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Speiserufer für Dampfkessel Die Erfindung betrifft Speiserufer, deren
unmittelbar auf dem Kessel angeordnetes Gehäuse die mittels eines im Kessel vorgesehenen
Schwimmers gesteuerten Alarmpfeifen trägt.
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Bei den bekannten Speiserufern dieser Art ist es unmöglich, zu dem
Innern des Speiserufers zwecks Ausbesserung, Einstellung oder Besichtigung zu gelangen,
solange der Kessel sich im Betriebe befindet, denn jedes Öffnen des Speiserufergehäuses
würde das dauernde und gefahrbringende Ausströmen des Dampfes zur Folge haben. Der
Kessel muß außer Betrieb gesetzt werden, wenn das Gehäuse des Speiserufers geöffnet
werden soll.
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Gemäß der Erfindung trägt die hin und her gehende Steuerstange für
die Alarmpfeifen den Teller eines in die Verbindungsleitung vom Kesseldampfraum
zum Innern des Speiserufergehäuses eingebauten Absperrventils, und ferner ist, um
dieses Ventil von außen schließen und gleichzeitig die Alarmpfeifen öffnen zu können,
eine mittels Handrades zu bedienende, von der Steuerstange getrennte Druckspindel
angeordnet.
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Bei dieser Ausbildung des Speiserufers ist es möglich, bei vollem
Betriebe des Kessels den Innenraum des Speiserufergehäuses von dem Dampfkessel abzusperren
und den in dem Speiserufergehäuse befindlichen Dampf durch Öffnen der Pfeifen ins
Freie entweichen zu lassen, so daß alsdann das Innere des Gehäuses ohne jede Gefahr
zugänglich ist. Ein gemäß der Erfindung ausgebildeter Speiserufer ist in der Zeichnung
dargestellt.
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Abb. i ist ein Schnitt durch den Speiserufer; Abb. 2 ist eine Ansicht
der Gesamtordnung des auf einen Kessel aufgesetzten Speiserufers.
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Der Speiserufer besitzt zwei Schwimmer i, die bei ihren auf und ab
gehenden Bewegungen die Steuerstange 6 der Alarmpfeifen ig und 2o bewegen. Dies
geschieht beispielsweise mittels einer Übertragungsvorrichtung, die aus gekrümmten
Stangen 7, 8, Hebeln g, io mit Gegengewichten ii, i2 und Drehachsen 13, 14, Zahnrädern
15, 16 und Zahnstangen 17, 18 besteht. Diese sind an der Stange 6 ausgebildet.
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Die Steuerstange 6 endigt in ihrem oberen Teil in einer Schraube 21,
die in eine Büchse 22 eingeschraubt ist, welche zwei Bunde 23, 24 aufweist. Diese
Büchse 22 verschiebt sich in der Innenkammer 25. des Gehäuses 26 des Speiserufe_,..
Die Kammer 25 versorgt die beiden Alarmpfeifen ig und ao mit Dampf.
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Die Büchse 22 bewegt mit ihren Bunden 23 und 24 einerseits einen Hebel
27, der das Ventil 28 steuert, welches den Eintritt des Dampfes zur Pfeife 2o regelt,
und andererseits einen Hebel 29, der das Ventil 3o der Pfeife ig bewegt. Federn
31, 32 dienen zur Belastung der beiden Ventile 28 und 3o.
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Der Innenraum 25 des Speiserufergehäuses steht mit dem Dampfraum 35
des Kessels durch Kanäle 36 in einem Ventilsitz 37 in Verbindung,
Dieser
Sitz ist seinerseits in einen Stutzen 38 mit Kanälen 36' eingesetzt, der in das
Gehäuse 26 des Speiserufers eingeschraubt ist und in welchem die Steuerstange 6
für die Pfeifen frei gleitet.
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Ein Ventilteller 39 wird auf der Steuerstange 6 zwischen einer Mutter
40 und einer Schulter 41 festgehalten. Eine von der Steuerstange6 unabhängige Druckspinde142
mit Handrad 45 ermöglicht es, die Stange 6 abwärts zu bewegen, das Ventil
37, 39 zu schließen und gleichzeitig durch Niederdrücken der Büchse 22 die
Pfeifen ig, zo zu öffnen.
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Wenn man einen Innenteil in dem Gehäuse 26 des Speiserufers ausbessern
will, so dreht man das Handrad 45 so lange, bis der Ventilteller 39
auf seinem
Sitz 37 zur Anlage kommt und die Zulaßkanäle 36, 36' für den Dampf absperrt. Gleichzeitig
kommen die Bunde 23 und 24 der Büchse 22 zum Eingriff mit den Hebeln 27 bzw. 29,
wodurch die beiden Pfeifen i9, 2o geöffnet werden. Die Innenkammer 25 des Gehäuses
26 des Speiserufers wird auf diese Weise vollkommen frei von Dampf. Man kann alsdann
einen der Deckel 48, 49 abheben und die Innenteile der betreffenden Kammer ausbessern,
ohne befürchten zu müssen, daß Dampf austritt. Sobald die Ausbesserung beendet ist,
genügt es, die ausgebesserten Teile im Innern des Gehäuses 26 des Speiserufers an
die entsprechende Stelle zu bringen, worauf man die Schraubenspindel 42 mittels
des Handrades 45 zurückdreht, so daß unter dem Einfluß des Schwimmers i die Stange
6 emporsteigt und die Bunde 23 und 24 ihre Anfangsstellung in einem gewissen Abstand
von den Köpfen der Hebel 27 und 29 einnehmen. Der Speiserufer ist von neuem bereit,
Wassermangel oder Wasserüberfluß anzuzeigen. Obwohl die Entfernung des zulässigen
niedrigsten Wasserspiegels von der Kesselwand nicht für alle Kessel einheitlich
ist, kann derselbe Speiserufer doch in verschiedene Kessel eingebaut werden. Denn
infolge der Verschraubbarkeit der Büchse 22 auf der Spindel 2i ist es möglich, das
Öffnen der Alarmpfeifen erst bei dem jeweils vorgeschriebenen Niedrigwasserstand
erfolgen zu lassen.