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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Prüfung von Leitungen
und Verbindungseinrichtungen in Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen
und bezieht sich im besonderen auf solche Anlagen, bei denen Prüfstellen nur in
einigen Vermittlungsstellen, z. B. nur in den Hauptvermittlungsstellen, angeordnet
sind.
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Die Erfindung bezweckt die Vorsehung besonderer, lediglich Prüfzwecken
dienender Verbindungseinrichtungen (Prüfleitungswähler) in den Vermittlungsstellen,
ohne Prüfstellen zu vermeiden und die in diesen angeordneten, dem Sprechverkehr
dienenden Verbindungseinrichtungen auch für Prüfzwecke zu verwenden. Erreicht wird
dies gemäß der Erfindung dadurch, daß durch unter dem Einfluß der Prüfstelle stehende
Schalteinrichtungen die Schaltmittel, welche bei Sprechverbindungen in Wirkung treten
und an die zur Prüfung verwendeten Adern der zur Vermittlungsstelle ohne Prüfstelle
führenden Verbindungsleitungen und an die Sprechverbindungseinrichtungen angeschaltet
sind, außer Wirkung gesetzt werden.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Die Abb. i zeigt Anordnungen in einer Hauptvermittlungsstelle
HV, und zwar das abgehende Ende einer zu einer Untervermittlungsstelle führenden
Verbindungsleitung y'L, Ferner sind in dieser Abbildung Anordnungen an einer Prüfstelle
PSt angedeutet sowie Einrichtungen an zwei von einer Untervermittlungsstelle ankommenden
Verbindungsleitungen VL3 und VL, Die Abb.2 zeigt das ankommende Ende der Verbindungsleitung
Z'L, sowie einen dieser zugeordneten Leitungswähler LW. Ferner sind in dieser
Abbildunng auch zwei von der Untervermittlungsstelle abgehende Verbindungsleitungen
TIL3 und L'L,, nebst ihren Anschlüssen am Leitungswähler LW dargestellt.
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In der Abb. 3 ist eine an dem Leitungswähler LW angeschlossene
Teilnehmerleitung dargestellt sowie der dieser Leitung zugeordnete Vorwähler THW
und auch Einrichtungen an einem über den Vorwähler VW erreichbaren Leitungswähler
LW,.
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Die ebb. 4. zeigt die Anwendung der erfindungsgemäßen Anordnung bei
einem System, bei welchem anrufende Teilnehmer eine Verbindungsleitung zu einer
Hauptvermittlungsstelle belegen und die Verbindungen auch mit Teilnehmern in der
Vermittlungsstelle des Anrufenden über die Beamtin in der Hauptvermittlungsstelle
hergestellt werden. I. Herstellung einer Fernverbindung mit dem Teilnehmer Tlrz
in der Untervermittlungsstelle.
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Zunächst sei eine Verbindung erläutert, welche von einer Fernbeamtin
in der Hauptvermittlungsstelle HV (Abb. i) mit dein Teilnehmer
Tha
(Abb. 3) hergestellt wird. Wenn die Fernbeamtin am Arbeitsplatz FP den Auftrag auf
Herstellung einer Verbindung mit einem an die Untervermittlungsstelle
UV
(Abb. 2) angeschlossenen Teilnehmer entgegengenommen hat, führt
sie den Stöpsel Stpl in eine Klinke V KI einer freien, zur Untervermittlungsstelle
führenden Verbindungsleitung ein. Hierdurch `wird folgender Stromkreis geschlossen:
Erde, Batterie, Widerstand i, Stöpselkontakt 2, Klinkenbuchse 3, Ader 4, Relais
Cl, Erde. Das Relais Cl öffnet seine Kontakte 5c1, 6c1, 7c1 und schließt seinen
Kontakt 8c1.
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Zwecks Einstellung des Leitungswählers in der Untervermittlungsstelle
UV legt die Beamtin den Wählschalter WS um, so daß die Kontakte 9
und io geöffnet und die Kontakte i i und 12 geschlossen werden. Wird jetzt der über
den Wählschalter an den Schnurstromkreis angeschaltete Nummernschalter betätigt,
so wird infolge Schließung des Kontaktes 13 das Relais B,. auf folgendem Wege erregt:
Erde, Batterie, Nummernschalterkontakt 13, Kontakt i i, Stöpselkontakt 14, Klinkenfeder
15, Ader 16, Übertragerwicklung 17, Relais B1, Erde. Das Relais Al öffnet u. a.
die Kontakte iSb1, igb, sowie 20b1 und schließt die Kontakte -gib, sowie 22b1. Durch
Schließung des Kontaktes 22b1 wird Batterie an die Ader 23 der Verbindungsleitung
hLl angeschaltet. Irgendwelche Schaltvorgänge werden hierdurch jedoch noch nicht
eingeleitet. Beim Ablauf des Nummernschalters am Arbeitsplatz der Beamtin wird der
Strornstoßkontakt 24iilap absatzweise geschlossen. Hierdurch werden Stromstöße auf
folgendem Wege ausgesandt: Erde, Kontakte 24inap, 12, 25, 26, Übertragerwicklung
27, Kontakte 2ib1, 8c1, Übertragerwicklung 28, Kontakt 29y,, Ader 30, Kontakt 31y2
und von hier einmal über Kontakt 32c2, Relais Az zur Batterie und Erde und das andere
Mal über den Kontakt 33b2, den Steuerschalterkontakt 34, Relais A3 zur Batterie
und Erde. Das Relais Az schließt seinen Kontakt 35a2 und dadurch folgenden Stromkreis:
Erde, Kontakte 35a2, 36v1, 37b2, Relais C2, Wicklung I des Relais C3, Steuerschalterkontakt
38 Stellung i, Batterie, Erde. Das Relais C2 schließt seine Kontakte 39c2 und 40c2.
Über den Kontakt 39c2 wird ein Relais T% 1 eingeschaltet, welches den Kontakt 36v,
öffnet, während über den Kontakt 40c2 ein Haltestromkreis für die Relais C, und
C3 geschlossen wird. Ferner schaltet das Relais C" an seinem Kontakt 41c2 die untere
Sprechader 23 durch und am Kontakt 42c2 das Steuerrelais Bz an. Das Relais C3 im
Leitungswähler hat unter anderem seinen Kontakt 138c3 geschlossen. Über diesen Kontakt
ist, sobald der Steuerschalter seine Stellung i verlassen hat, der Haltestromkreis
für das Relais C3 über beide Wicklungen I und II geschlossen. Der Haltestromkreis
bleibt bis zur Auslösung der Verbindung, d. h. bis zur Abschaltung der Erde am Kontakt
40c2, bestehen. Infolge der Durchschaltung der unteren Sprechader 23 am Kontakt
41c2 kommt folgender Stromkreis zur Wirkung: Erde, Batterie, Widerstand 43 (Abb.
i), Kontakt 44hr1, 22b1, Übertragerwicklung 45, Kontakt 46y1, Ader 23, Kontakte
47y_, 41c., 42c2, Relais B2, Erde. Ferner wird auch das Relais B3 am Leitungswähler
erregt: vom Kontakt 41c2 über Steuerschalterkontakt 48 Stellung i, Relais B3, Erde.
Das Relais 3, öffnet seinen Kontakt 33b2 und schließt seinen Kontakt 49b2.
Hierdurch wird das beim Öffnen des Kontaktes 32c2 von der Ader 3o abgeschaltete
Relais A2 an diese Ader angeschaltet gehalten. Das Relais C2 hat am Kontakt 50c2
die Sprechader 3o durchgeschaltet. Außer den vorgenannten Kontaktumlegungen hat
das Relais Bz auch noch den Kontakt 37b2 geöffnet und den Kontakt 51b2 geschlossen.
Hierdurch ist die zur Auslösung der Verbindung erforderliche Kurzschließung der
Relais C= vorbereitet. Die während der Stromstoßgabe am Kontakt 52a, erfolgende
vorübergehende Kurzschließung des Relais C, kann -einen Abfall des Relais C2 nicht
herbeiführen.
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D-uxch die ,auf das Relais A3 einwirkenden Stromstöße wird der Hubmagnet
des Leitungswählers auf folgende Weise betätigt: Erde, Batterie, Magnet Hl, Steuerschalterkontakt
53 Stellung i, Kontakt 54a3, Erde.
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Beim ersten Hubschritt des Wählers wird der Kopfkontakt 354h geschlossen.
Eine vorzeitige Einschaltung des Relais F ist aber verhindert, da während der Dauer
der Stromstoßreihe der Kontakt 55b3 geöffnet ist. Wenn nach Beendigung der Stromstoßreihe
zur Einstellung des Leitungswählers auf eine Kontaktgruppe am abgehenden Ende der
Verbindungsleitung das Relais B1 abfällt und den Kontakt 22b1 öffnet, fallen die
Relais B, und B3 ab. Das Relais B3 schließt u. a. seinen Kontakt 55b3 und erregt
dadurch das RelaisF auf folgende Weise: Erde, Batterie, Widerstand 56, Relais F,
Steuerschalterkontakt 57 Stellung i, Kopfkontakt 354h, Kontakt 55b3, Erde. Das Relais
F schaltet über seinen Kontakt 58f den Steüerschaltermagneten St ein,
welcher den Steuerschalter auf die nächste Stellung weiterschaltet und am Kontakt
59st das Relais F kurzschließt.
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In der Stellung 2 des Steuerschalters ist an Stelle des Hubmagneten.
Hl der Drehmagnet Dl eingeschaltet, welcher über den Steuerschalterkontakt 6o Stellung
2 in derselben Weise die Stromstöße erhält wie der
1-iubmagnet FI,
Beim ersten Drehschnitt des Wählers wird der Wellenkontakt 61w geschlossen. Eine
vorzeitige Erregung des Relais F ist aber wieder durch den Kontakt 55b; verhindert,
da das Relais B3 auch während der Drehstromstoßreihe dauernd erregt ist. Am Ende
der Drehstromstoßreihe wird wieder der Kontakt 55b3 geschlossen, und der Stromkreis
für das Relais F ist dann über den Steuerschalterkontakt 62 Stellung 2 sowie die
Kontakte 61w und 55b3 geschlossen. Der Steuerschalter gelangt in die Stellung 3,
in welcher das Relais T auf folgendem Wege erregt wird (Abb, i) : Erde, Batterie,
Widerstand 43, Kontakt 4411.r1, Wicklung I des Relais S, Kontakte 63hr, 64a,, 18b1,
8c1, Übertragerwicklung 28, Kontakt 29y1, Ader 30, Kontakte 3 1y2, 50c2, Steuerschalterkontakt
65 Stellung 3, Relais 1, Erde.
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Das Relais 1 spricht an und schaltet sich über seine Wicklung II in
folgendem Haltestromkreis ein: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais 1, Kontakt
66i, Steuerschalterkontakt 67 (in den Stellungen 3 bis 5 geschlossen), Erde.
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In der Stellung 3 ist an das Relais F Erde über den Steuerschalterkontakt
68 unmittelbar angeschaltet. Der Steuerschalter gelangt demnach in die Stellung
4.. Eine Weiterschaltung des Steuerschalters ist zunächst aber verhindert, da der
Kontakt 69i offen ist.
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Wenn die durch Einstellung des Leitungswählers vorbereitete Verbindug
vollendet werden soll, drückt die Beamtin die Prüftaste PT. Hierdurch wird das Relais
A1 auf folgendem Wege erregt: Erde, Kontakte 72, io, 25, 26, Übertragerwicklung
27, Kontakt 19b,, Relais Al, Batterie, Erde. Das Relais A,. schaltet ein Hilfsrelais
HR, ein. Erde, Kontakte 73a1, 47c,,, Relais HR,, Batterie, Erde. Das Relais HR,
öffnet seinen Kontakt 441ar1 und schließt seinen Kontakt 75hr1. Ein Schaltvorgang
wird hierdurch jedoch noch nicht eingeleitet, da der Kontakt 64a1 offen ist. Über
den Kontakt 76a1 wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Batterie, Relais G
Wicklung II, Kontakt 76a1, Übertragerwicklung 45, Kontakt 46y1, Ader 23, Kontakte
47y2, - 41c2, Steuerschalterkontakt 48 Stellung 4, Relais B3, Erde.
Das Relais B3 spricht an und schließt seinen Kontakt 77b3, so daß der Stromkreis
für das Relais F über den Steuerschalterkogtakt 78 in der Stellung 4 geschlossen
ist. - Der Steuerschalter gelangt in die Stellung 5, in welcher nach Abfallen des
Relais B3 das Relais O über seine Wicklung I erregt wird: Erde, Batterie, Widerstand
83, Steuerschalterkontakt 79 Stellung 5, Wicklung I des Relais O, Kontakt 80b3,
Erde. Das Relais O spricht an und schaltet sich über seinen parallel zum Steuerschalterkontakt
79 liegenden Kontakt 8r0 in einen Haltestromkreis ein. Der Steuerschalter bleibt
nur vorübergehend in der Stellung 5, denn Erde ist über den Steuerschalterkontakt
68 unmittelbar an das Relais F angeschaltet.
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In der Stellung 6 des Steuerschalters erfolgt das Prüfen der verlangten
Leitung auf Frei- oder Besetztsein. Es sei angenommen, daß die gewünschte Teilnehmerleitung
durch eine Ortsverbindung besetzt ist. In der Stellung 6 des Steuerschalters ist,
da das Relais O angesprochen und den Kontakt 840 geschlossen hat, das Relais T über
den Steuerschalterkontakt 85 kurzgeschlossen. Am Steuerschalterkontakt 86 ist in
der Stellung 6 Erde an das Prüfrelais P1 angeschaltet. Dieses Prüfrelais kann jedoch
nur ansprechen, wenn die gewählte Anschlußleitung frei ist. Da angenommen worden
ist, daß die Leitung durch eine Ortsverbindung besetzt und demnach über einen anderen
Leitungswähler gesperrt ist, erhält das Relais P,. nicht genügend Strom zum Ansprechen.
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In der Stellung 6 bleibt der Steuerschalter nicht stehen, denn an
das Relais F ist Erde über den Steuerschalterkontakt 87 sowie die Kontakte 881t
und 89a3 angeschaltet. Der Steuerschalter gelangt in die Stellung 7, in welcher
das Relais T über den Steuerschalterkontakt 9i an den Prüfarm 92 des Leitungswählers
angeschaltet ist. Das Relais T prüft, ob die gewählte Anschlußleitung durch eine
Ortsverbindung oder durch eine Fernverbindung besetzt ist. Bei einer durch eine
Ortsverbindung besetzten Leitung kann das Relais T ansprechen. Es kann dagegen richt
ansprechen, wenn die gewählte Leitung durch eine Fernverbindung besetzt ist, da,
wie später erläutert wird, bei Vollendung einer Fernverbindung Erde unmittelbar
an die Prüfader angeschaltet und demnach das Relais T eines prüfenden Leitungswählers
kurzgeschlossen ist. Der Stromkreis für das Relais Z' verläuft beim Prüfen einer
ortsbesetzten Verbindung wie folgt: Erde, Kontakt 71c.., Relais T, Kontakte
70i, 66i, S teuerschalterkontakt 9i Stellung 7, Schaltarm 92, Kontakt 93,
Ader 94, Widerstand 95, Kontakt 96, Schaltarm 97 , Wicklungen II und I des Relais
Tr2, Kopfkontakt 98kvw, Batterie, Erde. Das Relais T spricht an und schließt seinen
Kontakt 99t, so daß das Relais F auf folgendem Wege Strom erhält: Erde, Kontakte
ioob3, 99t, Steuerschalterkontakt ioi, - Relais F, Widerstand 56, Batterie, Erde.
Das Relais F schließt wieder seinen Kontakt 58t und damit den Stromkreis für den
Steuerschaltermagneten St, so daß der Steuerschalter in die Stellung 8 weitergeschaltet
wird.
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In der Stellung 8 bleibt der Steuerschalter stehen. Die Fernbeamtin
erhält in irgendeiner
bekannten Weise ein Summersignal, welches
ihr anzeigt, daß die gewählte Teilnehmerleitung ortsbesetzt ist. Die ankommenden
Sprechadern der Verbindungsleitung VLl sind über die Kondensatoren 1o2 und 103 sowie
die Kontakte Io4t und 105t mit den Schaltarmen 1o6 und 1o7 des Leitungswählers verbunden.
Die Fernbeamtin kann sich mit den sprechenden Teilnehmern in Verbindung setzen und
mitteilen; daß die Ortsverbindung zwangsweise getrennt wird.
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Es sei hierbei noch erwähnt, daß in der Stellung B des Steuerschalters
auch folgender Stromkreis geschlossen ist: Erde, Batterie, Auslösemagnet M, Steuerschalterkontakt
1o8 Stellung 8, Relais E, Kontakte iogi, iioc3, Erde. In diesem Stromkreis kann
infolge des hohen Widerstandes des Relais E der Auslösemagnet M nicht ansprechen.
Das Relais E bereitet an seinem Kontakt i i i e den Sperrstromkreis vor und schließt
seinen Kontakt ii2e, wodurch der Stromkreis für das Relais G vorbereitet wird.
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Zum Zweck der Trennung der bestehenden Ortsverbindung betätigt die
Fernbeamtin die Taste'TT, dadurch wird am Kontakt 113 der Stromkreis für das Relais
B, geschlossen, welches u. a. seinen Kontakt 114b,_ schließt. Da auch das Relais
HR, erregt ist (es hatte sich nach seiner Erregung über den Kontakt 73a, an seinem
Kontakt I15hr, in einen Haltestromkreis eingeschaltet), sind die Kontakte. 75hr,
und 116/1r, geschlossen. Infolgedessen wird folgender Stromkreis wirksam: Erde,
Kontakt 75hr1, Wicklung I des Relais ,S', Kontakte 1161ar1, 114b1, 8c1, Übertragerwicklung
28, Kontakt 29y1, Ader 30. Kontakte 31y2, 50c2, Relais G, Kontakte i 12e, 117a3,
Batterie, Erde. Das Relais G spricht an und schließt seinen Kontakt ii8g, so daß
demnach das Relais F über den Steuerschalterkontakt i ig und die Kontakte ii8g,
ggt, ioob, erregt wird. Der Steuerschalter geht in die Stellung 9, in welcher über
die Steuerschalterkontakte 309 und 12o sowie die Relaiskontakte 104t und
io5t Erde an beide Schaltarme 1o6 und 107 angeschaltet ist. Durch die Anschaltung
der Erde werden Relais in der bestehenden Ortsverbindung in bekannter Weise derart
beeinflußt, daß die Auslösung der bei der Ortsverbindung benutzten Verbindungseinrichtungen
eingeleitet wird. Nach Auslösung der Ortsverbindung ist die Sperrung der gewählten
Teilnehmerleitung aufgehoben. Infolgedessen kann das Relais P/, welches nur bei
freier Teilnehmerleitung ansprechen kann, auf folgende Weise zur Wirkung kommen:
Erde, Steuerschalterkontakt 22o Stellung 9, Wicklungen I und II des Relais F/, Schaltarm
92" Kontakt 93, Ader 94, Widerstand 95, Kontakt 96, Schaltarm 97, Wicklungen'
Il und I de's Relais Tr_, Kdpfkontakt g8hvw, Batterie, Erde, Das Relais P1 spricht
an und schließt seinen Kontakt i2zp1, so daß das Relais F über den Steuerschalterkontakt
z22 erregt wird und der Steuerschalter in die Stellung io gelangt.
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Die Steuerschalterstellung io ist bei Fernverbindungen die Sprechstellung.
Es sind daher die Steuerschalterkontakte 123 und 124 geschlossen. In der Stellung
io ist ferner der Stromkreis für das Relais E über den Steuerschalterkontakt 1o8
geschlossen, so daß demnach Erde unmittelbar ohne Zwischenschaltung von Widerständen
über den Kontakt i i i e und den Steuerschälterkontakt 125 an den Schaltarm c)2
und damit an die Prüfader der belegten Teilnehmerleitung angeschaltet ist. Die belegte
Teilnehmerleitung ist jetzt fernbesetzt, d. h. es kann kein anderer prüfender Leitungswähler
sich auf diese Leitung einschalten, da nicht nur das Relais P1, sondern auch das
Relais T prüfender Leitungswähler am Ansprechen verhindert ist.
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Hat der verlangte Teilnehmer nach Benachrichtigung von der Trennung
seiner Ortsverbindung seinen Hörer angehängt, so wird Rufstrom durch eine Schaltmaßnahme
der Fernbeamtin im Leitungswähler an die Sprechadern angeschaltet. Zu diesem Zweck
wird durch Drücken der Taste PT am Arbeitsplatz FPdas Relais A,. erregt und dadurch
über den Kontakt 76a" Batterie an die Ader 23 gelegt, so daß das Relais O, an welchem-
Erde über die Kontakte 126e und 127a3 liegt, erregt wird. Das Relais O spricht an
und schließt seine Kontakte i2g,q und 130q.
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Hierdurch wird Rufstrom angeschaltet, welcher folgenden Weg nimmt:
Erde, Rüfströmquelle, Kontakte 1319, i2gq, SteuerschalterkontaktI23 Stellung io,
Kontakt io4t, Schaltarm 1o6, Kontakt i32, Ader 133, Teilnehmerstelle, Ader 134,
Kontakt 135, Schaltarm 107, Kontakt 1054 Steuerschalterkontakt 124 Stellung io,
Kontakt 130q, Erde.
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Meldet sich der verlangte Teilnehmer, so erhält er seinen Mikrophonspeisestrorn
über die Relais A3 und B3. Das Relais B3 öffnet seinen Kontakt 80b3. und unterbricht
dadurch den Haltestromkreis über die Wicklung I des
Relais U, welches abfällt.
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Nach Beendigung des Gespräches zieht die Beamtin, wenn sie in irgendeiner
beliebigen, in der Zeichnung nicht dargestellten Weise das Schlußzeichen erhalten
hat, den Stöpsel Stpl aus der Klinke VKI. Hierdurch wird der Stromkreis über das
Relais Cl unterbrochen, und dieses Relais fällt ab. Hierdurch werden folgende Stromkreise
geschlossen: Erde, Batterie, Wicklung II des- Relais G. Kontakt 6c1, Wicklung I
des Relais G, Übertragerwicklung 45, -Kontakt 46y" Ader 23;
Kontakte
47y_, 41c, und 42c_, Relais B., Erde. Parallel zum Relais B= liegt das Relais 0,
welches ebenfalls erregt wird. Relais B2 schließt den Kontakt 49b und schaltet dadurch
das Relais A. an die Ader 3o an: Erde, Kontakt 1361ar, (Relais HR,, hat verzögerten
Ankerabfall und bleibt demnach nach Öffnen des Kontaktes 74c, noch kurze Zeit erregt),
Kontakt 7c1, Übertragerwicklung 28, Kontakt 29y1, Ader 30, Kontakte 31y., 49b2,
Relais A., Batterie, Erde: Parallel zu dem Relais AZ liegt im Leitungswähler das
Relais G, welches erregt wird über den Kontakt 50c2, sowie die Kontakte i i2c und
117a3. Trotzdem, wie aus Vorstehendem zu ersehen ist, im Leitungswähler das Relais
O erregt wurde, ist die Anschaltung der Rufstromquelle über den Kontakt 129q verhindert,
da gleichzeitig das Relais G anspricht lind den Kontakt 131ä geöffnet hat. Infolge
der gleichzeitigen Erregung der Relais A= und B. wird das Relais C.. kurzgeschlossen.
Es fällt demnach nach einiger Zeit ab und öffnet seine Kontakte 50c._, 42c, 41c.;,
39c, und 40c.. Es schließt ferner seinen Kontakt 32c,. Durch Öffnen des Kontaktes
40c- ist der Stromkreis für das Relais C3 unterbrochen. Das Relais TI ist mit verzögertem
Ankerabfall ausgestattet, so daß eine vorzeitige Wiederschließung des Stromkreises
für das Relais C3 am offenen Kontakt 36z, verhindert ist. Das Relais C3 kann demnach
abfallen und seinen eigenen Haltestromkreis am- Kontakt 138c3 öffnen.
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Wenn (las Relais C3 nach einiger Zeit abgefallen ist, öffnet es unter
anderem den Kontakt 71c;; und unterbricht dadurch den Stromkreis über die Wicklung
II des Relais J. Das Relais J fällt ab. Am Kontakt 139c3 wird der Stromkreis für
den Auslösemagneten M des Leitungswählers geschlossen: Erde, Kontakt 139c3, 1.10t,
14ib3, Steuerschalterkontakt 1o8 Stellung io, Auslösemagrlet 37, Batterie, Erde.
Der Leitungswähler wird in die Ruhelage zurückgebracht. Wenn die Schaltwelle ihre-Ruhelage
erreicht, wird das Relais F auf folgendem Wege erregt: Erde Kontakte 139c3, 140t,
141b3, Steuerschälterkontakt i08, Kopfkontakt 142k, Relais F, Widerstand ; 6, Batterie,
Erde. Der Steuerschalter geht in die Stellung i i. In dieser liegt Erde über dem
Unterbrecher 144 und dem Steuerschalterkontakt 145 am Relais F, und der Steuerschalter
gelangt demnach in die Stellung 1a. In dieser wird das Relais F erregt über die
Kontakte 146b3, 147t, i49c3, Steuerschalterkontakt 149. In der Stellung 13 ist die
zur Erregung erforderliche Erde über die Kontakte i5oa, sowie den Steuerschalterkontakt
151 angeschaltet. In der Stellung 14 wird das Relais F auf demselben Wege erregt
wie in der Stellung 12 des Steuerschalters und in der Stellung 15 auf dieselbe Weise
wie in der Stellung 13. In der letzten Arbeitsstellung 16 des Steuerschalters wird
das Relais F über die Kontakte 152k, Steuerschalterkontakt 153 und Kontakt 154c3
erregt. Der Steuerschalter gelangt in die Stellung i, seine Ruhestellung, in welcher
der Steuerschalterkontakt 38 wieder geschlossen ist und demnach der Leitungswähler
von neuem belegt werden kann. II. Die Prüfbeamtin in der Hauptvermittlungsstelle
stellt zwecks Prüfung einer in der Untervermittlungsstelle angeschlossenen Teilnehmerleitung
den Leitungswähler LW auf diese Teilnehmerleitung ein.
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Die Beamtin der Prüfstelle PSt der Hauptvermittlungsstelle führt bei
Freisein der Verbindungsleitung VL, den Stöpsel Stp, in die Klinke VKl, ein. Hierauf
stellt sie den über die Verbindungsleitung TAL 1 erreichbaren Leitungswähler LW
in der bereits beschriebenen Weise auf den Kontakt der betreffenden Teilnehmerleitung
ein. Da in der ebenfalls beschriebenen Weise in der Stellung 3 des Steuerschalters
des Leitungswählers das Relais J erregt wurde, bleibt der Steuerschalter in der
Stellung 4 stehen. Um den für Sprechverbindungen benutzten Leitungswähler für Prüfzwecke
verwenden zu können, ist es erforderlich, eine Umschaltung am Leitungswähler vorzunehmen,
durch welche die an der Sprechleitung vorgesehenen, für die verschiedenen Zustände
der Sprechverbindung erforderlichen Schalteinrichtungen (Relais u. dgl.) außer Wirkung
gesetzt werden. Um diese Umschaltungen vornehmen zu können, wird eine bestimmte
Sprechverbindungsleitung verwendet, welche von der Vermittlungsstelle
UV
abgeht und zur Hauptvermittlungsstelle HV
führt. Im vorliegenden
Fall ist angenommen, daß die Verbindungsleitung VL, hierfür verwendet wird. Am Arbeitsplatz
der Beamtin in der Prüfstelle ist für jede der Verbindungsleitungen eine Besetztlampe
vorgesehen. So ist beispielsweise die Besetztlampe BL, der Verbindungsleitung VL,
zugeordnet und wird eingeschaltet, wenn die Verbindungsleitung VL, besetzt ist.
Die Besetztlampe BL, wird in derselben Weise eingeschaltet wie die Besetztlampe
BL, der Verbindungsleitung VL, Die Art, in welcher Weise die Lampe BL, eingeschaltet
wird, wird später erläutert.
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Erkennt die Prüfbeamtin an dem Nichtleuchten der Besetztlampee BL."
daß die Verbindungsleitung VL, frei ist, so legt sie ihren Umschalter PU,, um und
verbindet dadurch die Adern 16o und 161 über die Schaltarme 162 und 163 mit den
Kontakten 164 und 165.
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Da -die Verbindungsleitung VL, frei ist, ist demnach das ihr am abgehenden
Ende in der
Untervermittlungsstelle zugeordnete Relais TRl" stromlos,
und die Kontakte 166tri' und 167tri ' sind geschlossen. Hierdurch kommt folgender
Stromkreis zier Wirkung: Erde, Batterie, Drosselspule 169, Kontakt 164, Schaltarm
z62, Ader 16o, Kontakt 166u1", Relais N und X, Erde. In diesem Stromkreis
kann nur das Relais X ansprechen, welches an seinem Kontakt 170x ein für Prüfzwecke
vorgesehenes Relais P., an den Prüfarm g2 anschaltet. Das Relais P; wird auf folgende
Weise erregt: Erde, Wicklung II und I des Relais P2, Kontakte i7in, 170x, Schaltarm
92, Kontakt 93, Ader 94, Widerstand 95,
Kontakt 96, Schaltarm
97, Wicklungen II und I des Relais Tr2, Kontakt g8kvw, Batterie, Erde. Das
Relais P2 sperrt durch Kurzschließung seiner hochohmigen Wicklung am Kbntakt 172p2
die belegte Teilnehmerleitung und schaltet am Kontakt 168p2 das Relais Y2 ein, welches
auf folgende Weise erregt wird Erde, Batterie, Relais UR, Kontakt 165, Schaltarm
163, Ader 161, Kontakte 167tr,_ ",
168p2, Relais Y2, Erde. Die Relais UR und
Y2 sprechen an. Das Relais UR schaltet über seinen Kontakt 173ur das Relais Y1 ein,
welches ebenfalls anspricht.
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Durch die Erregung der beiden Relais Y,. und Y2 wird die Verbindungsleitung
VL,, und der ihr zugeordnete, in der Untervermittlungsstelle angeordnete Leitungswähler
LW
in einen für Prüfzwecke geeigneten Zustand gebracht. Die abgehende Ader
30 der Verbindungsleitung VLl wird über den Kontakt 174y1 mit der Ader 175 verbunden
und die abgehende Ader 23 über den Kontakt 176y1 mit der Ader 177. Die Adern 175
und 177 führen zu Prüfeinrichtungen in der Prüfstelle PSt. Diese Prüfeinrichtungen
können in irgendeiner bekannten Art ausgebildet sein. An die Adern 175, 177 kann
sich des ferneren auch die Prüfbeamtin, beispielsweise durch Umlegen eines nicht
dargestellten Schalters, anschalten und mit den Teilnehmern zu der prüfenden Leitung
in Sprechverbindung treten. Das Relais Y2, welches in der Untervermittlungsstelle
UTA angeordnet ist, verbindet durch Öffnen des Kontaktes 3i72 und des Kontaktes
47Y, sowie Schließung der Kontakte 178y2 und 179y2 die in der Untervermittlungsstelle
ankommenden Adern 30 und 23 der Verbindungsleitung VLl mit den Schaltarmen
i06 und 107 und damit mit den Adern 133 und 134 der Teilnehmerleitung. Es ist jetzt
eine durchgehende leitende Verbindung zwischen der Prüfstelle und der zu prüfenden
Teilnehmerleitung unter Benutzung der Sprechverbindungsleitung VLl und des Sprechleitungswählers
LW hergestellt: 175, 174y1, 30, 178y_, 18o, i06, 132 und 133 und ferner 177,
176y1, 23, 17972, -181, 107, 135, 134-Wenn die Prüfbeamtin- alle erforderlichen
Verbindungen ausgeführt hat, zieht sie den Stöpsel Stp, aus der Klinke VKl, und
veranlaßt dadurch die Auslösung des Leitungswählers und die Freigabe der Verbindungsleitung
VLi. Wenn in der bereits geschilderten Weise das Relais C3 infolge Öffnens des Kontaktes
40c2 abgefallen ist, wird der Auslösemagnet l/1 wie folgt eingeschaltet: Erde, Batterie,
Magnet M, Steuerschalterkontakt 230 Stellung 4, Kontakt 231c', Erde. Der
Wähler wird ausgelöst und geht in die Ruhelage, in welcher der Kontakt 152k geschlossen
wird. Das Relais F wird jetzt erregt über diesen Kopfkontakt, den Steuerschalterkontakti53
Stellung 4 und den Kontakt 154c3. Der Steuerschalter geht in die Stellung 5.
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Die Weiterschaltung von der Stellung 5 in die Stellung 6 wird durch
die am Steuerschalterkontakt 68 anliegende Erde veranlaßt. Die Erregung des Relais
F in der Steuerschalterstellung 6 erfolgt über die Kontakte 89a3, 88u und Steuerschalterkontakt
87. In der Stellung 7 des Steuerschalters wird das Relais F in derselben Weise wie
in der Stellung 4 erregt, und zwar über die Kontakte 154c" 153 und 152k. In der
Stellung 8 ist die zur Erregung von F erforderliche Erde über 139c3, 1404 14ib3,
Steuerschalterkontakt 1o8, Kopfkontakt 142k angeschaltet.
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In der Stellung g ist Erde über den Kontakt 154c3 und den Steuerschalterkontakt
24o angeschaltet. Das Relais F wird in der Stellung io in derselben Weise erregt
wie in der Stellung 8, während in der Stellung ii der Unterbrecher 144 einen Stromstoß
zum Relais F aussendet. In den Stellungen 12 und 14 erhält das Relais F die zur
Erregung erforderliche Erde über die Kontakte 146b3, 1474 148c, und Steuerschalterkontakt
149, während in den Stellungen 13 und 15 Erde über i5oa, und 151 angeschaltet ist.
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In der letzten Arbeitsstellung (16) wird das Relais F über 152k, 153
und 154c3 zwecks Weiterschaltung des Steuerschalters in seine Ruhelage erregt.
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Durch Umlegen des Prüfschalters PU, in die Ruhelage wird auch die
Leitung YL4 freigegeben. III. Prüfung von Verbindungseinrichtungen in der Untervermittlungsstelle
UV.
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Wenn die Prüfbeamtin nicht nur die Teilnehmerleitungen, sondern auch
das Arbeiten des der geprüften Teilnehmerleitungen zugeordneten Vorwählers VW (Abb.
3) prüfen will, so drückt sie die Taste 182. Hierdurch wird an die Ader 16o die
starke Batterie 183 angeschaltet und dadurch das Relais N zum i Ansprechen gebracht.
Das Relais N öffnet seinen Kontakt 17in, wodurch der Stromkreis
über
die Relais P;, (.46b. ?) und T:= (Abb. 3) geöffnet wird. Infolgedessen wird über
den Kontakt i84tr= das Anrufrelais Rvw des Vorwählers VW an die Ader 134 angeschaltet.
Wird jetzt an die Ader 177, welche mit der Ader 134 in unmittelbarer Verbindung
steht, Batterie angelegt oder zwischen die Adern 175 und 177 in der Prüfstelle
eine Brücke gelegt, so spricht das Relais Rvze., an und schließt den Stromkreis
für den Antriebsmagneten D": Erde, Kontakte z85rvw, z86tr., Magnet D=, Unterbrecher
187, Batterie, Erde.
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Der Vorwähler läuft und sucht einen freien Leitungswähler. Ist z.
B. der Leitungswähler LW, frei, von welchem lediglich die Relais f14, B4
und C4 sowie der Steuerschalterkontakt 188 dargestellt sind, so kommt folgender
Prüfstromkreis zustande: Erde, Batterie, Kontakte i8g-r-vw, Wicklungen I und II
des Relais Tr_ Schaltarm 97, Kontakt 98, Wicklung I des Relais C4,
Steuerschalterkontakt 188 Stellung i, Erde. Das Relais Tf:, öffnet seine Kontakte
i84tr. und i8gtr.= und schließt seine Kontakte igotr, und igitr,. Ferner sperrt
es den gefundenen Leitungswähler durch Kurzschluß seiner hochohtnigen- Wicklung
I am Kontakt 192u, und öffnet am Kontakt i86tr, den Stromkreis für den Antriebsmagneten
D=. Über die Kontakte igotr. und igitr, sind die Adern 133 und 134 finit den Schaltarmen
193 und 194 und damit mit den Adern 195 und 196 verbunden.
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Wenn die Prüfbeamtin die Prüfungen erledigt hat, wird wieder der Leitungswähler
LW und Verbindungsleitung VL, sowie die für die Umschaltung der Leitungswähler
benutzte Verbindungsleitung T% L4 freigegeben. In irgendeiner bekannten, für das
Wesen der vorliegenden Erfindung belanglosen Weise wird am Leitungswähler der Stromkreis
über das Relais C4 und damit auch über das Relais TRZ unterbrochen. Das Relais Tr:;
fällt ab und schließt am Kontakt 186tr, den Stromkreis für den Antriebsmagneten
D2: Erde, Kontakte 197kyla, i86tr=, Magnet D., Unterbrecher 18-, Batterie, Erde.
Erreicht der Vorwähler die Ruhelage, so wird der Kontakt 197kna geöffnet und der
Stromkreis für den Drehmagneten D. unterbrochen. IV. Die Prüfbeamtin der Hauptvermittlungsstelle
verbindet sich über die Verbindungsleitung VL, den Leitungswähler LIF mit der zur
Hauptvermittlungsstelle zurückführenden VerbindungsleitungeT%L,.
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Am Leitungswähler Lf' sind mehrere zur Hauptvermittlungsstelle führende
Verbindungsleitungen angeschlossen. Dargestellt sind zwei Leitungen VL, und VL,
Die Leitung VL, wird, wie vorstehend beschrieben ist, für -die Umschaltung des Leitungswählers
benutzt.
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Wenn die Prüfbeamtin lediglich die Sprechverbindungsleitung zur Untervermittlungsstelle
und die von dieser zur Hauptverbindung zurücklaufende prüfen will, so stellt sie
den Leitungswähler LW nacheinander auf die verschiedenen Verbindungsleitungen ein.
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Die Verbindungsleitungen sind im Leitungswähler LW nach Art
eines Mehrfachanschlusses angeschlossen. Bei Einstellung dieses Leitungswählers
seitens eines Teilnehmers über einen in der Abb.2 nicht dargestellten Zugang wird
selbsttätig eine freie Verbindungsleitung zur Hauptvermittlungsstelle belegt. Die
Art, in welcher die Auswahl einer freien Verbindungsleitung erfolgt, ist völlig
belanglos, sie kann daher außer acht gelassen werden.
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Beim Belegen des Leitungswählers durch die Prüfbeamtin ist die Auswahl
einer freien zur Hauptvermittlungsstelle zurückführenden Verbindungsleitung nicht
möglich, da der Steuerschalter auf jeden Fall in der Stellung 4 stehenbleibt, die
Auswahl einer freien Mehrfachanschlußleitung aber nur in der Stellung 6 des Steuerschalters
möglich ist. Die Prüfbeamtin stellt den Leitungswähler durch Nummernstromstöße auf
diejenigen Kontakte ein, an welche die gewünschte, von ihr zu benutzende zur Hauptv
errnittlungsstelle laufende Verbindungsleitung TL, angeschlossen ist. Bereits beim
Erreichen des ersten Kontaktes derjenigen Kontaktgruppe, an welcher die Verbindungsleitungen
angeschlossen sind, wird der Kontakt mk geschlossen. Irgendwelche Schaltvorgänge
können hierdurch jedoch nicht eingeleitet werden, da der Steuerschalterkontakt igo
noch offen ist. Nach Beendigung der zweiten auf den Leitungswähler einwirkenden'Stromstoßreihe
steht, wenn eine der Verbindungsleitung VL3 entsprechende Zahl von Stromstößen ausgesandt
wurde, der Schaltarm io6 auf dem Kontakt igi, der Schaltarm 107 auf dem Kontakt
ig2 und der Schaltarm c92 auf dem Kontakt 193. Wenn die Prüfbeamtin in der geschilderten
Weise die Relais Y,. und Y, erregt hat und an die Adern 175 und 177 in der Prüfstelle
Rufstrom anlegt, so wird das Anrufrelais AR am Arbeitsplatz Plak erregt.
Dieser Rufstrom nimmt folgenden Weg: Rufstromquelle, Ader 175, Kontakt 174y1, Ader
30, Kontakt 178y, Ader iSo, Schaltarm io6, Kontakt igi, Ader 194, Schaltarm 195
des Prüfumschalters PU"
Kontakt 196, Ader 197, Kondensator 198, Wicklung I
des Relais AR, Kontakt iggtr-3, Ader Zoo, Kontakt 2o1 und Schaltarm 2o2 des
Prüfumschalters PU, Ader 203, Kontakt ig2, Schaltarm io7, Ader iSi, Kontakt
179y--, Ader 23, Kontakt 176y1, Ader 177, Ruf$trOmquelle.
Das Relais
AR spricht an und schaltet sich über seinen Arbeitskontakt 204a1 in einen vom Kontakt
205trs abhängigen Haltestromkreis ein. Parallel zur Haltewicklung II liegt die Anruflampe
Al. Ferner wird über den Kontakt 2o6ar die Besetztlampe BL, in
der
Prüfstelle eingeschaltet.
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Führt die Beamtin am Arbeitsplatz Plak den Stöpsel Stp, in die Klinke
KI, ein, so wird das Relais TR.. erregt, welches durch Öffnen des Kontaktes 207t1,
die belegte Leitung sperrt. Am Kontakt 2o5tr, wird der Stromkreis über die Anruflampe
Al und die Haltewicklung II des Relais AR unterbrochen, am Kontakt iggtrg
wird die Anrufbrücke (Kondensator 198 und Wicklung II des Relais AR) abgeschaltet
und am Kontakt 2o8tr, die Besetztlampe BL, eingeschaltet gehalten. Durch Schließung
des Klinkenkontaktes Zog wird der zwischen den Übertragerwicklungen 2I0 und 211
liegende Kondensator kurzgeschlossen und dadurch eine Gleichstrombrücke hergestellt,
durch welche in bekannter Weise ein zwischen die Adern 175 und 177 in der
Prüfstelle eingeschaltetes Überwachungsrelais betätigt wird. Die Prüfbeamtin kann
jetzt über die Verbindungsleitung VLl, den Leitungswähler und die Verbindungsleitung
VL3 mit der Beamtin am Arbeitsplatz Plak sprechen und die Sprechverständigung über
diese Leitungen prüfen. Sie kann ferner durch Umlegen des Schalters PU, die
Adern 19d./203 über die Schaltarme 195/2o2 und die Kontakte 215/2I6 mit den Adern
217/218 verbinden. Nunmehr ist ein Prüfweg hergestellt, welcher Schalteinrichtungen
PE der Prüfstelle P St miteinander verbindet, und zwar über die Adern 175/177, 3o/23,
180/181, I94/203, 217/2I8. An diesem Prüfweg kann, da sämtliche Brücken im Leitungswähler
und an den Verbindungsleitungen ' abgeschaltet sind, sowohl Gleichstrom als auch
Wechselstrom angeschaltet und somit jede gewünschte Prüfung vorgenommen werden.
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Die Auslösung der benutzten Verbindungseinrichtungen und die Freigabe
der Verbindungsleitungen erfolgt in der bereits geschilderten Weise. V. Prüfung
der Verbindungsleitungen zwischen der Vermittlungsstelle mit Prüfstelle und der
Vermittlungsstelle ohne Prüfstelle bei einem System, bei welchem die von anrufenden
Teilnehmern der Vermittlungsstelle ohne Prüfstelle gewünschten Verbindungen durch
Beamtinnen in der Hauptvermittlungsstelle mit Prüfstelle hergestellt werden (-Abb.4).
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An Hand der Abb. q. sei zunächst in großen Zügen erläutert, in welcher
Weise der Teilnehmer Thi" eine Verbindung mit dem Teilnehmer Tha4. erhält.
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Bei Anruf des Teilnehmers T1% stellt sich in irgendeiner bekannten
Weise der Vorwähler VW" auf eine freie Verbindungsleitung ein, und zwar beispielsweise
auf die Verbindungsleitung VL, Die Verbindungsleitung VL" führt zum Arbeitsplatz
Plak der Hauptvermittlungsstelle HV, in welcher die Prüfstelle PSt angeordnet ist.
Beien Belegen der Verbindungsleitung wird am Arbeitsplatz der Beamtin die Anrufeinrichtung
AR" beeinflußt und die Anruflampe AL", eingeschaltet. Gleichzeitig leuchtet am Arbeitsplatz
der Beamtin in der Prüfstelle PSt die Besetztlampe BL", welche der Verbindungsleitung
VL, zugeordnet ist, auf. Die Beamtin führt den Stöpsel Stp, in die Klinke KI" ein
und fragt ab. Hierauf stöpselt sie, wenn der anrufende Teilnehmer eine Verbindung
mit einem in seiner eigenen Vermittlungsstelle UV angeschlossenen Teilnehmer
wünscht, die Klinke K141 der freien zur Untervermittlungsstelle
UV führenden Verbindungsleitung VZ" mittels des Stöpsels Stp,'
. Mittels eines an sich bekannten Stromstoßsenders wird der Leitungswähler
LW, auf den Kontakt 442 und damit auf die Leitung zum Teilnehmer Tha" eingestellt.
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Die Sprechverbindung zwischen den Teilnehmern Tln, und TL% ist demnach
über folgende Verbindungseinrichtungen und Schaltmittel hergestellt: Tln", Vorwähler
VW", Verbindungsleitung VL, Prüfumschalter PU", Kontakt 431, Schalteinrichtung AR",
Klinke KZ" Schnurstromkreis, bestehend aus den Stöpseln Stp, und Stp 4',
Klinke K141, Übertrager Ue, Kontakt 411y1', Leitung VL", Kontakt 412y,', Leitungswähler
LW, Kontakt 442, Teilnehmer Th24=.
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Will die Beamtin der Prüfstelle PSt in der HauptvermittlungsstelleHV
die Verbindungsleitung zur Untervermittlungsstelle UV, an diese angeschlossene
Teilnehmerleitungen und die von der Untervermittlungsstelle UV zur Hauptvermittlungsstelle
führenden Leitungen prüfen, so belegt sie die Verbindungsleitung V41 über die Klinke
K141', welche der Klinke K141 parallel geschaltet ist. Der Leitungswähler LW, wird
durch die Prüfstelle PSt in derselben Weise eingestellt wie der Leitungswähler
LW der Abb. 2.
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Nach Einstellung des Leitungswählers auf einen Kontakt, z. B. auf
den Kontakt 442, wird wieder das Zurwirkungkommen der weiteren, bei Sprechverbindungen
eintretenden Schaltvorgänge verhindert. Zur Umschaltung des Leitungswählers LW für
Prüfzwecke legt die Prüfbeamtin, wenn sie an dem Nichtleuchten der Besetztlampe
BL" erkennt, <iaß die Verbindungsleitung TAL" frei
ist, den
Prüfumschalter PU", um und schließt dadurch den Kontakt 441. Die Relais Y,' und
Y,' werden in derselben Weise erregt wie die Relais Y, und Y2 in den Abb. i und
2. Infolgedessen werden die Kontakte 41 iyi und 4,'2y2 geöffnet sowie die Kontakte
413y,' und 414y2 geschlossen. Einrichtungen der Prüfstelle, z. B. die Prüfeinrichtung
PE4, ist alsdann über die Kontakte 413Y,', die Verbindungsleitung VL" und den Kontakt
414y2' mit den Schaltarmen des Leitungswählers verbunden.
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Die Beamtin prüft jetzt die Teilnehmerleitung Tln4_.
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Will die Prüfbeamtin eine Rundprüfung vornehmen, so veranlaßt sie
in der unter IV geschilderten Weise die Einstellung des der gewählten Teilnehmerleitung
zugeordneten Vorwählers VW". Im vorliegenden Fall hat der Vorwähler VW" Zugang zu
Verbindungsleitungen, welche zur Vermittlungsstelle HV abgehen. Ist z. B. die Verbindungsleitung
VL" frei, so ist nach Einstellung des Vorwählers VW" auf den Kontakt 432 die Prüfbeamtin
über die Verbindungsleitung VL" den Leitungswähler LyV4, den Vorwähler VW" , die
Verbindungsleitung VL, den Prüfumschalter PU4s mit dem Arbeitsplatz Plak verbunden.
Die Beamtin dieses Arbeitsplatzes meldet sich und tritt damit in Sprechverkehr mit
der Prüfbeamtin.
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Wenn die Prüfbeamtin erfahren hat, daß der Vorwähler VW, die Verbindungsleitung
V L" belegt hat, so kann sie den Prüfumschalter PU, in die Arbeitsstellung umlegen.
Durch Schließung des Kontaktes :I33 sind jetzt Schalteinrichtungen der Prüfeinrichtung
PE4 über die besetzten Verbindungsleitungen VL" und VL4s sowie die Wähler LW, und
1W42 miteinander verbunden.
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Nach dem Ziehen des Stöpsels aus der Klinke K14,' und dem Umlegen
der Prüfschalter PU" und PU" in die Ruhelage sind alle Verbindungseinrichtungen
und Leitungen wieder frei.
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Abgesehen von den Prüfstellen in einigen Vermittlungsstellen des Netzes
können selbstverständlich auch in den unüberwachten Vermittlungsstellen des Netzes
Prüfeinrichtungen vorgesehen werden, die bei Anwesenheit von Amtspersonal in diesen
Vermittlungsstellen benutzt werden können. Diese Prüfeinrichtungen werden aber meistens
nicht derart ausgeführt sein, daß damit alle Prüfungen, welche von den Prüfstellen
der Hauptvermittlungsstellen möglich sind, ausgeführt werden können.