DE49464C - Schiebersteuerung für Dampfmaschinen - Google Patents

Schiebersteuerung für Dampfmaschinen

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DE49464C
DE49464C DENDAT49464D DE49464DA DE49464C DE 49464 C DE49464 C DE 49464C DE NDAT49464 D DENDAT49464 D DE NDAT49464D DE 49464D A DE49464D A DE 49464DA DE 49464 C DE49464 C DE 49464C
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DE
Germany
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slide
expansion
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steam
channels
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Application number
DENDAT49464D
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English (en)
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G. A. FRANKE in Mühlhausen in Thür
Publication of DE49464C publication Critical patent/DE49464C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L15/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
    • F01L15/12Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 characterised by having means for effecting pressure equilibrium between two different cylinder spaces at idling

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Control Of Turbines (AREA)
  • Sliding Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Vorliegende' Erfindung bezieht sich auf eine Steuerung für Dampfmaschinen, Dampfpumpen, Dampfhämmer u. s. w., bei welcher vermöge der Construction der Schieber auf die Aufsenflächen derselben kein Dampfdruck ausgeübt wird, wodurch die Schieber als entlastete wirken.
Es wird durch diese Anordnung eine directe Zuführung der Schmiermittel von der Schieberaufsenfläche nach den Schieberspiegeln ermöglicht.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigt:
Fig. ι die Seitenansicht einer liegenden Dampfmaschine mit der neuen Schiebersteuerung,
Fig. 2 die Dampfmaschine theils im Grundrifs, theils im Schnitt nach Linie A-B der Fig. 3,
Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie C-D der Fig. 2 durch den Cylinder und den Schieber,
Fig. 4 einen Querschnitt nach Linie C-D der Fig. 5 durch den Cylinder und Schieberkasten in gröfserem Mafsstabe,
Fig. 5 einen Längenschnitt nach Linie A-B der Fig. 4 durch den Cylinder und Schieberkasten in gröfserem Mafsstabe,
Fig. 6 in Ansicht die beiden, Expansionsplatten, sowie den durch den Regulator bewegten Keil,
Fig. 7 in Seitenansicht die zur Bewegung der Schubstangen verwendeten elliptischen Räder,
Fig. 8 eine Oberansicht der Fig. 7.
Vorliegende Schiebersteuerung besteht im wesentlichen aus einem an dem Cylinder angeordneten Kasten, welcher zur Aufnahme der . Steuerungstheile dient, dem Grundschieber, dem Expansionsschieber mit den Expansionsplatten.
Zwischen dem vorspringenden Cylinderspiegel des Dampfcylinders a, Fig. 4, und den Rippen c ist der offene Schieberkasten b angebracht und an der Verbindungsplatte d der Rippen befestigt. Der Schieberkasten ist an dem unteren Theil doppelwandig und enthält den Dampfeintrittskanal f, der mit Flantschen g versehen ist und bis zur Sohle des Expansionsschiebers reicht. Gleichfalls ist in diesem Stück der Dampfausströmungskanal g angeordnet, der an der Sohle des Grundschiebers beginnt und unten in eine Oeffnung mit Flantsch ausläuft. Der doppelwandige Boden des Schieberkastens, durch welchen die Dampfkanäle durchgehen, und zwar von der unteren Seite des Cylinders nach abwärts, damit etwaiges Condensationswasser mit dem Abdampf abgeführt wird, bildet einen nach den Stirnseiten offenen Kasten, der entweder luftdicht verschraubt wird oder, um die Wärmeableitung auf ein Minimum zu beschränken, mit schlechten Wärmeleitern angefüllt wird. In dem Schieberkasten befindet sich zunächst dem Cylinder der Grundschieber h, dessen Querschnitt ein Paralleltrapez ist, dessen längste Seite an der Cylinderschieberfläche sich befindet. Dieser Schieber ist mit drei Kanälen versehen, von denen der eine i, Fig. 5, die Verbindung des Cylinders mit dem Ausströmungskanal herstellt, während die anderen beiden k und k1 den vom Kessel kommenden Dampf zum Cylinder leiten. Der Schieber ist in geeigneter Weise mit der Schubstange I verbunden. Auf dem Rücken' des Grundschiebers fr bewegt sich derExpansionsschieberm,

Claims (2)

  1. Fig. 4 und 5 , der gleichfalls von nahezu paralleltrapezförmigem, keilartigem Querschnitt und mit einem Kanal m1 versehen, ist, der mit dem Dampfeintrittsrohr in Verbindung steht; seine Bewegung erhält der Expansionsschieber vermittels einer mit ihm verbundenen Schubstange η indirect von der Hauptwelle der Maschine. Zwischen Grund- und Expansionsschieber sind die Expansionsplatten 0 und o1, Fig. 5, .eingelegt, und zwar in einer Aussparung des Grundschiebers. Diese Platten sind mit Kanälen ρ und p1 entsprechend den Einströmungskanälen des Grundschiebers versehen, in welchem je eine unter einem kleinen Winkel gegen die Verticale geneigte Nuth q bezw. q1, Fig. 6, eingearbeitet ist, in welche Führungsleisten r und r1 eines Keiles s eingreifen, der vom Regulator aus durch Stange t auf- und abwärts bewegt wird. Damit dieser Keil s nur auf- und abwärts bewegt werden kann, ist er mit einer dritten Führungsleiste u versehen, welche in einem Schlitz des Expansionsschiebers . gleitet. Durch Heben oder Senken des Keiles werden die Expansionsplatten verstellt und hierdurch unter directem Einflufs des Regulators der frühere oder spätere Abschlufs der Dampf kanäle am Grundschieber bewirkt, wodurch der Füllungsgrad der Maschine veränderlich gemacht ist.
    Um die beiden Schieber gegen einander abzudichten, wird ein Keil v, Fig. 4, von dem Querschnitt eines rechtwinkligen Dreiecks verwendet. Dieser Keil liegt mit einer Kathetenseite an der Rücklehne des Schieberkastens, während die Hypothenusenseite auf dem Rücken des Expansionsschiebers liegt. Prefst man diesen Keil durch eine geeignete Vorrichtung herab, so bewirkt er einmal ein Dichten der Schieberflächen des Expansions- und Grundschiebers auf einander und des letzteren auf den Schieberspiegel des Cylinders, während er sie andererseits nach unten auf den Schieberspiegel im Schieberkasten drückt. Um nach oben und der der Kurbelwelle entgegengesetzten Seite des Cylinders einen Abschlufs zu haben, wird der Schieberkasten durch einen Deckel w bedeckt, der am Cylinder in eine Nuth χ pafst und an der Rückwand des Schieberkastens befestigt wird. Sämmtliche auf einander gleitende Flächen sowohl des Grund- als auch des Expansionsschiebers sind auf ihren oberen Flächen mit Schmierrinnen versehen, von welchen sich Seitenrinnen nach den Schieberspiegeln erstrecken, um die Flächen stets unter OeI halten zu können. Da es vortheilhaft, ist, den Druck des Keiles elastisch zu halten, ■werden unter die durch den Deckel w gezogene Druckschraube^ eine oder mehrere Federn jf gelegt, Fig. 4, die diesem Zweck vollständig entsprechen. Die Bewegung der Schieberstangen Z und η kann in gewöhnlicher Weise oder auch durch Vermittelung der elliptischen Räder A und B geschehen, von denen das erstere auf der Hauptwelle befestigt ist. Mit dem zweiten Rade B sind die Excenter C bezw. D für den Grund- und Expansionsschieber verbunden oder aus einem Stück mit demselben gearbeitet. Die Verwendung der elliptischen Räder in Ver-. bindung mit den Excentern hat vor dem gewöhnlichen Excenterbetrieb den Vortheil, dafs das Oeffnen und Schliefsen der Dampfkanäle bedeutend schneller erfolgt, so dafs dadurch die gewöhnliche Schiebersteuerung die Vortheile einer Präcisionssteuerung gewährt.
    Patenτ-Ansprüche:
    ι . Eine Schiebersteuerung für Dampfmaschinen, Dampfpumpen, Dampfhämmer und andere Triebwerke, gekennzeichnet durch die Anordnung zweier sich selbst dichtender und führender, entlasteter Schieber h und tn von keilförmigem Querschnitt, deren Dampfkanäle k und k1, sowie m1 so construirt sind, dafs auf die Aufsenflächen der Schieber kein Dampfdruck ausgeübt wird, und die in einem offenen Schieberkasten b gleiten und auf einander sowie auf die Schieberflächen des Cylinders und Schieberkastens vermittels eines Keiles ν aufgeprefst werden, so dafs einmal die zur Schmierung der gleitenden Flächen nothwendigen Schmiermaterialien direct ohne Anwendung der jetzt gebräuchlichen Druckapparate zugeführt werden können, und andererseits offene, nicht dampfdichte Schieberkästen ohne Stopfbüchsen Verwendung finden können.
  2. 2. Die Abänderung der unter 1. gekennzeichneten Schiebersteuerung mit constanter Expansion in eine Steuerung mit variabler Expansion durch die Anordnung eines vom Regulator direct beeinflufsten Keiles s, welcher durch Einwirkung auf eine geeignete Vorrichtung, z. B. mit Dampfkanälen ρ p1 versehener verstellbarer Expansionsplatten 0 o1, die zwischen Expansionsschieber m und Grundschieber h angeordnet sind, die .Dampfeinströmung veränderlich macht.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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