DE495401C - Vorrichtung zur Bearbeitung von Eisenbahnschienen auf genaue Laenge und rechtwinklige Stirnflaechen - Google Patents
Vorrichtung zur Bearbeitung von Eisenbahnschienen auf genaue Laenge und rechtwinklige StirnflaechenInfo
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- DE495401C DE495401C DEM91898D DEM0091898D DE495401C DE 495401 C DE495401 C DE 495401C DE M91898 D DEM91898 D DE M91898D DE M0091898 D DEM0091898 D DE M0091898D DE 495401 C DE495401 C DE 495401C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23C—MILLING
- B23C1/00—Milling machines not designed for particular work or special operations
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Milling Processes (AREA)
Description
Für Eisenbahnschienen besteht bekanntlich die Bedingung, daß sie genaues Längenmaß
und genau rechtwinklige Stirnflächen aufweisen. Die bezügliche Bearbeitung (Adjustage)
wird praktisch bisher wie folgt ausgeführt :
Die von der Walzenstraße kommenden Schienenprotile werden unter reichlicher Längenzugabe
durch die Warmsäge zerteilt. Die abgekühlten und gegebenenfalls mehrfach gerichteten
Schienen werden dann einzeln für genaue Länge vorgezeichnet; dann wird jede Schiene einzeln aufgespannt, und es wird
dann an jedem Schienenende der übef" die Vorzeichnung hinausragende Teil durch einen
von der Stirnseite her allmählich bis zur An-/.cichnung
vorwandernden Fräser abgearbeitet. Da man für die Wirkungsweise der Fräsmaschine
von der Aufmerksamkeit des Ar-
ao beiters abhängig ist, wird in dieser Weise eine zuverlässige genaue Längenbearbeitung
der Schienen nicht erreicht. Die Bearbeitung selbst gestaltet sich außerordentlich umständlich
und damit teuer, weil jede Schiene einzein auf- und abgespannt und einzeln an beiden
Enden unter Beobachtung des Arbeiters gefräst werden muß.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Eisenbahnschienen an beiden Enden gleichzeitig
zu bearbeiten. Hierbei sollte, und zwar wieder jede Schiene einzeln, zwischen eine
Anzahl von über ihre Länge verteilten Bakken eingespannt werden, die gleichzeitig eine
gewisse Richtwirkung auf die Schiene ausüben sollten. Kreissägen sollten dann an beiden
Enden gleichzeitig die überschießenden Schienenteile abschneiden. Zunächst war auch
diese Arbeitsweise umständlich, weil jede Schiene für sich eingespannt und bearbeitet
werden mußte; eine Genauigkeit in der Schienenlänge und in der Rechtwinkligkeit der
Stirnflächen war aber noch weniger erreichbar als bei dem vorbesprochenen Arbeitsverfahren.
Denn Kreissägen sind bekanntlich an sich nicht geeignet, wirklich glatte Flächen
zu erzeugen, und sie neigen auch zum Verlaufen, sie schneiden leicht schräg, so daß sie.
nicht selten Ausschuß erzeugen, weil die Schienen zu kurz werden. Eine Gewähr für
rechtwinklige Stirnflächen ist bei der Bearbeitung mit Kreissägen keinesfalls zu erhalten.
Nach der vorliegenden Erfindung soll in erster Linie die umständliche und zeitraubende
Bearbeitung einzelner Schienen vermieden werden. Es ist von der Erwägung ausgegangen,
daß die Walzenstraße zahlreiche Schienen liefert, und daß diese zunächst von einer einzigen Maschine fertiggemacht werden
sollten. Die neue Vorrichtung ist demgemäß so eingerichtet, daß mit ihr eine verhaltnismäßig
große Anzahl von Schienen gleichzeitig oder doch in einem Arbeitsgang in unmittelbarer
Hintereinanderfolge bearbeitet werden kann.
Die Vorrichtung ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß eine größere Anzahl
von Eisenbahnschienen auf einem feststehenden Tisch parallel angeordnet und einzein
oder gruppenweise an den Enden durch Spannvorrichtungen festgeklemmt sind. Dabei
erfolgt die Bearbeitung der Stirnenden durch beiderseits des Tisches genau gegenüberstehende
Fräsmaschinen, welche übereinstimmende Längsbewegungen ausführen.
An sich ist es beispielsweise bei der Bearbeitung von Motorblöcken bekannt, die zu
bearbeitenden Blöcke gruppenweise aufzuspannen und der Einwirkung der Werkzeuge auszusetzen. Indessen läßt sich diese Massenbearbeitung"
nicht mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung vergleichen, da es sich
bei Motorblöcken immer um verhältnismäßig kleine Werkstücke handelt, während Eisenbahnschienen
infolge ihrer großen Länge als sperrige Werkstücke zu bezeichnen sind. Diese
Unterschiede in den Werkstückformen führen zu besonderen Bearbeitungsbedingungen.
Während die Motorblöcke auf dem fließenden Band angeordnet werden können und
dann mit Hilfe dieses fließenden Bandes an einem feststehenden, mit den Bearbeitungswerkzeugen, beispielsweise den Fräsern, ausgestatteten
Maschinengestell entlang geführt werden, macht die große Länge der Eisenbahnschienen
ein stillstehendes Bett oder einen stillstehenden Arbeitstisch notwendig. Des weiteren ist es nicht möglich, die Fräswerkzeuge
in einem einzigen Gestell, das feststeht, unterzubringen, sondern es werden zwei Fräsmaschinen vorgesehen, die seitlich
des stillstehenden Tisches verfahrbar angeordnet sind. Man erkennt also, daß mit den
üblichen Methoden der Massenbearbeitung für Eisenbahnschienen nicht weiterzukommen
ist.
Die Schienen werden, wie erwähnt, auf ihrem Bett gruppenweise durch Spannvorrichtungen
festgehalten, welche sie im wesentlichen in der Querrichtung, d.h. gegen
den in dieser Richtung wirkenden Arbeitsdruck der Fräser, zu stützen haben, während
ein sorgfältiges Festhalten der Schienen in ihrer Längsrichtung nicht von Bedeutung ist,
da ja die in die Schienenlängsrichtung fallenden Arbeitsdrücke der Fräser sich gegenseitig
aufheben. Durch die gruppenweise Unterteilung der Spannvorrichtungen wird es ermöglicht, die bereits bearbeiteten Schienen,
noch während die Fräsmaschinen sich auf ihrem i^rbeitsgange- am Bett entlang belinden,
fortzunehmen und durch unbearbeitete zu ersetzen. Sobald demnach die Fräsmaschinen
einen einmaligen Lauf an dem Spainnbett entlang vollendet, also aEe ursprünglich
aufgelegten Schienen bearbeitet haben, können sie nach der in bekannter Weise vorzunehmenden
beschleunigten Rückführung in ihre Anfangsstellung sogleich mit der Wiederbearbeitung
der inzwischen aufgelegten Schienen beginnen.
Da die Fräser im Gegensatz zu Kreissägen genau arbeiten und eine Nachbearbeitung
der von ihnen behandelten Schienen nicht in Frage kommt, können die Rohschienen von
Anfang an kürzer gehalten werden als bei der bisherigen Bearbeitung, d.h. es brauchen
nur verhältnismäßig geringe Überstände vorhanden sein, was einmal im Interesse der
Materialersparnis und weiter im Interesse der Arbeitsersparnis von Vorteil ist, da die
Fräsmaschinen um so weniger abarbeiten brauchen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
Abb. ι zeigt eine Stirnansicht, Abb. 2 eine Seitenansicht. Die Schienen s ruhen ha größerer Anzahl
auf einem Bett, das in der Nähe der Schienenenden aus Teilen a' der Bearbeitungsmaschinengestelle
α besteht, während zwischen den Teilen a! noch beliebig viel Querträger a"
je nach der Schienenlänge eingeschaltet werden. Auf den Endlagern a! werden die Schienen
s durch Niederschraubklammern & nach Abb. ι zu je dreien festgespannt. Es ist natürlich
unerheblich, ob eine Anzahl oder immer nur je eine Schiene von Klammern o. dgl. angedrückt wird. Die Bearbeitungsmaschinen sind mit je einem oder gegebenen-
falls auch mehreren senkrechten Walzfräsern c in an sich bekannter Ausbildung ausgestattet.
Der eigentliche Frässupport d ist auf seinem Schlitten e durch bekannte Mittel
quer, also in der Längsrichtung der Schienen s, verschieb- oder einstellbar angeordnet,
zum Zwecke, die Entfernung der Walzenfräser genau einstellen zu können. Um die beiden Arbeitsmaschinen für verschiedene
Schienenlängen grob einzustellen, ist die eine, nach Abb. 2 die links gelegene, im ganzen
durch Spindel/ verstellbar. Die Supportschlitten e werden in bekannter Weise durch
Schraub spindeln g auf ihren Betten h verschoben,
so daß die Fräser c sich an dem Stapel der eingespannten Schienen s übereinstimmend
entlang bewegen und hierbei die Schienen sämtlich übereinstimmend auf genau gleiche Länge bearbeiten. An Stelle der Walzenfräser
lassen sich natürlich auch andere geeignete Bearbeitungswerkzeuge, wie Stirnfräser,
benutzen. Das Anwendungsgebiet der erläuterten Vorrichtung beschränkt sich natürlich
nicht auf Eisenbahnschienen, es ist vielmehr auch für ähnliche Walz- oder Profil·
stäbe zu benutzen.
Die Vorrichtung ist auch in der Umkeh-
rung ausführbar, indem das Bett mit den :
Schienen sich an den feststehenden Fräsmaschinen vorbeibewegt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zur Bearbeitung von Eisen- [ bahnschienen auf genaue Länge und j rechtwinklige Stirnflächen unter Anwen- | dung von an beiden Schienenenden zu- j gleich arbeitenden Fräsern, dadurch gekennzeichnet, daß eine größere Anzahl von Eisenbahnschienen (s) auf einen feststehenden Tisch («') parallel angeordnet und einzeln oder gruppenweise an den Enden durch Spannvorrichtungen (&) festgeklemmt sind, und daß die Bearbeitung der Stirnenden durch beiderseits des Tisches genau gegenüberstehende Fräsmaschinen (a, c) erfolgt, welche übereinstimmende Längsbewegungen ausführen.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenBerlin, gedruckt in der peichsdrucuikei
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM91898D DE495401C (de) | 1925-11-01 | 1925-11-01 | Vorrichtung zur Bearbeitung von Eisenbahnschienen auf genaue Laenge und rechtwinklige Stirnflaechen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM91898D DE495401C (de) | 1925-11-01 | 1925-11-01 | Vorrichtung zur Bearbeitung von Eisenbahnschienen auf genaue Laenge und rechtwinklige Stirnflaechen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE495401C true DE495401C (de) | 1930-04-08 |
Family
ID=7321963
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM91898D Expired DE495401C (de) | 1925-11-01 | 1925-11-01 | Vorrichtung zur Bearbeitung von Eisenbahnschienen auf genaue Laenge und rechtwinklige Stirnflaechen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE495401C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3762273A (en) * | 1971-11-29 | 1973-10-02 | Int Portable Pike Mills Ltd | Milling machine |
-
1925
- 1925-11-01 DE DEM91898D patent/DE495401C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3762273A (en) * | 1971-11-29 | 1973-10-02 | Int Portable Pike Mills Ltd | Milling machine |
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