DE489293C - Verfahren zur mikrophonischen Beeinflussung mit Hilfe eines kapazitiven oder induktiven Mikrophons - Google Patents
Verfahren zur mikrophonischen Beeinflussung mit Hilfe eines kapazitiven oder induktiven MikrophonsInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03C—MODULATION
- H03C5/00—Amplitude modulation and angle modulation produced simultaneously or at will by the same modulating signal
Landscapes
- Electrostatic, Electromagnetic, Magneto- Strictive, And Variable-Resistance Transducers (AREA)
Description
- Verfahren zur mikrophonischen Beeinflussung mit Hilfe eines kapazitiven oder induktiven Mikrophons Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur mikrophonischen Beeinflussung und verwendet dazu kapazitive oder induktive Mikrophone in Verbindung mit Röhrenschwingungsgeneratoren. Die bisherigen in Verbindung mit Entladungsröhren verwendeten Schaltungen für kapazitive Mikrophone bestanden im wesentlichen darin, daß eine durch akustische Schwingungen beeinflußbare Kapazität in Serie mit einer Stromquelle in den Gitterkreis einer lediglich als Verstäxkerröhre wirkenden Entladungsröhre geschaltet war. Durch die infolge der veränderlichen Kapazität verursachten Gitterspannungsschwankungen erfolgte die Steuerung des Anodenstromes. Die Verstärkerwirkung dieser Einrichtung kann einen bestimmten durch die Charakteristik der Röhre bedingten Grad nicht überschreiten. Einen ganz anderen Weg schlägt die Erfindung ein, indem sie eine im Sprachrhythmus modulierbare Kapazität oder Selbstinduktion an irgendeiner Stelle einer I-Iochfrequenzerzeugungsanordnung für ungedämpfte Schwingungen mittels Entladungsröhren anbringt. Dies kann z. B. im Gitterkreis einer Schwingungsröhre vorgenommen werden, wobei es durch günstigste Wahl von Kopplung, Wellenlänge usw. erreicht wird, daß die Kurve, die die Abhängigkeit der Schwingungsenergie von der betreffenden veränderlichen Kapazität oder Selbstinduktion darstellt, auf einer Seite beliebig steil wird. Die im Sprachrhythmus sich verändernde Kapazität wird durch ein an sich bekanntes Kondensatormikrophon erzeugt. Die Modulation des Senders läßt sich jedoch nach der Erfindung dadurch noch erreichen, daß an Stelle der besprechungsfähigen Kapazität eines Schwingungskreises der Generator die Selbstinduktion eines solchen Kreises so gestaltet, daß sie ihre Größe im Rhythmus der auftreffenden Schallwellen ändert. Wie eingangs erwähnt wird, arbeitet die Röhre nach der Erfindung nicht als Verstärker, wenngleich die ganze Anordnung auch als solcher verwendet werden kann, sondern als Schwingungserzeuger. Die in einem solchen erzeugte Schwingungsenergie stellt in Abhängigkeit von der Gitterkapazität bzw. Selbstinduktion eine Kurve dar, wie sie die Abb. Z zeigt. Hierin ist auf der Abszisse die Gitterkapazität und auf der Ordinate die Schwingungsenergie eingetragen. Die Form der Kurve, insbesondere der abfallende Teil, kann durch entsprechende Dimensionierung der Kapazität der Selbstinduktion sowie der Kopplung nach Bedarf geändert werden. Im vorliegenden Falle erscheint es angezeigt, einen möglichst steilen Abfall zu erzielen, so daß die kleinsten Schwankungen der Kapazität oder der Selbstinduktion in dem bestimmenden Schwingungskreise relativ sehr großen Schwankungen der Schwingungsenergie entsprechen. Schwankt die Kapazität um den Betrag a, so ändert sich die Schwingungsenergie um den Betrag b.
- Die Erfindung sei an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Abb. z zeigt eine der bekannten Röhrensenderschaltungen. An einem Entladungsgefäß i mit Gitter 2, Anode 3 und Kathode q. ist der Gitterkreis zu einem Schwingungskreise 5 mit Selbstinduktion 6 und Kapazität 7 ausgebildet. Ebenso bildet der Anodenkreis einen abstimmfähigen_ Schwingungskreis 8 durch Selbstinduktion g und Kapazität =o. Die Kathode q. wird durch die Batterie =i geheizt, während die Batterie 12 zu beiden Seiten des Kondensators 13 dem Anodenkreis die Gleichstromspeiseenergie zuführt. Es ist bekannt, daß eine solche Anordnung imstande ist, ungedämpfte Schwingungen zu erzeugen, bei gleicher Abstimmung des Gitter-und Anodenkreises. Die Kapazität 7 ist erfindungsgemäß zu einem Kondensatormikrophon ausgebildet. Wird dieses besprochen, d. h. wird die Eigenwelle des vorher mit dem Arbeitskreis (Schwingungskreis) in Resonanz befindlichen Gitter- (Schwungrad-) Kreises geändert, so muß die Energie in ersterem abnehmen. Am günstigsten ist es, vorher nicht genaue Resonanz lierzustellen, d. h. also nicht im Scheitelpunkt der Schwingungskurve der Abb. _, sondern- auf einem Punkt zu arbeiten, der etwa in der Mitte des steilsten Teiles der Schwingungskurve liegt, weil in diesem Falle die Kapazitätsänderungen nach beiden Richtungen maximale Änderungen der Schwingungsenergie zur Folge haben. Die Schwankungen der Schwingungsenergie prägen sich sowohl in Gleichstromänderungen im Anodenkreise als auch in Hochfrequenzänderungen im Schwingungskreise 8 aus. Man hat daher zwei Möglichkeiten, die gesteuerte Energie auszunutzen: einmal kann man die Anordnung lediglich als Einrichtung zur Umwandlung akustischer in elektrische Schwingungen benutzen, zu welchem Zweck ein Transformator =q. in den Anodenkreis eingeschaltet werden kann, dessen Sekundärseite zu einem Telephon oder zu einem weiteren Verstärker geführt -ist. Andererseits können die beeinflußten Hochfrequenzschwingungen des Kreises direkt benutzt werden, ein Verfahren, das jedoch bereits bekannt geworden ist und nicht Gegenstand dieser Erfindung bildet.
- Dieselben Gleichstromänderungen erreicht man, wenn an Stelle des Gitterkreiskondensators der Anodenkreiskondensator als Mikrophon im Sinne der Erfindung ausgebildet würde. Auch hierbei entsteht eine Verstimmung der beiden genau oder annähernd auf gleiche Frequenz abgestimmten Kreise.
- Die verhältnismäßig hohe Empfindlichkeit der Anordnung ermöglicht es, die Membran des Kondensatormikrophons, die sich in einem Ab-Stande von etwas über 1/;0o mm von der Gegenplatte befindet, möglichst straff zu spannen, so daß die Eigenfrequenz sehr hoch liegt und nicht mehr störend wirkt.
- Das weitere liegt dem Erfindungsgedanken zugrunde, durch Änderung der Selbstinduktion eines der Generatorschwingungskreise die oben erläuterten Wirkungen zu erreichen. Zu diesem Zweck kann man die Gitterkreisspule oder die Anodenkreisspule eines Röhrengenerator in zwei, beispielsweise in Variometerschaltung, untereinander verbundenen Spulen unterteilen, von denen die eine entsprechend dem Kapazitätsmikrophon fest, und die andere als Membran ausgebildet ist. Auch hierbei wird sich infolge der durch die akustischen Wellen bewegten einen Spule der Abstand der Spulen, und damit die Selbstinduktion der Anordnung ändern. Die Wirkungen machen sich dann in derselben Weise bemerkbär wie bei Verwendung eines Kapazitätsmikrophons.
- Eine wesentliche Erhöhung der Wirkung tritt ein, wenn zwei Kapazitätsmikrophone oder zwei Selbstinduktionsmikrophone bzw. ein Kapazitäts- und ein Selbstinduktionsmikrophon verwendet werden, welche in sich unterstützendem Sinne arbeiten. Diese beiden Mikrophone können auch auf verschiedene Kreise des Generators verteilt sein.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur mikrophonischen Beeinflussung mit Hilfe eines kapazitiven oder induktiven Mikrophons in Verbindung mit einem Röhrenschwingungsgenerator, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Beeinflussung des Mikrophons erzeugten Anodengleichstromschwankungen im Schwingungszustand des Röhrengenerators allein zur Steuerung angeschlossener Einrichtungen benutzt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Röhrenschwingungsgenerator so geschaltet und eingestellt wird, daß durch geringste kapazitive oder induktive Änderungen in den die Schwingungserzeugung bestimmenden Schwingungskreisen maximale Schwankungen des Anodengleichstromes hervorgebracht werden.
- 3. Einrichtung zur Ausübung des Ver- i fahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das kapazitive Mikrophon oder eine Kombination dieser beiden in oder an den Gitterkreis oder den Anodenkreis oder beide Kreise des Röhrengenerators i geschaltet ist. q..
- Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das kapazitive Mikrophon die Gitter- oder die Anodenkreiskapazität bildet. i
- 5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Induktivitätsmikro- Phon die Selbstinduktion des Gitter- oder des Anodenkreises bildet.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 3 und folgende, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Schwingungen parallel zur Gitterkathodenstrecke und zur Anodenkathodenstrecke je ein abstimmbarer Schwingungskreis geschaltet ist, zwischen denen eine äußere, schaltungstechnische Rückkopplung vermieden ist (Kühn-Schaltung) .
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH98279D DE489293C (de) | 1924-08-26 | 1924-08-26 | Verfahren zur mikrophonischen Beeinflussung mit Hilfe eines kapazitiven oder induktiven Mikrophons |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE489293C true DE489293C (de) | 1930-01-16 |
Family
ID=7168022
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH98279D Expired DE489293C (de) | 1924-08-26 | 1924-08-26 | Verfahren zur mikrophonischen Beeinflussung mit Hilfe eines kapazitiven oder induktiven Mikrophons |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE489293C (de) |
-
1924
- 1924-08-26 DE DEH98279D patent/DE489293C/de not_active Expired
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