DE48302C - Strafsenbahnwagen mit Gasmotorenbetrieb - Google Patents

Strafsenbahnwagen mit Gasmotorenbetrieb

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DE48302C
DE48302C DENDAT48302D DE48302DA DE48302C DE 48302 C DE48302 C DE 48302C DE NDAT48302 D DENDAT48302 D DE NDAT48302D DE 48302D A DE48302D A DE 48302DA DE 48302 C DE48302 C DE 48302C
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DE
Germany
Prior art keywords
streetcar
ring
engine operation
gas engine
shaft
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT48302D
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English (en)
Original Assignee
E. CAPITAINE in Berlin, Friedrichstrafse 125
Publication of DE48302C publication Critical patent/DE48302C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C9/00Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
    • B61C9/08Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines
    • B61C9/10Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with IC reciprocating piston engines mechanical

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • One-Way And Automatic Clutches, And Combinations Of Different Clutches (AREA)
  • Arrangement Of Transmissions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In beiliegender Zeichnung ist ein gröfserer Strafsenbahnwagen von der Construction der sogen. Pferdebahnwagen gezeichnet. An den Enden dieses Wagens sind unter den Sitzbänken die Motoren AA' und A" A'", durch die Wände α b, den Boden c und das Sitzbrett d allseitig dicht eingeschlossen, angebracht. Das Sitzbrett, welches an dieser Stelle etwas erhöht ist, läfst sich mit der Wand b um Punkt χ drehen bezw. heben, so dafs der einzelne Motor vom Wageninnern aus leicht zugänglich ist. Die Wellen der Motoren A A' einerseits und A" A'" andererseits sind mit einander verbunden und ragen seitlich bei Z heraus, zum Zwecke eines Andrehens der Motoren mittelst einer auf das Wellenende gesteckten Handkurbel. Die Drehbewegung der Motorenwelle wird durch einen Gummiriemen von der Scheibe S auf die gröfsere .Scheibe S' übertragen. Auf der der Scheibe S' zugehörigen Welle sitzt ein Zahnrad T, welches in das gröfsere Zahnrad, T' greift. Das Zahnrad T' sitzt lose auf der Radachse und wird nach Bedarf durch eine Frictionskupplung F mit derselben gekuppelt. Das Ein- und Ausrücken der Kupplung geschieht mittelst des um Punkt h drehbaren Winkelhebels H und des Bremshebels J von der Handkurbelwelle K aus. An den Enden des Bremshebels / ist eine über die Kurbelwellen K geleitete Kette F befestigt, so dafs bei einer Drehung der Welle K in der Richtung des Pfeiles p, Fig. .3, der Bremshebel / in der Richtung des Pfeiles q bewegt und die Bremse R angezogen, dagegen die Kupplung gelöst wird.
Eine Drehung der Handkurbelwelle in der entgegengesetzten · Richtung hat natürlich die entgegengesetzte Wirkung, d. h. ein Lösen der Bremse und Anziehen der Kupplung zur Folge.
Unter normalen Verhältnissen arbeitet ein Motorenpaar, und die Verbindung W zwischen der zweiten, nicht zu diesem Motorenpaar gehörigen Kupplung und dem Bremshebel J wird gelöst; das zweite Motorenpaar dient nur zur Reserve bei irgend welcher Betriebsstörung oder zur Ueberwindung von grofsen Widerständen. Es bedarf zur Inbetriebsetzung des zweiten Motorenpaares nur der Wiederherstellung der Verbindung W zwischen Bremshebel und Winkelhebel H.
Um ein Herabsinken der Umdrehungszahl der Motoren bei eintretenden gröfseren Widerständen, als Befahren von Curven oder Steigungen oder beim Anfahren des Wagens, zu verhüten, welches eine verhältnifsmäfsig bedeutende Minderleistung des Motors infolge der stärkeren Abkühlung der arbeitenden hocherhitzten Gase durch die längere Berührung mit den stets kälteren Cylinderwandungen und schliefslich einen Stillstand der Motoren zur Folge haben würde, ist eine Centrifugalreibungskupplung vorgesehen, welche in Fig. 4 und 5 dargestellt ist. An den Speichen des ■Schwungrades, Fig. 1, ist ein Ring α angegossen. Diesen Ring umgiebt in einem gewissen Abstande ein Ring b, welcher mit der Riemscheibe c und der Nabe d ein Ganzes bildet. Das Schwungrad ist auf der Welle festgekeilt, während Ring b, Scheibe c und Nabe d lose auf der Welle sitzen." Zwischen
Ring α und Ring b sind genau in diesen Zwischenraum passende, d. h. einen nur äufserst geringen Spielraum belassende Ringsegmente e gebracht, welche durch die Federn (Keile) h genöthigt werden, die Bewegung des Ringes a, d. h. des Schwungrades und der Welle mitzumachen. Ring b, Scheibe c und Nabe d können sich auf der Welle leicht drehen; dagegen werden bei Rotation der Welle mit Schwungrad die Ringsegmente durch die Centrifugalkraft gegen die innere Fläche des Ringes b geprefst und letzterer durch Friction mitgenommen. Der zu übertragenden Kraft und der Umlaufsgeschwindigkeit des Motors wird die Umfangsgeschwindigkeit und das Gewicht der Ringsegmente in jedem einzelnen Falle derart angepafst, dafs, sobald die normale Tourenzahl nicht erreicht oder, unterschritten ist, ein Schleifen zwischen Ring b und den Ringsegmenten stattfindet. Da die Centrifugalkraft, nicht aber die Abkühlung der Gase im Quadrat der Geschwindigkeit zu- bezw. abnimmt, so ist ersichtlich, dafs der Motor nur wenige Procent an Geschwindigkeit einbüfsen kann und ein Stillstand des Motors selbst durch einen plötzlich eingeschalteten grofsen Widerstand nicht herbeigeführt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Strafsenbahnwagen mit Gasmotorenbetrieb, gekennzeichnet durch die Anordnung mehrerer Motoren derart, dafs dieselben je nach Erfordernifs sowohl einzeln, als auch paarweise oder in ihrer Gesammtzahl zum Betriebe verwendet werden können und die zur Vermeidung des Sinkens ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit auf eine Centrifugalreibungskupplung wirken, von welcher die Kraft auf die Wagenachsen in geeigneter Weise übertragen wird. ,
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT48302D Strafsenbahnwagen mit Gasmotorenbetrieb Expired - Lifetime DE48302C (de)

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