DE48120C - Stechhülse bei Zapf bahnen - Google Patents

Stechhülse bei Zapf bahnen

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DE48120C
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DE
Germany
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tap
sleeve
tapping
tube
lanes
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT48120D
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English (en)
Original Assignee
G. WEHNER in Berlin, Neue Königstrafse 68
Publication of DE48120C publication Critical patent/DE48120C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/08Details
    • B67D1/0829Keg connection means

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  • Containers And Packaging Bodies Having A Special Means To Remove Contents (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher gebräuchlichen und bekannt gewordenen Zapfhähne haben den Mangel, dafs ihre Einführung in das abzuzapfende Fafs umständlich und namentlich für weniger Geübte mit Schwierigkeiten verbunden ist. Aufserdem ist es, besonders wenn die zu verzapfenden Flüssigkeiten unter einem inneren Druck stehen, schwer, den Hahn in das Zapfloch einzuführen, ohne dafs die Flüssigkeit dabei herumspritzt oder theilweise herausläuft, bevor die innige Berührung des Hahnrohres mit dem Rande des Zapfloches erfolgt ist. Ferner leidet durch den erforderlichen kräftigen Schlag der Hahn selbst, sowie auch namentlich beim Einschlagen von metallenen Zapfhähnen der Fafsboden, indem die Zapflochränder bei dem wiederholten Anzapfen mehr oder weniger stark beschädigt werden.
Um diese Uebelstände zu beseitigen, sind die verschiedensten Einrichtungen getroffen worden, welche einerseits Sicherheit gegen den unzeitigen Ausflufs der Flüssigkeit, sowie der über derselben befindlichen Luft oder Kohlensäure gewähren, oder anderseits das Einschlagen des Hahnes und die hiermit verbundenen Beschädigungen des Fafsbodens vermeiden sollen. Alle diese Einrichtungen sind aber noch sehr umständlich und mit bedeutenden Herstellungskosten verbunden, so dafs sie sich für den praktischen Gebrauch wenig eignen, zumal sie den beabsichtigten Zweck meistens nur in sehr mangelhafter Weise erreichen lassen.
Den bisher bekannt gewordenen Einrichtungen gegenüber ist nun der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Zapfhahn durch Anwendung eines für den verfolgten Zweck ganz neuen Princips geeignet, die erwähnten Uebelstände wirksam zu beseitigen und dabei eine bisher unerreichte Einfachheit in der Handhabung zu gewähren.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 den Zapfhahn in Ansicht und Fig. 2 denselben im Schnitt dar, während die Fig. 3 die Einführung desselben in das abzuzapfende Fafs veranschaulichen soll. Bei dem vorliegenden Zapfhahn geschieht das Einführen in den Fafsboden nicht wie bisher allgemein üblich durch Hineintreiben des das Zapfloch verschliefsenden Korkes, vielmehr wird derselbe durchbohrt und dient so als ringförmiges oder hohlcylindrisches Dichtungsmittel des Zapfhahnrohres gegen die zum Anzapfen bestimmte Bohrung im Fafsboden.
Zu diesem Zweck ist eine besondere Stechhülse mit dem eigentlichen Zapfhahn verbunden, welche aus einem weiteren, cylindrischen Theil B und einem nach Art der Korkbohrer ausgeführten Bohransatz C besteht; letzterer ist sehr dünn und am unteren Ende scharf geschliffen, so dafs man mittelst desselben sehr leicht im Stande ist, einen Kork oder einen ähnlichen Stopfen zu durchbohren.
Diese Hülse dient zur Aufnahme des eigentlichen Zapfhahnrohres a, welches möglichst dicht in dieselbe eingepafst ist. Behufs besserer und zuverlässigerer Abdichtung ist die Hülse B mit irgend einem elastischen Material D, wie Kork, Gummi oder dergleichen ausgestattet, welches eine der Weite des Rohres α entsprechende centrale Bohrung hat. Der weitere cylindrische Theil wird zweckmäfsig mit dem als Korkbohrer ausgebildeten Rohr C zusammen-
gelöthet; beide können aber auch aus einem Stück gefertigt werden.
Als eigentliche Zapfvorrichtung ist im vorliegenden Falle ein einfacher Hahn angenommen worden; das genannte Hahnrohr α ist in das kugelförmige Hahngehä'use A eingelöthet oder mit demselben aus einem Stück gefertigt, und darauf mit dem Hahngehäuse zugleich abgedreht; in das konisch ausgebohrte Hahngehäuse wird das Hahnküken D mit Handgriff F eingesetzt und mittelst eines von unten aufgeschraubten Auslaufrohres F festgehalten.
Statt des beschriebenen einfachen kann auch ein beliebig anders eingerichteter Hahn verwendet werden; auch kann derselbe mit Luftzuführung oder mit Spritzeinrichtung versehen werden.
Um die Abdichtung des Zapfhahnrohres a gegen die Stechhülse noch mehr zu sichern, kann man den Kopf des Zapfhahnes und die Hülse mit geeignetem Gewinde oder auch mit einem Bajonnetverschlufs versehen, um das elastische Material zusammenpressen zu können.
Die Handhabung des beschriebenen Zapfhahnes, nebst Stechhülse beim Einführen in das abzuzapfende Fafs geschieht nun in folgender Weise:
Man zieht das Rohr α des Zapfhahnes entweder ganz oder aber mindestens so weit aus der Stechhülse B C heraus, als dies in Fig. 3 gezeichnet ist. Darauf wird die Hülse mit der kreisförmigen Schneide möglichst central auf den im Fafsboden K befindlichen und zum Schliefsen des Zapfloches dienenden Kork H aufgesetzt und durch einigen Druck mit der Hand unter Hin- und Herdrehen durch denselben hindurchgebohrt, wobei das ausgebohrte Stück G in dem unteren Theile der Hülse stecken bleibt und so immer noch einen dichten Abschlufs des Fasses bewirkt, selbst wenn der eigentliche Zapfhahn ganz aus der Stechhülse herausgezogen ist; anderenfalls erfolgt diese Abdichtung aufserdem noch durch den genannten Hahn selbst, indem sich die ringförmige Dichtung D aus elastischem Material bei jeder Stellung des Rohres α fest gegen dieselbe legt. Nachdem dann die Hülse C so weit als möglich in den Kork H hineingeschoben ist, wird das Zapfrohr α in die Stechhülse eingeführt bezw. ganz durch dieselbe hindurchgeschoben, wobei das Korkstück G in das Fafs hineingestofsen wird, so dafs also der Durchgang für die Flüssigkeit frei wird. Der ganze Vorgang vollzieht sich mit der gröfsten Leichtigkeit und ohne dafs dabei auch nur die geringste Menge Flüssigkeit bezw. Luft oder Kohlensäure aus dem Fafs entweichen kann.
Daneben bietet dieses Einführen aber noch den schätzbaren Vortheil, dafs der Fafsboden selbst dadurch nicht im mindesten beschädigt wird, so dafs also die oben erwähnten Uebelstände völlig beseitigt sind, und dabei doch die Anwendung besonderer Zapfbüchsen und dergleichen überflüssig geworden ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Zapfhähnen eine Stechhülse, charakterisirt durch ein zugeschärftes Rohr (C), mittels dessen man beim Anzapfen den das Zapfloch verschliefsenden Kork durchbohrt, worauf das ausgebohrte Stück (G) durch Einführung des Zapfhahnrohres (a) aus dem Rohr (C) entfernt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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