DE229245C - - Google Patents
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- DE229245C DE229245C DENDAT229245D DE229245DA DE229245C DE 229245 C DE229245 C DE 229245C DE NDAT229245 D DENDAT229245 D DE NDAT229245D DE 229245D A DE229245D A DE 229245DA DE 229245 C DE229245 C DE 229245C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01G—COMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
- C01G21/00—Compounds of lead
- C01G21/02—Oxides
- C01G21/06—Lead monoxide [PbO]
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Mn. GRUPPE
BERGMANN & SIMONS G. m. b. H. und LINDGENS & SÖHNE in MÜLHEIM a. Rh.
Verfahren zur Umwandlung von metallischem Blei in Bleioxyd. Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Dezember 1909 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Überführung von metallischem
Blei in Bleioxyd und beruht auf der bekannten Einwirkung eines überhitzten Luftwasser dampfgemisches
in einem geschlossenen Kessel auf fein verteiltes geschmolzenes Blei. Bei Ausführung dieses Verfahrens zeigt sich der
Übelstand, daß zusammen mit dem gebildeten Bleioxydstaub auch metallisches Blei in Form
ίο eines feinen Pulvers mitgerissen wird, welches
natürlich die Reinheit des Endproduktes beeinträchtigt. Zur Vermeidung dieses Übelstandes
hat man auf den geschlossenen Oxydationstopf einen hohen senkrechten Abzugsschacht
angeordnet, damit die entweichenden Bleiteilchen durch ihre eigene Schwere sich von dem leichteren Bleioxydstaub trennen
und in den Oxydationstopf zurückfallen. Diese Maßnahme führte nur einen teilweisen Erfolg
herbei, und man ging schließlich dazu über, den senkrechten Abzugsschacht nochmals direkt
zu beheizen, um das darin herumwirbelnde fein verteilte metallische Blei zu oxydieren, auf
daß das in die Absetzkammern entweichende Produkt aus reinem Bleioxyd bestehe. Die
Wirkung des erhitzten Abzugsschachtes ist zweifellos eine gute, und bei regelmäßigem Betriebe
kann man. auf diese Weise ein Produkt erhalten, das etwa 97 bis 98 Prozent Pb 0
enthält, vorausgesetzt, daß man den Betrieb des Bleioxydationskessels nicht zu stark belastet.
Es wurde nun gefunden, daß man mit dem gleichen Oxydationsverfahren nicht nur ein
besseres Produkt erhalten, sondern auch in einer bestimmten Zeiteinheit eine größere
Menge Blei in Bleioxyd überführen kann als bei dem oben beschriebenen bekannten Verfahren,
wenn man die Verteilung des geschmolzenen Bleis, welche in dem geschlossenen Arbeitstopfe dnrch ein Rührwerk erfolgt, soweit
als irgendwie möglich steigert. Dies ist bei dem bekannten Verfahren nicht über ein
gewisses Maß hinaus möglich, weil dort ein Oxydationstopf benutzt wird, dessen Weite
die Höhe übersteigt. Wollte man in einem solchen Topfe das Rührwerk mit größerer Geschwindigkeit
betreiben, um eine feinere Verteilung des Bleis durch Aufwirbeln des geschmolzenen
Bleis und Umherschleudern desselben gegen Prellplatten herbeizuführen, so würde dies keinen Zweck haben, weil das geschmolzene
Blei alsdann gegen die Unterseite der Kesseldecke geschleudert wird und dort
eine Kruste von Bleioxyd von größerer bzw. geringerer Dicke bildet, welche naturgemäß
den Oxydationsraum des Kessels entsprechend beschränkt. Erfinder benutzen nun im Gegen^
satz zu den bisherigen Angaben einen Oxydationskessel, dessen Höhe die Breite desselben
beträchtlich übersteigt, wobei sich herausstellte, daß alle die Übelstände, welche die
Benutzung von niedrigen Oxydationskesseln begleiten, fortfallen, so daß es möglich ist,
eine viel höhere Geschwindigkeit des Rührwerks bzw. eine viel feinere Verteilung des
Bleis zu erreichen, als dies bei den bisher benutzten Verfahren möglich war. Versuche
haben weiter ergeben, daß, trotzdem man bei schnellerem Umlaufen des Rührwerks ganz bedeutend
mehr Blei in einer bestimmten Zeiteinheit in Bleioxyd überführen kann, als dies
bei den bekannten Verfahren geschieht, das Endprodukt im regelmäßigen kontinuierlichen
. Betriebe sogar noch eine größere Reinheit aufweist, indem man im Großbetriebe ein
Produkt von etwa 99,5 Prozent Pb 0- Gehalt erhält.
Außer der schnelleren Umdrehung des Rührwerks muß man auch die Beschickung des
■". Oxydationstopfes entsprechend einrichten, d. h..
; . dafür Sorge tragen, daß die Chargen an geschmolzenem
Blei nicht sehr groß sind, einerseits damit das schnelle Umlaufen des Rührwerks
nicht gestört und andererseits in dem hohen Oxydationstopfe ein genügender Raum für die Oxydation des emporgewirbelten fein
verteilten Bleis ■ übrig bleibt. Während man bei dem bekannten Verfahren die Beschickung
alle 15 bis 20 Minuten erneuert, verwendet man bei dem vorliegenden Verfahren geringere
Chargen und erneuert dieselben alle 5 Minuten, so daß trotz der jedesmaligen geringeren
Chargen die Gesamtmenge des in einer bestimmten Zeiteinheit umgewandelten metallic
sehen Bleis bei dem neuen Verfahren höher ist als bei dem alten Verfahren.
Die Oxydation des Bleis zu Bleioxyd findet, wie bemerkt, bei dem neuen Verfahren vollständig
in dem hohen Oxydationstopfe statt, so daß kein Blei als metallisches Blei in den
Abzugsschacht, welcher zu den Absetzkammern führt, übertritt. Aus diesem Grunde kann
man bei dem neuen Verfahren den senkrechten Abzugsschacht auf dem Oxydationskessel
und selbstverständlich auch den beheizten Abzugsschacht auf dem Oxydationskessel vermeiden,
und es genügt vollkommen, wenn man einen schräg nach dem Oxydationskessel abfallenden Abzugskanal vorsieht, welcher zu
den Absetzkammern führt. Demgemäß ist auch das neue Verfahren mit einer Apparatur
ausführbar, die gegenüber dem alten Verfahren wesentlich einfacher ist.
Bei dem vorliegenden Verfahren wird z. B. ein Oxydationskessel von 1,1 m Durchmesser
und 1,85 m Höhe verwandt. Das Rührwerk macht etwa 144 Umdrehungen in der Minute.
Anfangs führt man in jeder Viertelstunde Chargen von 90 kg Blei ein, die nach 3/4 stündigem
Betriebe des Topfes in drei Chargen zu je 30 kg unterteilt werden, welche alle 5 Minuten
hinzugesetzt werden. Dadurch kann die Umdrehungsgeschwindigkeit des Rührwerks vollständig gleichmäßig erhalten werden. Die
Temperatur im oberen Teil des Kessels soll etwa 470 bis 480 ° C. betragen.
Das Aussehen des in den Äbsetzkammern erhaltenen Produktes ist je nach der angewandten
Oxydationstemperatur rötlichgelb bis rein kanariengelb, und das Produkt ist von solcher Feinheit und Reinheit, daß es beim
Reiben zwischen den Fingern nicht die geringste Schärfe oder sandige Beschaffenheit
aufweist. Es kann direkt in den Handel gelangen oder auch ohne jede weitere Reinigung
oder sonstige Behandlung in Mennige oder Bleiweiß übergeführt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Umwandlung von metallischem Blei in Bleioxyd (Bleiglätte) durch Einwirkenlassen eines überhitzten Luftwasserdampfgemisches in einem geschlossenen Kessel auf fein verteiltes geschmolzenes Blei, dadurch gekennzeichnet, daß man das Verfahren in einem Kessel vornimmt, dessen Höhe die Breite wesentlich übersteigt, wobei man durch eine möglichst schnelle Umdrehung des Rührwerks, und entsprechend kleine Beschickungsmengen für eine sehr feine Verteilung des Bleis Sorge trägt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE229245C true DE229245C (de) |
Family
ID=489575
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT229245D Active DE229245C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE229245C (de) |
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- DE DENDAT229245D patent/DE229245C/de active Active
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