DE480883C - Vorrichtung zum Vorbeifuehren von laufenden Reklamefiguren - Google Patents

Vorrichtung zum Vorbeifuehren von laufenden Reklamefiguren

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DE480883C
DE480883C DEH119096D DEH0119096D DE480883C DE 480883 C DE480883 C DE 480883C DE H119096 D DEH119096 D DE H119096D DE H0119096 D DEH0119096 D DE H0119096D DE 480883 C DE480883 C DE 480883C
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    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F11/00Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position
    • G09F11/23Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the advertising or display material forming part of rotating members, e.g. in the form of perforations, prints, or transparencies on a drum or disc

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Description

  • Vorrichtung zum Vorbeiführen von laufenden Reklamefiguren Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vorbeiführen von laufenden Reklamefiguren, deren Merkmal darin besteht, daß die Figuren von einem umlaufenden Tram auf einer in sich zurückkehrenden Leitschiene oder Führungsbahn und einer die Laufhöhe sowie die aufrechte Stellung bestimmenden Sicherungsschiene entlang gezogen werden, wobei sie mittels eines den natürlichen Beingelenken entsprechenden Gestänges selbsttätig mit natürlicher Bein- und Fußbewegung gehen. Das Gehgelenk ist derart heb- und senkbar, daß es beim Rücklauf durch ein von einem festen Anschlag gesteuertes Schaltwerk in Schwebestellung angehoben und beim Vorwärtsgang durch einen weiteren Anschlag in die Laufstellung gesenkt wird. Das Gehwerk besteht für jedes Bein aus zwei den Ober- und Unterschenkelknochen entsprechenden, im Knie gelenkig gekreuzten Schienen, die mittels an die Oberschenkelschienen aasgelenkte Doppellenker, die an zwei auf einer gemeinsamen Achse sitzenden Kurbeln oder Scheiben aasgelenkt sind, gegenläufig gesteuert werden. je eine Unterschenkelschiene greift an je ein Fersen- und Höhlungsteil des dreiteiligen Fußes an, und die durch Federung auf den Boden gedrückte Fußspitze ruht bei der Fortbewegung derart lose auf dem Boden auf, daß durch die Bremsung eine die Gehbewegung der Beinschienen bewirkende fortlaufende Drehung der Steuerscheiben erfolgt. Der Träger der Figuren ist mittels Rollenpaare, die in Lenkern einer Führungsplatte sitzen, auf der Gleitschiene geführt, so daß sich die Führungseinrichtung jeder Biegung des in sich zurückkehrenden Führungsstückes bzw. der Führungsschiene anpassen kann. Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird die Sicherungsschiene nur am vorderen Laufteil der-Vorrichtung vorgesehen, und ein mit dem Figurenträger starr verbundener Schuh mit An- und Ablaufeinrichtung bildet das die Stellung der Figur bestim= tuende Gleitmittel auf der Sicherungsschiene während de;- Arbeitsstellung der Figur.
  • Durch die Erfindung ist es möglich, bewegten Figuren eine natürliche Beinbewegung zu geben, ohne daß für die Beinbewegungseinrichtung selbst ein besonderer Antrieb erforderlich ist, da die Bewegung des Gestänges lediglich durch die eigenartige Anordnung der Glieder und die Bremswirkung des Fußes erzielt wird.
  • Auf der Zeichnung ist ein. Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben.
  • Abb. z ist eine Seitenansicht der Vorbeiführungsvorrichtung, Abb. a eine Oberansicht der Abb. r, Abb. 3 eine Seitenansicht des Bein- und Führungsgestänges in Richtung des Pfeiles III der Abb. q, Abb. ¢ eine Ansicht in Richtung des PfeilesIV der Abb. 3, Abb. 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V der Abb. q., Abb. 6 eine Oberansicht der Abb. 5, Abb. 7 eine Vorderansicht der Rollenführung, Abb. 8 ein Schnitt nach VIII-VIII der Abb. 7, Abb. g der nämliche Schnitt bei runder Führungsbahn und Abb. io eine ganze Figur mit schematisch eingezeichnetem Gestänge.
  • Bei dem dargestellten Beispiel ist auf einer Grundplatte i eine Laufeinrichtung aufgebaut, die aus einer Kette 6, einer Leitschiene io, einer Sicherungsschiene ii und beispielsweise zwei Figuren 13 und 14 besteht. Die Kette 6 läuft über zwei auf Achsen 2 und 3 sitzende Kettenräder 4 und 5, die durch ein Triebwerk 7 von einem Motor 8 aus angetrieben werden. Das das Triebwerk und die Kettenräder aufnehmende Gestell 9 trägt eine in sich zurückkehrende Leitschiene io mit einer geraden vorderen und hinteren Laufbahn und zwei halbkreisförmigen Verbindungsteilen. Durch Halter 12 ist ferner am Gestell 9 eine Sicherungsschiene ii von rundem Querschnitt am vorderen Teil der Laufbahn der Figuren befestigt, auf der die in Abb. i vorn gezeichnete Figur 13 während ihres Vorbeiganges fest geführt wird, indem der Figurenträger 15 mittels eines Anschlußstückes 16 an die Kette 6 angeschlossen und z. B. durch einen Bolzen 17 mit Gegenscheiben lösbar befestigt ist, während ein Gleitschuh 18 mit An- und Ablaufabrundungen 18' dem Figurenträger 15 festen Halt gibt, wobei die Hauptführung durch den nachher beschriebenen Führungsteil 24 mit den Rollen 27 auf der Leitschiene io erfolgt.
  • Die Figur i3 bzw. 14 wird mittels bekannter Einrichtungen an dem eigentlichen Figurenträger ig befestigt" indem durch in Lagern hin und her bewegliche Stangen 2o der an diesen feste Gehäuseteilqei für das Beingestänge auf und äb bewegbar ist. Am Figurenträger ig ist mittels eines wagerechten Steges 22 eine senkrechte Schiene 23 befestigt, an der der Führungsteil 24 sitzt, der an einem oberen Arm 25 den auf der Sicherungsschiene ii gleitenden Schuh 18 und an einem unteren Arm 28 das Anschlußstück 16 trägt. In dem Führungsteil 24 sind ferner zwei Lenker 26 drehbar, die je zwei Rollen 27 tragen, die die Leitschiene io je zu zwei von oben und unten umfassen, so daß der gesamte Puppenträger 15 zugleich mit dem Rollengestell 24 bis 27 und dem Gleitschuh 18 gemeinsam auf den Schienen io und ii gleitet, wenn die Figuren vorn entlang geführt werden, während sie bei ihrer Bewegung auf dem hinteren Teil der Führungsbahn und in den beiden gebogenen Endteilen nur auf der Schiene io laufen. Dies hat den Zweck, den Kraftverbrauch und die Abnutzung des Werkes auf ein Mindestmaß zu beschränken, da durch die für den genauen und glatten Lauf der Figuren auf der Sichtseite nötige Doppelführung io und ii größerer Kraftverbrauch stattfindet und eine solche sichere Führung auf der Rückführung der Figuren entbehrlich ist, während die Laufbewegung hier ebenfalls nicht stattzufinden braucht.
  • Um die Figuren auf dem toten Stück ihres Laufteils auch von der Gehbewegung zu entlasten und in Ruhe zu halten, ist die Einrichtung getroffen, daß das Gehäuseei für den Bewegungsmechanismus der Beine angehoben wird, so daß die Füße nicht bis auf die Grundplatte i herabreichen, und da die Beinbewegung von dem Aufruhen der Füße abhängig ist, kann infolgedessen keine Beinbewegung stattfinden. Zu diesem Zweck sitzt an dem unteren Ende der Schiene 23 ein drehbares Kreuz 29, dessen Arme zu Beginn der Vorderbahn io gegen einen Anschlag 30 und am Ende der letzteren gegen einen Anschlag 30' anlaufen, wobei jedesmal eine Weiterschaltung des Kreuzes um 9o° erfolgt. Der Anschlag 30 schaltet das Kreuz 29 zuerst so, daß der Nocken 31 in der in den Abb. 3 bis 5 gezeichneten Lage ist, so daß sich das Gehäuse 21 in seiner tieftsen Stellung befindet und die Füße der Figuren auf der Grundplatte i auflaufen. Läuft das Kreuz 29 dagegen am Ende der vorderen Bahn io gegen den Anschlag 3o' an, so wird es um go° verdreht und der Nocken 31 in die wagerechte Lage gebracht, wobei dieser sich gegen die Nase 33 eines Hebels 32 legt, diese und damit den Hebel 32 und ein an letzteren angeschlossenes Gestänge 34 bis 38 in Richtung der Pfeile 40 verdreht, so daß der unter dem Gehäuse 21 angreifende Arm 39 des Gestänges angehoben wird und das Gehäuse 2= ebenfalls anhebt. Dadurch kommt die Figur 14 (auf der Rückseite der Abb.i und a) in die Schwebelage und berührt die Bahn i nicht mehr. Das Antriebswerk und die Leitschieneneinrichtung sind durch Platten 42 und 43 abgedeckt, während eine entsprechend ausgebildete Vorderwand 44 den allgemeinen Abschluß darstellt.
  • An dem Gehäuse 21 sind bei 46 die vorderen Oberschenkelschienen 47, 47' aasgelenkt, die die im Kniegelenk abgebogenen hinteren Unterschenkelschienen 48, 48' tragen, an die wiederum im Kniegelenk bei 49, 49' die hinteren Oberschenkel 5o, 50' aasgelenkt sind, die an ihrer unteren Abbiegung die vorderen Unterschenkel 51, 51' tragen. Die hinteren Unterschenkel 48, 48' greifen an die Fersenteile 52, 52' und. die vorderen Unterschenkel 51,51' an dieHöhlungsteile 53, 53' der Füße 52 bis 55 an, während die Fußspitzen 54 nur durch ein Gelenk mit den Höhlungsteilen verbunden sind und durch innere Federn 55 dauernd abwärts gedrückt werden, so daß sie in der Laufstellung des Fußgestells 21 immer auf dem Boden i gleiten. Die Schienen 47, 47' und 50, 50' sind ferner durch ein Doppellenkergestänge 56, 56' bei 57, 57' an Scheiben 58, 58' aasgelenkt, die durch eine gemeinsame Achse 59 gleichzeitig gedreht werden, wenn durch die Schleifbewegung des jeweilig am stärksten-aufruhenden Fußes (auf der Zeichnung der Fuß 52 bis 54) durch das Gestänge 48 bis 51 eine solche Bewegung auf die Scheiben 58 übertragen wird. Bei dieser Drehung der Scheiben 58, 58' wird dann der eine Fuß angehoben und erhält durch die der natürlichen Beinbewegung angepaßte Gestängeform eine natürliche Gehbewegung, die auch dem auftretenden Fuß erteilt wird.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Vorbeiführen von laufenden Reklamefiguren, dadurch gekennzeichnet, daß die Figuren von einem umlaufenden Trum auf einer in sich zurückkehrenden Laufbahn oder Leitschiene (io) und einer die Laufhöhe sowie die aufrechte Stellung bestimmenden Sicherungsschiene (ii) entlang gezogen werden, wobei sie mittels eines den natürlichen Beingelenken entsprechenden Gestänges (48 bis 54) selbsttätig mit natürlicher Bein- und Fußbewegung gehen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das das Beingestänge tragende Gehgelenk (21) derart heb- und senkbar ist, daß es beim Rücklauf durch ein von einem festen Anschlag (30') gesteuertes Schaltwerk (2g bis 39) angehoben und beim Vorwärtsgang durch einen weiteren Anschlag (3o) in die Laufstellung gesenkt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Beingehäuse für jedes Bein aus zwei den Ober- und Unterschenkelknochen entsprechenden, im Knie gelenkig gekreuzten Schienen (47, 47' und 50, 5o' bzw. 48, 48' und 51, 5i') besteht, die mittels an die Oberschenkel angelenkter Doppellenker (56, 56') von auf einer gemeinsamen Achse (5g) sitzenden Scheiben (58, 58') gesteuert werden.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i -bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß je eine Unterschenkelschiene (48, 51) an je ein Fersen-und Höhlungsteil (52, 53) des dreiteiligen Fußes (52 bis 55) angreift und die durch Federung aufgedrückte Fußspitze derart lose bei der Fortbewegung auf dem Boden ruht, daß durch die Bremsung eine die Gehbewegung der Beine bewirkende, fortlaufende Drehung der Steuerscheiben (58) erfolgt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (ig) der Figuren (13, 14) mittels Rollenpaare (27), die in Lenkern (26) einer Führungsplatte (24) sitzen, auf der Gleitschiene= (io) geführt ist, so daß sich die Führungseinrichtung jeder Biegung der in sich zurückkehrenden Führungsschiene (io) anpaßt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsschiene (ii) nur beim vorderen Lauf vorhanden ist und ein mit dem Träger (ig) starr verbundener Schuh (18) mit An- und Ablaufabrundungen (18') das Führungsstück bildet.
DEH119096D 1928-11-16 1928-11-16 Vorrichtung zum Vorbeifuehren von laufenden Reklamefiguren Expired DE480883C (de)

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