DE29599C - Maschine zur Aufnahme und graphischen Darstellung ebener Wege - Google Patents
Maschine zur Aufnahme und graphischen Darstellung ebener WegeInfo
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- DE29599C DE29599C DENDAT29599D DE29599DA DE29599C DE 29599 C DE29599 C DE 29599C DE NDAT29599 D DENDAT29599 D DE NDAT29599D DE 29599D A DE29599D A DE 29599DA DE 29599 C DE29599 C DE 29599C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
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- G01C7/02—Tracing profiles of land surfaces
- G01C7/04—Tracing profiles of land surfaces involving a vehicle which moves along the profile to be traced
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die auf der beiliegenden Zeichnung dargestellte Maschine hat den Zweck, das Bild von
ebenen Strafsen, Dorf-, Feld- und Waldwegen oder der von diesen umschlossenen Complexe
selbstthätig -in irgend einem verjüngten Mafsstabe darzustellen, ohne dafs man hierbei etwas
anderes zu thun hat, als die betreffenden Wege mit der Maschine zu befahren. Dieser Zweck
wird erreicht, indem das Papier je nach Erfordernifs theils von einer durch Walzen getriebenen
Leinwand an einem Zeichenstift vorübergefüfort;
theils von einer anderen Vorrichtung um denselben gedreht wird.
' Fig. ι stellt die Maschine im Durchschnitt nach x-x, Fig. 2 im Grundrifs, Fig. 3 die Hinteransicht nach Hinweglassung der. die Einsicht verhindernden Walze mit Zubehör, Fig. 4 die Vorderansicht und Fig. 5 ein Achslager in gröfserem Mafsstabe dar.
' Fig. ι stellt die Maschine im Durchschnitt nach x-x, Fig. 2 im Grundrifs, Fig. 3 die Hinteransicht nach Hinweglassung der. die Einsicht verhindernden Walze mit Zubehör, Fig. 4 die Vorderansicht und Fig. 5 ein Achslager in gröfserem Mafsstabe dar.
Die Maschine besteht zunächst aus einem einfachen Gestell, in dem eine Achse α elastisch
gelagert ist. Die Mittelachse hat quadratischen Querschnitt und Nasen, welche sie gegen seitliche
Verschiebung sichern. Ueber der Achse liegen in den Lagern Kautschukcylinder, welche
eine geringe Bewegung der Achse nach aufwärts gestatten und dadurch einen sanften Gang herbeiführen. An den Achsschenkeln stecken die
Laufräder b und b1. Dieselben führen die in
ihren Theilkreisen verschiedenen Zahnräder c und c1, von denen c unmittelbar das Zahnrad d,
c' dagegen mittelbar durch Transporteure e das Zahnrad d1 treibt, wie aus Fig. 2 und dem
Detail rechts von Fig. 4 zu ersehen ist. Da c = d und i1 = d\ so erhalten d und d' gleiche
Geschwindigkeiten wie ihre Laufräder, aber verschiedene Richtungen; sie stecken auf den
Wellen / und f1 fest und ertheilen den auf deren anderen Enden fest aufgesteckten Kegelrädern
g und g1 ihre besonderen Geschwindigkeiten
und Richtungen. Die Kegelräder g und g' greifen beide in das innere Rad i
des Differentialrades D, welch letzteres lose auf dem vorstehenden Zapfen einer der Wellen
steckt. Haben nun die Laufräder und mit ihnen die Kegelräder g und g1 gleiche Geschwindigkeiten,
so dreht sich das innere Rad und D bleibt stehen; haben sie verschiedene Geschwindigkeiten, so dreht sich das innere Rad
gleichfalls, mit ihm aber auch D. In diesem Falle überträgt D seine Bewegung auf das ihm
in Gröfse und Verzahnung gleiche Schraubenrad k.
Das Schraubenrad steckt fest auf dem einen Ende der Welle /, an deren anderem Ende das
Kegelrad m. Dieses treibt das auf einer senkrecht durchbohrten Spindel feste Kegelrad n
und durch dieselbe die Scheibe o. Diese hat die Bestimmung, ihre Drehungen auf das Papier
zu übertragen, und ist, um dies mit Sicherheit ausführen zu können, an ihrer unteren Fläche
mit einem rauhen Stoff, wie Glaspapier oder Fischhaut, bezogen. Die Durchbohrung der
Spindel hat den Durchmesser einer Bleifeder, die sich leicht, aber fieifsig in der Durchbohrung
schieben lassen soll.
Aufser den genannten Rädern befindet sich auf der Welle f ein Schraubengewinde. Dasselbe
greift in das Schraubenrad / auf Welle q. Auf dieser Welle ist ein ähnliches Schraubengewinde,
das in das Schraubenrad r auf Welle s greift. Aufserhalb des Gestelles steckt auf
Welle ί der Wechsel t und setzt durch Vermittelung
des Transporteurs u das Wechselrad ν auf Walze w in Bewegung (siehe Durchschnitt,
Grundrifs und Detail rechts von Fig. 4): Von dieser Walze wird eine Leinwand getrieben,
welche zunächst nach der zum Anspannen eingerichteten Walze w\ sodann über eine Tischfläche
weg unter den Walzen w11 wln nach
der Ahtriebswalze zurückläuft. Die Walzen wl
und wm sind auf dem um die Achse von w
drehbaren Tisch von y gelagert, während wu
mit dem Tisch nicht in Verbindung steht, sondern sich in Gabeln am festen Theil des
Gestelles frei auf- und abbewegen, sowie drehen kann. Die Wake w11 drückt durch ihr Gewicht
auf die Leinwand und das dazwischen liegende Papier. Durch die Zugstangen Z steht der
Tisch mit einem Rahmen in Verbindung; derselbe ist an seinem Vorderende in den Scharpieren
α drehbar und trägt an seinem Hinterende die Stange ß, an welcher der Arbeiter die
Maschine führt. Die nur in Fig. 1 angegebene Leiste γ begrenzt die Abwärtsbewegung des
Rahmens und mit ihr die des Tisches. Aufserr dem befindet sich an der Maschine die mit
einem Kautschukreifen bezogene Rolle <S, gelagert
in einem federnden Brett ε.
Gang der Maschine.
Im Ruhezustande liegt der Rahmen auf der Leiste γ, infolge dessen sich zwischen Leinwand
und Scheibe ein kleiner Zwischenraum bildet. Ein Stück Papier wird unter der Scheibe weg
zwischen Leinwand und Druckwalze geführt, welche zu dem Zweck gehoben wird. Sodann
steckt man eine möglichst central gespitzte, am ungespitzten Ende durch einen Metallknopf beschwerte
Bleifeder in die Durchbohrung der Spindel. Der Arbeiter ergreift die Stange und schiebt die Maschine auf dem anfangs geraden
Wege vor sich her. Die Leinwand bewegt sich auf der oberen Seite in der Richtung des Weges,
wobei die beschwerte Bleifeder eine gerade Linie aufzeichnet, deren Länge je nach Wahl
des angesteckten Wechselrades die durchlaufene Strecke in verjüngtem Mafsstabe darstellt. Durch
Aenderung der Wechselräder, nöthigenfalls auch der Schraubenräder, kann jedem verlangten
Mafsstabe entsprochen werden. Die Maschine läuft gerade aus, so lange die Rolle δ den Boden
berührt. Macht der Weg eine Wendung, so kann derselben nur nach Ausheben der Maschine
gefolgt werden; die Rolle verläfst den Boden, das äufsere Rad dreht sich allein oder vorzugsweise,
versetzt das Differentialrad in drehende Bewegung, dessen inneres Rad sich bis jetzt
allein gedreht hatte, und überträgt somit seine Bewegung auf die Scheibe 0. Gleichzeitig mit
dem Heben des Rahmens hat sich der Tisch mit dem Papier gegen die Scheibe gedrückt,
die an den Schutzblechen η befestigten Schienen £r haben die Druckwalze gehoben, und es
mufs daher das Papier der drehenden Bewegung der Scheibe um die Bleifederspitze folgen. Die
Richtung dieser Bewegung ist die entgegengesetzte von derjenigen, welche die Achse a
während des Vorganges macht, der Winkel, um den die Scheibe und durch dieselbe das Papier
gedreht worden ist, stimmt mit der Ablenkung des Weges von der ursprünglichen Richtung
überein, wenn die Umdrehungen der Scheibe sich zu denen der Laufräder verhalten wie Radhalbmesser
zu Geleisbreite. Dies soll in folgendem nachgewiesen werden.
Kehrt in ebenem Terrain ein zweirädriges Fuhrwerk auf irgend einem Wege zum Ausgangspunkt
zurück, so hat das äufsere Rad um das innere einen Kreis vom Halbmesser der Geleisbreite beschrieben und der Weg des
äufseren Rades ist daher um den Umfang dieses Kreises gröfser als der des inneren gewesen.
Dabei hat das äufsere Rad so viel Umgänge mehr als das innere gemacht, als sein Umfang
im Umfange des Kreises vom Halbmesser der
Geleisbreite enthalten ist: — Soll nun die vom
Rad getriebene Scheibe in derselben Zeit einen
fr
Umgang machen, in der das Rad — macht, so müssen sich ihre Umdrehungen zu denen des
Rades wie 1 : — oder wie r.: h verhalten. Da
r
nun die Differenz der Wege des inneren und äufseren Rades eine constante Gröfse ist und
dieser eine Drehung der Scheibe von 3600 entspricht, so mufs auch die Abwickelung irgend eines
Theiles der Constariten dem gleichen Theil von 3600 entsprechen, und der Winkel, um den die
Scheibe gedreht wird, mufs der Ablenkung von der ursprünglichen Richtung gleich sein.
Nachdem der Arbeiter die Wendung ausgeführt, läfst er die Maschine nieder und schiebt
dieselbe in der neuen Richtung fort. Hierbei hat sich der Spielraum zwischen Scheibe und
Papier wieder hergestellt, die Druckwalze hat sich gesenkt und treibt in Verbindung mit der
Leinwand das Papier in der neuen Richtung fort bis zur nächsten Wendung, wo das Spiel
von neuem beginnt.
Beim Geradeausfahren steht die Scheibe still, es bewegt sich die Leinwand und die Druckwalze
mit dem zwischen beiden liegenden Papier. Bei Wendungen wird die Druckwalze gehoben,
der Tisch drückt die Leinwand und das nunmehr freiliegende Papier gegen die sich jetzt
drehende Scheibe, deren rauhe, untere Fläche dem Papier auf der glatten Leinwand ihre Bewegungen
mittheilt.
Es wurde schon erwähnt, dafs die Scheibe sich in entgegengesetzter Richtung zur Achse
dreht. Die Wendungen der ganzen Maschine
und die drehende Wirkung der Scheibe auf das Papier heben sich gegenseitig derart auf, dafs
während der ganzen Fahrt das Papier seine Lage in der Maschine zwar fortwährend ändert,
dagegen seine ursprüngliche Lage zur Himmelsgegend beibehält.
Wegkrümmungen sind als kleine Wendungen mit dazwischenliegenden kurzen, geraden Strecken
zu betrachten und demgemäfs zu befahren.
Claims (1)
- Patent-AnSpruch:Eine Maschine zur Aufnahme und graphischen Darstellung ebener Wege, beim Befahren derselben selbsttätig und in beliebig wählbarem Mafsstabe arbeitend, charakterisirt durch:
a) die Art der horizontalen Orientirung mit Hülfe der durch die Laufräder in verschiedenen Richtungen getriebenen Kegelräder g und g', des Differentialrades D und der von D getriebenen, zur Aufnahme des Zeichenstiftes durchbohrten Spindel mit der Scheibe o;b) die Anordnung des um die Walze w drehbaren Tisches y, auf dessen Fläche, abhängig von den Drehungen des einen Laufrades, eine Leinwand gleitet, welche bei geradem Wege in Verbindung mit der Druckwalze w11 das Papier unter der Spitze des Zeichenstiftes fortzieht;c) das Ausheben der ganzen Maschine bei Wendungen durch Heben des Tisches, wobei die Schienen £■ die Druckwalze w11 aufser Thätigkeit setzen und das Papier gezwungen wird, den Drehungen der Scheibe zu folgen.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29599C true DE29599C (de) |
Family
ID=305768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29599D Active DE29599C (de) | Maschine zur Aufnahme und graphischen Darstellung ebener Wege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29599C (de) |
-
0
- DE DENDAT29599D patent/DE29599C/de active Active
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