DE48004C - Verfahren zur Herstellung von Salleisten bei Doppelsammtgeweben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Salleisten bei Doppelsammtgeweben

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DE48004C
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Germany
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sapphire
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DENDAT48004D
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A. HlND in Wyke (York) England
Publication of DE48004C publication Critical patent/DE48004C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/16Double-plush looms, i.e. for weaving two pile fabrics face-to-face

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, dafs sammtartige Stoffe, welche in Webstühlen für glatte Stoffe in üblicher Weise hergestellt werden, leicht fehlerhafte Stellen, sogen. » Polfehler «, erhalten. Die Ursache dieser Fehler ist noch nicht ganz erkannt, jedoch scheinen dieselben von dem Mangel fester Salleisten herzurühren.
Auf gewöhnlichen Webstühlen für Doppelsammtgewebe, welche mit einem Schützen arbeiten und bei welchen der Schützen immer durch die untere Kette hin- und durch die obere zurückgeht, kommen durch das Aufschneiden des Stückes lauter Schufsfadenenden an die Schnittkanten.
Nach dem neuen Verfahren kann auf denselben Webstühlen durch eigenartige Bewegung der beiderseitigen Randlitzen ein Gewebe hergestellt werden, welches durch das Aufschneiden in zwei Stücke zerfällt, die beide an beiden Kanten einen festen salleistenartigen Streifen haben.
Man erreicht dies dadurch, dafs man den Schützen nicht ganz am Rande beider Ketten aus der einen in die andere übergehen läfst, sondern erst nachdem er fünf bis sechs Fäden 'derselben Kette, durch welche er beim Hingang gekommen war, beim Rückgang eingebunden hat. ,
Fig. 5 zeigt diese Art der Bindung in Schnitten senkrecht zur Kette.·
Es sind zwei Perioden, jede von vier Schüssen, dargestellt.
T bezeichnet die obere, B die untere Kette; die zwischen D und C auf beiden Seiten liegenden Kettenfäden sollen zur Bildung des salleistenartigen Randstreifens verwendet werden.
Unten, an der Fig. 5 beginnend, kommt der Schützen durch die obere Kette T und geht an der Linie D in die untere Kette B über, geht in dieser bis an den Rand C weiter und in derselben zurück bis zur Linie D1 auf der anderen Seite der Kette; an dieser Stelle geht er in die obere Kette T, zurück und weiter bis zur Stoff kante C1 und in derselben Kette zurück bis zur gegenüberliegenden Kante C.
Beim nächsten Schufs bleibt der Schützen bis zur Linie D noch in der oberen Kette T, geht dann in die untere Kette B über und bleibt in derselben bis zum Rande C1 und beim nächsten Schufs noch bis zur Linie D1, von welcher ab dieselbe vierschüssige Periode wieder beginnt.
Es gehen hiernach die Schüsse 1, 2 und 5, 6 in der unteren Kette, 3, 4 und 7, 8 in der oberen bis,an die rechte Kante, die Schüsse 4, 5 und 8, 9 gehen in der unteren Kette, 2, 3 und 6, 7 in der oberen bis an die linke Kante; bei allen Schüssen findet, fünf bis sechs Fäden vom Rande entfernt, der Uebergang von einer in die andere Kette statt.
Die Litzenbewegung gestaltet sich hiernach in der Weise, dafs die Kette, mit Ausnahme der Randfäden, so bewegt wird, wie es bei den einfachen Webstühlen für Schlauchgewebe, bei welchen ein Schützen abwechselnd durch die obere und untere Kette geht, üblich ist.
Für die Bewegung der Raridfäden sind besondere Zackenräder anzubringen, welche bei den Schüssen 1, 2 und 5, 6 die rechten Randfäden der unteren und bei den Schüssen 3, 4 und 7, 8 die der oberen Kette Fach bilden
läfst; bei den Schüssen 2, 3 und 6, 7 bilden die linken Randfäden der oberen und bei den Schüssen 4, 5 und 8, 9 die der unteren Kette Fach.
Fig. 6 ist eine Musterkarte für diese Litzenbewegung; 1,2 und 3, 4 stellen die Schäfte der unteren und oberen Grundkette dar; iA, 2A und 3A, 4A stellen die kleinen Schäfte von fünf bis sechs Litzen von unteren und oberen Randkettenfäden dar. Ihre Thätigkeit wird vollständig durch Fig. 6 veranschaulicht.
Zur Hervorbringüng der Bewegung der Randlitzen kann ein beliebiger der in der Webereitechnik gebräuchlichen Mechanismen für Kettenbewegung benutzt werden.
In Fig. 2 ist beispielsweise ein hierzu dienliches Zackenrad C dargestellt. Fig. 1, 2 und 3 zeigen in Schnitten durch einen Webstuhl die Art der Anordnung in dem Maschinengestell.
Fig. 7 ist ein Querschnitt durch das Gewebe, in welchem die starken Linien die Gewebe-Querschnitte darstellen.
Auf der in gewöhnlicher Weise in dem Gestell B gelagerten kurzen Welle A ist die Anzahl vollkommen symmetrischer Zackenräder C, das sind solche, welche abwechselnd einen Schufs in das obere und einen Schufs in das untere Stück weben, befestigt.
Die Zackenräder C werden durch das auf der Welle A. sitzende Stirnrad E von dem Getriebe F aus, welch letzteres auf die Triebwelle G aufgekeilt ist, in Rotation versetzt. Diese Zackenräder bewirken die Bewegung der Grundlitzen.
Zur Bewegung der Randlitzen HH ist eine Anzahl Zackenräder K auf den Wellen / angeordnet, die ihren Antrieb mittelst des Stirngetriebes M in Eingriff mit dem Rad L erhalten , von denen ersteres auf der Welle N befestigt ist. Jedes Zackenrad K steht in geeigneter Weise mit einem gewöhnlichen Tritt P in fester Verbindung; letzterer ist mit einer Laufscheibe Q. versehen. Sämmtliche Hebel P sind mittelst zwischenliegender Hebel R mit den Randlitzen H verbunden. Um die Laufscheiben Q. mit den Zackenrädern K in Berührung zu erhalten, ist das obere Ende aller Litzen H durch eine Feder S an einer Querschiene U des Webstuhles oder in einer anderen geeigneten Weise befestigt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Herstellung von Salleisten an den Kanten des oberen und unteren Stückes eines durch" Aufschneiden eines Hohlgewebes erhaltenen und auf einem einfachen, einschützigen Webstuhle, hergestellten sammtartigen Productes, bestehend in der Anordnung einer Anzahl Randlitzen mit eigener Bewegung, in der Art, dafs bei zwei auf einander folgenden Schüssen die Randkettenfäden nur je einer der (oberen oder unteren) Ketten eingebunden werden, und dafs erst hinter den Randkettenfäden der Uebergang des Schützens aus der oberen in die untere Kette und umgekehrt erfolgt und somit die Schnittkante der Stücke auch hinter der Stückkante zurücksteht.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE48004C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4635682A (en) * 1982-07-02 1987-01-13 Vickers, Incorporated Hydraulic valves with dual feedback control

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