DE48451C - Beim Tragen über Terrain selbstthätig das Nivellement aufnehmender Apparat - Google Patents
Beim Tragen über Terrain selbstthätig das Nivellement aufnehmender ApparatInfo
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- DE48451C DE48451C DENDAT48451D DE48451DA DE48451C DE 48451 C DE48451 C DE 48451C DE NDAT48451 D DENDAT48451 D DE NDAT48451D DE 48451D A DE48451D A DE 48451DA DE 48451 C DE48451 C DE 48451C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat, mittelst dessen durch einfaches Hinwegführen
des Apparates über das Terrain selbstthätig das Nivellement des betreffenden
Terrains aufgezeichnet wird. Der Apparat ist auf einer Trage angeordnet, welche von zwei
Personen getragen werden kann, und an welcher eine Welle angeordnet ist, die durch ein
in einem lose um diese Welle drehbaren Rahmen gelagertes Laufrad in Umdrehung versetzt
wird.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des Apparates. Fig. 1 ist
eine Seitenansicht desselben; Fig. 2 zeigt in gröfserem Mafsstabe den das Nivellement aufzeichnenden
Mechanismus; Fig. 3 ist eine seitliche Ansicht eines Theiles des Mechanismus; Fig. 4 ist ein Grundrifs zu Fig. 3. Fig. 5 veranschaulicht
die Anwendung des Apparates. Fig. 6 zeigt einen mit dem Apparat erzielten Nivellementsrifs.
Die Aufzeichnung des Nivellements erfolgt auf einen Papierstreifen, welcher auf einer verticalen
Trommel A festgesteckt ist.
Die Aufzeichnung erfolgt mittelst zweier Stifte, von welchen der eine unbeweglich angeordnet
ist und die Horizontale aufreifst, während der zweite Stift an einem beweglichen
Arm sitzt und die Bodenerhebungen bezw. -Senkungen in ihrer relativen Gröfse zu
der betreffenden Horizontalen aufzeichnet.
. Die Trage a, auf welcher der Apparat angebracht
ist, wird von zwei Personen getragen, welche sich hierzu geeigneter Tragriemen bedienen
(Fig. 5). Die Trage ist, wie aus Fig. 1 ohne Weiteres ersichtlich, so eingerichtet, dafs
sie, nachdem die beiden Personen dieselbe angehoben haben, entweder mittelst einer Wasserwaage
oder mittelst eines auf einem Quadranten einspielenden Zeigers c, Fig. 2, leicht horizontal
eingestellt werden kann. Der Zeiger c ist an der Drehachse eines Pendels d befestigt, dessen
Belastung beliebig verändert werden kann.
Das Pendel d beeinflufst ein Winkelhebelgestänge /,'welches an einer vertical verschiebbaren
Zahnstange r angreift, die mit einem gezahnten Quadranten 1 in Eingriff steht. Es
ist ersichtlich, dafs bei einem Ausschlag des Pendels d nach der einen oder anderen Seite
zufolge einer von der Horizontalen abweichenden , Lage der Trage die Zahnstange r gehoben
bezw. gesenkt wird und hierbei den Quadranten nach der einen oder anderen Richtung
dreht. Die Lage der Drehzapfen des Winkelhebelgestänges ist verstellbar, wie Fig. 2 erkennen
läfst. Zur Ausgleichung des Gewichtes des Gestänges dient das verschiebbare
Gewicht e.
Mit der Trage ist ein den Unebenheiten des Terrains folgendes Laufrad f, Fig. 1, verbunden,
welches mittelst eines geeigneten Zwischengetriebes das Kettenrad g in Drehung versetzt,
welches mittelst Kette i das auf der Welle k befestigte Kettenrad h treibt. Auf der Welle k
sitzt eine Schnecke, welche in den am unteren Rande der Trommel A angeordneten Zahnkranz,
eingreift und somit die Trommel in langsame Drehung versetzt (Fig. 4). Der Zahnkranz
der Trommel A greift seinerseits in ein Trieb B ein, welches das Räderwerk CDE
FGHI antreibt. Die Räder H und I stehen
beide mit dem Rade G in Eingriff und erhalten daher gleiche Drehung.
Auf den Wellen der beiden Räder H und I sitzen die beiden Hälften u bezw. t eines
Wechselgetriebes. Jede Hälfte besteht aus zwei auf der WTelle verschiebbaren Kegeln, deren
Mäntel aus Stäben gebildet sind, welche derartige Zwischenräume haben, dafs sich die
Kegel in einander schieben lassen. Das Kegelpaar u wird bei der Drehung des Rades H
von dessen. Welle mitgenommen und treibt hierbei mittelst einer Schnur das zweite Kegelpaar
t an, dessen Welle ein Schraubengewinde χ trägt.
Auf diesem Schraubengewinde sitzt das Zahnrad J, dessen Nabe als Schraubenmutter ausgebildet
ist. Das Zahnrad / ist gegen eine axiale Verschiebung gesichert und macht also
ständig genau so viel Umdrehungen, wie die Welle mit dem Kegelpaar u, und so lange die
Durchdringungsquerschnitte beider Kegelpaare t und u dieselben sind, machen auch beide
Kegelpaare und damit auch die Spindel χ dieselbe und gleiche Anzahl Umdrehungen.
Die Spindel χ und das Zahnrad / drehen sich in derselben Richtung. So lange also
beide die gleiche Anzahl Drehungen machen, verändern sie nicht ihre gegenseitige Lage. Sobald
aber die Spindel χ sich schneller oder langsamer dreht als das Rad /, verschraubt
sich die Spindel χ in der Nabe des Rades / nach der einen oder anderen Richtung und
dementsprechend beschreibt der an der Spindel χ angebrachte, durch Federwirkung beständig
gegen die Trommel A gedrückte Stift s eine zu der von dem unbeweglich am Gestell
befestigten Stift b, Fig. 3, beschriebenen Linie nach der einen oder anderen Richtung geneigte
Linie.
Die Naben der beiden Kegelpaare u und t sind mittelst Nuth und Feder auf den zugehörigen
Wellen geführt.
Die gegenseitige Lage der Kegel jedes Kegelpaares wird durch zwei bei 6 bezw. 7 drehbar
gelagerte Hebel 4 und 5 bestimmt, welche mittelst der Gelenkstangen 2 und 3 mit dem
oben erwähnten gezahnten Sector 1 verbunden ' sind. Die Hebel 4 und 5 greifen in die mit
entsprechenden Ringnuthen versehenen Naben 8, 9, 10, 11 der beiden Kegelpaare t und u
ein.
Macht nun das Pendel d beim Tragen des Apparates über das Terrain zufolge der Neigung
desselben und der hierdurch bedingten geneigten Lage der Trage beispielsweise einen
Ausschlag nach rechts, so wird die Zahnstange r gehoben, der Sector 1 nach rechts
gedreht, die mit den Naben 10 und 11 verbundenen Hebelenden und damit auch die
beiden zugehörigen Kegel einander genähert, die beiden anderen Kegel auf der Spindel χ
aus einander geschoben, so dafs, wenn die Durchdringungsquerschnitte beider Kegelpaare
zuvor gleich waren, nunmehr der Durchdringungsquerschnitt des Kegelpaares u gröfser,
derjenige des Kegelpaares t dagegen kleiner wird, so dafs die Spindel χ eine schnellere
Drehung erhält als das Rad / und demnach eine entsprechende Hebung bezw., Senkung der
Spindel χ mit dem Stift s eintreten mufs. Das Umgekehrte tritt ein, wenn das Pendel d
nach links ausschlägt.
Fig. 6 veranschaulicht ein Beispiel der auf diese Weise erhaltenen Nivellementsaufnahme.
Die Linie x-y stellt die von dem festen Stift beschriebene Horizontale dar; die von x1
bis ^ fallende, von \ bis yx steigende Linie
veranschaulicht das Nivellement der mit dem Apparat durchwanderten Strecke. |
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Ein beim Tragen über das Terrain selbstthätig das Nivellement aufzeichnender Apparat, im wesentlichen bestehend aus einer Trage (ei) mit einem frei damit verbundenen, den Unebenheiten des Terrains folgenden Laufrad (f)-, einer durch das Laufrad in Drehung versetzten, mit Papier bespannten Trommel (A), einem unverrückbar angeordneten, zum Aufzeichnen der Horizontalen dienenden Stift, und einem zweiten Stift, welcher durch die Wirkung einer den Unebenheiten des Bodens entsprechend sich hebenden bezw. senkenden Zahnstange (r) durch Vermittelung eines Sectors (1) und eines von letzterem durch Hebel (4 und 5) beeinflufsten, aus sich durchdringenden Kegelpaaren (t und ti) bestehenden Wechselgetriebes entsprechend dem Heben und Senken der Zahnstange senkrecht zu der von dem ersteren Stift gezeichneten Horizontalen hin und her verschoben wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48451C true DE48451C (de) |
Family
ID=323429
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48451D Active DE48451C (de) | Beim Tragen über Terrain selbstthätig das Nivellement aufnehmender Apparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48451C (de) |
-
0
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