DE4885C - Neuerungen an rotirenden Druckerpressen - Google Patents

Neuerungen an rotirenden Druckerpressen

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DE4885C
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DE
Germany
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cylinder
roller
blackening
paper
rollers
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DENDAT4885D
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Original Assignee
P. ALAUZET & CO. in Paris
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F5/00Rotary letterpress machines
    • B41F5/04Rotary letterpress machines for printing on webs
    • B41F5/06Rotary letterpress machines for printing on webs with several printing units in sequential arrangement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)

Description

1878.
Klasse 15.
PIERRE ALAUZET & CO. in PARIS. Neuerungen an rot ir en de η Druckerpressen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3." November 1878 ab.
Diese \rerbesserungen beziehen sich auf verschiedene Theile einer Rotations-Druckerpresse, hauptsächlich jedoch auf die Art und Weise, wie die Entschwärzung bewerkstelligt wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Maschine in einer Seitenansicht dargestellt.
A Papierrolle; auf derselben ist das zu bedruckende Papier aufgerollt (man kann in der Zeichnung leicht den Weg verfolgen, den das Papierband bis zu dem Faltecylinder nimmt).
BB' Walzen mit Filz überzogen, welche in Tröge (Cüvetten) eintauchen.
CC Tröge (Cüvetten), in welche die Walzen BB' zum Theil eintauchen. .
DD' Ueberlaufröhren der.Träger CC1, welche Röhren durch Schraubenbewegung höher oder tiefer gestellt und dadurch das Ueberlaufs-Niveau der Träger gehoben oder gesenkt werden kann, so dafs die Walzen BB1 mehr oder weniger tief in die Tröge eintauchen.
E Έ1 Prefswalzen, welche gegen die Befeuchtungswalzen BB1 drücken und gestatten, den dem Papiere zu gebenden Grad von Feuchtigkeit je nach dem Druck derselben auf die Befeuchtungswalzen zu reguliren.
F erste, mit Stoff überzogene Prefswalze.
G erster Druckcylinder; derselbe trägt die gravirten Platten der typographischen Form.
H oberes Farbengefäfs; es dient vermittelst einer Reihe von Vertheilungswalzen s s zur Speisung (Schwärzung) der beiden Berührungswalzen α α1, welche die Farbe auf dieselbe Form auftragen.
H' unteres ähnliches Farbengefäfs; dasselbe schwärzt auf dieselbe Weise die Walzen b b\ welche gleichfalls Farbe auf dieselbe Form auftragen.
Auf diese Art wird der erste, die Formen tragende Cylinder G durch zwei Farbengefäfs e geschwärzt, von denen jedes auf den besagten Cylinder durch zwei Farbwalzen wirkt.
Diese Anordnung, wonach jeder Druckcylinder vier Berührungswalzen hat, erweist sich in Anbetracht der grofsen Geschwindigkeit als sehr vortheilhaft für eine vollkommene gleichmäfsige Schwärzung..
/ zweiter Prefscylinder.
J zweiter Druckcylinder; derselbe trägt die Form, die für den Druck des Blattes auf dessen' anderer Seite bestimmt ist, und wird auf die gleiche Weise wie der erste Cylinder G mit Farbe versehen.
Man sieht, dafs das auf einer Seite bedruckte Blatt den Cylinder / umschliefst; aber zwischen das bedruckte Blatt und diesen Cylinder schiebt sich das endlose Entschwärzungsblatt N.
Das auf beiden Seiten bedruckte Blatt geht nun in der Richtung der Pfeile weiter und gelangt so zu den Faltecylindern KL. Diese Cylinder sind so angeordnet, dafs das Blatt, nachdem es vorerst in einem bestimmten Punkte und in der Richtung einer Erzeugenden der Cylinderfläche geschnitten wurde, gleich darauf in beliebiger Entfernung und in der Richtung einer anderen Erzeugenden erfafst und gefaltet wird. Das freie Ende geht auf' den Schnüren d d abwärts, welche es mitführen; doch wird dasselbe durch die Bewegung des Cylinders K, der es bei dem Buge erfafst, wieder zurückgeführt, bis ein neuer Schnitt auf das Blatt ausgeübt wird u. s. f.
Nachdem das Blatt geschnitten, zusammengefaltet, weitergeführt und losgetrennt worden ist, gelangt es zwischen die beiden Cylinder KM und wird an einem bestimmten Berührungspunkt der beiden Cylinder ein zweites Mal, jetzt aber gegen den Cylinder M gedrückt und so gefaltet. Der Cylinder reifst den nachfolgenden Theil des Papiers mit sich; dieser zieht den Theil derselben, der unmittelbar früher durchpassirt ist, nach sich und welcher, auf diese Weise zurückkommend, die zweite Falte bildet und zwischen den Cylinder M und die Schnüre cc fällt.
Nachdem das Blatt zweimal gefaltet wurde, wird dasselbe durch die Schnüre d1 d' zu zwei Aufhaltern geführt, wo es an dem bestimmten Punkte aufgehalten wird. Hierauf senkt sich das Messer e auf die Mitte des besagten Blattes und quer gegen die ersten Falzstellen herab und zwingt so das Papier, zwischen die zwei Walzen f zu treten.
Auf diese Weise wird das Papier zum dritten Mal, und zwar der Quere nach, gefaltet. Nach- V dem dies geschehen, fällt es auf schieflaufende
Schnüre, welche es in einen Behälter werfen, aus welchem es genommen werden kann.
Dies ist im allgemeinen der Vorgang, nach welchem diese Maschine ihre einzelnen Vorrichtungen ausfuhrt. Wir wollen nun die Entschwärzungvorrichtüng ausführlich beschreiben.
Diese besteht aus einem continuirlichen Bande laus Filz, Zeug oder anderem geeigneten Stoffe, !am besten aus Papier, welches sich von einer 1 Walze JV abrollt, auf den Cylinder / geht, den es ungefähr zur Hälfte umschliefst, und sich sodann auf eine Antriebswalze O aufrollt.
Diese Walze O wird durch einen Triebel rl in Bewegung gesetzt, welcher auf der Axe dieser Walze aufgekeilt ist, wie der ähnliche Triebel r auf der Axe der Walze N aufgekeilt ist. Der Triebel r1 greift in einen anderen Triebel, welcher sich mit dem Triebel kl auf derselben Axe befindet, jedoch mit dem Triebel h' nicht unbedingt fest verbunden ist. Die Verbindung geschieht mittelst einer Frictionsscheibe, welche eine Art Bremse bildet, deren Reibung man nach Belieben vermehren oder vermindern kann. Hierdurch wird es ermöglicht, dafs der Triebel, der in r1 eingreift, gleiten kann und nicht der Rotationsbewegung des Triebeis hl folgen mufs.
Diese eigenthümliche Gleitbewegung könnte ebenso gut hinter dem Triebel h, als hinter dem Triebel h' bewerkstelligt werden. Dieser letztere greift natürlich in den Zwischentriebel h und mittelst des Triebeis y in das Rad g ein. Diese Gleitvorrichtung ist unumgänglich nothwendig, weil, wenn die Winkelgeschwindigkeit der Walze O constant bliebe, die Umfangsgeschwindigkeit nach Mafsgabe des Fortschreitens der Aufwickelung zunehmen müfste, was ein Zerreifsen des Papiers, dessen Geschwindigkeit constant ist, zur Folge hätte. Es ist wichtig, zu beobachten, dafs dieses Gleiten nur in dem Mafse statthabe, dafs die bewirkte Spannung ein festes Uebereinanderliegen der Windungen zur Folge hat. Dasselbe kann natürlich auch durch eine automatische und compensirende Bewegung mittelst zweier Konusse, welche mit ihren verjüngten Theilen gegen einander gekehrt sind, oder durch eine Rolle, welche von der Fläche einer rotirenden Scheibe in Bewegung gesetzt wird und sich unmerklich deren Centrum nähert (wie bei den Spinnmaschinen), oder auf ähnliche Weise erreicht werden.
Die Walze JV dreht sich frei um ihre starke Axe nach Mafsgabe des Zuges, der durch die Berührung der Cylinder FIJ ausgeübt wird. Es ist zu ersehen, dafs die Walze O dicker wird, während die Walze N im Durchmesser kleiner wird, bis sich das ganze Papier von der Walze JV auf der Walze O aufgerollt hat. Wenn man dann den Vorsteckbolzen, welcher die Axe i festhält, herauszieht, so kann man die Walzen ON um diese frei gewordene Axe i drehen, so dafs dieselben gegenseitig ihre Plätze vertauschen. Man befestigt hierauf wieder die Axe i mittelst des Vorsteckbolzens, j und die Operation vollzieht sich wie bisher, i; sobald man das freie Ende des auf O aufge- I rollten Papierbandes, welches nun die Stelle! der Walze JV einnimmt, zwischen die Cylin-j der FI gesteckt hat.
Wir glauben nun die allgemeine Anordnung der Maschine genügend beschrieben zu haben, und bemerken hierbei, dafs dieselbe durch Anwendung neuer Mittel an verschiedenen Theilen ihres Mechanismus auch neue Vortheile bietet; so gestattet dieselbe den Grad der Befeuchtung ebensowohl durch das Mafs des Eintauchens der Befeuchtungscylinder, als auch durch den Druck auf das zu bedruckende Papier zu regüliren. Sie gestattet ferner ein vollkommenes und gleichmäfsiges Schwärzen ungeachtet der relativ grofsen Rotationsgeschwindigkeit, und zwar infolge der Anbringung von je zwei Farbengefäfsen per Druckcylinder, so dafs jeder Cylinder statt einer zwei verschiedene Speisequellen hat. Die Maschine bietet ferner den Vortheil, die doppelte Anzahl von Falzstellen zu erzeugen, als man bisher erhalten hat, und dies ohne die Bewegung oder die Zahl der zum Falzen oder Falten bestimmten Bestandtheile der Maschine zu verdoppeln, sondern einfach durch die Anbringung einer dritten Walze an die schon vorhandenen zwei Walzen. Endlich bewerkstelligt die Maschine die Entschwärzung auf automatischem Wege, und zwar durch die Combination einer Speisewalze, welche sich nach Mafsgabe des durch die Cylinder direct bewirkten Antriebes abwickelt mit einer Aufnahmswalze, welche das Papier direct und hinlänglich stark anzieht, damit die auf einander folgenden Wendungen desselben entsprechend stark um diese Aufnahmswalze herum sich lagern.
Die Verbindung zwischen der Zugwalze und dem sie in Gang setzenden Bewegungsmechanismus geschieht mit Hülfe einer Bremsvorrichtung mit variabler Reibung und mittelst Gleitvorrichtung, wobei die gleitende Bewegung je nach dem Grade von Spannung, den man dem Papierbande geben will, beliebig variirt werden kann, sei es mit der Hand in intermittirender Weise oder sei es automatisch. Wir bemerken ferner, dafs wir dem Apparate, dem wir die hierzu nöthige Bewegungskraft entnehmen, eine kleine Pumpe hinzugefügt haben, welche durch eine Einrückvorrichtung in Gang gesetzt wird und die erforderliche Farbe schöpft und den Farbengefäfsen zuführt, wodurch die unbequeme Speisung derselben mit der Hand vermieden wird. Die Erfinder bemerken noch, dafs sie sich besonders, was die »Entschwärzungsvorrichtung« betrifft, vorbehalten, die dieselbe bildenden Organe entweder in die Maschine zu verlegen oder aufserhalb derselben anzubringen, um das Umkehren der beiden Walzen zu erleichtern.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Die doppelte Schwärzung infolge der Anbringung der beiden erwähnten Farbengefäfse.
    Das Entschwärzungssystem, wie oben
    schrieben.
    Die beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Mittel zur Herstellung der dop-
    pelteft Anzahl von Falzstellefi, als man bisher erhalten hat, ohne deshalb die Zahl der zum Falzen bestimmten Organe zu verdoppeln, wesentlich wie oben beschrieben. Die Gesammtheit der verschiedenen Vorrichtungen und Mittel, die dazu bestimmt sind, das Befeuchten, das Einschwärzen und Falten oder Falzen zu sichern, wesentlich wie vorstehend beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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