bis 8o° werden von i Mol. Cyankalium 2 M01. Wasserstoff glatt aufgenommen. Das völlig farblose Filtrat wird alkalisch gemacht und das MethylamLi mit Wasserdampf übergetrIeben und in verdünnter Salzsäure aufgefangen. Beim Eindampfen erhält man Methyl.aminhydrochlorid in guter Ausbeute. Beispiel 2 41 Teile Acetonitril werden in Gegenkart von i2 Teilen Nickel und.einer -Lösung vdn i,lo Teilen NTickelsulfat gemäß den Angaben im Beispiel i hydriert. B:ei 6o' wird die theoretische Menge Wasserstoff aufgenommen, und .es entsteht in guter Ausbeute Athylamin.
  • _ Beispiel 3 i--o Teile Benzylcyanid werden ür Gegenwart von --4 Teilen Nickel und einer Lösung von 15o Teilen Nickelsulfat in 5oo Teilen Wasser hydriert. Bei 8o° werden von i Mol. Benzylcyanid 2 Mol. Wasserstoff aufgenommen. In der Hauptsache hat sich j3-Aminoäthylbenzol gebildet neben wenig der entsprechenden sekundären :Base.
  • Beispiel q.
  • 9i Teile Azobenzol werden in. Gegenwart von i 2 Teilen Nickelkatalysator und einer wäßrigen Lösung von 14o Teilen. Nickelsulfat hydriert. Bei 13o° werden von i Mol. Azobenzol 8 Mol. Wasserstoff aufgenommen. Es bilden sich in der Hauptsache Cyclohexanol und Aminocyclohexan.
  • Bleispiel 5 q.2 Teile Ferrocyankalium, gelöst in 25o Teilen Wasser und versetzt mit einer Lösung von iq.o Teilen Nickelsulfat in 35o Teilen Wasser und mit q. Teilen Nickel, nehmen bei 17o bis 18o° die theoretische Menge Wasserstoff auf. Beim Aufarbeiten erhält man etwa i i Teile Chlorammonium, 23,4 Teile Methylaminhydrochlorid und etwa 1,8 Teile Di- und Trimethylaminhydrochlorid.
    Beispiel 6
    65 Teile Iminoaoetessigsaureäthylester
    CH2 # C(:NH) # CH2 # CO. C2H5
    nehmen im Gemisch mit 7o Teilen kristallisiertem Nickelsulfat, io Teilen Nickel und 6oo Teilen Wasser bei 8o bis ioo° die theoretische Menge Wasserstoff auf. Aus. der Lösung gewinnt man nach Entfernung des Nikkels in guter Ausbeute #)-Aminobutters,äure
    CH3 # CH (NH2) # C2 # C02H.
    Beispiel 7
    26 Teile -Cyankalium, _6o Teile kristallisier-
    tes -Nickelsulfat, so Teile Nickel, 400 Teile
    Wasser werden im Autoklaven mit Kohlen-
    dioxyd-,entsprechend der Gleichung
    KCN -+- H20 -j- CO- = HCN + KHCO
    behandelt. Dann =wird Wasserstoff eingeleitet,
    der in theoretischer Menge bei ioo bis i i o°
    aufgenommen wird. In der Hauptsache erhält
    man Monomethyl4min,

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren -zur Darstellung von Aminen durch katalytische Reduktion von- Verbindungen mit offenen Ketten:, die wie Cyanwasserstoffsäure, Nitrile, Iminoketone .oder Azoverbindungen, Stickstoff in ungesättigter Bindung mit Kohlenstoff oder Stickstoff enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man auf diese Verbindungen in Gegenwart eines beliebigen Hydrierungskatalysators und in flüssiger Phase, unter gleichzeitigem Zusatz eines Elektrolyten, der mindestens so viel Säureionen abgibt, wie den entstehenden Basen entspricht, molekularen Wasserstoffeinwirken läßt.
DEI32854D 1927-12-07 1927-12-07 Verfahren zur Darstellung von Aminen Expired DE496980C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI32854D DE496980C (de) 1927-12-07 1927-12-07 Verfahren zur Darstellung von Aminen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI32854D DE496980C (de) 1927-12-07 1927-12-07 Verfahren zur Darstellung von Aminen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE496980C true DE496980C (de) 1930-05-07

Family

ID=7188246

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI32854D Expired DE496980C (de) 1927-12-07 1927-12-07 Verfahren zur Darstellung von Aminen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE496980C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2308829A4 (de) * 2008-07-23 2014-03-26 Jiangsu Hengrui Medicine Co Verfahren zur herstellung von r-beta-amino-phenylbutyrinsäurederivaten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2308829A4 (de) * 2008-07-23 2014-03-26 Jiangsu Hengrui Medicine Co Verfahren zur herstellung von r-beta-amino-phenylbutyrinsäurederivaten

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60124482T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Xylylendiamin
DE2807849A1 (de) Verfahren zur wiedergewinnung von katalysatoren
DE2336852A1 (de) Verfahren zur herstellung organischer nitrile
DE2555769A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-alkylglycinnitrilen
DE2755687A1 (de) Verfahren zur herstellung von polyaminen aus den entsprechenden polynitrilen
DE496980C (de) Verfahren zur Darstellung von Aminen
DE69922999T2 (de) Verfahren zur herstellung von polyhalogenierten para-trifluoroanilinen
DE2639874C2 (de) Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Iminodiacetonitril
AT107314B (de) Verfahren zur synthetischen Herstellung von Ammoniak aus den Elementen.
DE1037464B (de) Verfahren zur Herstellung unsymmetrischer Dialkylhydrazine durch katalytische Reduktion von Dialkylnitrosaminen
EP1199302B1 (de) Kontinuierliches Verfahren zur Cyanalkylierung von Verbindungen mit einer oder mehreren NH-Funktionen
DE281044C (de)
DE2625974C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Alkalisalzen von Aminopolyessigsäuren
DE285637C (de)
DE2923472A1 (de) Verfahren zur herstellung von aminen und katalysator zur durchfuehrung des verfahrens
DE2164392A1 (de) Verfahren zu der Herstellung von 5-(A-Aminobutyl)-hydantoin
DE455586C (de) Verfahren zur Darstellung von substituierten Guanidinen
DE216749C (de)
DE148069C (de)
DE1227883B (de) Verfahren zur Herstellung von Aldehyden
DE241510C (de)
DE129562C (de)
AT202556B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Hexamethylendiamin aus Adipinsäuredinitril
DE58204C (de) Verfahren zur Darstellung von symmetrischem Diamidodiphenylthioharnstoff
AT133886B (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumbicarbonat.