DE480849C - Verfahren zur Aufbereitung von Speisewasser fuer Dampfkessel - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung von Speisewasser fuer Dampfkessel

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DE480849C DEB124908D DEB0124908D DE480849C DE 480849 C DE480849 C DE 480849C DE B124908 D DEB124908 D DE B124908D DE B0124908 D DEB0124908 D DE B0124908D DE 480849 C DE480849 C DE 480849C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F5/00Softening water; Preventing scale; Adding scale preventatives or scale removers to water, e.g. adding sequestering agents
    • C02F5/02Softening water by precipitation of the hardness

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)

Description

  • Verfahren zur Aufbereitung von Speisewasser für Dampfkessel Bei der Aufbereitung von Speisewasser für Dampfkessel ist es üblich, das Wasser entweder chemisch oder thermisch zu reinigen, wobei auch eine Vorwärmung des zu reinigenden Wassers stattgefunden hat. Man hat -auch chemisch gereinigtes Wasser noch nachträglich erwärmt und bei einer Temperatur von etwa zoo° gekocht, um die Kesselsteinbildner auszuscheiden. Derartige Vorrichtungen erfordern aber außerordentlich große Behälter, denn der Kochprozeß muß sehr lange dauern, wenn er eine ausreichende Wirkung haben soll. Bei der chemischen Reinigung des Speisewassers muß zur praktisch vollkommenen Ausfällung der Härtebildner mit einem erheblichen überschuß an Soda, Ätznatron oder Ätzkali gearbeitet werden, so daß. dementsprechend eine erhebliche Anreicherung der Chemikalien im Kessel stattfindet; für Hochdruckkessel bietet dieser Umstand eine beträchtliche Gefährdung der Anlage, während bei den Niederdruckkesseln der große Nachteil- besteht, daß wegen der Schlammrückführung ständig große Speisewassermengen umgewälzt werden müssen, womit eine entsprechende Vergrößerung der Pumpenleistung und Unwirtschaftlichkeit verknüpft ist, ganz abgesehen von dem großen Chemikalienverbrauch und der schwierigen Handhabung der Chemikaliendosierung, wie überhaupt der empfindlichste Teil der chemischen Wasserreinigung in der richtigen Chemikaliendosierung zu sehen ist, bei der entweder zuviel oder zuwenig zugesetzt wird.
  • Der technische Nutzen und wirtschaftliche Fortschritt der Erfindung beruht in der Vermeidung dieser Nachteile und in der Gewinnung eines gerade für Hochdruckdampfanlagen geeigneten kondensatähnlichen Speisewassers. Die erfolgsbegründenden Mittel bestehen zunächst in der Durchführung des Reinigungsverfahrens in zwei Reinigungsstufen, derart, daß. zwischen beiden Stufen eine Wechselwirkung- gegeben ist; in der ersten chemischen Reinigungsstufe wird das zweckmäßig vorgewärmte Speisewasser mit Chemikalien teilweise gereinigt und zusammen mit den in ihm noch vorhandenen restlichen Chemikalien der zweiten oder thermischen Reinigungsstufe zugeführt; wo unter der Einwirkung hoher Temperaturen und hoher Drücke eine Nachreaktion stattfindet;-besonders zweckmäßig ist es, die in der thermischen Reinigungsstufe anfallenden Schlammwasser- und Schlammengen der ersten Reinigungsstufe wieder zuzuführen.
  • Zur Erläuterung des Verfahrens ist an Hand von Zeichnungen nachstehend ein Ausführungsbeispiel beschrieben.
  • a bildet einen chemischen Wasserreiniger beliebiger Bauart, in welchem das zu reinigende Wasser mit Chemikalien vermischt wird; ersteres kann vorher mit Dampf oder Abdampf in bekannter Weise vorgewärmt werden. Das bisher bei diesen Anlagen übliche Filter c und ein Nachreaktionsbehälter d können zur Sicherheit .beibehalten werden, sofern sie in einer bestehenden Einlage an sich vorhanden sind, eine Notwendigkeit besteht jedoch hierzu bei dem neuen Verfahren nicht.
  • Eine Pumpee fördert nun das mit Chemikalien vermengte und vorgereinigte Wasser einem thermischen Wasserreiniger zu, in welchen es durch eine Düse,oder Brause fein zerstäubt eintritt. Der Behälter steht durch eine Dampfleitung lt direkt mit dem Kessel in Verbindung, so daß der gleiche Druck und die gleiche Temperatur wie in ihm auch in dem Behälter herrscht; dabei werden alle restlichen Chemikalien wirksam, und es ergibt sich die angestrebte Nachreaktion; alle Gase, die im Wasser vorhanden waren oder bei der Nachreaktion entstehen, werden frei und können durch die Entlüftung! abgeleitet werden, so daß sie keine nachteilige Wirkung auf den Kessel ausüben können.
  • Ein Schlammablaßventil h gestattet die Entfernung des Schlammes aus dem Behälter f, und zwar durch eine Leitung l zurück nach der ersten Reinigungsstufe, d. h. in den Behälter a, so daß ständig alle etwa noch im Schlamm vorhandenen Chemikalien bzw. dieser Schlamme selbst bei der chemischen Reinigung wirksam werden, nicht minder auch die Wärme des Schlammes und des Schlammwassers: Es besteht also eine vollkommene Wechselwirkung zwischen den beiden Reinigungsstufen, wodurch :einerseits die Schwierigkeiten einer unvollkommenen Dosierung beseitigt werden und andererseits bei vollkommener Wasserreinigung höchste Wirtschaftlichkeit gewährleistet ist.
  • Für die Entschlammung des Behälters/, dessen Abmessungen und Wasserraum im Verhältnis zum Kessel klein ist, bedarf es der Ableitung einer weit geringeren Menge als Schlammwasser wie dort, wo man die Entschlammun_g aus dem Kessel vornimmt; das bedeutet auch eine wesentliche Herabsetzung der Wärme- und Kraftverluste.
  • Das gereinigte Wasser fließt durch die Leitung in mit natürlichem Gefälle in den Kessel ab; es kann. aber auch in die Leitung m eine weitere Pumpe eingebaut werden für Kessel, die mit sehr hohem Druck arbeiten, so daß auch die zweite Stufe der Reinigung unter einem sonstigen ausreichend hohen Druck bzw. unter einem geringeren wie dem Kesseldruck arbeitet. In den Behälter f kann zur Unterstützung der Reaktion und der Entgasung ein Rieselsystem beliebiger Bauart angeordnet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Aufbereitung von Speisewasser für Dampfkessel, insbesondere für Hochdruckkessel, unter Verwendung von Chemikalien, dadurch gekennzeichnet, daß. das in einer ersten chemischen Reinigungsstufe mit Chemikalien und unter Vorwärmung teilweise gereinigte Wasser zusammen mit den in ihm noch vorhandenen restlichen Chemikalieneiner zweiten oder thermischen Reinigungsstufe zugeführt wird, wo unter der Einwirkung hoher Temperaturen und hoher Drücke eine .Nachreaktion unter entsprechendvollständiger Reinigung stattfindet, so da.ß ein destillatähnliches Speisewasser dem Kessel zugeführt werden kann. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß - die in der thermischen Stufe anfallenden Schlammwasser-und Schlammengen der ersten Reinigungsstufe -zugeführt werden.
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