DE486351C - Von Hand zu bedienende oder elektrisch selbsttaetig zur Wirkung kommende Vorrichtung zum An- und Abstellen des Druckes bei Tiegeldruckpressen u. dgl. durch Drehen der Tiegelwelle - Google Patents

Von Hand zu bedienende oder elektrisch selbsttaetig zur Wirkung kommende Vorrichtung zum An- und Abstellen des Druckes bei Tiegeldruckpressen u. dgl. durch Drehen der Tiegelwelle

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DE486351C
DE486351C DET35322D DET0035322D DE486351C DE 486351 C DE486351 C DE 486351C DE T35322 D DET35322 D DE T35322D DE T0035322 D DET0035322 D DE T0035322D DE 486351 C DE486351 C DE 486351C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F1/00Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
    • B41F1/26Details
    • B41F1/54Printing-pressure control devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Description

  • Von Hand zu bedienende oder elektrisch selbsttätig zur Wirkung kommende Vorrichtung zum An- und Abstellen des Druckes bei Tiegeldruckpressen u. dgl. durch Drehen der Tiegelwelle Gegenstand der Erfindung ist eine von Hand zu bedienende oder elektrisch selbsttätig zur Wirkung kommende Vorrichtung zum An- und Abstellen des Druckes bei Tiegeldruckpressen und ,ähnlichen Maschinen zum Schneiden und Falzen, bei der das An- und Abstellen des Druckes durch Verdrehen der exzentrischen Tiegelwelle erfolgt. Es sind bereits Pressen dieser Art bekannt, bei denen ein auf die Tiegelwelle einwirkender Hebel zum Abstellen des Tiegeldruckes mit einem am Pressengestell angeordneten Haken in Eingriff kommt und dadurch in Tätigkeit gesetzt wird, wenn der Haken in seine Bahn gebracht wird. Auch sind schon elektromagnetisch wirkende Vorrichtungen bekannt, die das Abstellen des Druckes beim Ausbleiben des Papiers bewirken.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung ist so ausgeführt, daß sie den Druck selbsttätig entweder an- oder abstellt, j e nachdem ein vom Arbeiter zu bedienender Hebel in die eine oder andere Stellung gebracht wird. Die Vorrichtung wird dadurch sehr übersichtlich, da die ganze Vorrichtung zum Anstellen und Abstellen unmittelbar vor dem Arbeiter angeordnet ist, s`o daß sie jederzeit beobachtet werden kann. Außerdem. ermöglicht die Vorrichtung ein Verstellen des Drukkes auf eine beliebige Stärke. Die elektromagnetische Vorrichtung, durch die der Druck beim Ausbleiben des Papiers selbsttätig abgestellt wird, stellt auch gleichzeitig den Strom des Antriebsmotors der Presse ab und ist außerdem so angeordnet, daß alle Arbeiten der Presse durch Druckknöpfe gesteuert werden können.
  • Auf den Zeichnungen stellen dar: Abb. i eine Seitenansicht der mit der Abstellvorrichtung nach der Erfindung ausgestatteten Schneide- und Falzpresse, wobei Einzelheiten fortgelassen und -einige Teile abgebrochen dargestellt sind, Abb. 2 in größerem Maßstab eine Seitenansicht der Abstel1vorrichtung, bei der einzelne Teile abgebrochen sind, Abb.3 eine Einzelheit im Schnitt, Abb. q. eine Ansicht aus der Richtung des Pfeiles q. in Abb. z gesehen, Abb. 5 eine Draufsicht in der Richtung des Pfeiles 5 in Abb. 2 gesehen und Abb. ö einen Schaltungsplan.
  • Die Erfindung ist in Verbindung mit einer bekannten Art schwerer Schneide- und Falzpressen dargestellt. Die Presse enthält auf einem Gestell i eine feststehende Form 2 und einen Tiegel 3, der an dem Gestell schwingt und dabei in bekannter Weise durch Zugstangen q., die durch eine geeignete, nicht mit dargestellte Vorrichtung angetrieben werden, bewegt wird.
  • Der Tiegel 3 sitzt auf einer Welle 5, die in exzentrischen Muffen 6 am Ende der Zugstangen gelagert ist. Die Muffen tragen Arme 7, die quer über die Maschine hin durch eine Einstellschiene 8 miteinander verbunden sind. Es ist nur die eine Seite der Presse dargestellt. Der Tiegel ist mit Stützen 9 versehen, die als Kufen io ausgestaltet sind und sich auf Schienen i i des Gestells abwälzen. Der Druck des Tiegels auf die Form 2 wird durch Drehen der exzentrischen Muffen 6 in den Zugstangen geregelt, wodurch die Welle 5 in bekannter Weise der Form genähert oder von ihr entfernt wird.
  • Zu diesem Zweck ist der Körper des Tiegels auf jeder Seite der Presse mit einer Anzahl von Zähnen oder Ausschnitten 12 ver= sehen, in die ein Sperrstück 13, das mit einem Ausschnitt 14 versehen ist, eingesetzt werden kann. In der eingestellten Lage wird das Sperrstück 13 (Abb. 2) an den Zähnen 12 durch einen Bolzen 15 festgehalten. An jedem Ende der Einstellschiene 8 befindet sich in einem geeigneten Lager i 9 eine Klinke 16. Jede dieser Klinken hat einen Zahn 17 (Abb.3), der unter dem Druck einer Feder 18 mit dem vorerwähnten Ausschnitt 14 in Eingriff kommen kann, wodurch die Einstellschiene und die exzentrischen: Muffen in einer bestimmten Stellung zum Körper des Tiegels verriegelt werden. Die Einstellung l:äßt sich durch Verstellen des Sperrstücks 13 in bekannter Weise verändern.
  • Um den Druck abzustellen, werden die Klinken 16 mit den Ausschnitten z4- außer Eingriff gebracht. Dies geschieht, während des Druckhubes, wenn die Presse im Begriff ist, sich zu schließen. Die Einstellschiene mit den exzentrischen Muffen fällt alsdann durch ihr Gewicht nach außen in die in: der Zeichnung dargestellte Ausrückstellung, und die Welle 5 wird dementsprechend so gedreht, daß der Tiegel 3 von der Form 2 abrückt und kein Drück erfolgt.
  • Die Anstellung des Druckes erfolgt beim Beginn des Druckhubes, wenn der Tiegel die am weitesten von der Form entfernte Stellung einnimmt, indem bewirkt wird, da.ß die Klinken 16 von selbst in die Ausschnitte 14 einfallen.
  • Die Klinken 16 werden zum Ausrücken aus' den Ausschnitten 14 in ihren Lagern i9 hochgezogen, was durch Finger 2o an einer in Lagern 22 an den Enden. der Einstellschiene 8 gelagerten Schwingwelle 21 geschieht. Zum Einrücken dient ein auf der Welle 21 sitzender Arm 23, dessen Winkelstellung an der Welle durch Stellschrauben 24 bestimmt wird. Dieser Arm hat eine Anzahl von Löchern 25, in deren eines eine Rolle 26 so eingesetzt wird, daß ihre Stellung der des Sperrstückes 13 entspricht, d. h., wenn das Sperrstück 13 in den vierten Zahn der Verzahnung 12 eingesetzt ist, wird die Rolle 26 in das vierte Loch 25 eingesetzt usw. Dies geschieht darum, weil der Tiegel 3 bei seiner Bewegung nach @außen in die in Abb. 2 dargestellte Ausrückstellung mit der Rolle 26 auf einen Anschlag 33 trifft, wodurch die Bewegung des Armes 23 angehalten wird, während der Tiegel seine Auswärtsbewegung bis zum Ende seines Hubes fortsetzt. Hierbei schieben sich die Sperrstücke 13 unter die Klinken 16, worauf die Zähne 17 der Klinken 16 in die Ausschnitte 14 einfallen. sobald sich diese unter den Klinken befinden, und dadurch die Einstellschiene an dem Tiegel in der vorher eingestellten Lage verriegeln. Es ist daher erforderlich, daß der Arm 23 in einer bestimmten, eingestellten Lage angehalten wird, damit das Anstellen des Druckes in der vorher durch Einstellen des Sperrstückes 13 am Körper des Tiegels bestimmten Lage :erfolgen kann.
  • Das Anstellen des Druckes oder das Einrücken der Presse erfolgt also durch Anhalten der Bewegung des Armes 23, wodurch die Welle 21 sich dem Uhrzeiger entgegendreht und die Klinken 16 freigibt, so daß sie in die Ausschnitte 14 der Sperrstücke einfallen 'können.
  • Zum Abstellen des Druckes wird die Welle 21 im Sinne des Uhrzeigers gedreht, so daß sie die Klinken aus den Ausschnitten 14 herauszieht. Dies geschieht durch einen Haken. 36, der mit einem an der Welle 21 sitzenden, das Einrücken bewirkenden Arm 28 in Eingriff kommen kann. Sowohl der An- schlag 33 wie auch der Haken 36 sitzen an einem Ausrückhebel 30,- der bei 31 an einer am Maschinengestell befestigten Konsole 32 schwingbar gelagert ist. Der Hebel. 30 (Abb. 4) ragt von seinem Drehpunkt 31 aus nach oben und trägt liier einen kurzen Arm 4o, an dem der Anschlag 33 bei 34 drehbar ist und auf einer Feder 35 ruht. Der Haken 36 ist an einem längeren, nach oben zeigenden Arara 42 des Hebels 3o schwingbar. Er wird durch die nachstehend beschriebene Vorrichtung gesteuert.
  • Wenn der Ausrückhebe13o nach der linken Seite der Abb.4 geschwenkt wird, so kommt der Anschlag 33 in die Bahn der Rolle 26, wodurch die Bewegung des Armes 23 angehalten und der Druck angestellt -wird. Wird der Ausrückhebe13o nach der rechten Seite der Abb.4 geschwenkt, so kann der Haken 3 6 den. Ausrückarm 28 erfassen, wodurch die Welle z i" im Sinne des Uhrzeigers so gedreht wird, daß sie den Druck abstellt. Das Schwingen des Ausrückhebels 30 wird durch Treten auf eine Stange 37 bewirkt. Für gewöhnlich wird der Hebel: 3o durch eine Feder 39, die zur Hälfte in dem Hebel und zur anderen Hälfte in der Konsole 32 liegt (Abb. 2, q.), in senkrechter unwirksamer Stellung gehalten.
  • Während des gewöhnlichen Arbeitens der Presse ist der Druck angestellt, und der Arm 23 nimmt zum Tiegel die in Abb. i gestrichelt gezeichnete Lage ein. Das Papier wird nach dem Schneiden und Falzen aus der Presse durch Greifer ¢3 herausgenommen, die an schwingbaren Armen 4.4 einer Welle 45 sitzen. Beim Schließen der Presse senken sich die Greifer 43 und !erfassen den oberen Rand des =Bogens. Beim Öffnen der Presse gehen die Greifer in die Höhe, wobei sie den Bogen mitnehmen und ihn an eine nicht mit dargestellte Auslegevorrichtung abgeben.
  • Liegt ein Bogen unrichtig auf dem Tiegel, so können ihn die Greifer nicht erfassen, und es ist daher erforderlich, die Presse abzustellen, bevor sie sich schließt. Der Arbeiter faßt zu diesem Zweck mit einem Fuß unter die Stange 37, wodurch der Ausrückhebel 42 nach der rechten Seite der Abb. q. geschwenkt und der Haken 36 in die Bahn des Abstellarmes 28 gebracht wird. Wenn der Haken diesen Arm erfaßt, wird die Welle 21 geschwenkt, wodurch die Klinken aus der Verzahnung 12 herausgezogen werden und am Ende des Druckhubes die Ein. stellschiene mit der Welle 2 i und den zugehörigen Teilen in der Richtung des Uhrzeigers in die in Abb.2 gezeichnete Stellung fallen. Hierdurch ist die Presse ausgerückt oder der Druck abgestellt. Beim nachfolgenden Öffnungshub geht der Abstellarm 28 über den Haken 36, und die Presse läuft mit abgestelltem Druck weiter, falls sie nicht angehalten wird.
  • Nach Beseitigung der Störung wird der Druck wieder angestellt. Dies geschieht dadurch, daß der Arbeiter mit dem Fuß von oben auf die Stange 37 tritt und dadurch: den Ausrückhebel q.2 nach der linken Seite der Abb. q. schwenkt, wodurch der Anschlag 33 in die Bahn der auf und nieder gehenden Rolle 26 tritt. Wenn diese Rolle auf den Anschlag 33 trifft, - wird dadurch die Bewegung des Armes 23 in der früher beschriebenen Weise angehalten, wodurch die Klinken 16 wieder in die Ausschnitte i q. einfallen. Hierdurch ist die normale Arbeitssüellung der .iristellsehiene 28 und der Muffen 6 wiederhergestellt, also der Druck wieder angestellt.
  • Die Schwingbewegungen des Ausrückhebels 3o werden begrenzt und eingestellt durch zwei Stellschrauben 38 (Abb: 4.) an der Konsole 32, gegen die sich ein am Hebel 3o feststehender Stift 46 anlegt. Der Druck kann selbsttätig abgestellt und die Maschine -angehalten werden. Dies ist dann von Vorteil, wenn die auszuführende Arbeit es dem Arbeiter gestattet, sich zeitweilig von der Maschine zu entfernen, oder wenn der Arbeiter in anderer Weise beschäftigt ist. Zu diesem Zweck ist eine Vorrichtung vorgesehen, die den Antriebsmotor 50 (Abb.6) der Maschine anhält und ebenfalls den Haken 36 so steuert, daß er beim Schließen der Maschine den Abstellarm 28 erfaßt.
  • Wie aus Abb. q. ersichtlich, ist der Haken 36 bei 51 an den Ausrückhebel angelenkt. Eine Feder 5z sucht den Haken in seine Arbeitsstellung zu ziehen, in der er sich in der Bahn des Abstellarmes 28 befindet. Diesem Zug wirkt ein Auslösemagnet 53 entgegen, der unter Überwindung des Zuges der Feder 52 seinen Anker 54 angezogen hält. Der Haken ist mit diesem Anker durch eine Stange 5 5 verbunden.
  • Wie aus Abb.6 ersichtlich, fließt ein Erregerstrom aus der Netzleitung 56 durch die Leitungen 57, 58 und 59 zu einem Schaltermagnet 6o und weiter durch die Leitung 6 i ', zu der anderen Netzleitung 62. Dieser Stromkreis ist aber durch einen zum Anlassen dienenden Druckknopfschalter 63 unterbrochen: Durch Drücken dieses Schalters wird der Anlaßstrom geschlossen, indem der Magnet 6o den Schalthebel 64 anzieht und den Motorstrom aus der Leitung 56 über die Leitung 65, den Schalthebel 6¢ und den Motor zur Leitung 62 schließt: Gleichzeitig wird aber auch durch den Magneten 6o ein anderer Stromkreis in folgender Weise geschlossen: Netzleitung 56, Leitung 65, Schalthebel 6.1, Leitungen 66, 58, 59 durch den Magneten 6o und die Leitung 61 zur Netzleitung 62. Durch diesen Strom wird auch nach dem Loslassen des Anlaßschalters 63, also wenn der Anlaßgtromkreis unterbrochen ist, der Magnet 6o weitererregt, so daß der Arbeitsstrom durch den Motor geschlossen bleibt.
  • Die Presse geht nunmehr an und läuft gewöhnlich kurze Zeit mit abgestelltem Druck, da noch kein Strom durch den Magneten 53 fließt, dessen Stromkreis auf der Seite der Leitung 47 bei 63 unterbrochen ist. j Der Arbeiter schwenkt nun durch Treten auf die Stange 3x den Einrückhebel in die Stellung, in der er den Druck anstellt, und läßt gleichzeitig den Druckknopf 63 los. Beim Loslassen des Druckknopfschalters wird der Stromkreis durch den Einrückmagneten 53 folgendermaßen. geschlossen: Von der Netzleitung 56 durch die Leitungen 65, 66; 58, 67 zum Magneten 53 und weiter durch die Leitung 61 zur Netzleitung 62. Der Einrückmagnet wird hierdurch erregt und zieht den Haken 36 .aus seiner Arbeitsstellung zurück. Die Presse läuft nun in normaler Weise; so daß das Papier eingelegt werden kann.
  • Soll nun der Stromkreis in den Zustand für das Auslösen gebracht werden, so drückt der Arbeiter einen Druckknopfschalter 68 herunter und schließt dadurch folgenden Stromkreis: Von der Netzleitung 56 durch die Leitungen 65 und 66 zum Druckknopf 68 und von da über einen Magneten 69 und eine Leitung 70 zur Netzleitung 62. Der Magnet 69 zieht dann seinen Kern an und schließt zwei Schalter 71 und 72. Der Strom fließt dann durch die Leitung 66 und den Schalter 7 r zum Magneten und durch die Leitung 70 zurück zur Netzleitung 62. Der Magnet 69 bleibt also erregt, auch wenn der Druckknopfschalter 68 losgelassen wird.
  • Damit wird ,aber gleichzeitig auch ein Anhaltestromkreis geschlossen, der von einer Lokalbatterie 74. durch die Greifer q.3, eine Leitung 75, einen Schalter 76, den Schalter 7 2 und eine Leitung 77 zum Auslösemagneten 78 und über die Leitung 79 zurück zur Batterie führt, falls kein Papier zwischen den Greifern liegt. In diesem Falle wird der Magnet 78 erregt und dadurch der AnlaBstromkreis in der Leitung 59 unterbrochen, so daß der Motor zum Stillstand kommt. Befindet sich dagegen Papier zwischen den Greifern, so bleibt der durch den Magneten 78 gehende Stromkreis geöffnet und der Anlaßstromkreis durch den Magneten 6o geschlossen, so daß die Presse weiterarbeitet.
  • Der Schalter 76 ist so eingerichtet, daß @er den Ausrückstrom durch die Greifer zeitweilig unterbricht, wenn diese in der Stellung nach Abb. t stehen, in der sie im Begriff sind, das Papier zu erfassen. In diesem Augenblick dürfen die Greifer sich nicht in einem geschlossenen Stromkreis befinden. An der Schwingwellen 45, an der die Greiferarme 44 s-zen, ist zu diesem Zweck -eine schwingende Sclhubkurve 8o angebracht, die den Schalter 76 beeinflußt. Wenn die Greifer zum Erfassen des Bogens nach unten gehen, öffnet die Schubkurve 8o den Schalter 76 und hält ihn so lange geöffnet, bis die Greifer wieder nach oben gegangen sind und sich außerhalb des Bereiches der Presse befinden. Falls die Greifer dabei einen. Bogen erfaßt haben, bleibt der Stromkreis durch den Auslösemagneten 78 geöffnet. Haben die Greifer aber keinen Bogen erfaßt, so ist -dadurch der Stromkreis geschlossen, so daß der Magnet 78 den Arbeitsstrom der Presse unterbricht.
  • Die Presse kann zu jederzeit durch Niederdrücken - eines Druckknopfschalters 8 i, durch den der Antriebsstrom unterbrochen wird, angehalten werden. Die drei Druckknöpfe 63,. 68 und 8 1 werden zweckmäßig in der in Abb. r dargestellten Weise im Handbereich des Arbeiters untergebracht.
  • Während des Arbeitens ist die Rolle a6 so an dem A_ rm 23 angebracht, daß sie der Einstellung des Sperrstückes 13 entspricht, wodurch die Presse auf den gewünschten Druck eingestellt ist. Die Presse wird nach dem Einstellen durch Niederdrücken des Druckknopfschalters 63 angelassen, wodurch der Arbeitsstrom des Motors von dem Magneten 6o geschlossen wird. In diesem Augenblick ist der Druck noch abgestellt. Der Arbeiter schwenkt dann den Einrückhebel so, daß der Anschlag 33 in die Bahn der Rolle 26 kommt und stellt auf diese Weise den Druck an, wobei er gleichzeitig den Anlaßknopf losläßt. Hierdurch. wird selbsttätig -durch den Magneten 53 der Einrückstrom geschlossen, indem der Magnet den Anker 5¢ anzieht und dadurch den Haken 36 aus der Bahn des Abstellarmes z8 zieht.
  • Wenn die Greifer keinen Bogen gefaßt haben, wird der Strom durch den Magneten 6o unterbrochen, und der Magnet 53 hält dann den Haken 36 nicht weiter in seiner Ruhestellung. Der Haken wird in die Bahn des Hebels 28 gezogen und erfaBt diesen, wodurch er selbsttätig den Druck abstellt, da der Riegel in seiner Schließbewegung begriffen ist. Gleichzeitig wird auch die Presse angehalten.
  • Aus deren Vorstehenden ist ersichtlich, daß der Arbeiter jederzeit durch Bewegen des Einrückhebels 3o den Druck än- und abstellen kann, und daß: außerdem noch die elektrische Abstellvorrichtung selbsttätig durch einfaches Schließen des Eänrückstromes durch den Druckabstellmagneten 53 in Tätigkeit gesetzt werden kann.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Von Hand zu bedienende .oder elektrisch selbsttätig zur Wirkung kommende Vorrichtung zum An- und Abstellen des Druckes bei Tiegeldruckpressen u. dgl. durch Drehen der Tiegelwelle, gekennzeichnet durch einen Arm (3o), der auf der einen Seite einen Anschlag (33) trägt, durch den ein die Tiegelwelle (5) in Druckstellung verriegelnder, an ihr ,angelenkter Hebel (z3) beim Aufgehen des Tiegels in Arbeitsstellung gedrückt wird, der auf der anderen Seite einen Haken (36) trägt, der nötigenfalls die Verriegelung des Hebels (z3) beim Zugehen des Tiegels durch Auflaufen auf einen Ausrückarm (ä8) ausrückt und der senkrecht zur Bewegungsrichtung des Tiegels so schwenkbar ist, daß die eine oder andere dieser Vorrichtungen je nach seiner Stellung den Druck an- oder abstellt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Klinken (16) des die Tiegelwelle (5) tterriegelnden Hebels (23) zusammenarbeitendes Sperrstück (13, 14) verstellbar ist und daß der Hebel (23) eine entsprechend verstellbare Rolle (26) trägt, mit der er auf den Anschlag (33) trifft.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Haken (36) an dem Arm (3o) schwingbar angeordnet ist und unter dem Einfluß eines Elektromagneten (53) steht, der ihn beim Ausbleiben des Papiers 'm seine Arbeitsstellung gelangen läßt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (53) dauernd unter Strom steht und sein Stromkreis durch einen elektromagnetischen Schalter (78) unterbrochen wird, wenn dessen Stromkreis, in den die Greiferbacken (43) sowie ein den Stromkreis zeitweilig öffnender Schalter (76) eingeschaltet sind, beim Ausbleiben des Papiers, durch die Greiferbacken geschlossen wird.
  5. 5. Vorrichtung-nach Anspruch ¢, dadurch gekennzeichnet, daß der elektromagnetische Schalter (78) der Ausrückvorrichtung beim Ausrücken auch den Stromkreis eines elektromagnetischen Ausschalters (64) für den Motorstrom öffnet.
  6. 6. Schaltung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch drei Druckknöpfe in der Weise gesteuert wird, da.ß beim Niederdrücken des ersten Druckknopfes (63) der Strom des elektromagnetischen Schalters (6o) des Motors und beim Loslassen ein Dauerkontakt für diesen geschlossen, beim Drücken des zweiten Druckknopfes (81) der Stromkreis des Dauerkontaktes geöffnet und beim Drücken. des dritten Druckknopfes (68) der Stromkreis eines elektromagnetilscheu Schalters (69) geschlossen wird, der für sich selbst einen Dauerkontakt (71) und den Unterbrecher (72) des Greiferstromkreises schließt.
DET35322D 1928-06-21 1928-06-21 Von Hand zu bedienende oder elektrisch selbsttaetig zur Wirkung kommende Vorrichtung zum An- und Abstellen des Druckes bei Tiegeldruckpressen u. dgl. durch Drehen der Tiegelwelle Expired DE486351C (de)

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