DE449188C - Verfahren zur Herstellung einer Wurzel- und Pulpenhoehlenfuellmasse, die bei mittlerer Temperatur schmelzbar ist - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Wurzel- und Pulpenhoehlenfuellmasse, die bei mittlerer Temperatur schmelzbar ist

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DE449188C
DE449188C DES73522D DES0073522D DE449188C DE 449188 C DE449188 C DE 449188C DE S73522 D DES73522 D DE S73522D DE S0073522 D DES0073522 D DE S0073522D DE 449188 C DE449188 C DE 449188C
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    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/50Preparations specially adapted for dental root treatment
    • A61K6/52Cleaning; Disinfecting
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer Wurzel- und Pulpenhöhlenfüllmasse, die bei mittlerer Temperatur schmelzbar ist. Man unterscheidet bisherig a) Wurzelkanal- und b) Pulpenhöhlenfüllungsmittel: a) i. Pasten haben den Nachteil der schweren Einführbarkeit, dringen nicht in die feinen Kanäle, bedürfen vor der Kronenfüllung noch einer Unterfüllung aus Guttapercha, Zement o. dgl.
  • 2. Flüssige Mittel bedürfen vor der Kronenfüllung einer Unterfüllung aus Guttapercha, Zement o. dgl.
  • 3. Schmelzbare Wurzelfüllmdttel in Form von Paraffinspitzen haben den Nachteil der starken Schrumpfung und geringen Festib keit; sie sind außerdem keine Abschlußmittel der Pulpenkammer, sondern nur des Wurzelkanals.
  • 4.. Feste Wurzelfüllmittel (Guttapercha und Papierspitzen) bedürfen meist vor der Kronenfüllung einer weiteren Unterfüllung aus Guttapercha, Zement o. dgl.
  • b) Bisherige Pulpenschutz- (-CJberkappungs-) Mittel.
  • i. Feste Mittel (Guttapercha oder Zement) sind nur schwer und in dicker Schicht zu verarbeiten, wodurch die Haftung der Kronenfüllung beeinträchtigt wird.
  • 2. Flüssige Mittel (Lacke) bieten nur Schutz gegen Säure, nicht gegen Temperatureinflüsse.
  • Die neue Füllmasse gemäß der vorliegenden Erfindung vermeidet nun die Nachteile der bisherigen Mittel. Sie kann wegen ihrer Schmelzbarkeit bei Temperaturen von 5o bis 6o° C in der Zahnhöhle allein geschmolzen und in flüssiger Form in feine Kanäle gebracht werden oder gibt in Verbindung mit Guttapercha oder sonstigen- Stiften eünen exakten Randschluß und kann wegen der baldigen Erstarrung ohne weitere Zwischenschicht als Unterlage der Kronenfüllung dienen. Vorteile sind: exakte Anlage an die Höhlenwandung sowie schnelle und leichte Verarbeitung.
  • Als Schutz- (Überkappungs-) Mittel der lebenden Pulpa kann die Füllmasse in äußerst feiner Schicht verwendet werden, ferner kann sie zum Schutz gegen Säure und Temperatureinflüsse dienen. Außerdem hat sie antibakterizide Wirkung ohne Gewebsschädigung.
  • Das neue Verfahren besteht darin, daß ungefähr gleiche Teile Guttapercha, in dem üblichen, für Zahnfüllungen geeigneten Zustande, nach Auflösen der Guttapercha in bekannter Weise in Chloroform, und schwer schmelzbares Paraffin im Sandbade 15 bis 2o Minuten zusammengeschmolzen werden; darauf kann 0,3 Prozent 2-Äthoxy-6, 9-diaminoacridinhydrochlorid vom Gesamtgewicht (von Guttapercha+Paraffin) zugesetzt werden. Wird eine größere Härte der Masse gewünscht, so wird die Menge des zuzusetzenden Paraffins in bestimmtem Maße verringert. Die Schmelze kann auf Platten in o,5 mm Stärke ausgegossen und aus den Platten bei Temperatur von etwa q.0° C 1-2-3 mm große Tabletten, Kugeln oder Points geschnitten oder auf dem Wege des Spritzverfahrens auf die gewünschte Form verarbeitet «-erden.
  • Die Füllmasse wird a) als Füllmittel. der Pulpenhöhle nach sogenannter Pulpenamputation oder in die Wurzelkanäle nach Pulpenextirpation allein oder in Verbindung mit Guttaperchastift oder sonstiger Wurzelfüllung als Abschlußmittel geschmolzen; b) zum Schutze der lebenden Pulpa gegen Wärme-, Kälte- und Säurereize als Unterfüllung an die Zahnhöhlenwand in beliebig dünner Schicht geschmolzen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung einer Wurzel- und Pulpenhöhlenfüllmasse, die bei mittlerer Temperatur schmelzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß man Guttapercha unter Verwendung von Chloroform oder ähnlichen Lösungsmitteln zum Teil in einen weichplastischen Zustand überführt, worauf der Masse zu etwa gleichen Teilen Paraffin unter Erwärmen auf Schmelztemperatur zugefügt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet; .däB die weichplastische Guttapercha mit Paraffin längere Zeit, z. B. 20 bis` 60'-Minuten, im erhitzten Sandbade behandelt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung zweckmäßig während des Erhitzens Desinfektionsmittel, z. B. 2-Äthoxy-6, 9-diaminoacridinhydrochlorid, hinzugefügt werden. -
DES73522D 1926-03-04 1926-03-04 Verfahren zur Herstellung einer Wurzel- und Pulpenhoehlenfuellmasse, die bei mittlerer Temperatur schmelzbar ist Expired DE449188C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3628823A1 (de) * 1985-09-12 1987-03-19 G C Dental Ind Corp Thermoplastische zahnfuellmasse

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DE3628823A1 (de) * 1985-09-12 1987-03-19 G C Dental Ind Corp Thermoplastische zahnfuellmasse

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