DE49320C - Verfahren zum Bedrucken von Plüsch und plüschartigen Stoffen - Google Patents

Verfahren zum Bedrucken von Plüsch und plüschartigen Stoffen

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DE49320C
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DENDAT49320D
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FR. WlLH. KESSELER in Crefeld, 79 St. Antonsstrafse
Publication of DE49320C publication Critical patent/DE49320C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C29/00Finishing or dressing, of textile fabrics, not provided for in the preceding groups
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/29Mechanical finishing of velvet or needled velvet

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher zum Bedrucken von Plüsch angewendeten Druckverfahren beruhen darauf, dafs derselbe in ähnlicher Weise behandelt wurde, wie alle anderen ebenen Stoffe. Es wurde also nur die Oberfläche des Plüsches bedruckt, während derselbe doch in seiner ganzen Florhöhe gefärbt sein mufste.
Nach dem vorliegenden Verfahren kann nicht allein ein Muster mit beliebig vielen Farben gedruckt werden, sondern es wird auch der Plüsch fast in seiner ganzen Florhöhe gefärbt.
Zu dem Zwecke werden auf Platten oder Walzen von Metall die Muster eingravirt, und zwar in einer solchen Tiefe, dafs genügend Farbe hineingeht, um nach Möglichkeit die ganze Florhöhe zu färben. Diese Platten werden nun nicht mit gewöhnlicher Oelfarbe gefärbt, sondern mit einer ganz eigenartigen, die es gestattet, beliebig viele Farben ohne jede Trennungswand neben einander zu legen, ohne dafs sie in einander laufen. Die gewöhnliche Oelfarbe wird erwärmt und unter Zusetzung von Rindertalg oder anderem Fett von gleicher oder ähnlicher Consistenz in die gravirte Form eingetragen, und zwar genau an der Stelle, wo die Farbe erscheinen soll. Das gute Leitungsvermögen der Metallplatte entzieht der Farbe die Wärme und diese erstarrt sofort.
Sind alle Farben auf diese Weise eingetragen, so wird die Form ein wenig erwärmt, bis die Farben eben wieder weich werden, sie füllen dann jede Lücke aus und nehmen eine gerade Oberfläche an.
Die Form wird durch ein Messer oder dergleichen auf ihrer Oberfläche gereinigt, so dafs sich aufserhalb de'r Gravirung keine Farbe zeigt.
Nun legt man die Platte zum Druck auf den Plüsch oder bringt den Plüsch unter die Walze, so dafs beide sich eben berühren. Durch die Geschmeidigkeit der Farbe und die Saugfähigkeit der Florhöhe nehmen die einzelnen Fäden des Plüsches die Farbe ganz auf und färben sich bei gehöriger Tiefe der Form bezw. bei entsprechendem Vorrath an Farbe in ihrer ganzen Länge.
Das Neue dieses Verfahrens liegt in der Herstellung der Farbplatte, die zugleich auch Druckplatte ist; es liegt darin, dafs hier die erwärmte, mit einem consistenten Fett vermischte Farbe in die gravirte Metallform eingetragen wird, und zwar in einer solchen Tiefe, dafs Farbe für die ganze Florhöhe, aufgenommen werden kann, sowie dafs der Abdruck direct von der Form in der Weise genommen wird, dafs die Form über den zu bedruckenden Plüsch ohne Anwendung von Druck gebracht wird. Bis dahin kannte man nur ebenen Druck und stellte Metallplatten oder Steine in der Weise her, dafs man dieselben in Strichoder Punktirmanier gravirte oder ätzte, d. h. man stellte ein Bild durch eine Anzahl von Linien oder Punkten her, die je nach der Tönung enger oder weiter von einander entfernt standen. Hier wird aus einer Metallplatte das ganze Muster herausgegraben, so dafs für die Farben Mulden entstehen, die mit Farbe gefüllt werden, um plastische Bilder damit zu drucken. Die Mulden werden nicht nach den Farben, sondern lediglich nach dem Muster ausgegraben. Platten werden nur zum Druck von einer Farbe benutzt.
Man hat einmal versucht, eine punktirte Platte mit mehreren Farben zu drucken,, hier sind aber die Farben wie gewöhnlich auf die Platte aufgetragen und die tiefer liegenden Punkte als Lichtstellen behandelt worden.
Bei den Mosaikbildern werden die Muster nach den einzelnen Farben ausgeschnitten und zusammengesetzt. Wie schon der Name Mosaik deutlich sagt, erhält man nur Bilder von einzelnen Farbenstücken zusammengesetzt. Hier dagegen ist die Platte oder Walze erst nach dem Muster ausgegraben, d. h. es sind bei Blättern Rippen und Adern stehengeblieben u. s. w., so dafs dadurch eben Gemälde entstehen.
Bei den bisher bekannten Mosaikbildern wurde entweder in der Weise gedruckt, dafs der mit Terpentinöl oder dergleichen getränkte Stoff über das Mosaikbild geführt wurde, wo also durch das Terpentin jedesmal etwas von der unten liegenden Paste gelöst wurde, oder es wurden die Pasten mit OeI gelöst, oder es wurde die Farbe einer etwas weicheren Paste von einer Farbwalze abgenommen und auf die Druckplatte übertragen, von der dann erst gedruckt wurde.
In allen Fällen wurde von jeder einzelnen Farbe eine consistente Masse hergestellt, aus der man mittelst Messers die einzelnen Figuren ausschneiden mufste.
Hier wird das Muster einmal in Metall nach Art der zu imitirenden Arbeit ausgegraben, unter Darstellung tiefer Mulden zur Aufnahme der Far-bea. Die "Farbe wird iri leicht geschmeidigeY Form in die Mulden hineingethan, wo sie sofort erstarrt und dadurch fest ihren Platz behauptet. Die Pasten unterscheiden sich von den hier eingegrabenen Farbenmulden dadurch, dafs hier nur immer ein plastisches Bild bei jeder Füllung genommen werden kaiin, während die Pasten zum Abdruck von mehreren ebenen Bildern nur zu verwenden sind.

Claims (2)

  1. Patent-An sprüche:
    ι . Verfahren zum plastischen Bedrucken von Plüsch und plüschartigen Stoffen ohne Druckanwendung, charakterisirt dadurch, dafs das zu druckende Muster ohne Rücksicht auf die Farben muldenförmig und der zu bedruckenden Florhöhe entsprechend in die Druckplatten oder -Walzen so tief eingegraben ist, dafs in den Mulden genügender Vorrath an Farbe Platz findet, um die Tiefe der Fäden, zu färben.
  2. 2. Bei dem unter ι. angegebenen Verfahren die Fertigstellung der Farbplatten oder Walzen durch Füllen der Gravirung mit erwärmten Oelfarben, welchen Talg oder ein Fett gleicher oder ähnlicher Consistenz zugesetzt ist, und nachheriges Erwärmen der Platte, damit die Farben ohne Scheide-" wände .und ohne in einander zu laufen sich neben einander legen und eine gleichmäfsige Oberfläche erhalten.
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