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Baugerüst für Flugzeuge Die Erfindung bezieht sich auf Aufbaugerüste
für Flugzeuge der im Hauptpatent gekennzeichneten Art und bezweckt, Hilfsgerüste
für die Wiederherstellung beschädigter Flugzeuge, die am Landungsorte selbst vorgenommen
werden soll, so auszubilden, daß die Hilfsgerüste besonders vorteilhaft und schnell
transportiert werden können, um so die Wiederherstellung zu beschleunigen und zu
verbilligen.
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Zii diesem Zweck sind nach der Erfindung die als Lehren für die Hauptteile
der Flugzeugzelle, wie z. B. Tragflächen oder Rumpf, dien enden Baugerüste als Bauteile
ausgeführt, die an dem Flugzeug angefügt oder zwisichen an sich vorhandenen Trennstellen
von Teilen des Flugzeuges (Tragflächen, Rumpf) angeordnet sind und in Form, Größe
und Gewicht derart bemessen sind, daß das Flugzeug auch mit diesen angefügten oder
zwischengefügten Baugerüsten flugfähig bleibt, beispielsweise indem sie sich der
Flügel- oder Rumpfgestaltung des Flugzeuges möglichst anpassen und im übrigen windschnittigen
Oberflächenverlauf haben. Man ist so nicht an die Benutzung besonderer Transportmittel,
wie Eisenbahn, Schiff, Fuhrwerk, zur Herbeischaffung der zum Aufbau oder zur Wiederherstellung
von Flugzeugen benötigten Baugerüste gebunden, sondern kann sie auf dem Luftwege
mit einem Flugzeug in kürzester Zeit an den gewünschten Ort bringen.
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Zweckmäßig sind diese Baugerüste so ausgebildet, daß sie an den an
sich vorhandenen Trennungsstellen der einzelnen Flugzeughauptteile als besondere
Zwischenstücke eingeschaltet werden können. Soweit dabei Versteliorgane der Steuervorrichtungen
der Motorregelung o. dgl. durch diese Zwischenstücke zu führen sind, müssen jene
Teile den Abmessungen der Zwischenstücke entsprechend verlängert bzw. verkürzt werden
können. Von besonderem Vorteil ist es, wenn das Transportflugzeug von gleichem Typ
3vze das wiederherzustellende Flugzeug ist, da dann die zur Verbindung der Zwisichenstücke
mit den übrigen Flugzeugteilen dienenden Aia:chlußelemente gleichzeitig die lehrengerecht
liegenden Paßstellen für die Teile- des wiederherzustellenden Flugzeuges bilden
können, so daß sich eine besonders einfache Bauart dieser Baugerüste ergibt. Andernfalls
müssen die für den Transport benötigten Anschlußelemente und die Paßstellen je für
sich vorgesehen sein.
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Das Hilfsflugzeug, welches zum Transport der Baugerüste dient, führt
auch alle sonstigen erforderlichen Vorrichtungen, wie beispielsweise Werkzeuge und
Ersatzteile, mit sich. Nach Ausbau der Baugerüste ist dieses
Flugzeug
wieder für andere Zwecke ver*endbar und es kann, wenn es sich um Flugzeuge gleichen
Typs handelt, das wiederhergestellte Flugzeug die Baugerüste und sonstigen Vorrichtungen
auf dem Luftweg zum Heimathafen zurückbefördern. So ergibt sich namentlich für den
weit ab von anderen Verkehrsmitteln sich abwickelnden Luftverkehr eine weitgehende
Vereinfachung und außerordentliche Beschleunigung der Wiederinstandsetzung notgelandeter
und beschädigter Flugzeuge.
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Die Zeichnungen zeigen mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung:
Abb. i und 2 zeigen im Aufriß- (Schnitt nach Linie I-I der Abb. 2) und Grundri:ß
die Anordnung eines Baugerüstes nach der Erfindung am Transportflugzeug, während.
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Abb.3 und q. dasselbe Baugerüst in Vorder- und Seitenansicht in Arbeitsstellung
zur Wiederherstellung eines beschädigten Flugzeuges darstellen.
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Abb.5 und 6 veranschaulichen in Vorderansicht und Grundriß eine weitere
Transportmöglichkeit derartiger Baugerüste.
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Abb. 7 und 8 zeigen in Seiten- und Vorderansicht ein Baugerüst in
Form von zwischen den Tragflächen einfügbaren Bauteilen in Arbeitsstellung.
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Abb.,9 zeigt ein zum Transport der Baugerüste bestimmtes Hilfsflugzeug
mit eingebauten Baugerüsten.
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Nach Abb. i bis q. haben die Baugerüste 3 eine Gestaltung, die es
ermöglicht, sie unter den Tragflächen 2 des Transportflugzeuges i leicht lösbar
aufzuhängen und sie so ohne Beeinträchtigung der Flugfähigkeit und ohne wesentliche
Veränderung der Flugeigenschaften des Flugzeuges auf dem schnellsten Wege zu den
Landungsorten beschädigter Flug--zeuge zu transportieren. In der Arbeitsstellung
(Abb. 3 und ¢) sind die als Lehrgerüste für die Tragflächen z des beschädigten Flugzeuges
bestimmten und demgemäß mit den entsprechenden Anschlüßverschraubungen 5 versehenen
Baugerüste 3 in dem Hauptpatent entsprechender Weise mittels Unterlagplatten 7,
Stellspindel 8 und Böcke g gegen den Boden abgestützt. Hierbei kann, wenn die Festigkeit
des Flugzeugrumpfes gestört ist, noch ein die beidersectigen Abstützstellen verbindender
Querbalken zvvischengefügt sein.
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Eine weitere Transportmöglichkeit derartiger Baugerüste zeigen Abb.
5 und 6, wo die Baugerüste 3 seitlich am Rumpf i des Flugzeuges angeordnet und sowohl
an diesem als auch an den Tragflächen 2 befestigt sind. Es können selbstverständlich
auch noch andere Stellen am Flugzeug, beispielsweise der untere Teil des Rumpfes
oder das Fahrgestell, für die Anbringung der transportablen Baugerüste in Betracht
kommen.
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Bei der Ausführung nach Abb.7 und 8 haben. die transportablen Baugerüste
3 eine Form, die es ermöglicht, sie zwischen die Tragflächen 2 des Flugzeuges i
einzufügen. Diese. als Zwischenstücke der Flügel ausgebildetem Baugerüste 3 sind
dann genau wie die Tragflächen 2 selbst aufgebaut (Abb. 7), so daß ihre Ans,chlußstellen
ohne weiteres die lehrengerecht liegenden Paßstellen für ein wiederherzustellendes
Flugzeug gleichen Typs sind. Die Baugerüste 3 sind, im gezeigter. Beispiel unter
Zwischenschaltung eines Querbalkens io, wieder durch Stellspinde18 und Böcke 9 -
gegen den Boden abgestützt. Die Baugerüste 3 sind mit Visierrohren t i versehen,
die in der im Hauptpatent beschriebenen Weise zur Ausrichtung der maßgebenden Punkte
beize Aufbau des Flugzeuges dienen.
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Abb. 9 zeigt ein Hilfsflugzeug 12, das zum Transport von Baugerüsten
nach der Erffmdung dient. Zwischen die Trennstellen der Tragflächen 13 und der Rumpfteile
14,15 des Flugzeuges sind Baugerüste 16, 16 bzw. 17 zwischengefügt. Je nach der
Konstruktion der betreffenden Flugzeugtype können gegebenenfalls weitere als Lehren
dienende Baugerüste zwischen den jeweiligen Trennstellen der Flugzeugzelle, beispielsweise
zwischen Motorvorbau und Rumpfmittelteil, vorgesehen sein.