DE474792C - Verfahren zum Vorbereiten der Celluloidsteifkappen fuer Schuhwerk durch Erweichen derselben - Google Patents

Verfahren zum Vorbereiten der Celluloidsteifkappen fuer Schuhwerk durch Erweichen derselben

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DE474792C
DE474792C DEM94195D DEM0094195D DE474792C DE 474792 C DE474792 C DE 474792C DE M94195 D DEM94195 D DE M94195D DE M0094195 D DEM0094195 D DE M0094195D DE 474792 C DE474792 C DE 474792C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B23/00Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
    • A43B23/08Heel stiffeners; Toe stiffeners
    • A43B23/081Toe stiffeners
    • A43B23/086Toe stiffeners made of impregnated fabrics, plastics or the like

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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Vorbereiten der Celluloidsteifkappen für Schuhwerk durch Erweichen derselben Die aus Celluloid mit Gewebeeinlagen bestehenden Steifkappen für Schuhwerk werden für ihren Verwendungszweck dadurch. vorbereitet; daß sie in einem verschlossenen Behälter durch den Dunst eines geeigneten Lösungsmittels erweicht werden. Der Nachteil hierbei liegt in der erheblichen Zeitdauer bis zum Eintritt des Erweichens und der Kostspieligkeit der zurVerdunstung gelangendenDunstmittel. Hierfür kommen nämlich nur solche mit niedrigem Siedepunkt und geringem spezifischen Gewicht der Dämpfe in Betracht, also in der Hauptsache Aceton, Methylacetat o. dgl. Nicht jedes Lösungsmittel dunstet leicht. So löst zwar Essigäther das Celluloid und Nitrocellulose gut, dunstet aber derart schwer, daß die Kappen sehr lange hart bleiben. Deshalb sind wirklich brauchbare Dunstmittel sehr teuer.
  • Diesen Nachteil hat man auch bereits erkannt und ist deshalb dazu übergegangen, die Kappen nicht zu dunsten, sondern zu tauchen. Die Kappen werden an Klammern befestigt, in das Tauchmittel eingeführt und dann daraus wieder entfernt. Aber auch dieses Verfahren hat sich als unvollkommen erwiesen, weil das Celluloid der Steifkappen an den Klammern haftenbleibt und dann an den Kappen selbst fehlt. Andererseits beschmutzen die das Tauchen vornehmenden Arbeiter die Hände und verunreinigen dadurch das Leder des Schuhwerks, was, namentlich bei heller Farbe desselben, unzulässig ist. Um die Zeit für dies Wiedererhärten zu regeln, hat man auch bereits als Tauch- und Erweichungsmittel ein. Gemisch aus einem schwer und einem leicht verdunstenden Lösungsmittel benutzt, und zwar in wechselnden Mengenverhältnissen je nach den Zeiterfordernissen.
  • Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren benutzt zwar auch den Tauchvorgang, vermeidet aber die zuvor erwähnten Nachteile dadurch, daß dem Lösungsmittel so viel eines schnell verdunstenden organischen Nichtlösers, wie z. B. Benzin o. dgl., zugefügt wird, daß beim Tauchen ein Zusammenkleben der Kappen nicht stattfindet. Erst nach einigem Stehen in einem verschlossenen Kasten kommt die Wirkung- des Lösers voll und ganz zur Geltung, indem durch teilweise Verdunstung des Nichtlösers, welcher vom Celluloid nicht so festgehalten wird wie der Löser, eine Anreicherung des Lösers stattfindet.
  • Als Nichtlöserzusatz hat sich als besonders geeignet Benzin erwiesen, namentlich aus dem Grunde, weil es das Celluloid vollkommen unbeeinflußt läßt und sehr rasch verdunstet. Als Lösungsmittel kann jedes für Celluloid bekanntes Verwendung finden.
  • Beispiel Celluloidsteifkappen werden 3 Minuten in eine Mischung eingetaucht, die beispielsweise etwa aus 55 Teilen Essigäther und 45 Teilen Benzin besteht. Hierauf werden sie in einen verschlossenen Behälter eingelegt. Nach etwa zo Minuten ist -die Entmischung und Verdunstung des Benzins und damit das Erweichen der Steifkappen eingetreten. Die Kappen kleben jedoch nicht etwa aneinander und können bei gutem Verschluß ihres Aufbewahrungsbehälters lange Zeit weich gehalten werden, so daß die Herstellung des Schuhwerks mit Bezug auf die Kappen im ununterbrochenen Arbeitsgang möglich ist.
  • Die Eigenart der Tauchflüssigkeit gestattet das Einbringen der Steifkappen, ohne diese etwa voneinander trennen und sie an Klammern aufhängen zu müssen. Die Kappen können vielmehr gebündelt oder lose geschichtet in beliebiger Zahl in die Flüssigkeit eingebracht werden. Für deren Zusammensetzung ist beachtlich, daß gute Lösungsmittel zwar kürzere Eintauchzeit gestatten, aber einen größeren Benzinzusatz bedingen.
  • Die Vorteile des neuen Verfahrens sind die folgenden Wesentliche Verbilligung, weil beliebige Celluloidlösungsmittel Verwendung finden können, die keine Dunster zu sein brauchen. Der Benzinzusatz bedingt eine weitere Verbilligung.
  • Erheblicher Zeitgewinn, da die Kappen etwa 15 Minuten nach dem Eintauchen bereits weiterverarbeitet werden können und auch nicht aneinanderkleben.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Vorbereiten der Celluloidsteifkappen für Schuhwerk durch Erweichen derselben, dadurch gekennzeichnet, daß die Steifkappen in ein Gemisch aus einem Lösungs- und einem schnell verdunstenden, organischen Nichtlösungsmittel, wie z. B. Benzin o. dgl., eingebracht werden, wobei dieses erst dann die Einwirkung des Lösungsmittels auf das Celluloid der Steifkappen zur Geltung kommen läßt, wenn dasselbe teilweise in dem diese aufnehmenden Behälter verdunstet ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Steifkappen gebündelt oder lose geschichtet in. die Behandlungsflüssigkeit eingetaucht und darauf in einem verschlossenen Behälter nach Entmischung des ursprünglichen Tauchmittels erweicht und weich erhalten werden.
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