DE489983C - Verfahren zum Durchtraenken von Foerderband- oder Riemengeweben - Google Patents

Verfahren zum Durchtraenken von Foerderband- oder Riemengeweben

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DE489983C
DE489983C DESCH74240D DESC074240D DE489983C DE 489983 C DE489983 C DE 489983C DE SCH74240 D DESCH74240 D DE SCH74240D DE SC074240 D DESC074240 D DE SC074240D DE 489983 C DE489983 C DE 489983C
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belts
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16GBELTS, CABLES, OR ROPES, PREDOMINANTLY USED FOR DRIVING PURPOSES; CHAINS; FITTINGS PREDOMINANTLY USED THEREFOR
    • F16G1/00Driving-belts
    • F16G1/04Driving-belts made of fibrous material, e.g. textiles, whether rubber-covered or not

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Reinforced Plastic Materials (AREA)
  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zum Durchtränken von Förderband- oder Riemengeweben Es ist bekannt, Treibriemen und Förderbänder an Stelle von Leder aus Geweben von Baumwolle, Kamelhaaren, Hanf, Leinen oder Jute herzustellen. Sind diese Gewebe in Kette und Schuß einfach hergestellt, wie z. B. Riementuch, so werden bei stärkeren Riemen und Transportbändern die einzelnen Gewebelagen mit Bindemitteln von lederartigem Charakter verbunden, z. B. mit Balata, Guttapercha oder auch Kautschuk. Zu diesem Zwecke wird das Riementuch z. B. mit Lösungen von Balata oder Balata und Guttapercha in Benzin bestrichen, der getrocknete Stoff auf einem Wärmetisch bis zur Erweichung des Bindemittels erhitzt und darauf lagenweise zusammengeklebt und der Riemen alsdann durch einen heißen Kalander gepreßt und gereckt, worauf gegebenenfalls noch eine Außenbedeckung desselben mit Balata erfolgt. Andererseits werden die Riementuche auch direkt mit plastisch und heiß geknetetem. Kautschuk oder Balata oder Guttapercha auf dem heißen Kalander gestrichen, wodurch das Lösungsmittel gespart wird, und hierbei werden die einzelnen Stofflagen in der bereits. beschriebenen Art und Weise zusammenkalandriert.
  • Ist Weichgummi das Bindemittel, so streicht man die Gummimischung auf dem heißen Kalander auf das Riementuch, vereinigt die einzelnen Lagen durch Zusammenkleben und Zusammenkalandrieren und vulkanisiert darauf den so hergestellten Gummitreibriemen.
  • Neben diesen mittels einfacher Gewebe hergestellten Treibriemen und Förderbändern, bei denen die Riementuchlagen durch Kautschuk, Guttapercha oder Balata verkittet @ sind, sind Treibriemen und Förderbänder im Handel, bei denen die Stärke der Ware durch ein entsprechendes Gewebe von mehreren übereinanderliegenden Ketten mit waagerechter und senkrechter Schußverbindung erreicht ist, wie z. B. bei Kamelhaarriemen und Rauloriemen. Bei dieser Art Riemen wird das Gewebeinnere mit Lösungen von Mineralrubber in Benzin u. dgl. Lösungsmitteln oder mit Firnis imprägniert und der imprägnierte Riemen darauf mit einer Außenbedeckung von Balata versehen oder mit einem Firnisfarben: anstrich bedeckt. Die Balata- und Guttaperchatreibriemen und Förderbänder haben den L'belstand, daß bei großer Beanspruchung oder Heißlaufen der Riemen die die ieinzelnen Riementuchlagen verkittende Schicht Ba.lata und Guttapercha erweicht und der Riemen dadurch verändert werden kann. Das gleiche gilt von der Außenbedeckung der Riemen mit Balata und Guttapercha. Bei Kautschuktreibriemen findet bei großer Beanspruchung oder Heißlaufen der Riemen oft ein Abreißen der Kautschukauflage statt, und diese vulkanisierten Kautschuktreibriemen sind außerdem sehr teuer.
  • Es ist auch bekannt, daß man Ledertreibriemen, anstatt sie zusammenzunähen, mit Celluloid oder Cellon zusammenkittet. Auch Schuhsohlen werden mit diesen Mitteln aufgeklebt.
  • Es ist auch bekannt, über ein Drahtnetz schichtenweise mittels geschmeidig bleibenden Celluloids oder Cellons mehrere Lagert von Papier- oder- Faserstoffen zu kleben und. auf diese Weise Treibriemen und Förderbänder herzustellen.
  • Andererseits benutzt man in der Kunstlederindustrie- seit langer Zeit Mischungen von Celluloseestern mit Weichhaltungsmitteln, praktisch Mischungen von io Nitrocellulose mit 16 Ricinusöl, zur Außenbedeckung von Gewebebahnen und erhält kältefeste, vorzügliche Kunstlederprodukte. Diese Kunstledermischungen sind infolge des hohenNitrocellttlosegehaltd' sehr viskos und dringen bei der Kunstlederherstellung nicht in das Gewebe ein" sondern bilden nur eben aufhaftende, zusammenhängende Außenbedeckungen, die sich durch starke Beanspruchung glatt von der Gewebebahn;.lösen, wie das bei Autositzen, Eisenbahnsitzen ir_ Erscheinung tritt.
  • Die Erfindung benutzt zur Herstellung von Textiltreibriemen und Transportbändern als lederartiges Imprägnier-, Verkittungs- und Außenbedeckungsmittel Lösungen von Nitrocellulose, die mit Linoxynlösungen verdünnt oder mit Lösungshnoxynöl vermischt undnunmehr zum Imprägnieren gebraucht werden. Diese Lösungen dringen tief in. die Gewebebahn ein oder durch den mehrere Millimeter starken Textiltreibriemen hindurch und imprägnieren, "verkitten und bedecken das Gewebe mit einer lederartigen Substanz. Zu diesem Zweck werden Celluloseester, besonders Nitrocellulose oder Filmabfälle, in Lösemitteln gelöst und die Lösung mit gelöstem Linoxyn oder Linoxynöl versetzt, so daß der Gehalt an gelöstem Linoxyn in der nach dem Verdunsten der Lösemittel verbleibenden Trockensubstanz das Doppelte bis Vierfache der Nitrocellulose beträgt und mit dieser einen gununielasüschen bis lederzähen Körper bildet.
  • Zum Imprägnieren und Verkitten von Textiltreibriemen wählt man z. B. eine 5- bis 15%ige Lösung, die eine gummielastisches Trockensubstanz nach dem Verdunsten der Lösemittel hinterläßt, welche auf i o Nitrocellulose q.o Linoxynöl enthält.
  • Zur Außenbedeckung wählt man eine 3obis goooige Lösung, die eine lederzähe Trockensubstanz nach dem Verdunsten der Lösemittel hinterläßt, welche auf i o Nitrocellulose 2o bis 25 Linoxynöl enthält.
  • Die 5- bis 15%igen Imprägnierlösungen, deren Trockensubstanz aus i o Nitrocellulose und q.o Lösungslinoxynöl besteht, sind lange nicht so viskos wie 5 bis 15 reine 1Vitrocellulose oder Normalkunstlederlösung und saugen sich infolge des hohen Gehalts an Lösungslinoxynöl tief indas Gewebe ein.
  • Der Imprägniervorgang geschieht in bekannter Weise, indem die Imprägnierlösung auf den evakuierten Riemen gelassen wird, worauf zur Beschleunigung der Imprägnierung die üblichen Hilfsmittel, Druck, Wallarbeit, Wärme usw., gebraucht werden können. Nach der Imprägnierung wird die überschüssige Imprägnierlösung abgelassen und der imprägnierte Textilriemen durch Vakuum, warme Luft u. dgl. Hilfsmittel getrocknet.
  • Die Außenbedeckung des imprägnierten Riemens geschieht alsdann mit der .erwähnten 3o- bis q.oojoigen Lösung, die eine Trockensubstanz von i o Nitrocellulose zu 2o Lösungslinoxynöl enthält, gegebenenfalls unter Beigabe beliebiger Farbstoffe.
  • Die Außenbedeckung der imprägnierten Riemen kann aber auch so geschehen, daß man die Lösungsgemische aus ,gelöster Nitrocellulose und gelöstem Linoxyn vom Lösemittel durch Abdunsten befreit, die verbleibende Trockensubstanz plastiziert und dann mittels Walze oder Kalanders, ähnlich wie Balata, auf den imprägnierten Textiltreibriemen aufpreßt.
  • Die Imprägnierlösung wird beispielsweise so hergestellt, daß man io Gewichtsteile Nitrocellulose in i o Gewichtsteilen Essigäther anquillt und allmählich mit einer Linoxynlösung verdünnt, die hergestellt ist :durch Auflösen von q.o Gewichtsteilen Walton- oder Taylor-Linoxyn und q.5o Gewichtsteilen eines Gemisches aus Essigäther und Spiritus bei I q.o bis 15o° C und i o atü im Autoklaven.
  • Der Außenbedeckungsanstrich wird beispielsweise so hergestellt, daß man 25 Gewichtsteile Linoxyn im Autoklaven in der gleichen Menge Spiritus auflöst und den Spiritus aus der Lösung verdampft, wobei das Linoxyn als Lösungslinoxynöl zurückbleibt. Die erhaltenen 25 Teile Lösungslinoxynöl vermischt man mit einer Nitrocelluloselösung, die hergestellt ist aus io Teilen Nitrocellulose und io Teilen Lösemittel, z. B. Methylacetat oder Aceton oder Essigäther usw., und die verdünnt ist mit 5o Teilen Verdünnungsmittel, z. B. Spiritus, Trichloräthylen, Benzol u. dgl. Dieser Mischung kann man noch 5 bis i o Teile Farbstoff zusetzen. Die Außenbedekkungsmasse, welche lösungsmittelfrei aufgebracht wird, kann beispielsweise so hergestellt werden, daß: man 2o Teile Waltan-Linoxyn in der gleichen Menge Spiritus im Autoklaven löst und diese Lösung zu einer Quellung gibt, die aus i o Teilen Schießwolle und i o Teilen Essigäther bereitet wurde. Aus diesem Gemisch entfernt man die Lösemittel durch Abdunsten und preßt die lösemittelfreie, plastizierte Masse mittels Walze oder Kalanders auf den imprägnierten Treibriemen.
  • Die so imprägnierten und bedeckten Textiltreibriemen und Förderbänder werden dann noch kalandriert, um ihnen ein schönes Aussehen zu geben.
  • Sie sind völlig unempfindlich gegen Wasser und nasse Räume, verändern sich auch bei größerer Beanspruchung nicht und haben eine hohe Zerreißfestigkeit und eine lange Lebensdauer. Sie verbinden die Billigkeit der Gewebetreibriemen mit der Zähe der Ledertreibriemen, sind letzteren gegenüber aber wasserfest und der Reckung weniger unterworfen; sie sind auch Kitze- und kälter beständig.

Claims (1)

  1. PAI"1'sNTANSPRÜCIIR: I. Verfahren zum Durchtränken von Förderband- oder Riemengeweben mit Lösungen von 1','itrocellulose, Celluloido, dgl., dadurch gekennzeichnet, daß Lösungen dieser Stoffe mit gelöstem Linoxyn verwandt werden, wobei diese Lösungen zum Imprägnieren, Verkitten und zur Außenbedeckung gebraucht werden. a. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die plastizierte, lösemittelfreie Masse aus Nitrocelluloseestern und Linoxyn in an sich bekannter Weise mittels Walze und Kalanders auf das Imprägniergewebe aufgepreß@t wird,- d. h. zur Außenbedeckung dient.
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