DE48585C - Doppelte Kniehebelpresse mit Kurbelantrieb - Google Patents

Doppelte Kniehebelpresse mit Kurbelantrieb

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DE48585C
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DE
Germany
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crank
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handlebar
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT48585D
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English (en)
Original Assignee
W. LORENZ in Karlsruhe i. B., Westendstrafse 44
Publication of DE48585C publication Critical patent/DE48585C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B1/00Presses, using a press ram, characterised by the features of the drive therefor, pressure being transmitted directly, or through simple thrust or tension members only, to the press ram or platen
    • B30B1/10Presses, using a press ram, characterised by the features of the drive therefor, pressure being transmitted directly, or through simple thrust or tension members only, to the press ram or platen by toggle mechanism
    • B30B1/14Presses, using a press ram, characterised by the features of the drive therefor, pressure being transmitted directly, or through simple thrust or tension members only, to the press ram or platen by toggle mechanism operated by cams, eccentrics, or cranks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 58: Pressen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1889 ab.
Vorliegende Kniehebelpresse besteht im wesentlichen aus einem doppelten Kniehebelsystem, welches von einer Kurbel hin- und hergeschwungen wird, wobei die Kurbel einmal nach der einen, das andere Mal nach der anderen Seite als Schenkel des einen bezw. des anderen Kniehebelsystems wirkt. Dieser Mechanismus wird mittelst einer an dem Zapfen der schwingenden Kurbel angreifenden, von einer zweiten umlaufenden Kurbel aus getriebenen Lenkstange bewegt. Die umlaufende Kurbel besitzt etwa die halbe Länge der schwingenden Kurbel, so dafs letztere bei einer Umdrehung der ersten Kurbel nahezu einen Halbkreis, und zwar während einer Kurbelumdrehung einen Halbkreis von der einen zur anderen Seite und während der folgenden Umdrehung denselben Halbkreis rückwärts beschreibt. Die Ueberwindung des todten Punktes der schwingenden Kurbel wird mittelst eines auf deren Achse angeordneten mit hin- und herschwingenden Schwungrades bewirkt.
In den Fig. 1 bis 6 ist ein solcher Mechanismus in einfachen Linien, und zwar in acht auf einander folgenden Stellungen während zweier Umdrehungen der umlaufenden Kurbel und eines doppelten Hin- und Herganges der schwingenden Kurbel dargestellt.
A ist die umlaufende, B die schwingende Kurbel. Die beiden Kurbelzapfen α b sind durch die Lenkstange C verbunden. Die Lenkstange C besitzt ein Querstück D mit zwei Zapfen cd, an welchen die Kniehebelgelenke EF angreifen. Bei einer Drehung der Kurbel A von der höchsten Stellung beider Kurbeln aus bis zur tiefsten Stellung der Kurbel A in der Richtung der Pfeile I, Fig. 1 und 2, findet eine Arbeit des rechtsseitigen Kniehebelsystems, bestehend aus Kurbel B, Kniehebel F und Lenkstange C, statt, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist. Bei der Weiterdrehung der Kurbel A (in der Richtung des Pfeiles /, Fig. 3 und 4) findet der Rückgang des rechtsseitigen Kniehebelsystems in der Richtung des Pfeiles II, Fig. 4 und 5, statt, welcher Rückgang vollendet ist, wenn die Kurbel A wieder in ihre höchste Stellung (Fig. 5) gelangt, also eine volle Umdrehung gemacht hat. Während die Kurbel A sich weiter dreht, bringt das auf der Welle der Kurbel B sitzende Schwungrad G die Kurbel B über den todten Punkt, so dafs nun die aus Fig. 6 ersichtliche Arbeit des linksseitigen Kniehebelsystems, bestehend aus Kurbel B, Kniehebel E und Lenkstange C, stattfindet. Bei der Weiterdrehung der Kurbel A (stets in der Richtung des Pfeiles I) findet der Rückgang des linksseitigen Kniehebelsystems wieder in der Richtung des Pfeiles I statt, bis die Stellung (Fig. 1) erreicht ist, und das vorbeschriebene SpieL sich wiederholt.
Es ist nicht erforderlich, dafs die Kurbel B in einem Halbkreise schwingt. Je nach dem gewählten Gröfsenverhältnifs der umlaufenden zur schwingenden Kurbel, wird die Kurbel B einen gröfseren oder geringeren Theil eines Kreises beschreiben. Anstatt eine Lenkstange mit Querstück D und zwei Seitenzapfen c d zu verwenden, kann auch eine Lenkstange mit nur einem gemeinschaftlichen Zapfen für beide Kniehebelsysteme angewendet werden, wie Fig. 7 zeigt. Auch können statt der dargestellten horizontalen geneigte Druckrichtungen gewählt
werden. Ist diese Neigung nach beiden Seiten abwärts gerichtet, so wird die hin- und herschwingende Kurbel B mehr als einen Halbkreis beschreiben, wie Fig. 8 zeigt; ist die Neigung nach beiden Seiten aufwärts gerichtet, so wird die Kurbel weniger als einen Halbkreis beschreiben, wie Fig. 9 zeigt. Endlich kann je nach Bedarf und Zweck die Geradführung der Gelenkpunkte c1 d1 auch durch eine Kreisbogen- oder eine Curvenführung ersetzt werden.
Durch das Schwungrad G wird nicht nur bezweckt, die Kurbel B über den todten Punkt zu bringen, sondern auch die während jeder halben Umdrehung gewonnene lebendige Kraft zum Pressen nutzbar zu machen. Diese lebendige Kraft wird gegen das Ende der Hübe der Kniehebel E F, wenn die Bewegungen der Punkte c1^1 sich bis fast zum Stillstande verlangsamen und die Arbeit des Pressens stattfindet, ausgenutzt.
Diese Kniehebelsysteme entwickeln daher auf einem kleinen Wege während einer verhältnifsmäfsig langen Dauer in der günstigsten Stellung der Kniehebel einen hohen Druck, wodurch diese Presse besonders werthvoll für rasche und energische Arbeit ist und vortheilhaft Anwendung als Werkzeug- oder Arbeitsmaschine zur Massenfabrikation von Gegenständen aus Metallen, Holzstoff, Masse oder beliebigem anderen Material, wie z. B. zur Herstellung von Nägeln, Nieten, Knöpfen, Fingerhüten, Münzen etc., findet. Auch können, die Kniehebelgelenke mit den Kolben oder Plungern von Pumpen verbunden werden, um die entwickelte Kraft auf hydraulischem Wege fortzupflanzen.
In Fig. ι ο ist eine solche doppelte Kniehebelpresse in praktischer Ausführung mit zwei Prefsstellen H und J beispielsweise dargestellt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Kniehebelpresse, bei welcher ein doppeltes Kniehebelsystem von einer Kurbel (B) hin und her geschwungen wird, und die Kurbel (B) abwechselnd als Gegenarm für den einen oder anderen Kniehebelarm (E F) wirkt, während die Lenkstange (C) dieses Kniehebelsystems von einer umlaufenden Kurbel (A) bewegt wird.
  2. 2. An der in Anspruch 1. angegebenen Kniehebelpresse die Anordnung eines auf der Achse der Kurbel (B) befestigten, mit dieser hin und her schwingenden Schwungrades (G), welches diese Kurbel über den todten Punkt bringt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT48585D Doppelte Kniehebelpresse mit Kurbelantrieb Expired - Lifetime DE48585C (de)

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