DE48345C - Koksofen - Google Patents

Koksofen

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Publication number
DE48345C
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DE
Germany
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furnace
coked
gases
coking
heating
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT48345D
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English (en)
Original Assignee
H. MÜLLER, Berg-Assessor a. D. in Morsbach bei Aachen
Publication of DE48345C publication Critical patent/DE48345C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/08Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form in the form of briquettes, lumps and the like

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10: Brennstoffe.
Ko kso f e n.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1888 ab.
Bei allen bisher angewendeten Verkokungsverfahren befindet sich das zu verkokende Material in geschlossenen Gefäfsen (Retorten), welche von aufsen erhitzt werden.
Um nun sogenannte »Boulets«, d.i. aus einem Gemenge von Feinkohle und Steirikohlenpech durch Pressen hergestellte rundliche Körper von etwa Nufs- bis Faustgröfse ohne Veränderung ihrer Form zu verkoken, wende ich dagegen mit Erfolg ein anderes Verfahren an, indem ich eine möglichst neutrale, wenigstens freien Sauerstoff nicht in erheblichen Mengen enthaltende Flamme unmittelbar ; durch ein in einem senkrechten oder stark geneigten Kanal enthaltenes Haufwerk jener HKörper hindurchstreichen lasse, bis diese, eventuell soweit erforderlich, dadurch von ihrem Gehalt an flüchtigen Bestandtheilen befreit sind.
Hat man keine Generator- oder sonstigen brennbaren Gase zur Verfügung, so kann man sich dieselben leicht herstellen, indem man beispielsweise Kohlen- oder Koksabfälle, bituminöse Schiefer u. s. w. in hoher Schicht in einem oben mit Wasserverschlufsvorrichtung versehenen Schachtofen, am besten unter Einführung von mit etwas Wasserdampf gemengter atmosphärischer Luft, verbrennt, um durch die bekannte Wechselwirkung zwischen glühender Kohle und Wasserdampf gasförmige Producte zu erhalten, die zu ihrer vollständigen Verbrennung noch der Zuführung gröfserer oder geringerer Luftmengen bedürfen.
Solches Gas führt man nun in den Kanal α des Verkokungsofens ein und läfst die durch einen Schieber oder sonstwie genau . regulirbare Verbrennungsluft bei b durch Spalten in dem Gewölbe des Kanals hinzutreten. Beide vereint durchstreichen dann den Wärmespeicher c, um aus diesem durch andere Kanäle und eine Anzahl seitlicher Einströmungsöffnungen bei d in den Ofenschacht e zu gelangen, welcher mit den zu verkokenden Boulets gefüllt erhalten wird. Nach Durchstreichung einer Säule derselben von passender Höhe verlassen die abgekühlten Verbrennungsproducte, beladen mit den aus jenen abdestillirten Gasen und Dämpfen, den Schacht bei / durch andere Oeffnungen in den Seitenwänden des letzteren, passiren die Kanäle g g und können dann entweder direct in einen Schornstein geführt oder aber vorher noch zu Heizungszwecken nutzbar gemacht werden.
Die zu verkokenden Körper werden zunächst in den oben mit Wasserverschlufs i versehenen Vorratstrichter k eingefüllt und gelangen aus diesem in demselben Mafse nach e, wie sie aus letzterem Räume unten durch die von aufsen vermittelst einer Kurbel, Riemscheibe, Schnecke u. s. w. bethätigte Walze / oder eine ähnliche Vorrichtung, sei es__con-Jinuirlich, sei es von Zeit zu Zeit, abgezogen werden.
Die verkokten Boulets sammeln sich in dem seitlichen Blechkasten m, wo sie sich abkühlen und aus dem sie endlich durch die untere, mit einem Schieber verschliefsbare Oeffnung η zeitweise in untergeschobene Wagen verfüllt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zur Verkokung von aus unschmelzbaren, in der Glühhitze ihre Form nicht verändernden Feinkohlen hergestellten Briquettes (»Boulets«), welche derart geformt sind, dafs sie bei der Aufhäufung auf einander regelmäfsige und zusammenhängende Zwischenräume bilden, ein durch ein brennendes Gemenge von Heizgasen und atmosphärischer Luft bezw. durch die Verbrennungsproducte einer besonderen aufserhalb belegenen Feuerung, welche jenes Haufwerk behufs seiner Erhitzung bis zur Verkokungstemperatur unmittelbar durchstreichen, geheizter Schachtofen, in den das zu verkokende Material aus einem Vorrathsbehälter (k) oberhalb der in dem Mauerwerk des Ofenschachtes ausgesparten Austrittskanäle (ff) der Feuergase eingeführt wird, um denselben unterhalb der Einmündung der Zutrittskanäle (d d) dieser Gase fertig verkokt wieder zu verlassen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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