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Einrichtung zum Ziehen von Rohren oder Strängen mittels mit Mitnehmern
versehener Ketten -Es sind Einrichtungen zum Ziehen von Rohren oder Strängen bekannt,
bei welchen die Zange durch horizontal laufende, parallel zueinander geführte Ketten
geschleppt wird, welche mit Mitnehmem versehen sind.
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Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen dieser Art und besteht
darin, daß die Mitnehmer der getrennt laufenden Ketten paarweise zusammenarbeiten
und mit verschiebbar geführten Klauen versehen sind, die sich beim Anziehen aufwärts
verschieben, so daß die Zange, nachdem das Rohr an ihr befestigt und sie am Kopf
der Ziehbank in die Kettenführungsrinne eingelegt ist, selbsttätig von einem Mitnehmerpaar
zunächst von beeiden Seiten her gefaßt, dann hochgehoben, gezogen und am Ende der
Ziehbank durch seitliches Ausweichen der Mitnehmer selbsttätig wieder Iosgelassen
wird. Um das Rohr oder den Strang beim Austreten aus dem Ziehring und Loslassen
der Mitnehmer aufzufangen, sind auf der Ziehbank oberhalb des Kettenführungsbettes
Halter vorgesehen, welche von einer vorbeigehenden Klaue, wenn diese gehoben ist,
zur Seite gedrückt werden und danach wieder in ihre alte Lage zurückkehren. Das
Einhängen und Aushaken der eingelegten Zänge erfolgt demnach vollständig selbsttätig,
ebenso das Auffangen des gezogenen Rohres. Eine beispielsweise Ausführungsform der
Einrichtung ist auf der Zeichnung durch die Abb. i bis 8 dargestellt, und zwar zeigt
Abb. i eine derartig eingerichtete Ziehbank in Seitenansicht, Abb. z im Grundriß
ohne ein zu' ziehendes Rohr und Abb. g in einer Rückansicht. Die Abb. q. zeigt in
Seitenansicht ein Mitnehmerglied mit dem Mitnehmer, Abb. Seinen Längsschnitt der
Abb. 4.. Abb.6 zeigt einen Teil. des Kettenstranges und ein Mitnehmerglied mit hochgeschobener
Klaue und die Lage dies Zangenkopfes in diesem.
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Abb. 7 zeigt einen .Querschnitt der mittleren Kettenbahn mit der Kettenführung
und Abb. 8 einen Grundriß zur Abb. 7.
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Die Ziehbank besitzt zwei in horizontaler Richtung laufende Ketten
a und ai, welche von den Zugrädern b in der durch Pfeil angedeuteten Ziehrichtung
gleichmäßig angetrieben und am Kopf der Bank über die Leitrollen c geführt werden.
Der Antrieb der Zugrollen b erfolgt in bekannter Weise. Innerhalb jeder Kette sind
jeweils an Stelle eines Kettengliedes eine Anzahl Mitnehmergliederd derart angeordnet,
daß sie auf den in der Mitte liegenden Zugseiten der Ketten paarweise zusammenliegen.
Zur Stützung und
Führung der Ketten sind dieselben in ihrer mittleren,
parallel verlaufenden Bahn von einer Führungsrinne l gehäuseartig umgeben (Abt.
7 und 8). Die Zange, von der nur Bier Kopf 1i und der Schaft hl dargestellt sind,
wird, nachdem das zu ziehende Rohr an ihr befestigt ist, am Kopf der Ziehbank in
die Führungsrinne f der Ketten a und a1 eingelegt. Von den beiden
nächsten, um die Leitrollen c herumwandernden Mitnehmern d wir d die Zange gleichzeitig
und gleichmäßig von beiden Seiten gefaßt und mitgenommen: Die Mitnehmer besitzen
nun eine Einrichtung, um die Zange mit dem Rohr beim Ziehen selbsttätig in gleiche
Höhe mit dem Ziehring r zu heben (Abt. q., 5 und 6). Die Klauen g, welche
den Kopf lt der Zange fassen und festhalten, sind zu diesem Zweck in den zugehörigen
Mitnehmern verschiebbar gelagert. Jede Klaue besitzt eine Aussparung i, welche so
groß bemessen ist, daß der Hals hl der Zange zwischen den zwei nebeneinanderliegenden
Klauen g cinies Mitnehmerpaares genügend Raum hat, jedoch zu klein ist, um den verdickten
Kopf der Zange hindurchtreten zu lassen. Eine zweite Aussparung h nimmt den Zangenkopf
lt -auf. Diese Aussparung h ist schräg nach oben und rückwärts geführt,
so daß der Zangenkopf h im Augenblick des Anzuges bis zu einem Anschlag nach oben
rutscht. Die Führung der Klauen in den I\ütnehmergliedern ist gleichfalls schräg
nach oben und rückwärts ,gerichtet, so daß beim Anziehen auch die Klauen, der schrägen
Führung in den Mitnehmern entsprechend, aufwärts gleiten. An den Klauen vorgesehene
Anschläge, begrenzen die Aufwärtsbewegung. Das Ziehen erfolgt nun in üblicher Weise.
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Sobald die Mitnehmer d um die Zugrollen b
laufen, weichen
sie nach beiden Seiten ,gleichzeitig zurück und geben dadurch die Zange wieder frei.
Um dabei dem gezogenen Rohr, nachdem es aus dem Ziehring ausgetreten und die Zange
von dien Mitnehmern fallen gelassen ist, eine Auflage zu geben, sind über der Führung
t eine Anzahl Haltern angebracht, welche quer über das Führungsbett reichen und
auf die das Rohr nach dem Ziehen fällt. Die Halter können federnd o.,dgl. ausgebildet
und so von vorbeiwanderndem, gehobenen Klaueng zur Seite gedrückt werden. Durch
die Federkraft kehren die, Halter danach wieder in ihre alte Lage über dem Führungsbett
zurück. Das Ausweichen und Zurüekkehren der Halter ta kann auch auf andere Weise,
z. B. durch mittelbare Federwirkung oder durch Anwendung von Gegengewichten, gesteuert
werden.
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Damit die von den Aussparungeni und h gebildeten Zwischenräume für
den Zangenhals und -kopf gewahrt bleiben, sind an :dien Mitnehmern Abstandsnocken
m angeordnet, und zwar so, daß sich in der mittleren, parallel verlaufenden Kettenbahn
die Mitnehmerpaare gegeneinander abstützen. In ,ähnlicher Weise sind auch die oberen
und unteren Teile der Klauen g nach der Mitte zu so ausgebildet, daß sie sich gegeneinanderlegen.
Einem Schwanken der Kette oder einem unbeabsichtigten Lösen der Zunge aus den Mitnehmern
ist bei der Einrichtung nach der Erfindung wirksam vorgebeugt, da die Mitnehmerpaare
von der Führung/ an allen Seiten umschlossen, gestützt und geführt werden. Ein einzelner
Mitnehmer, der innerhalb der Kette jeweils an Stelle .eines Kettengliedes sitzt,
läßt sich nach Lösen der Verbindungsbolzen leicht auswechseln. Ebenso können die
Klauen g nach Lösen einer Bodenplatte dl, die auch den unteren Anschlag für die
Klauen bildet, ausgewechselt werden.