DE4939C - Neuerungen an Pianoforte's - Google Patents

Neuerungen an Pianoforte's

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DE4939C
DE4939C DENDAT4939D DE4939DA DE4939C DE 4939 C DE4939 C DE 4939C DE NDAT4939 D DENDAT4939 D DE NDAT4939D DE 4939D A DE4939D A DE 4939DA DE 4939 C DE4939 C DE 4939C
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Germany
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strings
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soundboard
wood
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DENDAT4939D
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English (en)
Original Assignee
NEWNHAM BROWNE in London
Publication of DE4939C publication Critical patent/DE4939C/de
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C1/00General design of pianos, harpsichords, spinets or similar stringed musical instruments with one or more keyboards

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Toys (AREA)

Description

1878.
Klasäfe 51.
NEWNHAM BkOWNE in LONDON. Neuerungen an Pianofortes.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Juli 1878 ab.
Diese Erfindung bezweckt eine erhöhte Haltbarkeit und bedeutende Verminderung der Gröfse und des Gewichtes von Pianofortes.
Bei dieser Construction sind die Saiten in einer Cylinderfläche ausgespannt. Der Resonanzboden ist von cylindrischer, prismatischer oder anderer passender Form.
Fig. ι ist ein Querschnitt eines nach diesem System hergestellten Pianofortes;
Fig. 2, 2 a und 2b zeigen die Lage der Saiten /, des Cylinders G, des Resonanzbodens H, sowie die Art und Weise der Anbringung der Anhänge- und Stimmstifte;
Fig. 3, 4 und 6 sind Modificationen der Mechanik;
Fig. S stellt einen flachcylindrischen Resonanzboden, sowie die Art der Anbringung der Dämpfer A3 dar.
A ist der Hammer; B ist eine Scheibe, an die bei b' der Hammerstiel X befestigt ist. Jeder Hammer A sitzt auf einer besonderen Scheibe B. '
Die Scheiben B sind nach ihrer Peripherie zu verjüngt und so abgedreht, dafs bei b2 eine Art Nabe hergestellt ist. An dem Umfang dieser Nabe ist das eine Ende des Drahtes C befestigt, welcher die Verbindung zwischen der oberen Mechanik und der Mechanik zum Bewegen der Hammer herstellt. Das obere Ende des Drahtes C ist mit dem Arm D der oberen Mechanik so verbunden, dafs derselbe durch die Mutter d entsprechend adjustirt werden kann. Der Arm D ist an dem einen Ende durch einen Zapfen so mit der Leiste Z2 verbunden, dafs er sich in verticaler Richtung bewegen kann. An dem entgegengesetzten Ende ruht er auf einem zweiten Arm £>\ welcher durch Zapfen mit der Rückwand Z' des Pianoforte so verbunden ist, dafs er durch den Stöfser E gehoben werden kann. Derselbe ist unten an seinem äufseren Ende mit einem Stück Filz Z3 bekleidet und wird durch eine breite Leiste Z>2 in seiner normalen Stellung gehalten. Beide Arme D und Z>' sind durch ein Gelenkstück verbunden. Beim Herunterdrücken der Taste F wird der Stöfser in die Höhe geschnellt, der Stofs wird von der FiIzbekleidung aufgenommen, die Arme D und D' werden gehoben und der Draht C nach oben gezogen. Hierdurch wird die Scheibe B gedreht und der Hammer nach aufsen gegen die Saiten geschnellt. Die Leiste Z2 steht mit der gewöhnlichen Pedalanordnung in Verbindung.
F1, Fig. 5, ist ein im Cylinder G befestigter zur Aufnahme eines Dämpferstieles dienender Stift. Beim Anschlagen des Hammers an die Saiten geht der Dämpfer nach unten und bleibt so lange aufser Berührung mit den Saiten, als die Taste niedergehalten wird. Beim Zurückgehen des Hammers legt sich der Dämpfer wieder an die Saiten an. Der Dämpferstiel ist mit dem Hammer fest verbunden und wirkt als zweiarmiger Hebel.
G ist ein starker Hohlcylinder, H der um den Cylinder angeordnete Resonanzboden. J sind die Saiten und K die Verstrebungen, wodurch sämmtliche Theile gehalten werden. U und V sind zwei kräftige Bretter, welche an der einen Seite mit dem bei O ausgeschnittenen Cylinder G durch Verleimung und Verschraubung fest verbunden werden und an den entgegengesetzten Seiten mit K bezw. den Bodenleisten Z4 verbunden sind.
M1 ist einer der beiden wie üblich mit Stiften versehenen Stege, um die Saiten in ihrer rechten Lage zu halten. Damit der Resonanzboden den Druck der Saiten auf die Stege aushalten kann, wird der Raum zwischen demselben und dem Cylinder G durch eine Leiste ausgefüllt.
Der Cylinder G Vird an seinen äufsersten Enden mit einem Reifen aus festem Holze verstärkt, oder es werden Holzklötze so angebracht, dafs der ausgeschnittene Theil O ausgefüllt wird, oder es werden aufser diesen Klötzen die vorerwähnten Reifen angewendet. Aufser diesen Verstärkungen Q dienen die starken Bretter N1 und N2 dazu, den Cylinder abzusteifen; dieselben werden an ihren vier Ecken mit den Verstrebungen KK fest verbunden und durch die Bretter 5' aus hartem Holz verstärkt. Die Bretter sind bei T durchlocht, und mit Stiften versehen, d. h. das eine Brett mit den Anhänge-, das andere Brett mit den Stimmstiften.
Um zu verhindern, dafs die Saiten in das harte Holz einschneiden, kann ein Reif aus passendem Metall angebracht werden.
W sind gabelförmige Stücke, welche abwechselnd an U und V angeschraubt werden
;iind je eine Scheibe aufnehmen.:' Jede Gabel ,;kanh mit ihrer Scheibe selbstständig angebracht ^,werden,:· oder., ein starker Draht kann sämmt-.
liehe. Gabeln unter einander verbinden und als i.'Axe für sämmtliche Scheiben B dienen. Letztere müssen sich leicht drehen können. Die Axen sämmtlicher Scheiben liegen in der ,Axe- des
Cylinders G. , ;
Die ganze Dämpfung wird dadprc'h von den Saiten abgehoben, dafs die Leiste Z2, welche mit dem Pedal in Verbindung steht, und damit der vordere Theil ■ von D niedergedrückt wird. Hierdurch wird das entgegengesetzte Ende von D gehoben. Der Draht C wird entsprechend angezogen und die Scheibe B etwas gedreht; die Hammer A werden etwas weiter vom Resonanzboden hinweggerückt und der zweiarmige Verbindungshebel zwischen Hammer und Dämpfer dreht sich in dem Stifte i?', wodurch die Dämpfer von den Saiten abgezogen werden. Die Hebel, welche die Dämpfer mit den Hämmern verbinden, sind fast parallel zu den Seiten angeordnet und neigen sich dieselben nur etwas vom Hammerkopf bis zur Saite nach oben.
Die Stöfser E sind nach bekanntem englischen System hergestellt. Die Tasten F bedecken einen Theil der Oeffnung des Cylinders und können mit Scharnieren versehen werden, so dafs sie aufgeklappt werden können und das Instrument noch weniger Raum einnimmt.
Bei der in Fig. 3 und 4 gezeigten Anordnung der Mechanik sind die Hammerstiele X und die Verbindungsdrähte C an der Peripherie der Scheibe B befestigt. Der Verbindungsdraht steht ferner mit dem zweiarmigen Hebel Z>3, welcher seinen Drehpunkt im Gestell Z1 hat, in Verbindung. Wenn beim Spielen die Taste F nach unten gedrückt wird, so schnellt das hintere Ende derselben den Hammer A1 in die Höhe; derselbe schlägt gegen die untere Seite des Hebels D'ä, wodurch der Draht C in die Höhe gezogen, die Scheibe B gedreht und der Hammer A gegen die Saiten geschnellt wird. D 2 ist der winklig hergestellte obere Theil der Pedalanordnung. Die Feder / verhindert, dafs der Hebel 733 zu stark gegen Z1 anschlägt.
Fig. 6 stellt eine vereinfachte Anordnung der Theile dar, wobei die Taste F durch das Stäbchen C in directer Verbindung mit der Scheibe B steht. Durch Niederdrücken der Taste wird die Scheibe B gedreht, und je nachdem das Stäbchen C auf der einen oder der anderen Seite von B befestigt wird, kann- der Hammer nach innen oder aufsen geschnellt werden, um an die Saiten anzuschlagen.
Um ein Platzen oder Reifsen der bisher hauptsächlich aus Holz hergestellten Resonanzböden zu vermeiden, kann man bei diesen Constructionen den Resonanzboden aus Kupfer oder anderem passenden Metall herstellen. Die Stege können entweder wie üblich hergestellt werden, oder: sie können aus einzelnen für jede Nqte.'.be'stiminteri Holzstücken bestehen, welche in' äe.r'jNäne der Hämtner befestigt und so abgeschrägt werden,, dafs nur ihre Kanten von deh Skiteh berührt werden. Ferner kann man auch .'die ■ Saiten für jede Note durch Stifte stützen, .wie bei M, Fig. 8, gezeigt. Das obere Ende dieser Stifte ist mit einem Einschnitt zur Aufnahme der Saite und das andere Ende mit Gewinde versehen, um im Cylinder G eingeschraubt zu werden.
Werden die Enden, worauf die Saiten befestigt werden, derart angebracht, dafs die starken Streben K den Saitenzug vollständig aufnehmen, so kann der Cylinder. G aus sehr leichtem Material hergestellt werden, wie Fig. 6 zeigt, oder man kann ein ,leichtes Rahmenstück Y mit einer durchlochten Metallschiene Z, um die Hammerstiele X zu schützen, anwenden, Fig. 8. Die Löcher können mit Holz und Tuch ausgefüttert werden, auch mufs die Schiene Z eine solche Breite besitzen, dafs sie die Stegstifte M aufnehmen kann.
Die in Fig. 7 dargestellte rechteckige Fläche, welche in 852 kleinere Rechtecke getheilt ist (für sieben Öctaven), deren jedes den für eine Note erforderlichen Raum einnimmt, soll zur genauen Bestimmung der Löcher für die Hammerstiele und der Stellung der Brücken M% und M'2 angewendet werden.
Werden die Bretter IV1 JV'- und die Bekleidungen S bis an die durchlochten Stellen weggeschnitten, so können die Saiten über die Ränder dieser Bretter laufen; hierbei kann man starken Draht an diesen Stellen als Unterlage anwenden, um ein Einschneiden der Saiten in das Holz zu verhindern. Auch kann man kleine Rollen auf diese Unterlagsdrähte bringen und geeignet befestigen, worüber dann die Saiten zu leiten sind.
Das cylindrische Gestell G kann so kräftig gebaut werden, dafs es die ganze Spannung der Saiten aushält, in welchem Falle der äufsere Kasten durch leichte Eisentheile gehalten werden kann.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι . Die Construction und Anordnung von Pianofortes, bei welchen die Saiten über einem hohlen Cylinder und über einem Resonanzboden aus Holz oder Metall angeordnet sind.
  2. 2. Die Anwendung der in den Zeichnungen dargestellten Mechanik in Verbindung mit den über einen hohlen Cylinder und entsprechend geformten Resonanzboden gespannten Saiten.
    Alles im wesentlichen wie oben beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT4939D Neuerungen an Pianoforte's Active DE4939C (de)

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