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Bauspielzeug Es sind bereits Bauspielzeuge mit gitterartigen Gebilden,
durch deren Aneinanderreihung ein Gitter oder Zaun gebildet wird, bekannt. Ferner
gibt es solche, die aus genuteten Pfosten bestehen, in deren Nuten entsprechende
Wandfachungen eingeschoben werden, und außerdem gibt es Bauspielzeuge, bei denen
die Hölzer mit Aussparungen versehen sind. Das den Gegenstand der Erfindung bildende
Bauspielzeug benutzt nun diese einzelnen Bauteile und erreicht mit der Vereinigung
dieser an sich bekannten Bauelemente zu einem Bauspielzeug eine große Mannigfaltigkeit
in der Gestaltung von Bauten, Brücken, Möbeln und vieles andere mehr in einfachster
Weise. Das neue Bauspielzeug besteht im wesentlichen aus Elementen in Form eines
Gitters, das aus einer Mehrzahl von parallel verlaufenden Stäben und letztere fest
verbindenden Querleisten gebildet ist, aus Vierkantstäben mit Längsnuten auf zwei
gegenüberliegenden Seiten und aus mit paarigen Ausnehmungen versehenen Streben.
Die Vorzüge dieser neuen Vereinigung von Bauteilen und ihrer neuen Bauanwendung
liegen einerseits darin, daß es sich nur um wenige einfache, sich immer wiederholende,
billig herzustellende Teile handelt, und anderseits darin, daß diese Teile in so
vielfältiger Weise zusammensetzbar sind, daß sich die schöpferische Phantasie eines
Kindes in größtem Umfang. entfalten kann. Das neue Bauspielzeug zeichnet sich daher
durch einen hohen Spielwert aus. Die Zeichnung .veranschaulicht in den Abb. i bis
6 Ausführungsbeispiele der wesentlichen Spielteile in teilweiser Zusammenstellung.
Die Abb. 7 bis 9 zeigen einige Bauvorlagen, um die Vielfältigkeit des Spielzeugs
zu zeigen.
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Das Grundelement des Spiels ist ein gartenzaunähnliches Gebilde. Es
besteht aus der mit zwei Längsnuten 1, a verschiedener Breite versehenen Fußleisten
3, einer Mehrzahl von in der laut i befestigten Stäben q. und einigen die Stäbe
4 untereinander- verbindenden Leisten 5. Je zwei dieser Gebilde i bis 5 werden durch
zwei oder mehrere Streben 6, deren Enden mit Ausnehmungen 7 versehen sind: -zu dem
Hauptbauteil des Spielzeugs vereinigt, das in den Abb. 1, z und 3 von vorn, von
der Seite und von oben (bzw. im Schnitt) dargestellt ist. Hierzu werden die Streben
6 hochkant zwischen die Stäbe q. eingeführt und derart um 9o° gedreht, daß die Stäbe
q. in die Ausnehmungen 7 eintreten, und daß die Streben 6 auf. den Fußleisten 3
aufliegen. Zum Spiel gehört ferner eine Anzahl von Firstleisten 8 (Abb. 5), deren
Unterseiten mit zwei Längsnuten 9 und deren Oberseiten zweckmäßig mit einigen als
Schornsteine wirkenden Klötzen 1 o versehen sind. Um auch fahrbare Spielzeuge herstellen
zu können. werden einige Radachsen (Abb. q.) beigegeben, die je aus einem mit den
Rädern i i versehenen Balken 12 bestehen, der mit Ausnehmungen 13 zum Einsetzen
der Fußleisten 3 versehen ist. Zusammenfassend gesagt, besteht
das
Spielzeug aus den Einzelteilen (3), (4, 5) oder, fest verbunden, (3, 4, 5), (6),
(8) und (12), die je für sich in größerer Anzahl vorhanden sind. Die zweckmäßig
aus Holz oder einem anderen geeigneten Baustoff hergestellten Einzelteile können
in verschiedener Länge vorhanden sein.
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Aus der vielfachen Zusammenstellungsmöglichkeit der Einzelteile seien
nur einige Beispiele herausgegriffen. Die zusammengestellten Hauptbauteile 3, 4,
5, 6 (Abb. i bis 3) können beliebig nebeneinander und aufeinander (Abb. 2) gesetzt
werden, wobei die Nuten 2 der Fußleisten 3 die freien Enden der Stäbe 4 aufnehmen.
Auf diese Weise können z. B. Häuser, Türme, Stege, Brücken und anderes mehr gebaut
werden. Zur Dachbildung werden die gartenzaunähnlichen Gebilde 3, 4, 5 für sich
verwendet. Sie werden, wie aus Abb. 7 oben ersichtlich, schräg auf ein Hauptbauteil
aufgesetzt, indem die Fußleisten 3 mit ihren Nuten 2 über die freien Enden der Stäbe
4 greifen. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten, entweder die . Fußleisten 3 der Dachteile
laufen senkrecht zu den darunterliegenden Stabreihen 4 (Abb. 7 oben), oder sie liegen
mit den Stabreihen gleich, so daß alle Stabenden 4 in die Nuten 2 der Fußleisten
3 eintreten. Die freien Stabenden 4 der Dachteile werden mittels einer Firstleiste
8 verbunden, in deren Nuten 9 die freien Stabenden eintreten. Das so gebildete Dach
kann auch nach unten verlängert werden, indem man weitere Gebilde 3, 4, 5 schräg
in ein Hauptbauteil einhängt, wie dies aus Abb.7 oben ersichtlich ist. Auch dieses
Einhängen kann wie das obenerwähnte Aufsetzen in Richtung der Stabreihen 4 (Abb.
5) oder quer dazu erfolgen (Abb. 7). Dreht man ein Hauptbauteil um, also mit seinen
Fußleisten nach oben, oder verwendet man ein Hauptbauteil ohne Fußleisten, so können
die Gebilde 3, 4, 5 derart schräg eingesteckt werden, daß sie als Stützflächen dienen
(s. die mit S bezeichneten Gebilde in Abb. 7). Die Fußleisten dieser Stützen S können
auf den Boden oder wieder auf weitere Hauptbauteile aufgesetzt werden (Abb.7).
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In Abb. 8 ist eine Treppe dargestellt, die einfach dadurch gebildet
ist, daß man zwei der Gebilde 3, 4, 5 durch mehrere der Streben 6 in gestaffelter
Anordnung verbindet. In gleicher Weise kann ein Stuhl oder ein Sessel gebildet werden,
dessen Sitzfläche aus mehreren in einer Ebene angeordneten Streben 6 gebildet wird,
während in einer höheren Ebene angeordnete Streben 6 als Rückenlehne dienen. Die
Rückenlehne kann auch durch ein schräg eingestecktes Gebilde 3, 4, 5 gebildet werden,
wie aus Abb.9 ersichtlich. Die Armlehnen können hierbei durch aufgesetzte Stücke
der Leisten 3 oder durch besondere, nur mit der Nut 2 versehene Leisten 14 gebildet
werden.
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Um den Sessel oder überhaupt ein mit dem Spielzeug erstelltes Gebilde
fahrbar zu machen, wird ein Hauptbauteil auf zwei der Radachsen 12 gesetzt (Abb.
9), wobei die Fußleisten 3 in die Ausnehmungen 13 der Balkenachsen 12 eingedrückt
werden. Um beispielsweise beim eingetretenen Schwinden des Holzes- ein Abfallen
der Radachsen 12 zu verhindern, kann eine Sicherung gegen das Lösen vorgesehen sein,
.die in, einer auf dem Balken 12 zwischen den Ausnehmungen 13 befestigten Schraube
o. dgl. besteht, deren Kopf so hoch steht, daß eine oberhalb der Fußleisten 3 eingelegte
Strebe 6 mit einer Aussparung den Schraubenkopf untergreift, wodurch der Balken
12 sicher an den Fußleisten 3 festgehalten wird.