DE47306C - Einrichtung an Lokomotiven zur Einführung von Abdampf in den Feuerraum - Google Patents
Einrichtung an Lokomotiven zur Einführung von Abdampf in den FeuerraumInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23L—SUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
- F23L7/00—Supplying non-combustible liquids or gases, other than air, to the fire, e.g. oxygen, steam
- F23L7/002—Supplying water
- F23L7/005—Evaporated water; Steam
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Neuerung an Lokomotiv- und ähnlichen
Kesseln, in welchen der Zug durch Abdampf der Maschine verstärkt wird. Dieselbe besteht in der Verbindung einer oder mehrerer
Siederöhren des Kessels mit den Ausströmungsdüsen durch ein System von Röhren in solcher
Weise, dafs ein Theil des Abdampfes gezwungen wird, durch die Siederöhren hindurch
in den Feuerraum zu ziehen, zwecks vollkommener Verbrennung des Brennmaterials
und Verhinderung des Austrittes von Funken und glühenden Kohlenstückchen.
Eine Anwendung der Neuerung bei einem Lokomotivkessel ist in beiliegender Zeichnung
angegeben und in dieser zeigt:
Fig. ι eine perspectivische Ansicht des Kessels mit einem weggebrochenen Theile,
Fig. .2 einen Längsschnitt durch das Ende eines Siederohres und
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Mitte des Kessels und Feuerraumes.
Der Kessel A ist mit den Siederöhren α und der Rauchkammer B versehen, in welch letzterer
die üblichen Ausströmungsdüsen C C angeordnet sind. Mit zwei der Siederöhren α zu beiden
Seiten des Kessels sind kurze Röhren b, von zweckmäfsig etwas kleinerem Durchmesser als
jene, verbunden. Zwei gleiche Röhren b1 sind in ähnlicher Weise, den Röhren b gegenüberliegend,
angeordnet. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, steht jedes Röhrenpaar b b1 durch ein
System von Röhren unter sich in Verbindung. Die Röhren b an jeder Seite des Kessels und
die oberen Röhren bl sind mittelst T-förmiger
Röhren d und d1 und diese wiederum unter sich durch winkelförmige Röhren e und e1
mit dem Ausströmungsrohr C verbunden, welches zweckmäfsig am unteren Theile des Kessels
in geeigneter Weise angebracht ist. Jedes der Winkelstücke e1 ist mit einem Ventil f von
irgend einer geeigneten Construction versehen, durch welches der Austritt des Dampfes aus
dem Ausströmungsrohr C regulirt werden kann. Statt der in der Zeichnung angegebenen vier
Röhren b und b1, welche in die Siederöhren
endigen und durch ein besonderes Röhrensystem mit dem Ausströmungsrohr C in Verbindung
stehen, können deren auch eine gröfsere Anzahl angeordnet werden; auch ist man frei in der Wahl der Lage der Röhren b
und b1; es ist hierbei nur zu berücksichtigen,
dafs sie nur mit solchen Siederöhren in Verbindung gebracht werden, welche über den
Kohlen des Feuerraumes der Lokomotive liegen. Die Lage der Röhren e mufs mit
Rücksicht auf das Ausströmungsrohr C eine solche sein, dafs der ausströmende Dampf leicht
durch dieselben in die Siederöhren α gelangen kann, wo er eine Erhöhung der Temperatur
durch das siedende Kesselwasser erfahren soll, um in einem hoch erhitzten Zustand in den
Feuerraum zu gelangen. Sobald der erhitzte Dampf in den Feuerraum eintritt, soll er zersetzt
werden. Zu dem Vorzug einer vollständigeren Verbrennung des Brennmaterials (der Heizgase) kommt noch ein weiterer, welcher
darin besteht, dafs durch den Auspuff
des Abdampfes in den Feuerraum die Funken und glühenden KohlenstUckchen niedergeschlagen
werden und damit zur Verbrennung kommen, was eine Kohlenersparnifs zur
Folge hat.
Es ist noch zu bemerken, dafs, sobald der Abdampf von der Maschine abgeschlossen wird,
der Apparat aufser Thä'tigkeit tritt, ohne dafs eine andere Manipulation als die zum Abstellen
des Dampfes erforderliche nöthig würde; ferner dafs mit der gröfseren Inanspruchnahme der
Maschine auch eine verhältnifsmäfsig gröfsere Thätigkeit des Apparates eintritt.
Obgleich vorliegende Neuerung hauptsächlich für Lokomotiven bestimmt ist, so kann
sie doch bei allen ähnlichen Kesseln, bei denen eine Zugvermehrung durch den Abdampf erzielt
wird, angewendet werden. Ohne von dem Gedanken der Erfindung abzuweichen, ist es möglich, den Abdampf noch auf andere
Weise durch die Siederöhren dem Feuerraum zuzuführen. Z. B. können Röhren von erheblich
kleinerem Durchmesser als dem der Siederöhren durch letztere bis in den Feuerraum
hindurchgesteckt werden, durch welche der Abdampf geführt wird, während die
Flamme um diese dünnen Zuführungsröhren herum ungestört durch die Siederöhren ziehen
kann.
Diese Construction ist bei vielen Kesselformen der anderen vorzuziehen, da hierbei der Abdampf
in einem höheren Grade erhitzt wird, als wenn er direct in die Siederöhren ausströmt.
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch:An Lokomotiv- oder ähnlichen Kesseln, bei denen der Zug durch den Abdampf der Maschine verstärkt wird, die Anordnung einer Vorrichtung, welche bezweckt, die Heizgase zu einer vollständigeren Verbrennung zu bringen und die in dem Feuerraum sich bildenden Funken und glühenden KohlenstUckchen niederzuschlagen, bestehend aus der Verbindung einer Anzahl von Siederöhren α mit dem. Dampfausströmungsrohr C durch ein Röhrensystem bb^dd1 und e e1, welch letzteres mit einem Ventil^ zur Regelung der Dampfdurchströmung versehen ist.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47306C true DE47306C (de) |
Family
ID=322355
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47306D Expired - Lifetime DE47306C (de) | Einrichtung an Lokomotiven zur Einführung von Abdampf in den Feuerraum |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47306C (de) |
-
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