DE494840C - Verfahren zur Herstellung von Gebissen o. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gebissen o. dgl.

Info

Publication number
DE494840C
DE494840C DEO16260D DEO0016260D DE494840C DE 494840 C DE494840 C DE 494840C DE O16260 D DEO16260 D DE O16260D DE O0016260 D DEO0016260 D DE O0016260D DE 494840 C DE494840 C DE 494840C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resin
parts
formaldehyde
phenol
dentures
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEO16260D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OHIO CHEMICAL AND Manufacturing Co
Original Assignee
OHIO CHEMICAL AND Manufacturing Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by OHIO CHEMICAL AND Manufacturing Co filed Critical OHIO CHEMICAL AND Manufacturing Co
Priority to DEO16260D priority Critical patent/DE494840C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE494840C publication Critical patent/DE494840C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00—Dental prostheses; Making same
    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00—Preparations for dentistry
    • A61K6/80—Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/884—Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising natural or synthetic resins
    • A61K6/891—Compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Plastic & Reconstructive Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gebissen o. dgl. Gebisse sollen einer ganzen Reihe verschiedener Anforderungen genügen. Sie sollen z. B. fest gegen mechanische Beanspruchungen sein, von Säuren und Alkalien, Nahrungsmitteln, Getränken und Mundflüssigkeiten nicht angegriffen werden, hohen Temperaturen ohne Erweichung standhalten, um wiederholt durch siedendes Wasser oder Dampf o. dgl. sterilisiert werden zu können, und sollen dabei die richtige Zahnfleischfarbe haben.
  • Die zur Erreichung dieser Zwecke bereits vorgeschlagene Verwendung von Kondensationsprodukten des Phenols und Formaldehyds hat noch nicht befriedigt.
  • Nach der Erfindung werden völlig einwandfreie Ergebnisse dadurch erzielt, daß dem bei gewöhnlicher Temperatur festen Phenol-Forittaldehyd-Harz noch flüssiges, d. h. aus diesem Harz und besonderem Zusatz von Formaldehyd und Essigsäure bestehendes Harz zweckmäßig unter an sich bekannter Zufügung von Färb- und Füllmitteln beigemischt wird. Die Zusätze können etwa in folgenden Gewichtsmengen verwendet werden: 38 Teile festes Phenolkondensatharz, 22 Teile flüssiges Phenolkondensatharz, 2o Teile Holzmehl, 12,s Teile Lithopäne, 2o Teile Zinkoxyd und o,o9 Teile Toluidintöner. Auf der Zeichnung ist alsAusführu.ngsbeispiel ein Schnitt durch ein volles Oberkiefergebiß dargestellt.
  • Die Kunstzähne to sitzen in einem Körper i i, Ier im wesentlichen aus 'henol-Formaldehyd-Harz besteht. Die vorzugsweise verwendete Masse enthält das Harz, und zwar das .als Warenzeichen eingeführte Bakelite, das unter -der Bezeichnung SA 225 im Handel ist, und das flüssige Harz, das unter der Bezeichnung LA 677 verkauft wird. Ersteres Harz dürfte reines Phenol und Formaldehyd sein. Das flüssige Harz LA 677 dürfte aus Phenol-Formaldehyd-Harz, Formaldehyd und Essigsäure bestehen. Diese Phenolformaldehvdstoffe haben zunächst eine dunkle Farbe, die für Gebisse meist unbrauchbar ist. Daher kann man die Grundmasse färben oder überziehen oder doch mindestens die Sichtflächen, also die Vorder-und Seitenflächen. Zum Überziehen kann ein undurchsichtiger Lack oder Firnis von geeigneter, gewöhnlich blaßroter Farbe zur Vortäuschung natürlichen Zahnfleisches benutzt werden. Der Firnis oder Lack, der gegenwärtig manchmal benutzt wird, um Kautschukgebisse zu färben, die unrichtig zusammengesetzt wurden, oder sich, was oft vorkommt, beim Vulkanisieren verfärbt haben, kann auch hier verwendet werden. Statt dessen kann man auf die betreffenden Flächen eine dünne Schicht geeignet gefärbten gewöhnlichen Geb.ißkautschuks auflegen und festvulkanisieren. Vorzugsweise aber mischt man das Phenolformaldehydkondensat mit anderen Stoffen und färbender Masse, so daß es die gewünschte Farbe hat. Hierzu verwendet man vorzugsweise Lithopone, Zinkoxvd und die übliche Holzinehlfüllinasse zusammen mit einer Farbe oder einem Pigment. Als letzteres wird vorzugsweise Toluidintöner verwendet, der nicht bloß wesentlich unempfindlich gegen Hitze und Licht ist, sondern auch billig und am freien Markt leicht erhältlich ist. Diese Stoffe können verschieden gemischt werden, um ein festes und dauerhaftes Gebiß von guter und dauerhafter Farbe zu ergeben, ,das unempfindlich gegen Säuren und Alkalien ist, hohe Politur annimmt und gegen Kochen unempfindlich ist. Die Masse ist zunächst plastisch, erhärtet aber allmählich. Während die Masse noch plastisch ist, kann sie zu Blättern von z. B. 1,6 mm Dicke gewalzt werden, die man in Stückchen zum Füllen der Form schneiden kann. Die -Stückchen werden vor dem Einfüllen durch Erwärmung erweicht. Solch eine Masse kann benutzt werden, um nur die im Gebrauch sichtbaren Flächen des Gebisses herzustellen, während der Rest aus dunklem Phenol-Formaldehyd-Harz bestehen kann, doch wird vorzugsweise die fleischrote Masse durchwegs verwendet. Bei Benutzung obiger Stoffe verwendet man vorzugsweise etwa folgende Zusammensetzung: Festes Harz SA225 38 g, flüssiges Harz LA 677 22 g, Holzmehl 2o g, Lithopone r21/; g, Zinkoxyd 2o g, Toluidintöner 9/10o g.
  • Die Form besteht aus gewöhnlichem Gips oder Keenes Zement oder vorzugsweise aus einer Masse, die außerdem noch fein verteiltes Metall enthält. Dieses erhöht die Wärmeleitfähigkeit und erlaubt einen rascheren Wärmedurchgang durch die Formwände und entsprechend raschere Erhitzung der plastischen Masse. Die Form wird in der üblichen Art in einem Kasten gewöhnlicher Ausführung hergestellt. Nachdem die Form, in welche die künstlichen Zähne in der üblichen Art eingebettet werden, mit der plastischen Harztnasse gefüllt ist, wird diese durch Erhitzung unter Druck behandelt. Die Erhitzung muß trocken sein, da das Vorhandensein von Feuchtigkeit stört und größte Brüchigkeit herbeiführt, so daß das Gebiß dadurch immer oder fast immer verdorben wird. Daher muß die Form vor dem Hineinpacken der Harzmasse völlig trocken sein, und um jede Fehlermöglichkeit zu beseitigen, sollte die Form vor dem Gebrauch lange genug erhitzt werden, um sie völlig trocken zu machen. Nachdem die Harzmasse durch Erwärmung plastisch gemacht worden ist, wird sie in die vom Trocknen her noch warme Form gepackt. Der Kasten wird dann geschlossen und das weiche Harz unter Druck in alle Teile der Form gepreßt und ein etwaiger überschuß als Grat aus der Form zwischen Formteilen herausgepreßt. Vorzugsweise schließt man die Form nicht vor Erreichung von etwa r27°, da bei dieser Temperatur die Masse sehr plastisch oder mindestens weich genug ist, so daß durch den Druck kaum noch Bruchgefahr bedingt wird. Der auf den Kasten wirkende Druck kann 35 Atm. oder mehr betragen. Im allgemeinen ist das Erzeugnis bei Behandlung mit hohem Druck fester, und dieser kann manchmal 7o Atm. oder sogar r05 Atm. betragen.
  • Die Behandlungstemperatur sollte im allgemeinen etwa zwischen r38° und r49° für eine Masse wie die obige liegen. Die Behandlungszeit kann sehr schwanken, und es läßt sich keine überall verwendbare Regel geben; doch haben bei einer Form von normaler Wandstärke aus der oben beschriebenen wärmeleitenden Masse sich etwa 2 Stunden als ausreichend erwiesen. In jedem Falle ermöglicht ein kurzer Versuch mit einer bestimmten Masse die Festlegung von Zeit und Temperatur genau genug zur Gewährleistung gleichförmig befriedigender Ergebnisse. Ein Vorteil der Erfindung ist gerade der Spielraum in Zusammensetzung und Arbeit.
  • Die Form für das neue Gebiß kann in der für Kautschukgebisse. üblichen Art hergestellt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von Gebissen o. dgl. unter Verwendung von Kondensationsprodukten des Phenols und Formaldehyds, dadurch gekennzeichnet, .daß dem bei gewöhnlicher Temperatur festen Phenol - Formaldehyd - Harz noch flüssiges, d. h. aus diesem Harz und besonderem Zusatz von Formaldehyd und Essigsäure bestehendes Harz zweckmäßig unter an sich bekannter Zufügung von Färb- und Füllmitteln beigemischt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusätze etwa in folgenden Gewichtsmengen verwendet werden: 38 Teile festes Phenolkondensatharz, .22 Teile flüssiges Phenolkondensatharz, 2o Teile Holzmehl, 12,5 Teile Lithopone, 2o Teile Zinkoxyd und o,o9 Toluidintöner.
DEO16260D 1927-01-29 1927-01-29 Verfahren zur Herstellung von Gebissen o. dgl. Expired DE494840C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEO16260D DE494840C (de) 1927-01-29 1927-01-29 Verfahren zur Herstellung von Gebissen o. dgl.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEO16260D DE494840C (de) 1927-01-29 1927-01-29 Verfahren zur Herstellung von Gebissen o. dgl.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE494840C true DE494840C (de) 1930-03-29

Family

ID=7354139

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEO16260D Expired DE494840C (de) 1927-01-29 1927-01-29 Verfahren zur Herstellung von Gebissen o. dgl.

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE494840C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69935509T2 (de) Verfahren zur herstellung von durchscheinenden zahnersätzen
DE760351C (de) Verfahren zur Herstellung von Zahnersatzteilen, insbesondere Fuellungen, aus Polymerisationskunstharzen
DE462776C (de) Siegellackplaettchen und Verfahren zu seiner Herstellung
AT142353B (de) Verfahren zur Abdichtung künstlicher Gebisse zwecks Erhöhung und Verbesserung deren Haftfähigkiet im Munde sowie Zwischenschicht bzw. Einlagelamelle hiefür.
DE571402C (de) Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen o. dgl. aus mit Fuellstoffen versehenem Hartgummi
DE746787C (de) Gusswachse, insbesondere fuer zahnaerztlichez Zwecke
US866305A (en) Fusible porcelain cement and strengthening-backing for artificial dentures.
DE706829C (de) Verfahren zur Herstellung von Fuell- und Unterfuetterungsmassen fuer die Zahnpraxis
DE671941C (de) Verfahren zur Herstellung von pressfaehigen Resitolen
DE423883C (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus Kunstharz, insbesondere zahntechnischen Gegenstaenden
DE445165C (de) Durchscheinende Zahnfleischverkleidugnen fuer kuenstliche Gebisse
AT137429B (de) Verfahren zur Herstellung einer Füllmasse aus Guttapercha für Wurzelkanalfüllungen.
DE719966C (de) Erweichbares Befestigungsmittel fuer zahnaerztliche Zwecke
DE508820C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Zaehnen
DE676302C (de) Zahnwurzelfuellmittel
US2241875A (en) Composition
DE535768C (de) Verfahren zur Herstellung von Zaehnen, Zahnfuellungen o. dgl.
DE429033C (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus festen, aber loeslichen und schmelzbaren Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprodukten der Resolklasse
DE664683C (de) Zahnersatz, insbesondere Gebissplatte
DE928364C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zahnprothesen aus thermoplastischem Kunststoff
DE449188C (de) Verfahren zur Herstellung einer Wurzel- und Pulpenhoehlenfuellmasse, die bei mittlerer Temperatur schmelzbar ist
DE380334C (de) Kuenstlicher Zahn
DE746376C (de) Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen
US1737031A (en) Phenol-formaldehyde condensation product and method of making same
DE640978C (de) Abdruckmasse, insbesondere fuer zahnaerztliche Zwecke