DE469299C - Vorrichtung zum Vernaehen von elektrischen, mit Luftzwischenraeumen gewickelten Spulen - Google Patents

Vorrichtung zum Vernaehen von elektrischen, mit Luftzwischenraeumen gewickelten Spulen

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DE469299C
DE469299C DESCH78812D DESC078812D DE469299C DE 469299 C DE469299 C DE 469299C DE SCH78812 D DESCH78812 D DE SCH78812D DE SC078812 D DESC078812 D DE SC078812D DE 469299 C DE469299 C DE 469299C
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HEINRICH KRUECKEBERG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B23/00Sewing apparatus or machines not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Vernähen von elektrischen, mit Luftzwischenräumen gewickelten Spulen Es ist bekannt, daß die mit Luftzwischenräumen gewickelten elektrischen Spulen, wie sie beispielsweise in der Radiotechnik vielfach Verwendung finden, zur Erhöhung ihrer Festigkeit nach dem Wickeln vernäht werden müssen. Der Zweck_der- vorliegenden Erfindung ist nun, dieses Vernähen der Spulen, das bisher von Hand erfolgte, durch eine Vorrichtung selbsttätig zu bewirken und hierdurch eine erhebliche Zeit- und Arbeitsersparnis zu erzielen. Zu diesem Zwecke wird gemäß der Erfindung der als Träger für die Spule während des Wickelvorganges dienende sogenannte Wickelkopf nach Beendigung des Wickelvorganges zusammen mit der Spule auf einer umlaufenden Welle befestigt und so gedreht, daß bei jedem Hub einer Zungen- oder Hakennadel diese durch einen Wickelungshohlraum hindurchtritt und den auf der anderen Seite von einem Fadenvorleger dargebotenen Faden ergreift und durch die vorher gebildete, auf dem Nadelschaft hängende Schleife hindurchzieht. Die Führungsvorrichtung der Zungen- ioder Hakennadel ist hierbei vorzugsweise schwenkbar gelagert, so daß die Nadel während der Drehung der Spule über die Stifte des Wickelkopfes hinweggehoben werden kann. Um eine bequeme Änderung des Nadelhubes zu ermöglichen, wird die Hinundherbewegung der Nadel zweckmäßig durch einen Kurbelantrieb mit verstellbarem Hub bewirkt, und es kann gegebenenfalls auch der die Nadel tragende Lagerbock in. der Längsrichtung der Nadel verstellbar angeordnet werden. Um einen freien Zutritt des Fadenvorlegers zu dem inneren Umfang der auf dem Wickelkopf sitzenden Spule zu .ermöglichen, wird der Wickelkopf vorzugsweise an seinem äußeren Umfange zwischen den Wickelstiften mit Aussparungen versehen.
  • Die beiliegenden Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, und zwar ist Abb. i eine teilweise geschnittene Ansicht der Vorrichtung von der Antriebsseite und Abb. z eine Ansicht von der entgegengesetzten Seite, während Abb. 3 einen teilweisen Grundriß des Klinkenantriebes für den Spulenträger darstellt. Abb. .l zeigt eine Draufsicht auf die die Vernähung bewirkende Zungennadel und Abb. 5 den Fadenschritt der Vernähung, während Abb.6 eine Teilansicht des Wickelkopfes mit den Wickelstiften darstellt. -Auf der in Lagern a ruhenden Antriebswelle i, die beispielsweise von Hand durch Handkurbel 3 in Drehung versetzt werden kann, sitzt eine Nockenscheibe 4. Auf der Scheibe 4 läuft eine Rolle 5, die an dem einen Ende eines Hebels 6 angeordnet ist, welcher schwenkbar an einer zweckmäßig am Rahmen der Vorrichtung befestigten Stütze 7 durch einen Stift 8 o. dgl. gelagert ist. Die Rolle 5 wird durch eine Feder 9 gegen den Umfang der Nockenscheibe 4 gehalten. Das der Rolle 5 abgekehrte Ende des Hebels ü trägt einen Fadenvorleger io. An der Scheibe 4 ist ferner eine zweckmäßig in einem radialen Schlitz i i o. dgl. verstellbare Schubstange 12 befestigt, deren anderes Ende mit einem Nadelträger 13 in Verbindung steht, der verschiebbar in einer in einem Haltebock 14 gelagerten Führungshülse 15 angeordnet ist und an seinem vorderen Ende eine Zungennadel 16 trägt. Die Befestigung der Führungshülse 15 an dem Haltebock 14 erfolgt mit Hilfe zweier auf das mit Gewinde versehene hintere Ende der Führungshülse 15 geschraubter Muttern 24, so daß .die Führungshülse 15 in ,der Längsrichtung verstellt werden kann. Der Haltebock 14 ist vermittels eines Stiftes 17 schwenkbar in einer Konsole 18 gelagert und wird durch eine Feder i9 gegen einen Anschlag 20 gehalten. Die Konsole 18 ist an. der Grundplatte 21 der Vorrichtung in einer Schlittenführung 22 gelagert und kann mit Hilfe einer Schraube 23 in der Längsrichtung verstellt werden. Auf der Grundplatte z i ist .ferner ein Halslager 25 angeordnet, in dem eine senkrechte Achse 26 gelagert ist. Auf dem .äußeren, mit Gewinde versehenen Umfang des Halslagers ist eine Traghülse 27 aufgeschraubt, die durch Drehung in der Höhenlage eingestellt und vermittels einer Sicherungsschraube 28 in der gewünschten Lage festgestellt werden kann. Auf die Traghülse 27 ist der von der Wickelmaschine herkommende Wickelkopf 29 mit den Wickelstiften 30 und der fertig gewickelten Spule 31 aufgesetzt. Der Wickelkopf 29 ist zwischen den Wickelstiften 30 mit Aussparungen 29' für den freien Durchtritt des Fadenvorlegers io versehen und durch einen Flachkeil 32 gegen Drehung gegenüber der Achse 26 gesichert. Am anderen Fanale der Achse 26 ist unterhalb der Grundplatte 21 vermittels einer Mutier 33 und eines Keiles 34 ein Klinkenrad 35 befestigt. In das Klinkenrad 35 greift eine an dem Ende einer Schubstange 36 befestigte Hubklinke 37 ein, deren vordres,, in die Zähne des Klinkenrades 35 eingreifendes Ende 38 im entgegengesetzten Sinne der Hubbewegung entgegen der Wirkung einer Feder 39 beweglich ist. An einer Umfangsstelle des Klinkenrades 35 ist eine Sperrklinke 4o angeordnet, die durch eine Feder 41 gegen die Zähne des Klinkenrades 35 gehalten wird und dieses am Zurückdrehen hindert und in der richtigen Lage festhält. Die Schubstange 36 ist an der Grundplatte 21 in zwei Lagern 42, 43 gelagert und weist an dem der Hubklinke 37 abgekehrten Ende einen stiftartigen Ansatz 44 auf, der unter der Wirkung einer einerseits gegen das Lager 42 und andererseits gegen einen verstellbaren Bund 45 der Schubstange 36 anliegenden Feder 52 gegen das untere Ende eines Winkelhebels 46 gehalten wird. Der Winkelhebel 46 ist in deinem an einer Konsole 47 befestigten Lager 48 gelagert und liegt mit seinem oberen, kurvenförmig ausgebildeten Ende neben einer auf der Antriebswelle i der Vorrichtung befestigten Scheibe 49. An der Sthnifläche der Scheibe 49 ist in der Nähe ihres Umfanges ein stiftförmiger Ansatz oder eine Rolle 50 angeordnet, die bei Drehung der Welle i mit dem oberen, kurvenförmigen Ende des Winkelhebels 46 in Eingriff kommt und diesen entgegen der Wirkung einer Feder 51 niederdrückt, wobei. die Schubstange 36 zurückge schoben und das -Klinkenrad 35 um eine Zahnteilung gedreht wird. Auf der zur Lagerung des Hebels 6 dienenden Stütze 7 ist ferner eine Fadenrolle 53 angeordnet, von der aus der zum Vernähen der Spule 31 dienende Faden 54 über einen Fadenspanner 55 bekannter Ausführung dem Fadenvorleger io zugeführt wird.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Nach dem Aufsetzen des - die Spule 31 tragenden Wickelkopfes z9 auf die Traghülse 27 und dem Einfädeln des Fadens 54 in den Fadenvorleger io wird durch Drehen der Antriebswelle i und der Nockenscheibe 4 die Zungennadel 16 in radialer Richtung durch -die Wicklungshohlräume der Spule 31 geführt und am Umfange des Wickelkopfes 29 durch den Fadenvorleger io mit dem Faden 54 belegt. Bei weiterem Drehen wird der Faden 54 von der Zungennadel 16 durch den Hohlraum der Spule 31 nach außen hervorgezogen, und sobald die Nadel 16 ganz hervorgezogen ist, wird durch den Ansatz 5o der Scheibe 49 der Winkelhebel 46 ausgeschwungen und das Klinkenxad 35 um eine Teilung gedreht. Gleichzeitig wird durch die an das hintere Ende des Führungsschlitzes der Hülse gelangte Schubstange 12 der Lagerbock 14 um die Achse 17 geschwenkt, so daß das vordere Ende der Zungennadel. 16 angehoben wird. Dieses Anheben der Zungennadel 16 hat den Zweck, bei der Drehung der Spule 31 eine Vorbeibewegung der äußeren Enden der Wikkelstifte 30 unter dem vorderen Fade der Zungenlnadel 16 zu ermöglichen. Bei weiterem Drehen der Antriebswelle wird die Zungennadel 16 wieder vorbewegt, wobei die vorher gebildete Fadenschleife auf dem Nadelschaft liegenbleibt. Die Zungennadel 16 bewegt sich dann durch denn Hohlraum der nächsten Spulenteilung hindurch und ergreift an dem Umfange des Wickelkopfes 29 wiederum .den durch ,den Fadenvorleger 16 dargebotenen Faden 54. Bei dem Hervorziehen im nächsten Arbeitsgang gleitet die erste Fadenschlinge auf die hervorgeholte nächste Fadenschlinge, so daß eine fortlaufende Fadenverschlingung nach Art eines Kettenstiches zustande kommt (Abb.5). Nachdem auf die vorstehend beschriebene Weise die eine Seite der Spule 3 1 vernäht ist, wird der Wickelkopf 29 umgedreht und auf dieselbe Weise die andere Seite der Spule vernäht. Die Anzahl der Zähne des Klinkenrades 35 richtet sich nach der Teilung der Spule 31, d. h. mach der Anzahl der Wickelstifte 3o. Durch Verstellung der Nadelführungshülse 15, der Konsole 18 und der Schubstange 12 kann die Vorrichtung auf die jeweilige Stärke und Windungszahl der Spulen. eingestellt werden.

Claims (6)

  1. YATENTAI"SPRÜcFiE: i. Vorrichtung zum Vernähen von elektrischen, mit Luftzwischenräumen gewickelten Spulen, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Spulenwickelmaschine mit der Spule (31) kommende und auf einer umlaufenden Welle (26) befestigte Wickelkopf (29, 30) so gedreht wird, daß bei jedem Hub einer Zungen- oder Hakennadel (16) diese durch einen Wicklungshohlraum hindurchtritt und den auf der anderen Seite von einem Fadenvorleger (io) dargebotenen Faden ergreift und durch die vorher gebildete, auf dem Nadelschaft hängende Schleife hindurchzieht.
  2. 2. Vorrichtung nach ,Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsvorrichtung (14, 15) der Nadel. (16) schwenkbar gelagert ist, so daß die Nadel während der absatzweisen Drehung der Spule über die Stifte (3o) des Wickelkopfes (29;) hinweggehoben werden kann.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hinundherbewegung der Nadel (16) durch einen Kurbelantrieb (q., 11, 12) mit verstellbarem Hub erfolgt. ,l.
  4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (16) senkrecht zur Achse des Wickelkopfes steht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Nadel (16) tragende Lagerbock (18) in der Längsrichtung der Nadel verstellbar angeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß, der die Spule (31) tragende Wickelkopf (29, 3o) an seinem äußeren Umfange zwischen den Wickelstiften mit Aussparungen (29') versehen ist, durch die ein freier Zutritt des Fadenvorlegers ermöglicht wird.
DESCH78812D 1926-05-11 1926-05-11 Vorrichtung zum Vernaehen von elektrischen, mit Luftzwischenraeumen gewickelten Spulen Expired DE469299C (de)

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DE (1) DE469299C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1151849B (de) * 1959-02-20 1963-07-25 Siemens Ag Verfahren und Vorrichtung zum maschinellen Abbinden von Kabelbaeumen

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