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Bügelpresse für Kleidungsstücke, Wäsche o. dgl. Die Erfindung betrifft
Bügelpressen für Stofgejenstände, wie Wäsche, Kleidungsstücke o. dgl.
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Die Erfindung bezweckt, eine derartige Presse so zu gestalten, daß
das Schließen der Presse und das Ausüben des Preßdrucks durch ein Getriebe mittels
Kolben und Zylinder erfolgt, dessen aus einem Stück bestehender Zylinder zwei Kolbenkammern
aufweist, in denen sich zwei auf einer gemeinsamen Kolbenstange befestigte Kolben
bewegen. Eine der Kammern und einer der Kolben hat andere Querschnittsabmessungen
als die andere Kammer und ihr Kolben. Die kleinere Kammer nebst Kolben wird benutzt,
um die Presse zu schließen; die größere Kammer nebst Kolben bewirkt den Preßdruck.
Bei dieser Presse wird das Druckmittel von der einen Kolb--nkammer nach der anderen
Kolbenkammer geführt, um den Preßdruck zu bewirken. Diese Zuführungseinrichtungen
werden nur dann wirksam, wenn das Druckmittel in der vorhergehenden Kammer die Presse
geschlossen' hat. Die Presse ist mit zwei Steuerungseinrichtungen versehen, welche
die Zufühning des Druckmittels aus den Speiseleitungen zu einer der Kolbenkammern
steuern. Jede der Steuereinrichtungen erfordert wie bei bekannten anderen Bauarten
zum Ausführen der eiffnungsbewegungen den Gebrauch einer der Hände des Arbeiters,
so daß nicht leicht eine seiner Hände zwischen den Preßteilen erfaßt werden kann,
während das Verschließen der Presse vor sich geht: Die Presse ist mit Einrichtungen,
die durch gasförmige oder flüssige Druckmittel gesteuert werden, für jede der beiden
Steuerungen versehen, welche selbsttätig diese Steuerungen isi der offenen Stellung
zum Bewirken des Preßdrucks festhalten, so daß der Arbeiter diese Steuerung nicht
mit der Hand offen zu halten braucht, wenn die Presse geschlossen ist. Die Presse
ist mit einem einzigen für beide Offenhaltevorrich:ungen versehen; dieses überwachungsglied
wird selbsttätig von einer der Steuerungsvorrichtungen gesteuert.
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\Veitere Zwecke der Erfindung sind zum Teil in der Beschreibung im
einzelnen angegeben, zum Teil ergeben sie sich aus dieser Beschreibung von selbst.
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In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
dargestellt. Abb. i ist eine Seitenansicht der Bügelpresse nach der Eriindtuig.
Die Kolben- und Zylindereinrichtung zum SchlieLen der Presse und zum Erzeugen des
Preßdrucks ist im Längsschnitt gezeichnet.
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Abb. :z ist eine etwas schematische Darstellung; sie zeigt die Kolben-
und Zylindereinrichtung zum Schließen der Presse und zum
Hervorbringen
des Preßdrucks, die beiden Steuerungseinrichtingen, die die Zufuhr von Flüssigkeiten
zu dieser Kolben-Zylinder-Einrichtung steuern, die Vorrichtungen, um' diese Steuerungen
in ihrer Offenlage zu halten, und das überwachungsglied für diese Halteeinrichtungen.
Diese Teile sind sämtlich im Schnitt dargestellt.
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Abb.3 ist ein Querschnitt nach der Linie 3-3 der Abb. i.
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Abb. q. zeigt eine Einzelansicht in Schnitt nach der Linie :1-.1 der
Abb. 2 und 7. Abb.5 zeigt einen Einzelteil im Schnitt nach der Linie 5-5 der Abb.
2 und B.
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Abb.6 zeigt einen Einzelteil im Schnittt nach der Linie 6-6 der Abb.
2.
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Abb.7 zeigt einen Einzelteil im Schnitt nach der Linie 7-7 der Abb.
2 und q..
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Abb.8 zeigt einen Einzelteil im Schnitt nach der Linie 8-8 der Abb.
2 und 5.
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Abb.9 zeigt einen Einzelteil im Schnitt nach der Linie 9-9 der Abb.
2.
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Die Bügelpresse hat, wie Abb. i zeigt, einen Rahmen i, der an seinem
hinteren Teil mit einem aufwärts ragenden Arm 2 versehen ist, auf dem bei 3 ein
Hebel :l an seinem i@Iittelteil drehbar gelagert ist. Am vorderen Ende dieses Hebels
ist der Preßkopf 5 der Presse angebracht, der mit dem Preßbrett oder Preßunterteil
6 zusammenarbeitet. Dieser Unterteil ist ortsfest und wird von einem Fuß 7 getragen,
der auf dem Vorderteil des Maschinenrahmens angebracht ist.
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Wirksam verbunden mit dem hinteren Ende des Hebels 4 ist das obere
Ende eines Kniehebelschenkels i o, dessen unteres Ende bei 13 gelenkig mit dem oberen
Ende eines Kniehebelschenkels i i verbunden ist, dessen unteres Ende wiederum bei
12 am Maschinen'rahinen gelenkig gelagert ist. Wenn die Presse, wie in Abb. i angedeutet,
offen ist, befindet sich der von den Schenkeln 1o. -und i i gebildete Kniehebel
in gebrochener Stellung; um die Presse zu schließen und den Preßdruck auf das Arbeitsstück
auszuüben, ist ein Kraftantrieb vorgesehen, der auf -das Kniegelenk 13 wirkt.
-Dieser Kraftantrieb besteht aus Zylinder und Kolben. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist ein einziger Zylinderkörper 1;l vorgesehen. Dieser Körper besteht
aus einem Stück und hat zwei Kolbenkammern von verschiedenen Querschnitten, eine
Vorderkammer 15 und eine größere Hinterkammer 16. Durch diese Kammern erstreckt
sich eine Kolbenstange 17 mit einem Kolben 18, der sich in- der Kammer 16, und einem
Kolben 19, der sich in der Kammer 15 bewegt. Das vordere Ende des Zylinderkörpers
ist bei 22 gelenkig am Vorderteil des Maschinenrahmens gelagert; das hintere Ende
der Kolbenstange 17 ist drehbar mit dein Kniegelenk 13 verbunden.
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Der Zufluß des Druckmittels zu dem Zylinderkörper 14 wird durch zwei
Steuerungseinrichtungen beherrscht, die derartig miteinander verbunden sind, daß
beide Steuerungen offen sein und dem Druckmittel das Einwirken auf die Kolben- und
Zylindereinrichtung gestatten müssen, wenn die Presse geschlossen und der Preßdi-uck
ausgeübt wzrden soll. Wenn eine von ihnen geschlossen bleibt, kann das Öffnen der
anderen keine Bewegung der Kolbenstange 17 bewirken.
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Beide Steuerungseinrichtungen sind unterhalb von einem waagerecht
angeordneten Arbeitstisch 25 angeordnet, der sie trägt und der das Fußgestell 7
umgibt und auf Konsolen 26 sitzt, die am Maschinenrahmen befestigt sind. " Eine
dieser Steuerungseinrichtungen, die in ihrer Gesamtheit mit der Bezugszahl 3o bezeichnet
ist, besteht aus einem Gehäuse 31, das eine Kammer 32 zur Aufnahme des Druckmittels
aufweist. Diese Kammer steht auf ihrer einen Seite mit der Zuführungsleitung 33
für das Druckmittel in Verbindung und ist durch einen Boden 34 mit einer Schieberfläche
abgeschlossen. Dieser Boden weist fünf Öffnungen auf. In vier von ihnen sind zwei
Ausgangsleitungen 35 und 38 und zwei Ausfluß- oder Rückleitungen 36 und 37 befestigt.
Wenn als Druckmittel Dampf benutzt wird, so empfiehlt es sich, eine Leitung für
'die fünfte Öffnung 39 anzuordnen, die als Auspufföffnung dient; doch ist eine derartige
Leitung nicht notwendig, wenn Luft benutzt wird. Diese 'Leitung ist in den Zeichnungen
nicht angegeben. Innerhalb der Kammer 32 ist ein Steuerschieber q.o angeordnet,
der dauernd mit der Schieberfiäche am Boden 34 in Berührung - gehalten wird durch
eine Blattfeder 41, die am verdickten Oberteil 42 des Gehäuses 31 befestigt ist.
Dieser Steuerschieber wird für gewöhnlich im hinteren Ende der Kammer durch eine
Druckfeder a3 gehalten, welche eine ;Steuerstange 44 umschließt, die mit dem Steuerschieber
verbunden ist. Diese Feder liegt mit ihrem hinteren Ende am Steuerschieber und mit
ihrem vorderen Ende an der Vorderwand des Gehäuses 31. Die Schieberstange erstreckt
sich nach vorn durch eine Öffnung in der Vorderwand des Gehäuses 31 und ist an ihrem
vorderen Ende mit einem Handgriff ¢5 versehen = Die zweite Steuerungseinrichtung
5o, die in ihrer Bauart der ersten ganz ähnlich ist, besteht aus einem Gehäuse 51
-mit einer Flüssigkeitskammer 52, -die durcheinen Boden 53 mit einer Steuerfläche
abgeschlossen ist. DieserBodenhat zwei Öffnungen, in welche zwei Ausgangsleitungen
5,1 und 55 eingeschraubt sind. Innerhalbder
Kammer 52 ist ein Steuerschieber
56 angeordnet, der durch eine Blattfeder 57, die an dem dickeren Kopfteil 5 ia des
Gehäuses 51 befestigt ist, dauernd mit der Steuerfläche in wirksamer Berührung gehalten
wird. Gewöhnlich wird er durch eine Druckfeder 58 in dem hinteren Teil der Kammer
gehalten. Diese Feder umgibt eine Steuerstange 59. die am Steuerschieber befestigt
ist. Das hintere Ende der Feder liegt am Schieber 56 und das vordere Ende der Feder
an der Vorderwand des Gehäuses 51. Die Schieberstange ragt durch eine Öffnung in
der Vorderwand des Gehäuses und ist an ihrem Vorderende mit einer Handhabe 6o versehen.
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Die Ausgangsleitung 35 der Steuerung 3o ist an die Ausgangsleitung
38 dieser Steuerung angeschlossen. und die Leitung 38 ist an die Leitung 65 angeschlossen,
die zur Kammer 52 der Steuerung 5o führt. Wenn daher eine der Leitungen 35 oder
38 offen ist, so kann das Druckmittel von der Kammer 32 der Steuerung 3o nach der
Kammer 52 der Steuerung 5o übertreten. Die Ausgangsleitung 54 der Steuerung 5o ist
an eine biegsame Leitung, z. B. einen Schlauch 66, angeschlossen, die nach dem hinteren
Endteil der kleinen Kolbenkammer i 5 führt und dadurch das Druckmittel nach dieser
Kammer auf die Vorderseite des Kolbens i 9 führt. Das dieser Kammer so zugeführte
Druckmittel ist ausreichend, um die Kolbenstange 17 vorwärts zu bewegen. Dabei wird
das Knie 13 der Kniehebelschenkel io und i1 gestreckt und dadurch der Preßkopf auf
den unteren Preßteil bewegt. Mit anderen ZVorten, es wird die Presse geschlossen.
Während nun die der kleineren Kolbenkammer 15 zugeführte Druckmittelmenge ausreicht,
um die Presse zu schließen, reicht sie nicht aus, um einen starken Druck hervorzubringen.
Wenn daher irgend jemand seine Hände zwischen die Preßteile gebracht haben sollte,
so würden diese keinen so kräftigen Druck ausüben, daß eine Verletzung eintreten
könnte.
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Während dieser Vorwärtsbewegung der Kolbenstange 17 wird das in der
gröl5eren Kolbenkammer 16 vor dem Kolben 18 vorhandene Druckmittel aus der Kammer
durch ein biegsames Rohr oder einen Schlauch 6; ausgepreßt, dessen hinteres Ende
mit dem Ilinterendteil- dieser Kammer und dessen Vorderende mit der Auspuff- oder
Rückleitung 3; der Steuerung 3o verbunden ist. Der Steuerschieber q.o dieser Steuerung
hat an seiner Unterseite einen Kanal 71, durch den eine Verbindung zwischen der
Ausgangsleitung 37 und der Ausgangsöffnung 39 hergestellt wird, wenn sich der Steuerschieber
in der Vorder-oder Offenstellung befindet, wie es notwendig ist, um die Presse zu
schließen. Um, nachdem die Presse geschlossen ist, auf das Arbeitsstück einen kräftigen
Preßdruck auszuüben, wird der größeren Kolbenkammer 16 das Druckmittel zugeführt,
und die Zuführungsleitung für diese- Kammer ist so angeordnet, däß ihr kein Druckmittel
zugeführt werden kann, solange nicht die Preßteile durch das der kleineren Kolbenkammer
15 zugeführte Druckmittel in Anlage miteinander gebracht sind.
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Bei der hier erläuterten Ausführungsform der Erfindung wird das Druckmittel
der größeren Kolbenkammer 16 aus der kleineren Kolbenkammer 15 durch eine Leitung
75 zugeführt, deren Ausgangsende mit dem inneren Endteil der Kolbenkammer 16 in
Verbindung steht, während ihr Einlaß- oder Zuführungsende mit der Kolbenkammer 15
in der Nähe von deren innerem Ende in Verbindung steht. Es ist daher unmöglich,
daß in die größere Kolbenkammer 16 das Druckmittel eintritt und ihren Kolben 18
bewegt, solange nicht der Kolben 19 der Kammer 15 vorwärts über das Einlaßende der
Leitung-75 hinaus ,bewegt ist. Der Kolben r9 überschreitet aber diesen Punkt nicht
eher, als bis die Preßteile einander berühren. Wie man sieht, ist es also unmöglich,
einen kräftigen Preßdruck auszuüben, solange nicht vorher die Preßteile zur Anlage
miteinander gebracht sind. Wenn daher irgendein Hindernis das Schließen der Pesse
verhindert, kann der Preßdruck nicht" erzeugt -,werden. Es ist daher nicht leicht
möglich, daß die Hände einer Person zwischen den Preßteilen festgehalten und gequetscht
werden. Ebensowenig ist es notwendig, die üblichen, mehi oder weniger verwickelten
Schutzvorrichtungen anzubringen.
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@Vie oben erwähnt, ist es zum Schließen der Presse notwendig, beide
Steuerungen 30 und 5o zu öffnen, d. h. es müssen die beiden Steuerstangen 44 und
59 nach außen gezogen-werden. Diese Steuerstangen sind aber derart angeordnet oder
an solchen Stellen angebracht. sie der Arbeiter nicht mit einer Hand allein zugleich
bedienen kann. Es müssen vielmehr beide Hände des Arbeiters benutzt werden,. um
die Presse zu schließen. Er kann daher-nicht leicht eine seiner Hände zwischen die
Preßteile bringen. Wenn die Steuerung 3o geöffnet werden und die Steuerung 5o geschlossen
bleiben würde, so würde zwar das Druckmittel aus der Kammer 32 der Steuerung 3o
nach der Kammer 52 der Steuerung 5o fließen, aber die Ausgangsleitung 5,1 der letzteren
Steuerung würde nicht offen sein, so daß das Druckmittel nichtaus der Kammer 52
nach der Kolbenkammer 15 fließen könnte. Wenn anderseits die Steuerung 50 offen
sein und die Steuerung 3o geschlossen bleiben würde, so würde zwar
das
Druckmittel von der Steuerkammer 32 nach der Steuerkammer 52 'und von dieser nach
der Kolbenkammer i 5 fließen, indessen würde das zu, dieser Kolbenkammer geführte
Druckmittel den Kolben 19 nicht bewegen, sondern würde nach der Steuerkammer 32
durch die Leitung 84 und den. biegsamen Schlauch 83, die später noch. erwähnt werden,
zurückfließen. Die Presse ist daher nicht nur ohne Gefahr zu handhaben, sondern
sie bietet unbedingte Sicherheit auch bei Bedienung durch ungeschicktes Personal.
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Um die Preßteile voneinander zu trennen, d. h. die Presse zu öffnen,
wird dem vorderen Endteil der größeren Kolbenkammer 16 durch ein bewegliches Rohr
oder einen Schlauch 8o das Druckmittel zugeführt, der mit der Ausgangsleitung 55
der Steuerung 5o verbunden ist. Das der Kammer 16 durch diese Leitung zugeführte
Druckmittel genügt, um die Kolbenstange 17 rückwärts zu bewegen. Dabei wird das
von den Schenkeln io und ii gebildete Knie gebrochen und das Auseinandergehen der
Preßteile bewirkt. Während dieser Rückwärtsbewegung der Kolbenstange wird das in
der Kammer vor dem Kolben 18 enthaltene Druckmittel ausgepreßt, oder es entweicht
aus dieser Kammer durch eine Leitung 81, die mit dem inneren Ende dieser Kammer
verbunden ist und mit einem Rückschlagventil. 82 versehen ist, das den Durchgang
des Druckmittels nur vorwärts, d. h. in der Richtung des Pfeiles A, gestattet. Das
Druckmittel in der Kolbenkammer 15 vor dem Kolben i9 wird ausgepreßt oder entweicht
aus dieser Kammer durch die obenerwähnte Leitung 84, deren Vorderende mit dem äußeren-
Endteil der Kammer 15 in Verbindung steht. Die freien Enden der Leitung 84 und der
- Leitung 81 sind in Verbindung mit dem biegsamen Rohr oder dem Schlauch 83, der
an die Auspuff- oder Rückleitung 36 der Steuerung 3o angeschlossen ist, wie aus
Abb. 2 ersichtlich ist. Das nach der Leitung 36 zurückfließende Druckmittel wird
an der bffnung 39 durch den- Ventilkanal 71 ausgepreßt, der sich bei geschlossenem
Ventil in solcher Stellung befindet, daß er Verbindung zwischen der Leitung 36 -und
der Auspufföffnung 39 herstellt, wie in Abb. 2- dargestellt ist.
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Vorzugsweise sind Einrichtungen vorgesehen, um die Steuerungen 3o
und 50 selbsttätig offen zu halten, so daß das -Druckmittel der Kolbenkammer
16 zum Erzeugen des kräftigen Preßdrucks zugeführt werden kann; dadurch -wird es
unnötig gemacht, daß der Arbeiter mit der Hand die Steuerstangen 44 59 in ihren
vorgezogenen Stellungen hält, nachdem die Presse geschlossen ist. In der hier erläuterten
besonderen Ausführungsform bdstehen diese Halteeinrichtungen aus zwei miteinander
verbundenen Kolben- und Zylindervorrichtungen, von denen je eine mit jeder Steuerung
vereinigt ist.
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Mit der Vorderwand des Gehäuses 31 der Steuerung 30 ist -ein
nach vorn sich erstrekkender Zylinder 9o verbunden, der die Steuerstange 44 umgibt
und eine Kammer 9I aufweist, in der sich ein auf der Steuerstange befestigter Kolben
93 bewegt. Mit der Vorderwand des Gehäuses 51 der Steuerung 50 ist :ein nach vorn
sich erstreckender Zylinder 95 verbunden, der die -Steuerstange 59 umgibt und eine
Kammer 96 aufweist, in der sich ein auf der Steuerstange 59 befestigter Kolben 97
bewegt.
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Der Zufluß des Druckmittels zum Bedienen dieser beiden Offenhaltevorrichtungen
wird selbsttätig gesteuert durch eine einzige gemeinsame Steuerung, die als Ganzes
mit der Bezugszahl ioo bezeichnet ist. Diese Steuerung hat in ihrer Bauart einige
Ähnlichkeit mit dein Aufbau der Steuerungen 3o und 5o und ist unterhalb der Offenhaltevorrichtung
für die Steuerung 3o angeordnet und wird von ihr getragen.
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Diese Steuerung ioo hat ein Gehäuse ioi, dessen Steuerkammer 102 durch
eine Decke 103 mit einer Steuerfläche geschlossen ist. Diese Decke steht
durch einen Halsteil io4 mit dem Offenhaltezylinder 9o für die Steuerung
30 in Verbindung. Bei der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung besteht
diese Decke mit dem Halsteil und mit dem Zylinder aus einem Stück. Innerhalb der
Steuerkammer io2 ist ein Steuerschieber io6 angeordnet, der durch eine Blattfeder
107 in dauernder wirksamer Berührung mit der Steuerfläche gehalten wird. Die Feder
107 ist am Boden des Gehäuses ioi befestigt. Eine Stange io8 ist an dem Steuerschieber
befestigt, sie ragt nach vorn durch eine Öffnung an der Vorderwand des Gehäuses
i o i und ist an ihrem Vorderende mit einem Handgriff log versehen.
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Das Druckmittel zum Bedienen der beiden Offenhalteeinrichtungen wird
der Z>berwachungssteuerung ioo aus dem inneren Endteil der größeren Kolbenkammer
16 zugeführt, indem ein biegsames Rohr i i 5 den Körper des Zylinders 14 und die
;durchbrochene Decke 103 der Steuerung ioo zu diesem Zweck miteinander verbindet.
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Das auf diese Weise der Steuerung ioo zugeführte Druckmittel wird
beiden Offenhaltevorrichtu@ngen zugeführt, indem es der Kölbenkannmer 9 i des Zylinders
9o durch einen Kanal i 16 (Abb. 1, 9) im Halsteil -104 und der Kolbenkammer 96,des
Zylinders 95 durch eine Leitung I 17 zufließt, die mit dieser Kammer und mit dem
Kanal 116 des Halsteils in Verbindung steht. Eine Tut oder ein
Kanal
118 im Oberteil des Steuerschiebers tob stellt Verbindung zwischen de.u biegsamen
-Zuleitungsrohr 115 und dem Halskanal i i6 her, wenn sich der Steuerschieber io6
in seiner hinteren Stellung in der Steuerkammer io2 befindet. Wenn der Steuerschieber
in dieser Kammer vorwärts bewegt wird, wie es der Fall ist, um das öffnen der Presse
zu bewirken, und wie es im nachstehenden noch erläutert wird, so stellt der -Schieberkanal
i 18 die Verbindung zwischen dem Halskanal i 16 und der Auspufföffnung i 2o in der
Decke i o3 her, wodurch ein Ausgang oder Auspuff für das Druckmittel in beiden Offenhaltekolbenkammern
9 i und 96 geschaffen wird.
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Der Steuerschieber i o6 der Steuerung i oo wird selbsttätig in seine
hintere Lage in der Kammer io2 bewegt, so daß das Druckmittel zu den beiden Offenhaltekolbenkammern
durch die öffnungsbewegung des Steuerschiebers- 4o der Steuerung 30 gelangen
kann. Diese Rückwärtsbewegung des Steuerschiebers io6 wird durch einen Hebel 125
bewirkt, der zwischen seinen Enden auf dem vorderen Endteil eines Armes 126 gelenkig
befestigt ist, welcher von der Vorderwand des Offenhaltezylinders 9o vorwärts und
abwärts ragt. Das obere gegabelte Ende dieses Hebels ist mit länglichen Schlitzen
12; versehen, durch die ein Bolzen 128 hindurchgeht, der von der Stange 4:1 des
Steuerschiebers 4o der Steuerung 30 getragen wird. Das untere gegabelte Ende
des Hebels umfaßt die Stange io8 des Steuerschiebers io6 der Steuerung ioo und greift
an einer Ringscheibe i 3o an, die lose auf dieser Stange sitzt. Diese Ringscheibe
bildet das vordere Widerlager für eine Druckfeder 131, die die Stange 1o8 umgibt
und mit ihrem hinteren Ende an einer Ringscheibe 132 anliegt, welche auf der Stange
festsitzt. berenn daher die Stange 44 für die Steuerteig 3o von dein Arbeiter beim
Schließen der Presse vorwärts gezogen wird, so schwingt der Hebel 125 selbsttätig
in einer Richtung, entgegengesetzt zum Bewegungssinn des Uhrzeigers. Die die Steuerstange
io8 umgebende Feder 131 wird dadürch@ zusammengedrückt, und diese Steuerstange wird
zusammen mit ihrem Steuerschieber io6 rückwärts bewegt. Der Schieberkana1118 nimmt
infolgedessen eine solche Stellung ein, daß Verbindung zwischen dem biegsamen Zuflußrohr
i 15 und dem Halskanal 116 hergestellt ist, der zu den beiden Offenhaltekolbenkammern
9 t und 96 führt. Infolgedessen wird diesen Kammern das Druckmittel zugeführt, die
beide Kolben in ihrer Vorwärtsstellung hält. Dies luzt zur Folge, daß beide Steuerungen
3o und 5o selbsttätig in offener Stellung gehalten werden. Der Arbeiter ist damit
der Notwendigkeif enthoben, die Stangen 4.4. und 59 mit der Hand in der Vorwärtsstellung
zu halten, wenn die Presse zum Erzeugen des Preßdrucks geschlossen ist.
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Wenn die Presse geöffnet werden soll, so ergreift der Arbeiter den
Handgriff iog und zieht die Stange io8 der Steuerung ioo vorwärts. Wenn so der Steuerschieber
io6 dieser Steuerung sich nach vorn bewegt, kommt der Schieherkanal i i 8 in eine
solche Lage, daß er Verbindung zwischen dem Halskanal 116 und der Auspufföffnung
i2o herstellt. Das Druckmittel in beiden Offenhaltekolbenkammern kann daher entweichen,
und beide Steuerschieber 4o und 56 werden durch ihre entsprechenden Druckfedern
43 und 58 rückwärts-in die SChlußstellung bewegt. Das Vorwärtsziehen der Steuerstange
io8 stört an sich nicht den Hebel 125 vermöge der Druckfeder 131, die diese Stange
umgibt, und vermöge der Gleitbewegung der Ringscheibe i3o, die lose auf der Stange
sitzt.
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Die Presse ist mit der üblichen Feder 135 versehen, die gewöhnlich
die Preßteile auseinanderzuführen und offen zu halten sucht und diese Bewegung unterstützt,
während der Arbeitsvorgang zum Öffnen der Presse durch Kraftwirkung in der oben
erläuterten Weise vor sich geht.
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Aus dem Vorstehenden geht hervor, daß die erläuterte Presse den Arbeiter
mit unbedingter Sicherheit vor Verletzung schützt, zuerst dadurch, daß, wie bei
bekannten anderen Bauarten, der Gebrauch beider Hände nötig ist, um die Presse zu
schließen, und zweitens dadurch, daß, wie ebenfalls an sich bekannt, der Preßdruck
nicht ausgeübt werden kann, wenn der mit schwacher Kraft bewegliche Preßteil auf
ein Hindernis stößt, das ihn hindert, mit dem unteren Preßteil oder mit dem daraufliegenden
Arbeitsstück in die richtige Berührung zu kommen. Ferner hat der Arbeiter nicht
nötig, die beiden Steuerungen 30 und 5o mit der Hand offen zu halten, nachdem die
Presse geschlossen ist, da diese Steuerungen selbsttätig in der Offenstellung gehalten
werden, die cum Erzeugen des Preßdrucks durch das Kraftmittel nötig ist.