DE495337C - Verfahren zur Darstellung organischer Basen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung organischer Basen

Info

Publication number
DE495337C
DE495337C DEI32133D DEI0032133D DE495337C DE 495337 C DE495337 C DE 495337C DE I32133 D DEI32133 D DE I32133D DE I0032133 D DEI0032133 D DE I0032133D DE 495337 C DE495337 C DE 495337C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetylene
bases
preparation
contact
organic bases
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI32133D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Otto Nicodemus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI32133D priority Critical patent/DE495337C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE495337C publication Critical patent/DE495337C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Indole Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung organischer Basen Durch das Hauptpatent 479 35I, Kl. 12q, ist ein Verfahren geschützt, nach welchem aus Acetylen und Ammoniak mittels Kontakte, die aus solchen anorganischen Salzen bestehen, welche Ammoniakate zu bilden vermögen, organische basische Kondensationsprodukte dargestellt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß die gleichen Kontakte auch in vorzüglicher Weise geeignet sind, Acetylen mit aromatischen Basen zu heterocyclischen Verbindungen zu kondensieren. Die Kondensation von Acetylen mit aromatischen primären Basen, und zwar im besonderen mit Anilin, ist schon früher von verschiedenen Seiten versucht worden. Das Ergebnis dieser Versuche war in allen Fällen ungünstig, da die 'Menge der Reaktionsprodukte gering war und der Umsetzungsgrad wie auch der Reaktionsverlauf durch Anwendung von Katalysatoren in keiner Weise beeinflußt werden konnte (v gl. Berichte 55 [i922], Seite 385q.). Als Hauptprodukt der Kondensation wurde stets indol beobachtet, dem bisweilen Spuren von \ aphthylamin, Carbazol und Chinolin beigemengt waren.
  • Im Gegensatz zu diesen Beobachtungen wurde nun gefunden, daß es wohl möglich ist, die Kondensation von Acetylen und aromatischen Basen durch Kontakte zu beeinflussen, und zwar nicht nur 'der Menge. sondern auch der Art des Reaktionsproduktes nach, indem überraschenderweise nicht mehr Indolring-, ,sondern 2-Methylchinolinringkondensation bewirkt wird. Als Katalysatoren dieser eigenartigen Reaktion kommen alle Ammoniakate bildenden anorganischen Salze, wie in der Haupterfindung beschrieben, in Betracht, wie die Halogenide, die, auf geeignete Träger aufgetragen, für sich oder auch in Form ihrer Additionsverbindungen mit den jeweilig zur Reaktion benutzten Basen verwandt werden können. Über diese Kontakte wird bei erhöhter Temperatur Acetylen, gemischt mit den Dämpfen aromatischer Basen, ihrer Derivate und Substitutiunsprodukte, geleitet, wobei sowohl primäre als auch sekundäre Basen zur Kondensation verwandt werden können. Das Hauptprbdukt der Kondensation, das leicht in einer Ausbeute bis 65 °%o der umgesetzten Base. je nach Art dieser, erhalten wird, ist 2-,Nlethvlchiaolin bzw. seine Homologe und Substitutionsprodukte, daneben treten hydrierte llethvlchinoline und hochsiedende sowie harzartige Polvmerisationsprodukte auf; \T-alkvlierte Indolderiv ate werden nur bei Anwendung sekundärer, Amine beobachtet und auch dann, nur in untergeordneter 'Menge gegenüber den Chinolinbasen.
  • Beispie1c i. Llber einen Kontakt, der durch Beladen von ausgeglühten Bimssteinen mit geschniolzeneinwasserfreiem Chlorzink dargestellt ist, «-erden bei 3oo bis 32o° die Dämpfe von Anilin. mit Acetylen» gemischt, geleitet. Man arbeitet zweckmäßig mit Acety lenüberschuß und im Gasrundlauf, um die entstehende Reaktionswärme besser abzuführen. Das Reaktionsprodukt wird nach dem -Verlassen des Kontaktes kondensiert und fraktioniert.-. wobei etwaiges unverändertes Anilin wieder in den Arbeitsgang zurückgeführt wird. Die Kondensation von Acetylen und Anilin verläuft unter Wasserstoftbildung. so daß das den Kreislauf verlassende Abgas mehr oder weniger wasserstoffhaltig ist. Durch Destillation -des Reaktionsproduktes erhält man in einer Ausbeute von 52 °/a des umgesetzten Anilins eine bei 244 bis 2q.8° übergehende Base, die sich durch ihr bei 192 bis 1g3=' schmelzendes Pikrat sowie das bei 1950 schmelzende Jodmethylat als 2-Methylchinolin erweist- Der benutzte Kontakt ist länIgere Zeit wirksam, wird jedoch allmählich durch Verharzung inaktiv.
  • Wird statt Anilin o-Toluidin zur Kondensation benutzt, so erhält man in einer Ausbeute von 62 °/o des umgesetzten Toluidins das bekannte 2, 8-Dimethylchinolin vom Kp. -'520.
  • 2. t%er einen Kontakt, der aus ausgeglühten, mit wasserfreiem Eisenchlorid beladenen Bimssteinen besteht, wird bei 35o° ein Gemisch von Acetylen und Anilindämpfen geleitet, Zoobei man wie im Beispiel i 7weckmäßig im Acetylenrundlauf arbeitet. Durch Fraktionierung der Reaktionsprodukte erhält man zu .I8 °j, des umgesetzten Anilins 2-Methylchinolin. - Der benutzte Kontakt ist lange Zeit wirksam und zeigt nicht in dem \faße wie der Chlorzinkkontakt Verharzungserscheinung. _ .
  • 3. Kobaltchlorid wird in m-Xylidin gelöst und die so entstehende Doppelverbindung zur Tränkung ausgeglühter Bimssteine benutzt. Über diesen Kontakt leitet' man unter den gleichen Reaktionsbedingungen wie im Beispiel i Acetylen mit Dämpfen von i, 5-Dimethyl-a-aniinobenzol. Das durch Fraktionierung aufgearbeitete Reaktionsprodukt enthält in der Hauptsache das bekannte =, 6. S-Triinethylchinolin, dessen Pikrat den Fp.1,85° zeigt. Der Kobaltkontakt wird nach anfänglich guter Wirksamkeit durch Verrußung bald inaktiv.
  • 4. Uber den gleichen Chlorzinkkontakt und unter denselben Reaktionsbedingungen wie im Beispiel i wird ein Gemisch von Acetylen mit den Dämpfen von Monoäthvlanilin geleitet. Iin Gegensatz zu den primären Basen ist der Umsatz an sekundärer Base geringer, jedoch vermag immerhin 11 Kontakt stünd= 'ich noch 15 bis 2o 1 Acetylen zu kondensieren. Das Reaktionsprodukt besteht zu 35 bis .'o °/o des umgesetzten Äthylanilins aus 2-1Ietliylchinolin, daneben ist zu io bis 15 °1o N-Äthvliiidol faßbar. dessen Pikrat bei io2 bis 1030 schmilzt. Ferner ist dem 2-Methylchinolin in wechselnden Mengen eine Base beigemengt, deren Pikrat einen Fp. von 152° zeigt und das leichter löslich ist als 2-1letliylchinolinpikrat. Die Analyse des Pikrates ergibt 53,49 "1o C, 4,12 % H@ i%#,2 °/o NT, so daß wahrscheinlich ein lt\T-t#-thyl-2-methyldihydrochinolin vorliegt, für dessen Pikrat sich folgende Zahlen berechnen: 53,73 °J" C, .4,5 °@'o H. 13,93 % N5. Über den gleichen Kontakt und unter denselben Bedingungen wie im Beispiel s wird ein Gemisch von Acetylen mit o-Chloranilin geleitet. Aus dein durch fraktionierte Destillation aufgearheiteten Reaktionsprodukt erhält man zu q.0 0,0 des unigesetzten Chloranilins 2-Methvl-8-chlorchinolin. '

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Abänderung des durch Patent 4Z9 3 51 , Kl. i2q, geschützten Verfahrens zur Darstellung organischer Basen, darin bestehend, daß man hier an Stelle von Ammoniak die Dämpfe aromatischer primärer oder sekundärer Basen, ihrer Derivate oder Substitutionsprodukte mit Acetyleh über solche Kontakte leitet, die aus anorganischen Salzen bestehen, welche Ammoniakate zu bilden vermögen.
DEI32133D 1927-09-03 1927-09-03 Verfahren zur Darstellung organischer Basen Expired DE495337C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI32133D DE495337C (de) 1927-09-03 1927-09-03 Verfahren zur Darstellung organischer Basen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI32133D DE495337C (de) 1927-09-03 1927-09-03 Verfahren zur Darstellung organischer Basen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE495337C true DE495337C (de) 1930-04-04

Family

ID=7188063

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI32133D Expired DE495337C (de) 1927-09-03 1927-09-03 Verfahren zur Darstellung organischer Basen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE495337C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE877760C (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡-(o-Chlorphenyl)-succinimid und ª‡-(o-Chlorphenyl-ª‰-methyl-succinimid
DE2429936A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2,2,6,6tetramethyl-4-oxo-piperidin
DE1144279B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Aryl-3-hydroxypyrrolidinen und deren Salzen
DE1169939B (de) Verfahren zur Herstellung von Dihalogen-amino-benzylaminen oder deren Saeureadditionssalzen mit physiologisch vertraeglichen Saeuren
DE2455887C2 (de) Verfahren zur Herstellung von chlorierten Phenylhydroxylaminen
DE495337C (de) Verfahren zur Darstellung organischer Basen
DE949059C (de) Verfahren zur Herstellung von Imidazolderivaten
DE107718C (de)
DE573983C (de) Verfahren zur Darstellung von Oxyalkylaminen
DE241853C (de)
DE105797C (de)
CH138021A (de) Verfahren zur Darstellung von Chinaldin.
DE561156C (de) Verfahren zur Darstellung von einseitig N-substituierten Alkylendiaminen
DE514415C (de) Verfahren zur Einfuehrung von Aldehydgruppen in sauerstoffhaltige cyklische Verbindungen
DE829895C (de) Verfahren zur Herstellung von Esterbasen
DE539178C (de) Verfahren zur Darstellung von Hydrierten Amiden der Nicotinsaeure
DE497502C (de) Verfahren zur Darstellung organischer Basen
DE1300546B (de) N-Methylcarbaminsaeure-(4-benzylidenamino)-phenylester
DE956306C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des Pyrimidins
DE1210874B (de) Verfahren zur Herstellung von Diarylaminoderivaten von Arylaminoalkanen
AT219577B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Triaminen und deren salzartigen Abkömmlingen
DE938669C (de) Verfahren zur Herstellung niedrig halogenierter Penthiazinabkoemmlinge
DE459548C (de) Verfahren zur Herstellung von Additionsverbindungen aus Dinitrohalogenbenzolen
DE832749C (de) Verfahren zur Herstellung von Harzaminphenolaten (Abietylaminphenolate)
DE105199C (de)