DE486135C - Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders fuer zahnaerztliche Zwecke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders fuer zahnaerztliche ZweckeInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders für zahnärztliche Zwecke Das Bestreben, Amalgam herzustellen, i geht dahin, die zur Amalgamierung verwendeten Metalle und Metalllegierungen so vorzubereiten, daß das Quecksilber möglichst große Kontaktflächen antrifft und d'aß eine möglichst gleichmäßige und le:.chte Auflösung unter der Quecksilbereinwirkung erfolgt.
- Man verwendet zu diesem Zwecke die verschiedensten Legierungen und hinsichtlich der physikalischen Beschaffenheit des Metalles Spänchen, Flocken, Pulver, Folien usw., die bei größter, also zackiger, rissiger Oberfläche die geringsten Tiefen und Dichten aufweisen.
- Ein erheblicher Mangel bei diesen Verfahren Liegt in folgendem: Das bisher zur Verwendung gelangende Metall, selbst das in Pulverform, ergibt eine völlig ungleichmäßige Umkristal'1isierung und Bindung, weil die einzelnen Körnchen von verschiedener Größe und verschiedenem Gewicht sind, wodurch der Angriff des Quecksilbers auf das Metall ungleichmäßig erfollgt; was den Lösungsdruck und die Gleichgewichtslage nachteilig beeinfllußt.
- Nach dem Amalgamieren verbleiben in der Masse immer freie Metallteilchen und freies Quecksilber, die nachteilige: und gesundheitsschädigende Wirkungen. ausüben.- Bei den großen und schweren Teilen gehen zunächst nur die Außenflächen des Kornes in Lösung, während der Kern der größeren und schwereren Teile erst nach und nach legiert wird. Dadurch wird die weitere Umsetzung in hohem Maße erschwert , manchmal für Jahr und Tag aufgeschoben.
- In dem Amalgam entstehen durch den vorgeschriebenen Vorgang Spannungszustände und in deren Folge Formveränderungen -und Abblätterungen. .
- 'Zusammenfassend ergibt sich, daß, bei Verwendung ungleich großer und gewichtsungleicher Metallteile., weiche bei den bekannten Verfahren durchweg benutzt werden, die Amalgamierung niemals gleichmäßig vor sich gehen kann, da kleine Metallteilfe schneller umkristallisieren als große; bei den großen bleibt der Kern auf lange Zeit, vielIieicht für immer, unverletzt. Freies Metall und freies Quecksilber verbleibt im Amalgam.
- Die vorliegende Erfindung stellt alle diese Mängel ab.
- Zahlreiche Versuche mit gleichkörnigen und gewichtsgleichen Metallteilen sowie ebenso zahlreiche Vergleichsversuche mit üngleichkörnigen und gewichtsungleichen Metallteilen haben # eine überraschende Überlegenheit des die Erfindung darstellenden Verfahrens erwiesen.
- Es wurde erreicht: a) absolute Formbeständigkeit infolge vollständiger Konzentration, keine Spannungsunterschiede, keine Abblätterungen, b) hohe Plastizität, da weder freies Metall noch«freies Quecksilber sich im Amalgam befinden, c) schnelle Erhärtung infolge völliger Diffusion, d) Bruchfestigkeit, Abschleifwiderstand, Randfestigkeit und Druckfestigkeit.
- Es lag nun nahe, die bisher bei der Amalgambereitung unvermeidlichen gesundheitsschädigenden Vorgänge auszuschließen und dem neuartigen Amalgam endgültige Vollkommenheit zu. geben.
- Die bis ins kleinste angestellten Versuche führten zu einem für die Amalgambereitung ausschlaggebenden Ergebnis. An Stelle des Quecksilbers wird leine an der Fließgrenze liegende Amalgampaste verwendet, die, fabrikmäßig hergestellt, als fertiges Produkt in die Hände der Verbraucher gegeben wird. Diese an der Fließgrenze liegende Paste .entsteht dadurch, daß beispielsweise 2o Teile mlögEdhst gleichkörnigen und gewichtsgleichen Metalles ioo Teilen flüssigen Quecksilbers im Rührwerk bei gewöhnlicher Temperatur innig beigemischt werden. Diese an der Fließgrenze befindliche Paste gelangt gleichzeitig mit einer Dosis des oben beschrneb@anen gleichkörnigen und gewichtsgleichen Metallpulvers in die Hand des Verbrauchers. Dieser stellt sich das Amalgam duxch Verreiben oder Verrühren von jeeiner Dosis Mer tallpulver und Paste selbst her. Obgleich bei diesem Verfahren eine Dosis Metallpulver zu. dem reinen Quecksilber und. eine zweite zu der Paste hinzugesetzt wird, wird keinesfalls mehr Metalljpullver zur endgültigen Herstellung dies Amalgams benötigt als bei den bisher üblichen Verfahren. Die Bedeutung der Anwendung einer solchen Paste bei der Amalgambereitung liegt in folgendem: a) Der Gleichgewichtszustand im Amalgam wird sehr schnell erreicht.
- b) Die gesundheitsschädigenden Quecksilberdämpfe entstehen nicht, da freies Quecksilber zur Amalgambereitung nicht mehr in Anwendung kommt.
- c) Der Verdampfungsgrad der Paste gegenüber dem Verdampfungsgrad freien Quecksilbers ist so. hoch gestellt, daß die Gefahren der Gesundheitsschädigung durch Verdampfen nicht mehr in Frage kommen. können.
Claims (1)
- PATTSNTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Amalgams, besonders für zahnärztliche Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß, zunächst unter Verwendung von Metallpu1verteiachen von möglichst gleicher Körnung und Gewichtsgröße eine an der Fließgrenze befindliche Paste hergestellt wird, welche darauf bei gewöhnlicher Temperatur mi't so viel Metallpulver gleicher Körnung und Gewichtsgröße verrieben wird, daß endgültig .ein festes Produkt entsteht.
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| DE486135C true DE486135C (de) | 1929-11-08 |
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1926
- 1926-08-18 DE DEM95808D patent/DE486135C/de not_active Expired
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