DE469768C - Vorrichtung zum Sortieren von Baumwoll- und aehnlichen Textilfasern - Google Patents

Vorrichtung zum Sortieren von Baumwoll- und aehnlichen Textilfasern

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DE469768C
DE469768C DEZ16548D DEZ0016548D DE469768C DE 469768 C DE469768 C DE 469768C DE Z16548 D DEZ16548 D DE Z16548D DE Z0016548 D DEZ0016548 D DE Z0016548D DE 469768 C DE469768 C DE 469768C
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Description

  • Vorrichtung zum Sortieren von Baumwoll- und ähnlichen Textilfasern Es sind bereits Vorrichtungen zum Trennen von Textilfasern nach ihrer Länge bekannt, bei denen die Fasern in Form eines Faserbüschels einem Lieferwalzenpaar übermittelt und von diesem wieder an eine raube \blegefläche abgegeben werden, derart, daß ,lie Lieferwalzen auf der Ablegefläche sich schneller bewegen, als die Drehung der Lieferwalzen erfolgt. Hierdurch ist es jedoch nicht möglich, den Stapel in scharf abgegrenzten Abschnitten abzulegen, weil die Längen ineinander übergehen und die Grenzen unscharf werden, d.li. es entsteht ein zusammenhängendes bandartiges Gebilde, das eine genaue Abgrenzung der einzelnen Abschnitte der Faserlängen ausschlieft. Abgesehen hiervon haben diese bekannten älteren Einrichtungen den Nachteil, daß zwischen den liefernden Zylindern sogenannte schwimmende Fasern liegen, deren Ablage eine zufällige wird; auch kann die Parallellage dieser schlecht geführten Fa#,erri nie eine vollkommene werden.
  • Der Zweck der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zu schaffen, die die 1-Iögliclikeit gibt, in einfachster Weise das Fasermaterial in genau abgegrenzten Gruppen der Länge nach zu unterteilen, um beispielsweise die, Häufigkeit der Fasern in den einzelnen Längenzonen feststellen zu können.
  • Dies geschieht erfindungsgemäß in erster Linie unter Verwendung von zwei aus mit Nadeln besetzten Bügeln bestehenden Nadelfeldern, die derart verschwenkbar angeordnet sind, daß beide Felder, zum Zwecke des Vorordnens mit den Nadeln nach oben weisend, gestaffelt hintereinanderliegen und beim Verschwenken des oberen Feldes um i8o° dessen Nadeln über den Lücken -der 1Tadeln des unteren Feldes zu stehen kominen. Da die beiden Felder parallel zur Nadelrichtung gegeneinander verstellbar sind, so können sie vereinigt werden, indem die einzelnen Nadelreihen des einen Feldes in die Nadelreihenlücken des anderen treten. Auf diese Weise wird dann irn vereinigten Nadelfeld der Abstand der Nadelkämme auf die Hälfte herabgesetzt, wodurch die Abgrenzung der Faserbärte eine wesentliche Verschärfung erfährt, da jede einzelne Nadelreihe die Grenze einer anderen Fasergruppe bildet. Die Bügel des unteren Feldes stützen sich hierbei auf eine mit Gradeinteilung versehene, in Richtung ihrer Achse verschiebbare Stange, so daß beim Zurückziehen dieser Stange die nicht mehr unterstützten Bügel nach unten klappen und eine am Gestell fest angeordnete Marke auf der Stange die jeweilige Stapellänge angibt.
  • Auf yder Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i den Stapelsortierer von -oben gesehen, Abb. 2 und 3 eine Teilansicht von der Seite gesehen, teilweise geschnitten, und Abb. 4 bis 8 die Nadelfelder von der Seite gesehen in verschiedenen Stellungen bei Durchführung des Verfahrens.
  • In einem durch Stehbolzen versteiften'Gestell g sind um Achsen a bzw. b schwingbar Bügel c bzw. d gelagert, die an ihrer par-. allel zur Schwenkachse gelegenen Seite Nadelreihen p tragen. Diese Nadeln bilden die sogenannten 'Nadelfelder A bzw. B. Während die Achse a im Gestell g fest gelagert ist, ruht die Achse b in Lagerklötzen L (Abb. i, 2), die ihrerseits in Kulissen des Gestelles g in senkrechter Richtung gleitbar angeordnet sind. Das Heben und Senken der Lagerklötze l (Abb. i, z) geschieht mit Hilfe zweier um o drehbarer Winkelhebel m, deren einen Arme n als Gabeln ausgebildetsind, die die Achse b umfassen, während die anderen Arme mit .einer Rolle g reit Exzentem e zusammenarbeiten, mit denen sie durch Federn r in Eingri:ff gehalten werden.
  • Die Bügel des unteren Nadelfeldes A stützen sich auf eine im Maschinengestell längs ihrer Achse verschiebbare Stange s (Abb. 4 bis 8), die durch Zahnradtrieb ü axial verschiebbar ist und eine Skala i (Abb. 4) trägt. Unterhalb des unteren Nadelfeldes ist- ein Anschlag zt vorgesehen (Abb. 8), gegen den die einzelnen Bügel c auftreffen, sobald die Stange s zurückgezogen wird. Der Anschlag 14 ist vierschwenkbar, so daß mit Hilfe dieses sämtliche Bügel c auf einmal wieder hochgehoben werden können.
  • Um die Achse b vierschwenkbar sind zwei Stangen e und e' angeordnet, die, durch zwei Klinken f miteinander kuppelbar, sämtliche Bügel d des oberen Nadelfeldes zu einem Ganzen zusammenschließen. Man kann infolgedessen das obere Nadelfeld B als Ganzes aus der zurückgeklappten Stellung (s. Abb. d. und 5) in die vorgeklappte Stellung (s. Abb. z, 3, 6 und 7) verschwenken. In der zurückgelegten Stellung stützt sich hierbei die Stange e auf das Maschinengestell g, während in der vorgeklappten Stellung die Stange e' auf einer Tragfläche ?z aufliegt; die mit dem Lagerklotz L fest verbunden ist.
  • Wie Abb. 2 und 3 erkennen lassen, ist -am Gestell g eine Sperrklinke k vorgesehen, die, solange die Achse b des Nadelfeldes -B - in ihrer höchsten Stellung sich befindet; außer Wirkung steht und ein Verschwenken des Nadelfeldes B in beiden Richtungen -zuiläßt Befindet sich dagegen, wie Abb. 3 erkennen läßt, die Achse b in ihrer tiefsten Stellung, so ragt die Sperrklinke k in die Bewegungsbahn der Stangen e, e' und verhindert ein Verschwenken des oberen Nadelfeldes B aus der zurückgeklappten in die vordere Stellung, während eine Bewegung im umgekehrten Sinne möglich ist, da dann die Sperrklinke k ausweicht. Dies hat den Zweck, zu verhindern, daß bei gesenkter 'Achse des oberen Nadelfeldes das Nadelfeld B als Ganzes oder auch die einzelnen Bügel desselben nach vorn geklappt werden, da dann die Nadeln der beiden Felder A und B sich gegenseitig behindern würden.
  • Die Vorrichtung läßt sich beispielsweise zwecks Bestimmung der Güte von Baumw oll-und ähnlichen Textilfasern verwenden, wobei eine bestimmte Gewichtsmenge des Fasergutes der-Faserlänge nach in Gruppen unterteilt wird und die einzelnen Gruppen dann gewogen werden, so daß die Gewichtsprozente der einzelnen Gruppen als Vergleichswerte dienen.
  • Bei Beginn des hierfür notwendigen Sortierens nehmen die beiden Nadelfelder die aus Abb. 4 ersichtliche Stellung ein. Es wird nun ein ausgewogenes Faserbüschel F (helspielsweise 'i oo mg) in das untere Nadelfeld A eingeschlagen. Ist dies geschehen, so löst man die Klinken f und schwingt die Stange e' in die in Abb. 5 gezeichnete Stellung. Nunmehr werden die Fasern des Biischels F aus dem unteren Nadelfeld A in das -obere übertragen, und zwar so, daß nunmehr die Fasern nach der Größe geordnet im Nadelfeld B liegen. Es geschieht dies so, daß mit Hilfe einer Zange immer die aus dem unteren -Nadelfeld. herausstehenden Fasern herausgezogen und in das obere Nadelfeld B eingeschlagen werden. Hierbei muß die Haltezange des Faserbartes an der vordersten N- adelreihe des Nadelfeldes A (s. Abb. 4) und beim Einschlägen in das obere Feld B an der ersten Nadelreihe dieses (s. Abb.5) anliegen, so daß die aus Abb.5 ersichtliche Lage der Fasern erzielt wird. Ragt keine Faser mehr über den Rand des unteren Nadelfeldes A heraus, so wird der erste Bügel c herabgeschwenkt, was durch Verschiebung der Stange s geschieht. Nachdem so nach und nach sämtliche Bügel c herabgeschwenkt sind und auf diese Weise das Büschel F aus dem Nadelfeld A in das Nadelfeld B übertragen ist, verschwenkt man die Stange e' wieder in die in Abb. 4 gezeigte Stellung und kuppelt sie mittels der Klinken f mit der Stange e. Die nach unten ver@chwenkten Bügel .c des unteren Nadelfeldes werden mit Hilfe des Anschlages u wieder in die Höhe geschwenkt und durch die vorgeschobene Stange s unterstützt, und nunmehr wird das obere Nadelfeld B als Ganzes in die in Abb. 6 gezeichnete Lage .verschwenkt, in der die einzelnen Nadelreihen p des oberen Feldes genau, über den Lücken der -Nadelreihen p des unteren Feldes zu stehen kommen. Sobald (lies geschehen ist, wird durch Verdrehen des Exzenters c das obere Nadelfeld B parallel zu sich selbst verschoben und in (las untere Nadelfel(i A gesenkt, wie Abb.; erkennen läßt. Das Faserbüschel F befindet sich nun im Doppelfeld A, B, und zwar der Länge nach geordnet. Nunmehr werden die einzelnen Fasern gruppenweise sortiert aus dem Doppelfeld A, B herausgezogen. Jedesmal, wenn keine Faser mehr über das Feld hinausragt, wird einmal ein unterer Bügel c und dann ein oberer Bügel d, letzterer nachriem vorher diu Ill'linken f gcli"st sind, liertintei-"e1;lar#pt l)zw. nach oben verschwenkt, und es werden dann von neuem die über das -Nadelfeld hinausragenden Fasern herausgezogen. Dadurch, daß die 'Nadelreihen des oberen Feldes in die Lücken des unteren greifen, wird der Abstand der N adelkämine auf die Hälfte herabgesetzt, wodurch die Abgrenzung der Faserbärte eine wesentliche Verscli<irfting erfahrt. da jede einzelne N adelreilie die Grenze einer anderen Fasergruppe bildet. Die Skala i auf der Stange s läßt im Zusammenarbeiten mit einem am Gestell vorgesehenen Zeiger die genaue Länge der einzelnen Fasergruppen erkennen. Diese werden dann gewogen. Da (las Stammbüschel ioo in- wiegt.- so geben die gefundenen Einzelgewichte der Gruppen ohne weitere Umrechnung die Gewichtsprozente der einzelnen Längenzonen an und lassen bei Vergleichsuntersuchungen ohne weiteres erkennen, welche Sorte die bessere ist bzw. für «-elche Zwecke die einzelnen Sorten besonders geeignet sind.
  • Es steht dem natürlich nichts ini Wege, (las Umlegen der Faserbärte auch mehrmals erfolgen ztt lassen. Man verwendet in diesem Falle eine Aushebegabel, deren Zinken in die Nadellücken unter das eingeschlagene Faserbüschel eingeschoben werden, so daß dieses unbeschädigt aus- dem oberen Felde B her-.-in. gehoben und auf das untere Feld A übertragen werden kann. Mittels der Aushebegabel, die auch als Eindrücker dient, wird das Faserbüschel gleichmäßig in die :adeln des unteren Feldes A eingedrückt; und zwar so, (laß die Fasern nun von der anderen Seite zuerst durchgezogen werden. Durch diese Wiederholung erhält man noch genauere Ergebnisse.
  • Obwohl sich der Sortierer besonders gut zur Durchführung des eben beschriebenen Verfahrens eignet, kann man ihn mit gutem Erfolg auch für andere Zwecke verwenden, beispielsweise um Stapelfaserschaubilder herzustellen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Sortieren von Baumwoll- und ähnlichen Textilfasern nach ihrer Länge aus Faserbärten unter Verwendung, von Nadelfeldern, gekennzeichnet durch zwei aus mit 'Nadeln bL#-setzten Bügeln (c, (1 ) bestehende Nadelfelder (.-), B), die derart verschwenkbar zueinander angeordnet sind, daß beide Nadelfelder (A, B), zum Zwecke des Vorordnens mit den Nadeln nach oben weisend, gestaffelt hintereinanderliegen und beim Verschwenken des oberen Feldes (B) um igo° dessen Nadeln über die Lücken der Nadelreihen des unteren Felles (A) zu stehen kommen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die eine oder beide Achsen (a, b) der Nadelfelder (A, B) parallel zur Nadelrichtung gegeneinander verstellbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Biigel (1) des oberen Nadelfeldes (B) mit einer klammerartigen Sperrvorrichtung (e, e', f') derart versehen sind, daß sie als geschlossenes Ganzes v erschwenkbar sind. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Maschinengestell ortsfest eine Klinke (h) derart angeordnet ist, daß sie beim Umlegen des gesenkten oberen Nadelfeldes (B) in den Weg der Sperrvorrichtung (e, e", f) tritt. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Bügel (c) des unteren Feldes (A) auf eine mit Gradeinteilung versehene, in Richtung ihrer Achse verschiebbare Stange (s) stützen, die beim Zurückziehen die Bügel des unteren Nadelfeldes (_A) nach unten klappen läßt.
DEZ16548D 1927-01-17 1927-01-18 Vorrichtung zum Sortieren von Baumwoll- und aehnlichen Textilfasern Expired DE469768C (de)

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