DE47099C - Verfahren zur Registrirung von Tönen - Google Patents

Verfahren zur Registrirung von Tönen

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DE47099C
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Germany
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etching
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itself
polishing tool
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E. berliner in Washington, Columbia, V. St. A
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B3/00Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor

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  • ing And Chemical Polishing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um die mit den im Haupt-Patente beschriebenen Apparaten in eine widerstandslose Ablagerung eingezeichneten Tonregisterlinien direct auf die widerstandsfähige Stütze dieser Ablagerung selbst übertragen zu können, kann man sich des Aetzverfahrens bedienen. Da, wo man bisher das Verfahren «Zeichnungen durch Aetzen auf ein widerstandsfähiges Material zu übertragen« anwendete, bediente man sich eines sogen.. Aetzgrundüberzuges von Wachs, welches man zu diesem Zwecke durch Erhitzen flüssig machte. Ein auf diese Weise hergestellter Aetzgrund besitzt jedoch, selbst wenn er in sehr dünner Schicht aufgetragen wird, eine so grofse Zähigkeit und haftet dabei so fest an der zu ätzenden Fläche an, dafs es eines nicht unbedeutenden Kraftaufwandes bedarf, um aus einem solchen Aetzgrund für die Aetzung geeignete Linien herauszuarbeiten.
Ein solcher Aetzgrund ist daher für den vorliegenden Zweck, bei welchem es sich um die Hefstellung der Registrirung ohne Kraftaufwendung handelt, nicht verwendbar und aus diesem Grunde war die Anwendung des Aetzverfahrens zur Herstellung reproductionsfähiger Register in widerstandsfähigem Material bisher nicht möglich.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun. das Verfahren der Herstellung eines Aetzgrundes, welcher diese Uebelstände nicht zeigt, sondern die Möglichkeit der Erzeugung von Registerautogrammen von derselben Schärfe, wie die im Haupt - Patente erwähnte Lampenrufstinte, bietet.
Das neue Verfahren beruht:
ι. auf der Entdeckung, dafs Wachs, Paraffin u. s. w., in aufgelöstem Zustande aufgegossen und durch Verdunstung des Lösemittels erhärtet, eine sehr geringe Cohäsion und ebenso geringe Adhäsion an der damit überzogenen Fläche zeigen;
2. auf der Entdeckung, dafs leichte Verunreinigungen des Aetzgrundes durch Aufnahme von Staubfasern aus der Luft, ihren — bei der Herstellung des Registerautogrammes auftretenden — störenden Einflufs verlieren, wenn man diesen Aetzgrund unmittelbar vor dem Tonregistriren durch Uebergiefsen mit concentrirtem Alkohol in einen dunstigen Zustand versetzt.
Einen guten Aetzgrund erhält man, wenn man Bienenwachs bei mäfsig erhöhter Temperatur in Benzin so weit auflöst, dafs man dabei eine gesättigte Lösung erhält. Diese wird dann filtrirt und dabei Sorge getragen, dieselbe so viel als möglich von dem in der Luft befindlichen Staub freizuhalten. Diese Lösung wird auf die vorher glatt polirte, gereinigte und getrocknete zu ätzende Fläche gleichmäfsig aufgetragen und dann dem Lösemittel (Benzin) gestattet, zu verdunsten, was innerhalb 1 bis 2 Minuten geschieht.
Das Resultat dieses Verfahrens ist ein auf der zu ätzenden Fläche zurückbleibender aufserordentlich zarter Hautüberzug, welcher dem
registrirenden Stift der in dem Haupt-Patent beschriebenen Registrirapparate keinen merklichen mechanischen Widerstand entgegensetzt; ja, die Zartheit dieser Haut ist. eine so grofse, dafs sie durch Ueberstreichen mit einer Kameelhaarbürste sehr merklich lädirt wird, so dafs sie dann für den ihr bestimmten Zweck nicht mehr verwendbar ist.
Um diese aufserordentlich grofse Empfindlichkeit der Haut etwas zu mildern und zugleich ihre Widerstandsfähigkeit gegen das später anzugebende Aetzagens zu erhöhen, empfiehlt es sich, diese Haut noch mit einer zweiten, in ähnlicher Weise hergestellten zu überziehen, welche gleichwohl den mechanischen Widerstand des Aetzgrundes gegen den registrirenden Apparatstift nicht merkbar erhöht.
Es wurde erwähnt, dafs es nothwendig ist, die Materie des Aetzgrundes bis zu ihrer Erhärtung sorgfältig vor dem Staub der Luft zu schützen; die Erfahrung hat aber gelehrt, dafs es fast unmöglich ist, dieselbe von Faserstaubtheilchen völlig rein zu erhalten. Obwohl diese fast unvermeidlichen Staubpartikelchen so fein sind, dafs sie sich — selbst bei sorgfältigster Untersuchung — dem unbewaffneten Auge entziehen, wirken dieselben doch beim Herstellen des Registers störend.
Wenn nämlich der Aetzgrund .nicht völlig frei ist von Staubfasern, so adhäriren dieselben an dem registrirenden Stift und werden von demselben durch die neu gebildete Registerrinne nachgezogen, wobei diese letztere unsaubere Kanten erhält, welche die Genauigkeit des Registers stark beeinträchtigen.
Zahlreiche Versuche führten nun zu der Entdeckung, dafs diese Mifslichkeit vollständig beseitigt wird, wenn der Aetzgrund während des Registrirens durch vorheriges Begiefsen mit concentrirtem Alkohol in einen dunstigen Zustand versetzt wird. Der Alkohol verdunstet zwar sehr rasch, aber doch nicht rasch genug, um vollständig zu entweichen, bevor das Register fertig aufgezeichnet ist, und dieses Register zeigt nun keinerlei Ungleichheit; die Linien sind vielmehr so scharf und bestimmt, als wenn sie von einem Graveur hergestellt wären, und die Spitze des registrirenden Apparatstiftes erscheint so rein, .als wenn die Fasern vollständig verschwunden wären.
'Die Ursache dieser Erscheinung ist nicht ganz aufgehellt; es mag sein, dafs die feinen Staubtheilchen hierbei gegen die Kanten der Registrirrinnen angedrückt und von diesen selbst festgehalten werden. Aufser diesem Erfolg bewirkt der Alkohol auch noch eine Art Schmierung zur Verminderung der Reibung des Registrirstiftes.
Da der auf die beschriebene Weise hergestellte Aetzgrund aufserordentlich dünn und vollständig farblos ist, so ist das in denselben eingegrabene Register für das blofse Auge fast unsichtbar; da es aber erwünscht ist, das Register vor dem Aetzen zu untersuchen, so empfiehlt es sich, den Aetzgrund vor dem Aufzeichnen des Registers zu coloriren. Dies läfst sich dadurch bewerkstelligen, dafs man den Aetzgrund dem kalten Rauch einer schwach rufsenden Flamme, beispielsweise von brennendem Kampfer, aussetzt, so dafs sich eine sehr geringe Rufsablagerung auf dem Aetzgrund bildet und die Registerzeichnung nachher als blasse Linien auf grauem Grunde sichtbar wird.
Bei diesem Schwärzen mufs Vorsorge getroffen werden, dafs der Aetzgrund der Flamme nicht zu nahe gehalten wird, so dafs derselbe nicht zu schmelzen beginnt, weil sonst die eigenthümliche Consistenz desselben völlig verändert wird.
Die präparirte phonautographische Stütze kann auf unbestimmte Zeit aufbewahrt werden und befindet sich zu jeder Zeit in verwendbarem Zustande.
Das Aufzeichnen der Tonregister erfolgt genau in derselben Weise, wie wenn die Registerstützen nur mit der im Haupt-Patent erwähnten, als Aetzgrund nicht verwendbaren halbflüssigen Tinte überzogen sind.
Zum Einätzen des phonautographischen Registers in die widerstandsfähige Stütze des Aetzgrundes kann man zwar die zu solchem Zweck allgemein gebräuchlichen Säuren, wie Salpetersäure, Salzsäure etc., für Metalle und Flufssäure oder deren Dampf für Glas verwenden; es ist hierbei jedoch zu beachten, dafs der beim Aetzen freiwerdende Wasserstoff sich längs der Registerlinie ansammelt und namentlich an den Kanten derselben eine Hülle gegen weitere Einwirkung der Säure bildet.
Bei dem sonst gebräuchlichen Aetzverfahren kann man diese Gasentwickelung durch zeitweises Bürsten der Fläche unschädlich machen. Bei dem im vorliegenden Falle angewendeten zarten Aetzgrunde aber würde ein solches Bürsten unausführlich sein, weil es kein Bürstenmaterial giebt, das zart genug ist, den Aetzgrund nicht zu lädiren. Aus diesem Grunde ist es zweckmäfsig, das Aetzagens so zu wählen, dafs der Wasserstoff im Moment des Freiwerdens durch das zu ätzende Material selbst absorbirt wird. Wenn die Registerstütze beispielsweise aus Zink besteht und man verwendet Chromsäure als Aetzmittel, so entsteht keinerlei Ansammlung von Gasblasen.
Die auf solche Weise in widerstandsfähigem Material erzeugten Register können ohne weitere Präparirung direct zur Wiederhervorbringung der registrirten Töne verwendet werden. Auch kann man von denselben eine beliebige Anzahl Copien auf elektrolytischem Wege herstellen; in diesem Falle ist es jedoch erforderlich, das geätzte Register erst zu glätten, bevor man die

Claims (1)

  1. Registerstütze in das elektrolytische.Bad einsetzt. Ein solches Glätten kann man durch gelindes Anpressen eines zugespitzten Polirwerkzeuges in der Registerrinne bewerkstelligen, indem man zu diesem Zweck das Polirwerkzeug mit der einen Hand in der Rinne hält und mit der anderen die Registerstütze in Rotation setzt. Hierbei wird das Werkzeug durch die Registerrinne selbst geführt, während die leicht granulirte Structur derselben in wenigen Minuten geglättet wird, ohne dafs das Charakteristikum der Rinne irgend welche Einbufse erleidet.
    Anstatt eines speciellen Polirwerkzeuges kann auch der reproducirende Stift des Registrirapparates selbst verwendet werden, dessen Spitze gewöhnlich aus hartem Metall — wie Iridium oder dergleichen — besteht. In diesem Falle vollzieht sich nach ein- oder zweimaligem Gebrauche des reproductionsfähigen Registers dessen Glättung von selbst.
    Pa te ν t-An spruch:
    Bei Apparaten zum Registriren und Wiederhervorbringen von Tönen von der in dem Haupt-Patent No. 45048 gekennzeichneten Art der Ersatz der im Patent - Anspruch 1. dieses Patentes gekennzeichneten halbflüssigen Tinte durch einen Aetzgrund, welcher aus einer gesättigten Lösung von Wachs, Paraffin (oder dergleichen für Säuren wenig empfindlichen Substanzen) in einem leicht verdunstenden Lösungsmittel, wie Benzin, besteht, und die Benetzung desselben unmittelbar vor seiner Benutzung als Registrirfläche mit starkem Alkohol, zu dem Zwecke, den Widerstand des Aetzgrundes dem registriren den Stift gegenüber möglichst zu verringern, sowie die Erzeugung sehr scharfer Register und damit die directe Herstellung eines für die Wiederholung der Töne verwendbaren Registers aus widerstandsfähigem Material durch Aetzen zu ermöglichen.
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