DE477458C - Getrennte Gewinnung von Blei und Zink aus oxydischen Erzen, Huettenprodukten und Rueckstaenden - Google Patents
Getrennte Gewinnung von Blei und Zink aus oxydischen Erzen, Huettenprodukten und RueckstaendenInfo
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- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B19/00—Obtaining zinc or zinc oxide
- C22B19/34—Obtaining zinc oxide
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Description
- Getrennte Gewinnung von Blei und Zink aus oxydischen Erzen, Hüttenprodukten und Rückständen Bei der. praktischen Ausführung des Verfahrens gemäß Patent 473 o16 hat sich ergeben, daß bei der Verarbeitung von Blei-Zink-Erzen bzw. Hüttenprodukten und Rückständen in den Niederschlagsprodukten des Verflüchtigungsprozesses beide Metalle oder ihre Verbindungen miteinander gemischt sind. Dadurch entsteht der Nachteil, daß bei der Weiterverarbeitung dieses Produktes auf Blei oder Zink beträchtliche Verluste des einen oder anderen Metalls in Kauf genommen werden müssen, =da eine vollkommene Gewinnungsmethode beider Metalle weder nach einem der bekannten Zinkgewinnuggsverfahren noch in der Bleiverhüttung vorhanden ist.
- Diesen Übelstand kann man gemäß vorliegender Erfindung dadurch vermeiden, daß man vor der nach dem Verfahren des Hauptpatents bewirkten Verflüchtigung des Zinks eine Verflüchtigung des Bleis in einem zweiten Drehofen unter rein .oxydierenden Bedingungen durchführt: Es sind bereits Verfahren bekannt, die in, zwei getrennten Arbeitsgängen eine gesonderte Gewinnung von Blei und Zink durch eine Art fraktionierter Verflüchtigung erreichen, wo, bei die verflüchtigten. Produkte getrennt niedergeschlagen werden. So arbeitet das Dedolphverfahren mit zwei Drehöfen, deren jeder mit einem besonderen Sammelbehälter für die Niederschlagsprodukte in Verbindung steht. Dabei wird jedoch das Material in beiden Öfen zusammen mit Reduktionsstoffen behandelt, und der Unterschied der Arbeitsweise besteht lediglich darin, daß das Blei bei einer Temperatur von etwa 8oo' verflüchtigt werden soll, während für die Verflüchtigung des Zinks in der zweiten Trommel Temperaturen. von etwa r2oo° angewandt werden. Wie schon aus der Beschreibung dieses bekannten Verfahrens hervorgeht, ist eine praktisch vollkommene Verflüchtigung des Bleis bei dieser Temperatur von ietwa 8oo° natürlich nicht zu erreichen, so daß in dem Produkt des Zinkofens noch reichliche Bleimengen enthalten sind. Man ist jedoch andererseits an diese Höchsttemperatur gebunden, da sonst die Gefahr besteht, daß infolge der schon im ersten Ofen anwesenden Reduktionsstoffe bei höherer Temperatur bereits eine Zinkverflüchtigung einsetzt. Diemgegenüber soll nach der vorliegenden Erfindung die Verflüchtigung des Bleis in der ersten Phase des Verfahrens unter rein oxydierenden Verhältnissen vorgenommen werden, wobei die Beheizung dieses zuerst vom Gut durchlaufenen Drehofens durch eine Heizflamme bewi±kt wird. Dadurch wird es ermöglicht, in diesem ersten Teil des Prozesses zwecks praktisch vollkommener Verflüchtigung des Bleis mit bedeutend höheren Temperaturen zu arbeiten, da das Zinkoxyd bei Abwesenheit von Reduktionsstoff mit Sicherheit in den Rückständen verbleibt.
- Die Rückstände der Bersten Ofentrommel werden anschließend in seinem zweiten Ofen nach dem Verfahren des Hauptpatents behandelt. In der engen Verknüpfung der beiden Phasen des Prozesses liegt noch ein anderer Vorteil insofern, als der Austrag des ersten Ofens dem zweiten Ofen bereits vorgewärmt zugeführt wird, so daß unmittelbar nach Eintrag in den zweiten Öfen uaid Zugabe von Reduktionsstoffen die Zinkverflüchtigung einsetzt. Dadurch wird die Reaktion im Zinkofen bereits früher reinsetzen, und es ist möglich, eine praktisch vollkommene Austreibung des Zinks und höheren Durchsatz zu erreichen.
- Auf diese Weise ermöglicht das Verfahren gemäß der Erfindung eine einfache Verarbeitung komplexer Erze, da .das Produkt der rein oxydierenden Arbeit des Bleiofens ein pral!-tisch zinkfreier Flugstaub, das Verflüehtigungsprodukt des Zinkofens ein praktisch reines Zinkprodukt ist. Die Weiterverarbe@-tung dieser Produkte auf Reinmetall bietet nach den bekannten hüttenmä=schen Verfahren keine Schwierigkeiten mehr. Bei Vorhandensein ,noch anderer vexf3.üchtigungsfähiger Metalle werden diese entsprechend der Verflüchtigungsfähigkeit der Oxyde zusammen mit dem Blei- -bzw. Zinkprodukt gewonnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur getrennten Gewinnung von. Blei und Zink aus oxydischen Erzen, Hüttenprodukten und Rückständen durch fraktionierte Verflüchtigung der Metalloxyde, dadurch gekennzeichnet, daß vor der gemäß Patent 473 o16 erfolgenden Verflüchtigung des Zinks eine Verflüchtigung des Bleis ohne Zugabe von Reduktlonsmitbeln zu dem zu behandelnden. Gut unter rein oxydierenden Bedingungen -erfolgt und die Abgase beider Prozesse getrennt aufgefangen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK95311D DE477458C (de) | 1925-08-09 | 1925-08-09 | Getrennte Gewinnung von Blei und Zink aus oxydischen Erzen, Huettenprodukten und Rueckstaenden |
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| DEK95311D DE477458C (de) | 1925-08-09 | 1925-08-09 | Getrennte Gewinnung von Blei und Zink aus oxydischen Erzen, Huettenprodukten und Rueckstaenden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE477458C true DE477458C (de) | 1929-06-07 |
Family
ID=7238101
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK95311D Expired DE477458C (de) | 1925-08-09 | 1925-08-09 | Getrennte Gewinnung von Blei und Zink aus oxydischen Erzen, Huettenprodukten und Rueckstaenden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE477458C (de) |
-
1925
- 1925-08-09 DE DEK95311D patent/DE477458C/de not_active Expired
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