DE488939C - Verfahren und Maschine zum Naehen von Festons - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Naehen von Festons

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DE488939C
DE488939C DEM90772D DEM0090772D DE488939C DE 488939 C DE488939 C DE 488939C DE M90772 D DEM90772 D DE M90772D DE M0090772 D DEM0090772 D DE M0090772D DE 488939 C DE488939 C DE 488939C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B85/00Needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Verfahren und Maschine zum Nähen von Festons Bei Festonnähmaschinen, bei welchen zum Ausschneiden von Stoffkanten während des Festonnähens ein Schneidwerkzeug verwendet wird, zeigt sich der übelstand, daß die Stoffkante nie scharf ist, sondern hervorragende Fasern zeigt, die durch den Kantenfaden des Festons nicht verdeckt werden, sondern über diese hinausstehen. Man hat wohl versucht, den Schnitt zu verbessern, indem man das Schneidwerkzeug scherenartig ausbildete oder zweiteilig , wobei die beiden Teile des SChneidwerkzeuges scherenartig zusammenwirken; aber auch dann noch ergeben sich Fasern, die über den Kantenfaden des Festons hinausragen und so einen unsauberen Festonbogen ergeben.
  • Beim Verfahren gemäß vorliegender Erfindung ist dieser Nachteil dadurch vermieden, daß die über den geschnittenen Stoffrand hinausragenden Stoffasern durch die die Kante benähende Nadel gleichzeitig mit dem Mähen nach unten umgebogen werden.
  • Bei der zurr Ausübung des Verfahrens ,dienendeu Festonnähmaschine mit einer Schneidvorrichtung zum Ausschneiden des Stoffes während des Nähens und mit zwei Nadeln zurr Nähen des Festons_ wird eine Kantennadel verwendet, deren Spitzenemde auf bekannte Weise exzentrisch zur Schaftachse liegt und die sich dadurch auszeichnet, daß ihre Spitze keilfiörmig zugespitzt ist, derart, daß eine schmale, schräge Fläche entsteht, die zusammen mit den anstoßenden Keilebenen beim Nähen das Umbiegen der über den geschnittenen Stoffrand hinausragenden Fasern auch in den Ecken bewirkt.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Abb. i zeigt dasselbe in Anwendung an einer Zweinadelfestonnähmaschine.
  • Abb, a zeigt dasselbe in Seitenansicht und Abb. 3 dasselbe in Vorderansicht, teilweise im Schnitt.
  • Abb. 4 zeigt die Stellung der Nadel gemäß der Erfindung zum Feston.
  • In Abb. i ist der untere Teil des Maschinenkopfes einer Zweinadelfestonnähmaschine dargestellt. An der Nadelstange 3 ist eine Rolle 4 angebracht, welche in der Ebene der beiden Nadeln 16 und 17 sich befindet, welche beide von der Nadelstange getragen werden und mit dieser die bekannten Auf-und Abwärtsbewegungen ausführen. Ein Fadenvorleger io besteht aus einem gebogenen Draht, welcher an seinem unteren Ende zu einem Haken ausgebildet ist. Das obere Ende des Fadenvorlegers ist an einem Arm 14 schwingbar gelagert, derart, daß der Fadenvorleger in der gemeinsamen Ebene der beiden Nadeln schwingen kann. An der Nadelstange 3 greifen nicht dargestellte Antriebmxttel an, um ihr die nötigen Bewegungen zu erteilen. Der Fadenvorleger i o wird durch eine Feder 12 beständig an der Rolle 4 anliegend gehälten.
  • Der Mascbinen'kopf trägt eine in bekannter Weise schräg gelagerte Schneidvorrichtung, und zwar das Obermesser 2, welches mit dem Untermesser i in bekannter Weise znzsammena.rbeitetund den Stoff 15 so aussdhne!idet, daß die gewünschte Festonkante, welche zu umnähen ist, entsteht.
  • Die Kantennadel i 7 ist derart angeordnet, daß -sie gerade an der frisch geschnittenen Stoffkante entlang sich abwärts bewegt, somit dort sticht, wo das Messer gerade geschnitten hat. Es ist dies aus den Abb. i und 4 ersichtlich. Zu diesem Zwecke hat das Obermesser 2 in bekannter Weise die Aussparung 5, damit die Nadel 17 durch diese Aussparung 5 hindurchgehen kann, solange das Obermesser 2 sich in seiner Tiefstellung befindet. Der Stoffdrücker 6 liegt auf dem Längsschlitten 7 des Kreiuzschlittens 7, 8, und zwischen beiden liegt der zu . festonierende Stoff 15.
  • Wie aus Abb. 2 und 3 hervorgeht, ist nun die Kantennadel 17 in besonderer Weise unterhalb des Öhres 18 zugespitzt, und zwar derart, daB eine schräge Fläche i9 entstanden ist, welche schräg zur Nadelachse verläuft und diese schneidet. Seitlich der schrägen Fläche ig befinden sich schräg zur Nadelachse verlaufende Flächen 20 und 21 als Folge der eigentümlichen Zuspitzung der Nadel. Wird eine Ebene durch die schräge Fläche i g und die Nadelachse gelegt, so steht dieselbe senkrecht auf der Achse des Nadelähres.
  • Ist nun durch das Schneidwerkzeug i, 2 ein Schnitt in den Stoff entsprechend dem Verlauf des Festons gemacht worden, so werden Faserteilchen am Rande des Stoffes hervorstehen. Damit dieselben nun nicht älb.er den Kantenfaden, welcher durch die Kantennadel 17 verlegt wird, hervorragen und so einen unsauberen Eindruck ,erwecken, kommt bei der Abwärtsbewegung der Kantennadel 17 die schräge Fläche i9 zur Wirkung, bevor der Kantenfaden verlegt wird, indem die schräge Fläche i g an der Stoffkante, also am Festonrand; entlang streicht, wodurch die hervorstehenden Fasern umgelegt werden, bevor die Kantennadel den Kantenfaden auf die Stoffkante legt. Der Kantenfaden ist somit infolge der Beschaffenheit der Kantennadel imstande, sämtliche Fasern zu verdecken. In Abb. 4 ist gerade die Stellung gezeigt, in welcher die Kantennadel 17 nach erfolgtem Stoffschnitt durch das Schneidwexkzeug i, 2 sich befindet und die Fasern am Stoffrand 22 umgelegt hat.
  • Zwei zusammenstoßende Festons bilden einen Winkel 23, wie Abb. 4 zeigt, und auch in diesem Winkel arbeitet die Kantennadel 17 in gleicher Weise, aber nicht allein mit der schrägen Fläche i9, sondern auch die Flächen 2o und 21 an der Nadel beeinflussen die Fasern an der Stoffkante, die noch nicht fertig festoniert ist. Die entsprechende Stellung der Kantennadel 17 ist punktiert in Abb. 4 angegeben.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Nähen von Festons, bei welchem der Stoff gleichzeitig und an der gleichen Stelle ausgeschxt[itten und genäht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die über den geschnittenen Stoffrand hinausragenden Stoffaseirn durch die die Kante benähende Nadel gleichzeitig mit dem Nähen nach unten = umgebogen werden.
  2. 2. Festonnähmaschine zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i mit eurer Srhneidvorrichtung zum Ausschneiden des Stoffes .und -mit zwei Nadeln zum Nähen des Festons, wobei die Kantennadel ein. exzentrisch zur Schaftachse liegendes Spitzenerde aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die. Spitze der Kantennadel (17) keilförmig zugespitzt ist, derart,- daß eine schmale, schräge Fläche (1g) entsteht, die zusammen mit den anstoßenden Keilebenen (2o, 21) beim Nähen das Umbiegen der über den geschnxttenm Stoffrand hinausragenden Fasern auch in den Ecken bewirkt.
DEM90772D 1925-05-29 1925-07-30 Verfahren und Maschine zum Naehen von Festons Expired DE488939C (de)

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DEM90772D Expired DE488939C (de) 1925-05-29 1925-07-30 Verfahren und Maschine zum Naehen von Festons

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DE (1) DE488939C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4984608A (en) * 1988-07-14 1991-01-15 Sulzer Brothers Limited Tuck-in needle and a pneumatic selvedge-forming device for a loom

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4984608A (en) * 1988-07-14 1991-01-15 Sulzer Brothers Limited Tuck-in needle and a pneumatic selvedge-forming device for a loom

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