DE489353C - Elektrisches Schlagwerk fuer Pendeluhren - Google Patents

Elektrisches Schlagwerk fuer Pendeluhren

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DE489353C
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    • G04C21/00Producing acoustic time signals by electrical means
    • G04C21/04Indicating the time of the day
    • G04C21/06Indicating the time of the day by striking mechanism
    • G04C21/08Indicating the time of the day by striking mechanism with snail

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Description

  • Elektrisches Schlagwerk für Pendeluhren Zum elektrischen Betrieb des Schlagwerkes von Pendeluhren ist bereits vorgeschlagen worden, die Triebfeder durch eine Elektrizitätsquelle zu ersetzen, die einen Elektromagneten zur Betätigung des Schlagwerkhammers speist. Um die gewünschte Anzahl von Schlägen zu erhalten, hat man mechaniscbe Einrichtungen getroffen, um in die Spulen des Elektromagneten eine bestimmte Anzahl zeitlich voneinander getrennter Stromimpulse zu senden. Der Stromdurchtritt steuert Organe der Uhr, die das Schlagwerk in Gang setzen und die Reihenfolge sowie die Anzahl der Schläge regeln. Im biesonderen ist bereits vorgeschlagen worden, die Reihenfolge der Schläge durch einen periodischen Stromunterbrecher zu regeln, welcher durch das Pendel geschaltet wird, um regelmäßige Zeitintervalle zwischen den einzelnen Schlägen zu erzielen. Die Stromimpulse werden durch andere elektrische Unterbrecher gesteuert, welche hintereinander in den Stromkreis eingesetzt werden, oder aber mittels geeigneter mechanischer Ein- und Ausschaltvorrichtungen des periodisch durch das Pendel gesteuerten Stromunterbrechers. Bei allen älteren Systemen, «-elche auf diesem Prinzip beruhen, laufen die Stromsendungen in demselben Sinne, und der Anker des Elektromagneten wird beim Durchgang des Stromes betätigt und bewirkt das Anschlagen des Hammers; der Anker kehrt dann in seine ursprüngliche Lage durch eine Feder zurück, sobald der Strom unterbrochen wird. Zu diesem Zweck verwendet man Elektromagnete mit nichtpolarisierten Ankern aus Weicheisen.
  • Vorliegende Erfindung betrifft in erster Reihe den Ersatz des periodischen Unterbrechers zum Antrieb des Schlagwerkes durch einen Stromwender, welcher einen Elektromagneten mit durch einen permanenten Magneten polarisiertem Anker mit Strom versorgt. Der bewegliche Teil des polarisierten Elektromagneten ist mit dem Hammer des Schlagwerkes verbunden und erteilt ihm eine hin und her gehende Bewegung derselben Größe wie bei den üblichen mechanischen Schlagwerken.
  • Diese Einrichtung hat im besonderen nachstehende Vorteile: z. Die durch einen permanenten Magneten polarisierten Elektromagnete verhalten sich wie elektromagnetische Motore, die bekanntlich eine bessere Leistung aufweisen als nichtpolarisierte Elektromagnete, und die Erfahrung lehrt, daß man kräftigere Hammerstöße bei schwächerem Stromverbrauch erhält.
  • z. Mit polarisierten Elektromagnetenkann man direkt und ohne Beeinträchtigung der elektrischen Leistung einen erheblichen Winkelausschlag des Hammers erzielen, was zur Hervorbringung eines harmonischen Tones von Wichtigkeit ist.
  • 3. Bei Verwendung von nichtpolarisierten Elektromagneten hat der Anker, wenn der Kontakt nicht tadellos zustande kommt, das Bestreben, unter dem Einfluß der Rückzugsfeder in seine ursprüngliche Lage zurückzukehren und zu vibrieren. Der durch den Hammerschlag erzeugte Ton hört sich unangenehm an. Diese lästigen Vibri-erungen treten besonders auf, wenn der periodische Stromunterbrecher mit einem Reibungskontakt versehen ist. In diesem Falle veranlassen die Vibrierungen der elektrischen Kontaktteile kurze Stromunterbrechungen und mangelhafte Arbeitsweise des Schlagwerkes.
  • Dieser LUbelstand wird bei Anwendungeines polarisierten -Relais vermieden. In diesem Falle zeigen die kleinen Stromunterbrechungen nicht das Bestreben, den Hammer zurückzustellen. Dieser schlägt vielmehr die Glocke voll an, und erst bei Durchgang eines umgekehrt gerichteten Stromes kehrt der Anker in seine Ausgangsstellung zurück. Man kann infolgedessen Reibungskontakte verwenden, welche sicherer arbeiten als Auflagekontakte. Diese Eigenschaft ist insofern wertvoll, als der zu unterbrechende Strom verhältnismäßig stark ist und bei nicht reibenden Unterbrechern, die man bei den alten Systemen zu benutzen gezwungen war, eine rasche Beschädigung veranlaßt.
  • Die Erfindung ist nachstehend unter Hinweis auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben.
  • Abb. i ist eine Vorderansicht des Triebwerkes, welches auf eine Gestellplatte aufgesetzt ist. -Abb.2 ist eine Hinteransicht der Vorrichtung mit Elektromagneten, Schlapverk und Pendel.
  • Abb. ; ist eine Seitenansicht, Abb. q. eine Draufsicht auf den Elektromagneten und seinen Anker.
  • Abb. 5 ist die Vorderansicht des Stromwenders, in vergrößertem Maßstab, Abb.6 ein waagerechter Schnitt nach x-x von Abb.3.
  • Abb.7 und 8 sind zwei schematische Ansichten des Stromwenders in seinen äußersten Stellungen.
  • Abb. 9 und i o sind zwei Einzelansichten zur Erläuterung der übereinanderlagerung der beiden Kontakte des Stromwenders.
  • Der Gesamtmechanismus des elektrischen Schlagwerkes sitzt zwischen zwei Platinen i und 2 wie bei gewöhnlichen Uhrwerken. Hinter demselben liegt das Pende13, welches mittels eines Stiftes q. eines in der Höhe verstellbaren Läufers 5 auf eine Gabel 6 aufgreift, welche fest auf einer Achse 7 aufsitzt (Abt. 1, 2 und 3). Die Achse 7 geht frei durch die beiden Scheiben i und 2 hindurch und trägt an ihrem Vorderende den Stromwender B. Der Stromwender besteht aus zwei silbernen isolierten Kontaktstücken 9, io (Abt. 5 bis io). Das Kontaktstück 9 ist bei 15 auf eine Tronunel i i aus beliebigem isolierendem Material aufgeschraubt, die auf einen Bund 12 der Achse 7 aufgetrieben ist und durch einen Vorsteckstift oder einen Niet 14 an dem '.Teil 13 -der Achse befestigt wird. Das Kontaktstück io ist ebenfalls auf das abgedrehte Ende der Achse 7 stramm aufgesetzt. Das Kontaktstück 9 besitzt an seinem vorderen Ende einen halbkugelförmigen Teil, der sich in einen Zapfen 16 fortsetzt, auf den ein Ring 17 aufgesetzt ist. An letzterem ist das innere Ende -der Spiralfeder 18 in üblicher Weise befestigt, deren andernes, äußeres Ende durch einen Stift 1.9. am Ende der Brücke 2o festgelegt ist (Abt. 5 und 6). Die Brücke 2o besteht -aus Messing und ist auf eine an der Platine i befestigte Brücke 21 aus isolierendem Material aufgeschraubt. Die Befestigungsschraube der Brücke 2o auf der Brücke 21 dient gleichzeitig als Stromklemme und ist durch einen Leitungsdraht 26 mit dem Pol einer Batterie oder seiner anderen beliebigen Stromquelle verbunden.
  • Die Brücke '_>i trägt zwei federnde Lamellen 22, 23, an deren Enden Bürsten 2q., 25 aufsitzen, die sich auf die Kontakte 9 und io auflegen können. Diese federnden Lamellen sind an Winkeleisen mittels Schrauben befestigt, welche Stromklemmen bilden und je durch einen Leitungsdraht mit einer Wicklung des Elektromagneten verbunden sind. Die Brücke 2o trägt ferner einen Arm um dessen Ende bei 28 ein Hebel 29 aus isolierendem Material drehbar ist, an dem zwei Nocken aufsitzen. Jeder dieser Nocken setzt sich in ein-n Finger 29« fort, der bei der in Abb. i und 5 dargestellten ausgezogenen Stellung die Bürsten 2.l und 25 von den Kontaktstücken des Stromwenders 8 entfernt hält. Mit seinem hinteren Teil legt sich der Hebel 29 mittels eines Stiftes 3o auf das Ende des oberen Armes 31 des Abzuges 32 auf _(Abb. i und 5), der um einen Zapfen 33 der Platine i drehbar ist. Die Drehung dies Abzuges 32 wird durch einen Stift 34 und einen Ausschnitt am Umfang der Abzugsscheibe begrenzt. Der untere Arm 35 des Abzuges ist rechtwinklig an seinem Ende 36 umgebogen und legt sich auf den Arm eines Rechens 37, der um g8 drehbar ist. Der Rechen 37 ist an seinem Drehpunkt mit einem Rohrstück 39 verbunden, auf welches sich eine Bremsfeder 40 auflegt, die an der Brücke 41 der Platinei befestigt ist. Das Rohrstück 39 ist gleichzeitig mit einem Arm 43 verbunden, der in einen langen Schnabel .1.l ausläuft, dessen Ende sich auf einen der stufenförmigen Gänge eines Schneckenrades 4.5 auflegt. Letzteres steht in fester Verbindung mit einem Zahnrad 4.6 des Uhrwerkes, welches eine Umdrehung in 12 Stunden ausführt. Hinter dem Rad q.6 liegt ein zweites Rad 59, welches in der Stunde eine Umdrehung ausführt. An demselben sind zwei Stifte 82, 8; angebracht, die in ungleichen Abständen von dem Zentrum des Rades ,entfernt stehen. Der Rechen 37 besitzt i 5 Zähne, deren letzter, ,I2, an seinem unteren Endr niedriger ist als die übrigen. Dieser Zahn wird, wie aus Abb. i ersichtlich ist, durch eine Klinke 47 festgehalten, die um .48 drehbar ist und ständig durch eine Feder 49 gegen den Rechen angedrückt wird. Die Feder 49 ist an der Brücke 5o befestigt und greift auf einen Finger 51 der Klinke -17.
  • Eine zweite Klinke 52 dreht sich bei 53 um einen Arm des Hebels 54., der in der '-Mitte des gekröpften Teiles einer Achse 55 aufsitzt, die die Klinke 47 umgreift, wie weiter unten ausgeführt werden wird. Diese Achse 55 dreht sich um die Brücke 56 der Platine i. Sie ist in Abb. i in der Ruhelage dargestellt, in der die Klinke 52 zwischen dem dritten und dem vierten Zahn des Rechens mit Hilfe eitler federnden Lamelle 57 festgehalten wird. Diese sitzt einerseits am Rücken der Klinke 42 und legt sich andererseits auf das abgeschrägte Ende des Hehelarmes 5¢. Ein beweglicher Abzug 58, der um 594 drehbar ist, ist mit zwei Hubfingern oder Winkelarmen 6o. 61 versehen, deren freie Enden unter Stifte .f7' und 5a4 greifen, die seitlich an den Klinken .47 und 5a (Abb. i bis 3) vorstehen.
  • Das Ende des Abzuges trägt einen kleinen Arm 6a, der nach oben gerichtet ist und mit dem Abzug einen spitzen Winkel bildet. Derselbe endet in einen abgebogenen Teil, der im wesentlichen waagerecht verläuft und an den sich eine leicht gebogene Schrägfläche 64 anschließt. Am Abzug sitzt ferner ein Haken 65 mit abgesetztem Teil 66, der mit dem Ende der Bremsfeder ¢o in Eingriff tritt. Diese legt sich auf das zylindrische Rohrstück des Rechens, sobald dieser durch die Klinken gehoben wird. In der Ruhelage legt sich der bewegliche Abzug 58 auf den an der Platine i befestigten Halter 67. An der Platte 2, die parallel zur Platine i liegt und die Gestellrückwand bildet, befindet sich (Abb. 2 und q.) ein Elektromagnet, der aus zwei Spulen 68, 7o besteht, die auf einem Bodenstück 71, welches an dem Pol N des permanenten Magneten befestigt ist, aufsitzen. Die Spule 68 ist durch einen Leitungsdraht mit der Bürste 24. des Stromwenders und die Spule 70 mit der Bürste 25 verbunden.
  • Die Pole des Elektromagneten tragen Verlängerungen 73, 74., zwischen denen sich das eine Ende 75 des auf der gekröpften Achse 55 aufsitzenden Ankers bewegt. Die Achse 5 5 geht durch die beiden Platinen i und 2 hindurch. Das andere Ende 77 des Ankers ist rechtwinklig umgebogen und bewegt sich vor dem Pol S des permanenten Magneten 7z. der in Abb. 2 strichpunktiert dargestellt ist. Die Achse 55 trägt außerdem die gebogene Stange 78 eines Hamm rs 79, welcher gegenüber der auf dem Arm 81 aufsitzenden Glocke 78 steht. An der Platine ist eine Feder 8¢ aus Silber z. B. (Abb. a, 3 und 6) befestigt, deren freies Ende sich auf den Scheitel einer Mutter 85 auflegt, welche auf das Ende der Achse 7 aufgeschraubt ist und einen Kontakt i o trägt. Diese Feder 84. steht durch einen Leitungsdraht 86 mit dem negativen Pol der Batterie in Verbindung.
  • Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Der Stromwender 8 schwingt beständig infolge der Einwirkung des Pendels 3, während das Rad 59, welches den Minutenzeiger trägt, im Sinne des Pfeiles f fAbb. i 1 sich dreht und pro Stunde eine Umdrehung ausführt. Wenn der Stift 8 2 sich unter das Ende 65 einstellt, hebt er d:n Abzug 58, der abgesetzte Teil 66 hebt die Bremsfeder q0, während die Stifte der Klinken ,I7 und 52 auf den Schrägflächen der Hubstangen 6o und 61 gleiten. Die Klinke .47 hebt sich etwas ab und tritt von dem ersten Zahn des Rechens, der, wie bereits erwähnt, kürzer ist als die übrigen Zähne. Infolge seines Gewichtes fällt der Rechen nach unten und wird durch den zweiten, längeren Zahn festgehalten, der sich auf die schnabelartige Verlängerung der Klinke 47 auflegt. Diese Stellung b.ereittet den darauf folgenden Halbstundenschlag vor.
  • Der bewegliche Abzug 58 nimmt dann eine Stellung ein, bei welcher das Ende des Armes 62 mit demselben in Berührung sich befindet und das Ende 36 des unteren Armes des Abzuges 3a in seiner Hochlage festhält und den abgefallenen Rechen 37 ersetzt.
  • Das Rad 59 dreht sich weiter, der Stift 82 gibt den Endansatz 65 frei, der Abzug 58 nimmt die ursprüngliche Stellung wieder ein, und die Klinken 4.7 und 52 werden durch. die Feder gegen die Zähne des Rechens gedrückt; da der Arm 35 durch den Anleger 63 nicht mehr festgehalten wird, fällt !er nach unten. Hierdurch dreht sich der Abzug 32, dessen Arm 31 nach unten geht, so daß der Nockenhebel 29 sich frei drehen kann und die Ansätze 29a die Bürsten a4 und 25 freigeben, die sich auf den Kollektor 8 auflegen. Wenn die Bürste 24 den Kontakt g und die Bürste 25 den Kontakt io berührt (Abb.7), erzeugt der Strom infolge der Windungsrichtung der Spulen bei 73 einen Nordpol und bei 74 einen Südpol. Der durch Influenz magnetisierte Südanker wird nach oben gezogen. Da der Anker mit der Achse 55 verbunden ist, dreht sich diese so weit, daß die Kröpfung 55a derselben (Abb. 4) und mit ihr die Klinke 52 um die Höhe eines Zahnes des Rechens nach unten geht und der Hammer 79 von der Glocke 8o um eine Zahnhöhe abgehoben wird.
  • Bei der folgenden Schwingung des Pendels 3 wird der Kollektor 8 in die Stellung Abb. 8 zurückgeführt, so daß die Kontakte 9 und i o in Berührung mit den Bürsten 24 und 25 stehen. Der Strom wird in dem Elektromagneten umgekehrt, und der Anker nimmt seine ursprüngliche Lage wieder (ein (Abb. 2) ; der Hammer 79 schlägt auf die Glocke, während die Kröpfung 55a der Achse 55 die Klinke 52 hochhebt, die hierbei den Rechen mitnimmt. Die Klinke 47 nimmt dann wieder ihre Stellung unterhalb des letzten Zahnes des Rechens ein. (Der Halbstundenschlag ist erfolgt.) Das Rad 59 dreht sich weiter; der Stift 83 hebt nun seinerseits den Endansatz 65. Wie weiter oben ausgeführt wurde, liegt dieser Stift vom Zentrum :des Rades 59 weiter ab als der Stift 82. Infolgedessen wird der Endansatz 65 stärker gehoben als vorher, der bewegliche Abzug 58 macht einen größeren Ausschlag. In dieser Stellung gibt das waagerechte Ende 63 des Abzuges das Ende 36 des Armes 35 frei, und dieses gleitet längs der Schrägfläche 64 des Armes 62. Die Klinken 47 und 52 werden durch die Hubfinger 6o und 61 stärker abgehoben und treten vollkommen aus den Zähnen des Rechens heraus. Dieser fällt nach unten und nimmt hierbei den Arm 43 mit, bis die Schnabelverlängerung 47 sich auf eine der Spiralstufen des Schneckenrades auflegt. Da die Höhe jeder Schneckenstufeeiner bestimmten Anzahl von i bis 12 Zähnen des Rechens entspricht, so wird das Ende 44 durch die Schneckenstufe festgehalten, welche der durch den Stundenzeiger angegebenen Stunde und somit der Anzahl der Schläge, die erfolgen sollen, entspricht.
  • Das Rad 59 dreht sich weiter. Der Stift 83 tritt unter den Ansatz 65 zurück, und der Abzug 58 nimmt wieder seine ursprüngliche Stellung ein, die Klinken 52 und 47 kommen in Berührung mit dem Rechen. Der Abzug 32 geht nach unten, und wie vorher können die Bürsten 24 und 25 sich wieder auf die Kontakte q und i o des Kollektors 8 auflegen. Bei jeder Stromumkehr im Elektromagneten durch den Stromwender 8 führen der Anker 75 und die Achse 55 eine Schwingung aus. Bei jedem Hub der Klinke 52, der einem durch den Hammer ausgeführten Schlag. entspricht, hebt sich der Rechen um einen Zahn, bis er in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt ist, und hebt mittels seines Armes 37 den unteren Arm des Abzuges 32 hoch. Dieser entfernt mittels des Hebels 29 die Bürsten vom Kollektor und unterbricht den Stromdurchgang.
  • Die beschriebene Anordnung ergibt gegenüber den bekannten Anordnungen, bei welchen der Strom in nur einer Richtung ausgesandt wird und der Elektromagnet durch Federn gesteuert wird, noch einen weiteren Vorteil. Bei diesen bekannten Anordnungen kann der erste Schlag des Schlagwerkes schwächer sein, wenn durch Zufall die Auslösung des Schlagwerkes einen kleinen Augenblick nach dem Beginn des Schließens des durch den Balancier gesteuerten Unterbrechers erfolgt. Dieser Nachteil ist bei der beschriebenen Neuerung vollkommen vermieden, denn der erste Stromstoß kann niemals den ersten Schlag des Schlagwerkes bewirken. Der aerste Stromstoß läßt lediglich den Hammer an seinem Platz oder entfernt ihn von der Glocke, während .erst der zweite oder nächstfolgende Stromstoß den Schlag des Hammers bewirkt. Infolgedessen kann durch das Ausklinksystem der Stromstoß nicht verkürzt werden, und das Schlagwerk schlägt auch bei Beginn stets vollkommen frei.
  • Selbstverständlich können in den Einzelheiten Änderungen getroffen werden, öhne daß aus dem Rahmen der Erfindung herausgetreten wird.
  • Es können unter anderem folgende Ausführungsformen in Frage kommen: i. Die Schaltung des Stromverteilers kann mittels anderer Mittel als des beispielsweise genannten geschehen. Man kann die Achse der Stromwenderscheibe mit :einem Arm versehen, an dessen Ende man "eine Gelenkstange anbringt, dessen anderes Ende auf einem Support, der mit dem Pendel verbunden ist, sich dreht. Man überträgt auf diese Weise die Schwingungen des Pendels auf die hin und her gehende Bewegung des Stromverteilers.
  • 2. Statt eines hin und her gehenden Strom-Wenders kann man auch einen drehbaren Umschalter benutzen, welcher durch das Pendel gesteuert wird. Dieser Umschalter kann fest verbunden sein mit dem Schaltrad des Pendels oder aber mit einem anderen Schaltrad in Verbindung stehen, welches durch das Pendel mittels einer I0inke geschaltet wird. Dieser Umschalter kann isolierte Sektoren tragen, damit die Zeitintervalle der Schläge des Schlagwerkes einem Vielfachen der Oszillationsperiode des Pendels entsprechen.
  • Die oben beschriebenen Mittel zur Auslösung des Schlagwerkes und zu dessen plötzlichem Stillstand, wenn die gewünschte Anzahl Schläge erfolgt ist, sind auch anwendbar bei einem Schlagwerk mit nichtpolarisiertem Elektromagneten, welcher durch einen interniittierenden, nicht umgewendeten Strom beeinflußt wird. Der Stromunterbrecher kann aus einer kleinen Scheibe bestehen, welche eine bin und her gehende oder rotierende Bewegung ausführt und mit isolierenden und leitenden Abschnitten versehen ist, die nacheinander sich vor eine Lamellenfeder einstellen. Diese Lamellenfeder wird normal von der Scheibe abgehoben, kommt aber mit derselben während des Ganges des Schlagwerkes in Berührung unter Vermittlung derselben Organe wie bei der oben beschriebenen Einrichtung. Die Pendeluhr mit Schlagwerk kann als Hauptuhr verwendet werden, um das Schlagwerk von Normaluhren aus der Ferne oder einfach andere Schlagwerke, die gleichzeitig funktionieren, in Tätigkeit zu setzen. Zu diesem Zweck verwendet man bei den Empfangsschlagwerken Elektromagnete, welche mit dem Elektromagneten der oben beschriebenen Einrichtung parallel geschaltet sind. Auf diese Weise setzen sich sämtliche Anker der Elektromagneten gleichzeitig in Bewegung und stehen gleichzeitig still.

Claims (1)

  1. PATRI''TANSPRÜCHE: 1. Elektrisches Schlagwerk für Pendeluhren mit Stromunterbrecher, Elektromagneten, stromunterbrechenden Rechen und stromschließender Auslösung, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (68, 70) polarisiert ist und der Unterbrecher als Stromwender ausgebildet ist. z. Elektrisches Schlagwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingungen des Stromunterbrechers mit einer niedrigeren Frequenz als die Pendelschwingungen erfolgen. 3. Elektrisches Schlagwerk nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürsten. (2q., 25) des Stromwenders normalerweise von diesem abgehoben sind, und zwar durch einen zusammen mit dem Rechen betätigten Abzug (31, 35) während dessen Hochlage, der die Bürsten erst freigibt, wenn er nach Fallen des Rechens selbst sinkt, und dadurch die Wirksamkeit des Schlagwerkes ermöglicht, bis der wieder vollständig angehobene Rechen erneut die Bürsten abhebt.
DES76905D 1926-03-12 1926-11-02 Elektrisches Schlagwerk fuer Pendeluhren Expired DE489353C (de)

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