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Bauspiel. Das den Gegenstand dieser Erfindung bildende Bauspiel soll
sich auf alle Baukonstruktionen erstrecken, bei denen sich eine große Anzahl von
gleich großen Brettehen, Platten o. dgl. als Bauelemente verwenden lassen wie z.
B. als Brückenbohlen zum Belegen von Brückenbogen, als Stufenbelag für Treppen,
als Bretterplanken u. dgl. Die Erfindung wird darin erblickt, daß ein derartiges
Bauspiel gleichzeitig als Gesellschaftsspiel Verwendung findet, indem jene erwähnten
Belagbrettchen oder -platten als Dominosteine, Spielfelder o. dgl. ausgebildet werden,
so daß ein. solches Bauspiel unter Verwendung von Würfeln und Spielfiguren vielseitige
Unterhaltung bietet. Von den Dominospielen, mit deren Steinen man natürlich auch
Bauten ausführen kann, unterscheidet sich dies neue Spiel dadurch, daß außer den
Dominosteinen oder analogen gleichartig gekennzeichneten Platten noch andere Teile
vorhanden sind, aus denen sich ein Konstruktionsgerippe, z. B. ein Brückengerüst,
aufbauen läßt, auf welches dann die Dominosteine oder sonstige gleichmäßig gekennzeichnete
Platten, Brettchen o. dgl. gelegt werden.
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In der Zeichnung ist als Beispiel eine Brückenkonstruktion dargestellt.
Abb. i zeigt einen Aufriß, Abb. 2 den dazugehörigen Grundriß. Die Abb.3 bis 5 geben
Einzelheiten wieder.
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Beliebig viele Stützträgem, in, denn. gezeichneten. Beispiel 4, werden
untereinander
mit Holmen b verbünden, die mit Auskragungen über
-die Schenkel der U-förmigen Trägerköpfe gehakt werden können. .Auf diese
Holme b werden die die Bruekenbohlen darstellenden Brettchen i bis 4o aufgelegt,
die durch eine zweite Holmgarnitur c in ihrer Lage gehalten werden. Die Holme c
sind, wie auch die Holme b, an ihren Enden abgeplattet, so daß sich zwei aneinanderstoßende
Holme mit ihren Enden falzartig übereznanderlegen. Diese Enden sind mit sich deckenden.
Löchern versehen, in. die Drahtnadelnd eingeschoben werden. Dadurch werden die Holme
c untereinander verbunden. Die Nadeln d können zugleich Brückengeländerpfosten darstellen
und zu diesem Zwecke an ihrem oberen Ende mit einer ringförmigen Umbiegung versehen
sein, durch die eine Kordelschnur e als Brückengeländer gezogen wird (Abb. i).
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Wie Abb.2 erkennen läßt, stellt die auf diese Weise aufgebaute Brücke,
im Grundriß betrachtet, ein Spielfeld dar, das die Felder i bis 40 enthält. Entsprechend
der Felder- (Brettchen-) Zahl ist auf jedem Feld die seinem Platz entsprechende
Nummer verzeichnet.
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Unter Benutzung von Figuren (Abb. 4) kann auf einem solchen Bauwerk
ein Wettlaufspiel in der Weise gespielt werden, daß nach gewürfelter Augenzahl die
einzelnen Figuren auf den. Feldern vorrücken. Wird auf dem Brettchen, wie gezeichnet,
außer der einen Nummerreihe i bis 4o eine zweite Nummerreihe verzeichnet, die der
ersten entgegenläuft, so können auch zwei Spielparteim gebildet werden, die von
beiden Seiten der Brücke her ihre Figuren vorrücken.
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Die Belagbrettchen können auch zu dem bekannten Dominospiel verwendet
werden, indem an ein ausgelegtes Brettchen (Abb. 5) die die benachbarte Nummer tragenden
Brettchen angelegt werden. Besonders reizvoll läßt sich dieses Dominospiel dadurch
gestalten, daß die Aneinanderreihung der Brettchen i bis 40 statt auf der Tischplatte
auf dem Brückenboden erfolgt und auf diese Weise die Brücke im Dominospiel erbaut
wird.
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Die Brücke kann durch Aneinanderreihung weiterer Mittelstücke (Ergän=ngs:baukasten)
beliebig verlängert werden. Auch können die Stützträger a durch _ Pontons p (Abb.
3) ersetzt werden, so daß die Brücke über Wasser geführt werden. kann.. Statt einer
Brücke kann auch, wie oben schon erwähnt, jedes andere geeignete Bauspiel, z. B.
eine Treppe o..dgl., Verwendung finden.